Ähnlich wie für Jonas, Nils, Christian und Linus ging es auch für mich im September des vergangenen Jahres im Rahmen des fünften Theoriesemesters des dualen Studiums ins Ausland. Anders als die Kollegen, bei denen die Wahl auf Irland und Costa Rica fiel, habe ich mich für die Stadt London entschieden, um hier gemeinsam mit zwei Kommilitonen von der Nordakademie an der University of Westminster mitten im Herzen der Stadt für etwa vier Monate zu studieren und zu leben. Was ich hierbei erlebt habe und wie sich die University of Westminster von der Nordakademie unterscheidet, lest ihr in diesem Blogbeitrag.
Die University of Westminster, Nachfolger der Royal Polytechnic Institution, älteste Universität Londons, zählt mit mehr als 20.000 Studierenden zu einer der größeren staatlichen Universitäten der Stadt. Mit vier Standorten im Zentrum Londons stellte sie für mich von Beginn an die perfekte Möglichkeit dar, in englischer Sprache in einer internationalen Umgebung zu studieren und dabei noch ein neues Land und eine neue Kultur kennenzulernen.
Gewohnt habe ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen von der Nordakademie im elften Stock in einem der Wohnheime der Universität in der Baker Street, die auch als das Zuhause des Detektiv Sherlock Holmes bekannt ist. Hier haben wir uns gemeinsam mit drei weiteren Mitbewohnerinnen aus Deutschland, der Schweiz und Schweden einen Flur und eine Küche geteilt. Die Wahl für ein Zimmer im Wohnheim hat sich für uns dabei nicht nur aufgrund des Ausblicks als goldrichtige Entscheidung erwiesen, da besonders hier viele neue Freundschaften mit internationalen Studierenden aus Chile, Japan, Mexiko, Spanien, Brasilien und der USA geschlossen wurden und Sehenswürdigkeiten wie der Big Ben, der Buckingham Palace oder der Piccadilly Circus zu Fuß erreichbar waren.
Nach einer Kennlernwoche, in der mehrere Events wie ein gemeinsames Grillen und ein Stadtrundgang stattfanden, starteten wir Ende September in unsere erste von insgesamt zwölf Vorlesungswochen. Schnell fielen uns hierbei erste Unterschiede im Vergleich zum für uns in Deutschland normalen Studienalltag auf. Einstempeln vor Beginn der Vorlesung und ein voller Hörsaal mit etwa 300 Studierenden – eine ganz andere Welt als an der Nordakademie, an der zumeist in Gruppen von maximal 30 Studierenden unterrichtet wird. Besucht habe ich die drei Vorlesungen Corporate Finance, Supply Chain & Operations Management & Digital Business und Management Decision Making. Diese fanden am Montag, Donnerstag und Freitag statt. Im Gegensatz zu den in Deutschland üblichen mehrstündigen Vorlesung, bestanden die Module aus einer zweistündigen Vorlesung, einem Seminar und einem Workshop, indem Übungen gemeinsam gelöst wurden und Management-Simulationsspiele wie z.B. die Gründung eines eigenen Unternehmens simuliert wurden. Ebenfalls mussten in den Fächern keine Klausuren, sondern jeweils zwei Hausarbeiten, eine im Semester und eine am Ende des Semesters, geschrieben werden.
Neben den Vorlesungen in der Uni gab es, besonders da es mein erster Aufenthalt in London war, natürlich so einiges zu erkunden. Neben der Besichtigung weltbekannter Sehenswürdigkeiten wie dem Big Ben, der Tower Bridge oder dem London Eye, haben wir unsere Freizeit beispielsweise damit verbracht, Paintball oder Topgolf mit unseren neuen Freunden aus dem Wohnheim zu spielen, Premier League-Fußball bei einem der vielen Vereine in London zu schauen, oder die vielen verschiedenen Eislaufbahnen und Weihnachtsmärkte während der Weihnachtszeit zu testen. Und auch den Ausblick aus dem Shard, mit ungefähr 310 Metern und 72 Stockwerken Londons höchstes Gebäude, haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Wochenenden haben wir dann genutzt, um Ausflüge nach Manchester, Liverpool, Brighton und zum Windsor Castle zu unternehmen, um dadurch auch andere Teile des Landes kennenzulernen. Immer mittwochs standen zudem Fußballspiele mit den Westminster Dragons, der Mannschaft der University of Westminster, an. Hier haben wir in einem Ligasystem gegen andere Universitäten gespielt und ganz nebenbei noch weitere Stadtteile Londons kennengelernt, da unsere Spiele zumeist auswärts stattfanden.
Besonders war für mich zudem, das erste Mal Weihnachten fernab der Familie aus Deutschland zu feiern. Auf der einen Seite ein komisches Gefühl – auf der anderen Seite aber auch eine spannende Erfahrung zu sehen, wie Weihnachten in anderen Kulturen gefeiert wird. Bevor es am 12. Januar wieder in Richtung Heimat gehen sollte, wartete allerdings noch ein großes Highlight auf uns – den Jahreswechsel beim berühmten Feuerwerk an der Themse mitzuerleben.
Für mich wird das Auslandssemester als eine unbeschreibliche Zeit in Erinnerung bleiben, da ich nicht nur in der Universität akademisch viel Neues gelernt habe, sondern auch neue Freunde fürs Leben gefunden habe, mit denen ich viele unvergessliche Momente erleben durfte.
Nils, Christian und ich (Jonas) sind duale Studenten im Wirtschaftsingenieurwesen bei der FRICKE Gruppe und hatten im Rahmen unseres Studiums an der NORDAKADEMIE die Möglichkeit, das fünfte Semester im Ausland zu verbringen. Mir war schnell klar, dass ich gerne in ein englischsprachiges Land reisen wollte. Da die Universität in Irland passende Kurse angeboten hat, fiel meine Entscheidung schnell auf die Dublin Business School (DBS), welche im Herzen der Hauptstadt Irlands liegt. Rückblickend erwies sich diese Entscheidung als goldrichtig – es war in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung!
Dublin
Anfang September startete das Abenteuer, nachdem nach zweistündiger Flugzeit die „grüne Insel“ im Westen von England erreicht worden war. In Dublin angekommen, bezogen wir schnell unsere Zimmer in der Studentenunterkunft, die unser neues Zuhause für die nächsten 3,5 Monate werden würde. Wir wohnten in Apartments und teilten uns gemeinsam mit sechs internationalen Studenten eine Küche. Dublin ist eine freundliche und fortschrittliche Stadt, welche bekannt für die gregorianische Architektur und die Bierbrauerei Guinness ist. Viele Banken und Technologieunternehmen wie z.B. JP Morgan, Apple und Google haben sich zudem aufgrund von steuerlichen Vorteilen im Laufe der letzten Jahre in Dublin angesiedelt. Eine Besonderheit in Dublin ist sicherlich die einzigartige Pub-Kultur, da bereits mittags Live-Musik in den Pubs gespielt wird.
Universität
Kurz nachdem die Vorlesungen an der Dublin Business School begonnen hatten, wurden schnell die Unterschiede zur NORDAKADEMIE in Deutschland erkennbar. So wurde zum Beispiel die Anwesenheit am Anfang der Vorlesungen durch Einstempeln unserer Studierendenkarte erfasst. Anders als in Deutschland mussten wir als Abschlussprüfungen unserer Kurse keine Klausuren, sondern Präsentationen vortragen, Diskussionen führen und Hausarbeiten abgeben. Insgesamt hatten wir vor Ort sechs Kurse belegt, welche wir uns nun in Deutschland anrechnen lassen können. Die Vorlesungen wurden meist von rund 30 Studierenden aus aller Welt besucht, die häufig sogar länger als nur ein Semester in Dublin studieren.
Uni-organisierte-Aktivitäten
Auch die Freizeitgestaltung durfte bei unserer Uni nicht zu kurz kommen. Sie bot verschiedene Aktivitäten und besondere Events, wie zum Beispiel Fußball oder einen gemeinsamen Surfausflug an die Westküste Irlands, am Wochenende an. Dort konnten einzigartige Eindrücke gesammelt werden! Die Aktivitäten ermöglichten es schnell, mit Studierenden anderer Länder in Kontakt zu kommen und sogar neue Freundschaften zu schließen.
Unbeschreiblich schöne Landschaften
In der vorlesungsfreien Zeit haben wir selbst einige Aktivitäten organisiert, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Wir besuchten beispielsweise verschiedene Parks, nationale Museen, darunter ein Archaeology- und History Museum und machten Tagesausflüge zu tollen Ecken Irlands, wie beispielsweise Howth. Ein Highlight war außerdem unser fünftägiger Roadtrip, durch den wir einen Großteil der Insel erkunden konnten. Insgesamt haben wir hierbei etwa 1.600 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt… Allerdings im Linksverkehr. Auch wenn dieser anfangs noch etwas ungewohnt war, hatten wir uns schnell an die andere Fahrweise gewöhnt. Außerhalb Dublins wurde es sehr schnell grün und landschaftlich sehr sehr schön. Wir kamen an entlegene Orte, die nur durch lange Straßen ohne richtige Fahrbahnmarkierung zu erreichen waren. Dazu kam, dass immer wieder freilaufende Schafe die Straßen versperrten. Teilweise war also viel Geduld gefragt, was bei dem Ausblick aber nicht gerade schlimm war. Am Ende kann man aber durchaus sagen, dass sich das Bild vieler Menschen über Irland bestätigt hat: gastfreundliche Menschen verbunden mit einer wunderschönen Landschaft.
Während unseres gesamten Aufenthalts hatten wir, entgegen vieler Meinungen über Dublin, gutes Wetter. Unsere regenfeste Kleidung brauchten wir nur selten anzuziehen. Den Namen der „grünen Insel“ hat Irland übrigens, weil das durch den Atlantik und den Golfstrom geprägte Klima ideal für Grünflächen ist. Die Natur ist wirklich besonders und atemberaubend schön!
FRICKE immer dabei
Ob unterwegs auf dem Land oder beim Laufen, FRICKE durfte natürlich nicht fehlen. 🙂
To put it in a nutshell
Abschließend möchte ich noch sagen, dass mein Auslandssemester in Dublin/Irland meine Erwartungen mehr als übertroffen hat. Neben dem Studium und der Verbesserung meiner englischen Sprachfähigkeiten, konnte ich Menschen und ihre andere Kultur intensiv kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Rückblickend war Dublin eine Zeit voller schöner Eindrücke und eine absolute Horizonterweiterung, an die man sich gerne zurückerinnern wird. Ich empfehle daher jedem Studierenden, der gerade über ein Auslandssemester nachdenkt, dies unbedingt wahrzunehmen. Unabhängig davon, wo es einen letztendlich hinführt, sind neue Sprachen, andere Kulturen und internationale Kontakte ein einmaliges Erlebnis und eine Bereicherung!
nach meiner Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau habe ich mich nicht für ein Duales Studium an der Nordakademie entschieden, sondern für ein Duales Studium in BWL mit Schwerpunkt Accounting & Controlling an der IU in Bremen.
Vor Beginn meines Studiums an der IU Internationale Hochschule Bremen habe ich bereits schon einen Blogbeitrag über die Erwartungen an mein Studium dort veröffentlicht. Nun werde ich hier noch einmal näher auf den Studiengang BWL mit Schwerpunkt Accounting & Controlling eingehen und nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Semestern über meine Erfahrungen berichten.
Wie läuft das Studium ab?
Der größte Unterschied zur Nordakademie ist unter anderem, dass ich eine geteilte Woche habe und nicht in Blockphasen an der Uni bin. Montags bis mittwochs bin ich in Heeslingen und unterstütze hier zur Zeit das SAP-Team der Finanzbuchhaltung. Donnerstags und freitags habe ich meine Vorlesungen an der IU in Bremen.
Diese war bis vor kurzem noch in der Nähe der Universität Bremen. Nun sind wir aber zum Wintersemester 2023/2024 aufgrund von Platzmangel in das Tabakquartier in Bremen umgezogen. Somit hieß es für mich in den ersten Semestern, einige Vorlesungen von zu Hause aus online wahrzunehmen. Das ist zwar manchmal praktisch wegen des Fahrtweges, aber trotzdem auch nicht immer so schön, da man seine Dozierenden und Kommilitonen nicht so viel zu sehen bekommt. Trotz des Umzugs habe ich das erste Quartal in diesem Semester ebenfalls größtenteils Online-Vorlesungen. Das liegt aber daran, dass die Dozierenden von anderen Standorten der IU in Deutschland kommen und somit nicht immer nach Bremen reisen können.
Module und Vorlesungen
In den ersten beiden Semestern wurden bereits die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre sowie der Volkswirtschaftslehre unterrichtet. Hinzu kommen Buchführung und Jahresabschluss wie auch Business English I und Einkommensteuer. In dem Modul Computer Training haben wir im ersten Semester unter anderem behandelt, wie man mit Excel, Word et cetera arbeitet und Präsentationen in PowerPoint erstellt. Hier gab es auch einige Sachen, die mir persönlich noch nicht bekannt waren, wie zum Beispiel das Arbeiten mit einem Folienmaster in Präsentationen.
Ein weiteres Modul im ersten Semester war Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Hier lernten wir den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit, die Formalien und Tipps für diese sowie das Erkennen geeigneter Quellen. Bisher das anspruchsvollste Modul war Wirtschaftsmathematik. Dieses Modul war aufgeteilt in je eine Vorlesung und ein dazugehöriges Fachcoaching. In den Vorlesungen waren Studierende von allen IU Standorten in Deutschland. Hier wurde also die Theorie in circa zwei Stunden je Themenblock gelehrt. In dem Fachcoaching haben wir dann mit einem Dozenten von unserem Standort wieder in unserer gewohnten Kohorte von circa 21 Studierenden die Praxis, also auch Aufgaben, zusammen erarbeitet.
Die meisten Module sind je in eine Vorlesung und in ein Fachcoaching pro Themenblock aufgeteilt. Diese umfassen pro Modul circa sechs Themenblöcke. Meistens sind wir innerhalb unserer Kohorte von unserem Standort. Bislang war die gemeinsame Vorlesung mit fast 400 Studierenden von allen Standorten in dem Modul Wirtschaftsmathematik nur eine Ausnahme. Die Vorlesungen und Fachcoachings werden dann von zwei verschiedenen Dozierenden durchgeführt.
Dieses Semester ist nun im ersten Quartal mit Statistik und Projektmanagement gestartet. Im zweiten Quartal wird das Semester dann anschließend mit den Modulen Kosten- und Leistungsrechnung sowie Grundlagen des Controllings abgeschlossen.
Studienjahresablaufplan und Prüfungsleistungen
Das Semester ist immer in zwei Quartale eingeteilt. In einem Quartal werden zwei Module gelehrt, zu denen nach dem Quartal eine Klausurenphase von jeweils einer Woche folgt.
Anfang Dezember muss ich in diesem Semester meine Prüfungsleistungen in Statistik und Projektmanagement ablegen. Dies kann eine 90-minütige Klausur sein, aber auch eine Präsentation oder ein sogenanntes Workbook, in dem zahlreiche Aufgaben zu den gelehrten Themen bearbeitet werden müssen. Präsentationen mussten wir beispielsweise bereits in den Modulen Betriebswirtschaftslehre und Business English I halten. Hier sollten Business Pläne zu einem neu ausgedachten Produkt oder einer neuen Dienstleistung erstellt und vorgestellt werden. Im ersten Semester auf Deutsch und im zweiten auf Englisch.
In jedem Semester muss darüber hinaus ein sogenanntes Praxisprojekt abgegeben werden. Dies umfasste in den letzten zwei Semestern je eine Hausarbeit von 15 Seiten zu vorgegebenen Themen. Im ersten Semester war das Thema ein Unternehmensüberblick. Auf Grund der Größe der FRICKE Gruppe fiel das zum Glück schon mal nicht so schwer. Im letzten Semester habe ich dann über das Thema Bindung und Zufriedenheit der Auszubildenden und Dual Studierenden bei uns im Unternehmen geschrieben. Dazu habe ich unter anderem einen Fragebogen entworfen und anschließend ausgewertet.
Das Duale Studium an der IU ist also, besonders in den Prüfungsleistungen, sehr abwechslungsreich und man muss nicht zu jedem Modul eine Klausur schreiben. Mir gefällt auch sehr, dass ich keine Blockphasen, sondern eine geteilte Woche habe. Der Vorteil hier ist vor allem, dass man nicht für längere Zeit aus dem Unternehmen und somit aus den derzeitig zu planenden Projekten oder ähnlichem herausgerissen wird, sondern nach den zwei Tagen immer wieder schnell drin ist und an seinen Projekten weiterarbeiten kann.
Solltet ihr noch weitere Fragen zu dem Studium an der IU Internationalen Hochschule in Bremen haben, stehen wir euch jederzeit bereit.
Moin Leute, heute möchte ich von Lene Henrieke berichten, die im Rahmen ihres Ausbildungslehrplanes einen einmonatigen Auslandsaufenthalt in Polen bei den Kolleginnen und Kollegen in der Logistik von GRANIT PARTS absolvieren konnte. Lene absolviert eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik in der FRICKE Gruppe und befindet sich momentan im 3. Ausbildungsjahr.
Wie verlief die Anreise nach Polen für dich?
Das Abenteuer GRANIT PARTS Polen sollte für mich in den frühen Morgenstunden an einem Montag um 05:00 Uhr beginnen. Die sieben Stunden Autofahrt über die Landesgrenze nach Polen vergingen wie im Fluge und ich fragte mich, was in den nächsten Tagen und Wochen wohl auf mich zukommen wird.
Ein anderes Land, eine andere Sprache und ein neuer Arbeitsplatz. Wie sieht wohl der Standort in Polen aus?
Durch meinen Arbeitsalltag in Heeslingen bin ich viele Flurförderzeuge, Packstücke, die auf einer Fördertechnik transportiert werden, und eine Menge an Lagerorten gewohnt. Wird es in Polen ähnlich sein?
Ankunft bei den Kollegen und Kolleginnen in Polen
Während meines Auslandsaufenthaltes wohnte ich in einem Apartment in der Stadt Posen. Diese befindet sich ungefähr 40 Kilometer vom GRANIT PARTS Lager entfernt.
Mein erster Arbeitstag begann pünktlich um 08:00 Uhr mit einer Vorstellung der neuen Kollegen und Kolleginnen und einem Rundgang durchs Lager. Sofort wurde mir klar, dass das Lager in Polen deutlich kleiner im Vergleich zum Standort in Heeslingen ist. Im Lager bei GRANIT PARTS Polen sorgen täglich 27 Lagermitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf der Prozesse. Zum Vergleich: Am Standort in Heeslingen sind um die 1000 Mitarbeiter beschäftigt.
Wie sah dein Arbeitsalltag aus?
Ich habe die Kollegen und Kolleginnen in Polen in diesem Monat bei allen logistischen Prozessen, wie dem Wareneingang, der Kommissionierung und dem Versand unterstützt. Zusätzlich habe ich Einblicke in die Disposition bekommen und durfte im Marketing mitwirken.
Den Feierabend habe ich hauptsächlich mit Einkaufen und Kochen verbracht. Die Schulbücher konnten in diesem Zeitraum zum Glück geschlossen bleiben, da wir uns zu dieser Zeit in den Sommerferien befanden.
Am Wochenende habe ich mir die Stadt Posen angeschaut und erkundigte die dortigen Geschäfte, um mich nach einem kleinen Andenken umzuschauen. Leider spielte das Wetter in diesem Zeitraum nicht mit und meine erste Anschaffung sollte daher ein Regenschirm werden. 🙂
Wie gefiel dir rückwirkend der Aufenthalt in Polen?
Mir hat die Zeit in Polen sehr gut gefallen da die Kollegen und Kolleginnen immer nett und hilfsbereit waren und ich eine Menge Erfahrungen sammeln durfte. Gerne hätte ich sie noch länger unterstützt.
Auch Lenes Auslandsaufenthalt zeigt, eine Ausbildung bei der FRICKE Gruppe ist sehr abwechslungsreich. Schaut gerne mal bei diesem Beitrag vorbei und genießt ein wenig schwedische Luft.
Seit 2017 bietet die FRICKE Gruppe den Dualen Studiengang Wirtschaftsinformatik an. Laura war damals die erste Studentin, die den Schritt in die Welt der BWL und IT gewagt hat. Till hat im August 2022 sein Duales Studium Wirtschaftsinformatik bei der FRICKE Gruppe begonnen und ist mittlerweile im 2. Semester. Er erzählt uns mehr über das Duale Studium Wirtschaftsinformatik, den Ablauf und die Karrierechancen nach dem Studium.
Warum hast du dich für das Duale Studium Wirtschaftsinformatik entschieden und warum für FRICKE?
Ich habe mein Abitur im Bereich Wirtschaft am Kivinan in Zeven absolviert und anschließend eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Während der Ausbildung konnte ich meine Kenntnisse in Informatik vertiefen. Mit dem Studium, das inhaltlich an die Ausbildung anknüpfen sollte, wollte ich gerne die beiden Bereiche Wirtschaft und Informatik verbinden.
Für FRICKE habe ich mich entschieden, da ich aus meinem Umfeld viele positive Berichte über das Unternehmen und die Ausbildung dort gehört hatte. Die Nähe zu meinem Wohnort hat mir die Entscheidung für FRICKE nur noch leichter gemacht.
Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?
Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, wurde ich zu einem ersten Gespräch eingeladen. Es war jemand aus der Personalabteilung dabei sowie der IT-Leiter. Nach meinem zweiten Gespräch mit dem Personalleiter und dem Geschäftsführer Herrn Wachholtz folgte die Zusage.
Wie sieht ein typisches Praxissemester bei FRICKE aus?
Das Duale Studium Wirtschaftsinformatik umfasst insgesamt sieben Semester (210 ECTS). Es wechseln sich die Praxis- mit den Theoriephasen ab. Meistens sind die Praxisphasen zwölf Wochen und die Theoriephasen zehn Wochen lang. In den Praxisphasen hat man die Möglichkeit, sich verschiedene Abteilungen anzuschauen. Dadurch, dass der Beruf des Wirtschaftsinformatikers sehr breit aufgestellt ist, können sowohl IT-Abteilungen als auch wirtschaftliche Bereiche interessant sein. Außerdem muss man während der Zeit im Unternehmen seine Transferleistungen anfertigen. Das sind 10-seitige Hausarbeiten, in denen man mit den erlernten Methoden aus dem Studium ein Problem in seinem Unternehmen lösen oder dafür Lösungsvorschläge aufzeigen soll.
Wie sieht ein typisches Theoriesemester an der Nordakademie aus?
Die Nordakademie ist die Partnerhochschule, mit der FRICKE zusammenarbeitet. Die zehn Wochen der Theoriephase teilen sich auf neun Wochen Vorlesung und eine Woche für Klausuren auf. Gerade am Anfang hält sich die Anzahl der Hausarbeiten noch in Grenzen, das wird im Laufe des Studiums aber noch ein bisschen mehr. Bisher habe ich für die Theoriezeit immer im Wohnheim der Nordakademie gewohnt, weil mir das Pendeln zu zeitaufwendig war.
Der Unterricht findet in kleinen Klassen mit bis zu 35 Studierenden statt und ist daher sehr persönlich. Das gefällt mir besonders gut.
Wie geht es nach dem Studium weiter?
Die Aufgabengebiete sind nach dem Studium breit gefächert und es stehen viele Türen offen. Je nachdem, wo man selbst seinen Fokus legt, kann man Softwareentwickler oder Systemadministrator werden, im Controlling oder auch IT-Projektmanagement arbeiten. Ich selbst habe mich da noch nicht genau festgelegt.
Welche Highlights bietet das duale Studium Wirtschaftsinformatik bei FRICKE?
Die FRICKE Gruppe bietet tolle Mitarbeiterevents wie zum Beispiel die firmeninterne FRICKE Party, aber auch speziell den Azubis und dual Studierenden wird viel geboten. Dieses Jahr sind wir zum Beispiel alle zusammen auf das Ferdinands Feld gefahren. Auch während der Praxisphasen ist man sehr flexibel und darf viele verschiedene Abteilungen innerhalb des Unternehmens kennenlernen und auch selbst welche vorschlagen, in denen man gerne noch mitarbeiten möchte.
Wir haben dein Interesse für das duale Studium Wirtschaftsinformatik geweckt? Dann findest du hier weitere Informationen.
Dieses Jahr fand im Juli zum ersten Mal ein Azubi-Austausch für Landmaschinenmechatroniker in der FRICKE Gruppe statt. Die Idee dazu hatte unser Serviceleiter Achim. Während des Azubi-Austausches haben zwei Azubis für zwei Wochen ihre Ausbildungswerkstätten getauscht. Die beiden teilnehmenden Azubis waren Luca, im 4. Lehrjahr am Standort Verden, und Andy, 3. Lehrjahr in Demmin. Sie wurden von ihren Werkstattmeistern angesprochen, ob sie nicht Lust hätten, in den Alltag in einer anderen Werkstatt einzutauchen.
Beide starteten am Montagmorgen um 11 Uhr in der jeweils anderen Werkstatt. Dort wurde jeden Tag von 7 bis 16 Uhr an den Maschinen geschraubt.
Ein besonderes Highlight waren die großen Maschinen, wie z. B. der CLAAS Lexion 8900. Von denen gibt es in der Elbe-Weser-Region nicht so viele.
Luca aus Verden über seine persönlichen Highlights während des Azubi-Austausches
Claas Lexion 8900
Von den Anderen lernen
Luca und Andy haben vor allem einen Unterschied in der Ausstattung der Werkstätten festgestellt. Während der Standort Demmin optimal für den Einsatz beim Kunden vor Ort ausgerüstet ist und sich die Mechatroniker ihre Servicewagen selbst ausstatten können, kann man in Verden dank moderner Werkstattausrüstung – es gibt z. B. einen Deckenkran – einen sehr schnellen Service in der Werkstatt anbieten.
Ein weiterer Unterschied ist die Lagersituation der Standorte. In Verden müssen die Mechatroniker ihre Teile selbst kommissionieren und einscannen. In Demmin genügt es, dem Lagerpersonal Bescheid zu geben, welche Teile für welchen Auftrag benötigt werden. Der Rest wird von den Kollegen aus dem Lager erledigt.
Ich habe den Umgang mit dem Scanner kennengelernt und zum ersten Mal einen CLAAS E-Cut gesehen und daran gearbeitet.
Andy aus Demmin über seine Erfahrungen am Standort in Verden
Es wird bestimmt nicht der letzte Azubi-Austausch für Landmaschinenmechatroniker gewesen sein. Einen solchen Austausch können zum Beispiel auch unsere Azubis zur Fachkraft für Lagerlogistik mit SAPHIR Maschinenbau machen. Darüber hatten wir in diesem Beitrag berichtet.
Du interessierst dich für eine Ausbildung bei der FRICKE Gruppe? Dann findest du hier mehr Informationen!
Fremde Gewürze, heilige Kühe und Taj Mahal. Wohl die wichtigsten Assoziationen, die ich bis vor einigen Monaten noch mit Indien verbunden habe. In den vergangenen drei Monaten durfte ich nun ganz neue Eindrücke von diesem Land sammeln. Im Rahmen meines dualen Studiums habe ich unsere Kolleginnen und Kollegen im indischen Einkaufsbüro in Neu-Delhi unterstützt und konnte in eine für mich ganz neue Kultur eintauchen.
Auf nach Indien
Nach meinem Abitur war ich bereits im Rahmen eines Freiwilligendienstes für knapp ein Jahr in China und habe vor Ort eine für mich bis dahin gänzlich fremde Kultur, Sprache und viele neue Menschen kennen lernen dürfen. Schon auf dem Rückflug nach Deutschland war mir damals klar, dass ich unbedingt noch einmal wieder nach Asien zurückkehren möchte.
Nach dem Aufenthalt in China begann ich im August 2020 ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre bei FRICKE und der Gedanke rückte vorerst in den Hintergrund. Als sich dann im Vorfeld meiner Praxisphase im Produktmanagement Ende 2022 aber die Möglichkeit abzeichnete, für einige Zeit nach Indien zu gehen, brauchte ich nicht lange, um dem Angebot zuzustimmen. Nach einigen Monaten im Produktmanagement stand der finale Plan und die Flugtickets in das neue Abenteuer waren gebucht. In Indien habe ich aber nicht nur viel im Rahmen der Arbeit dazulernen können, sondern auch abseits der Arbeit viel erleben dürfen. Besonders von den vielen Erlebnissen abseits der Arbeit möchte ich in diesem Beitrag berichten.
Erste Eindrücke
Am Montagmorgen fahre ich früh morgens nach Hamburg und fliege von dort aus über Frankfurt nach Neu-Delhi. Vor Ort erwartet mich unser Kollege Karan, den ich bereits einige Wochen zuvor in Heeslingen kennenlernen konnte. Neben der Wärme erstaunt mich insbesondere der Verkehr im Flughafen-Parkhaus. Während ich darauf warte, dass unser Kollege Karan mit dem Auto vorfährt, beobachte ich ein erstes Mal den indischen Verkehr, den ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Hunderte Autos versuchen hupend schnellstmöglich aus dem Parkhaus herauszufahren und scheinen dafür bereit zu sein, mit knappen Fahrmanövern Lack und Felgen aufs Spiel zu setzen. Ähnlich geht es dann auch auf der Fahrt zum Hotel weiter: Klar gekennzeichnete Fahrspuren, Rechtsfahrgebot und Kuh-freie Straßen – vor zwölf Stunden noch Normalität, ist nun das genaue Gegenteil hier ein erster Stoß ins kalte Wasser, lösen in mir aber komischerweise ein Gefühl der Vorfreude auf die kommenden Wochen und vielen neuen Erfahrungen aus.
Am nächsten Morgen fahre ich dann zum ersten Mal in unser Büro in Neu-Delhi. Das Büro ist in einem großen Geschäftsgebäude, in dem auch viele weitere internationale Unternehmen sitzen. Wie auch in unserem Beitrag zum IPO Neu-Delhi beschrieben, liegt das Büro in einem Vorort von Neu-Delhi, in dem insbesondere viele ausländische Techkonzerne in riesigen, gläsernen Gebäuden ansässig sind.
Unser Büro (rechts) ist in einem modernen Geschäftsgebäude im Techzentrum Neu-Delhis
Cricket, Taj-Mahal und Mumbai
Lange habe ich aber nicht, um mich im Büroalltag einzuleben. Bereits am nächsten Tag geht es mit einem Kollegen zu Lieferantenbesuchen nach Nordindien. In Deutschland hatte ich zwar schon erste Erfahrungen im Kontakt mit Lieferanten sammeln können, dort aber noch in anderer Funktion. Als Mitarbeiter von FRICKE werde ich hier als Vertreter des Unternehmens und Ansprechpartner für die Lieferanten wahrgenommen und muss mich schnell in diese neue Rolle einfinden. Dank guter und enger Zusammenarbeit mit dem Team in Heeslingen funktioniert das aber sehr gut.
Von alten hinduistischen Tempeln bis zum modernen Cricket-Stadion
Wie im Flug vergeht Woche um Woche und der Stapel an gesammelten Visitenkarten wächst mit jedem weiteren Lieferantenbesuch. Bei den Besuchen diskutieren wir beispielsweise über neue Entwicklungen und schauen uns die Produktionen an. Parallel zu den Besuchen und Auditierungen versuchen mir unsere indischen Kolleginnen und Kollegen bei jeder Gelegenheit, Land und Kultur näher zu bringen. So werde ich jeden Tag ein größerer Cricket-Fan, dem indischen Nationalsport und darf sogar einmal unseren Kollegen Nishant zu einem Spiel begleiten. Auf anderen Reisen beispielsweise in den Süden von Indien besuchen wir riesige Tempelanlagen und ich darf in den Hinduismus eintauchen.
Ein Besuch des Taj-Mahals in Agra darf nicht fehlen. Selbst am Dienstag Morgen um neun sind hier bereits tausende Touristen
Neben einem Besuch des weltberühmten Taj-Mahals in Agra, einer Stadt in der Nähe von Delhi, steht auch ein Kurztrip nach Mumbai auf dem Programm. Die Stadt verbindet Strand und Skyline mit englischen Kolonialbauten und indischer Kultur: eine wirklich einzigartige Kombination, die sich nur schwer in Worten fassen lässt. Gemeinsam mit unserem Kollegen Karan verbinde ich hier Lieferantenbesuche mit dem Besuch einiger Sehenswürdigkeiten. Da es auch für ihn das erste Mal in der Metropole an der Westküste ist, erkunden wir die Stadt gemeinsam, wenn auch der dichte Verkehr uns ein Durchkommen nicht gerade einfach macht.
Mumbai – eine facettenreiche Stadt
Zwischen TukTuks und heiligen Kühen
Jener Verkehr, den ich bereits eingangs erwähnt habe, ist wohl auch einer der Eindrücke, der mir wohl am meisten im Gedächtnis bleiben wird. Bei Fahrten mit den weltbekannten „Tuk-Tuks“, dreirädrigen Taxis, bekommt man immer wieder den Eindruck, dass die Fahrer hier eine Art sechsten Sinn für den Verkehr haben müssen. Knappe Fahrmanöver und Zentimeterabstände in der Rushhour sind hier keine Seltenheit und lassen mich zumindest in den ersten Wochen auch im Auto als Beifahrer noch immer wieder nervös werden.
Ob TukTuks, Kühe oder riesige Gottesstatuen: Auf Delhis Straßen gibt es immer etwas zu entdecken
Und dann sind da noch die Kühe. Während ich zuvor noch dachte, Kühe in Indien wären ein überholtes Vorurteil, so belehren mich schon wenige Tage in Indien eines Besseren. Kühe sind im Stadtbild nicht nur in Delhi, sondern im ganzen Land omnipräsent. Sie sitzen an der oder auf der Straße, beobachten gespannt den Verkehr oder suchen in den Müllbergen am Straßenrand nach etwas Essbarem. Kühe sind heilig: Keiner käme auf die Idee, sie zu verscheuchen. Viele von ihnen haben zudem auch keinen Besitzer. In vielen Stadtvierteln gibt es sogenannte „Cow-Shelter“ – durch Spenden finanzierte Unterkünfte für die wilden Kühe, in denen sie versorgt und gefüttert werden. Früh morgens sind in der ganzen Stadt Freiwillige unterwegs, die „Chapati“, traditionelles indisches Brot, und Spenden sammeln, um die Kühe zu versorgen. Einen dieser „Cow-Shelter“ darf ich gemeinsam mit unserem Kollegen Hitesh und seinen Kindern an einem Wochenende besuchen, bevor ich Zuhause bei seiner Familie zum Mittagessen eingeladen bin. Es sind diese Wochenenden und Erlebnisse, die mir am meisten Freude bereiten, weil sie einen direkten Blick auf Kultur, Land und Leute gewähren, der einem aus der Ferne verwehrt bleibt.
Kühe sind in Indien Teil des Stadtbildes. Viele Stadtviertel haben extra Unterbringungen für die Kühe (rechts)
Zurück nach Heeslingen
Mit diesen und vielen weiteren Erfahrungen im Gepäck geht es dann Mitte Juni zum Flughafen nach Delhi. Nach der Verabschiedung der Kollegen steige ich in das Flugzeug und bin schon wenige Stunden später am nächsten Morgen zurück im deutschen Alltag in Heeslingen, aber deutlich reicher an Erfahrungen und Eindrücken.
Für diese unglaubliche Zeit und die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen möchte ich mich insbesondere bei unserem Team in Indien bedanken. Ob Mittagspause, Wochenendausflug oder lange gemeinsame Autofahrten: Ihr habt diese Wochen erst zu dem gemacht, was sie am Ende für mich waren: eine einzigartige Erfahrung.
Fast parallel zu meinem Aufenthalt war mein Kommilitone und Kollege Christian für drei Monate an unserem neuen Standort in den USA. Was er dort erleben durfte lest ihr hier.
PS: In dem Beitrag habe ich aus Platzgründen auf das Thema Essen verzichtet. Hätte ich angefangen über die indische Küche und das unglaublich gute Curry zu berichten, das ich jeden Tag essen durfte, wäre Text womöglich doppelt so lang geworden.
Hallo! Viele FRICKE Mitarbeiter kennen Gerald Lee als *Jay Jay* (JJ) und bekommen seine vielen Reisen mit. Warum JJ so viel reist und was genau das mit FRICKE zu tun hat, erfahrt ihr hier!
Was hat JJ gelernt?
JJ hat in Amerika – seinem Mutterland – bereits Studiengänge abgeschlossen. Er hat zwei Associate of Arts, einen in Psychologie und einen weiteren in Education. In Deutschland werden diese jedoch nicht anerkannt. Dennoch besitzt JJ volles Expertenwissen und macht gerade seinen Master im Projektmanagement in Form eines Fernstudiums an einer Fachhochschule in Österreich. Die Vorlesungen finden ausschließlich online statt, sodass JJ während seines Studiums hier in Heeslingen sein kann. Das ist laut ihm auch ein sehr großer Vorteil, da man seinen Job wie gewohnt ausführen kann. Auch wenn beides zusammen manchmal sehr anstrengend sein kann, so wie jede nebenberufliche Weiterbildung. Zusätzlich hat JJ eine Weiterbildung zum Projektleiter in Deutschland absolviert.
Was sind JJs Aufgaben bei FRICKE?
JJs aktuelle Berufsbezeichnung ist Internationaler Marketing Manager. Das ermöglicht JJ viel zu reisen, denn JJ gibt interne Webshop-Schulungen außerhalb Deutschlands. So reiste JJ in den letzten Wochen beispielsweise nach Österreich und Belgien. Dort vermittelt er den Kollegen auf Englisch neue Informationen und neue Handhabungen rund um den Webshop. Zudem bittet JJ unsere ausländischen Kollegen immer um Feedback rund um den Webshop. So können diese Informationen an die zuständige Abteilung weitergeleitet und schließlich für unsere Kunden auf der ganzen Welt verbessert werden. Das bedeutet außerdem, dass JJ für viele Abteilungen die Schnittstelle zu unseren Kollegen im Ausland ist, vor allem wenn es um die Webshop Optimierung geht. Die Feedback Gespräche stehen als Call einmal monatlich in JJs Kalender, um den Webshop laufend für unsere Kunden zu optimieren.
Durch all die Aufgaben rund um den Webshop und den damit einhergehenden Verantwortungen ist JJs Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich.
Zusätzlich übernimmt JJ in Heeslingen die Teamleitung des Übersetzerteams. Das bedeutet, er ist für Übersetzungen jeglicher Art zuständig. Dabei kümmert sich sein Team um Übersetzungen im GRANIT Webshop, in dem circa 14 Sprachen angeboten werden. Darüber hinaus bearbeiten sie die Übersetzungen der Kataloge, Broschüren und sonstigen Werbemittel.
Wie sieht JJs Freizeit aus?
Neben dem vielen berufsbezogenen Reisen und dem Studium, versucht JJ viel Zeit mit seiner Familie, speziell seiner Frau und seinem Sohn, zu verbringen. So machen sie beispielsweise Tagesausflüge am Wochenende oder kleine Campingtrips.
Zusätzlich hat JJ eine große Leidenschaft für Motorräder. Er selbst hat ein Motorrad, welches laut ihm nagelneu und vom Stil ein „Nachkriegsmodell“ sei. Denn wie JJ selber sagt: „Retro-Dinge sind voll mein Ding“.
Danke für das Interview
Vielen Dank JJ für die tollen Einblicke und weiterhin viel Erfolg.
Die Vereinigten Staate von Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort hat unser Kollege und dualer Student Christian für insgesamt knapp drei Monate leben und arbeiten dürfen. Im heutigen Beitrag dürfen wir teilhaben an seiner Reise, wie es dazu kam und an den vielen Erfahrungen, die er vor Ort sammeln konnte.
Das Projekt USA
Schon Ende 2021 hat Christian ersten Kontakt mit dem Markteintritts-Projekt von GRANIT. Damals darf er in der frühen Phase des USA-Projekts für drei Monate Timm und Eike bei der Realisierung des Plans unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt sind noch viele Fragen ungeklärt, weswegen viele kreative Ansätze und Antworten gefragt sind. Schnell kann sich Christian für das Projekt begeistern und bleibt deswegen auch nach seinem Einsatz im regelmäßigen Austausch mit Eike über den aktuellen Stand.
Im Oktober 2022, also fast ein Jahr später kommt dann die Anfrage, ob er sich ab Frühling 2023 einen zwei- bis dreimonatigen Aufenthalt im US-Office vorstellen könnte, um vor Ort das Team zu unterstützen. In der Zwischenzeit hat sich vieles im Projekt getan: FRICKE hat die US-amerikanische Firma CFC-Distributors übernommen und damit einen ersten Schritt in den US-Markt gesetzt.
CFC Distributors in Indiana, USA
Nun geht es darum, diese Chance zu nutzen und die Marke GRANIT zu etablieren. Konfrontiert mit dieser großen Herausforderung und spannenden Aufgaben nimmt Christian das Angebot ohne lange zu zögern an und blickt voller Spannung dem anstehenden Aufenthalt entgegen. Zu diesem Zeitpunkt verbringt er gerade ein fünfmonatiges Auslandssemester in Chile, Südamerika. Ende Dezember würde er rechtzeitig zu Weihnachten Nachhause zurückkommen und dann noch einige Monate haben, um sich wieder in Deutschland einzufinden, bevor dann das nächste Abenteuer ansteht.
Unverhofft kommt oft
Wie so häufig kommt es dann aber doch ganz anders: Mitte Dezember bekommt er die Anfrage aus Heeslingen, ob er nicht vielleicht schon Mitte Januar in die USA fliegen könne. Nach also nicht einmal einem Monat in Deutschland soll es schon wieder losgehen für Christian. Sich bis zum Abflugtermin ausreichend auf alle anstehenden Aufgaben vorzubereiten, scheint erst einmal sehr knapp. Da er aber bereits vorher einige Zeit in Heeslingen an ähnlichen Themen wie dem Pricing gearbeitet hat, kennt er die Abläufe und Prozesse schon gut und hat daher keine Probleme, sich schnell einzuarbeiten. In den USA soll das Thema Pricing neben Marketing und Vertriebscontrolling eine seiner Kernaufgaben sein. Ganz allgemein kommt er aber auch, um die Kommunikation nach Heeslingen noch weiter zu verbessern und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort neue Prozesse zu entwickeln.
Ehe er sich versieht sitzt er am frühen Morgen des 16. Januar am Hamburger Flughafen und wartet auf seinen Zubringerflug nach Frankfurt. Von hier aus soll es nach Chicago gehen und von Chicago dann mit einer kleinen Maschine nach Fort Wayne, der nächstgrößeren Stadt in der Nähe von Wabash im Herzen Indianas. Am Flughafen wartet bereits unser Kollege Eike auf ihn und heißt ihn mit einem typisch amerikanischen Abendessen willkommen.
Erste Eindrücke
Christian staunt bei der folgenden halbstündigen Fahrt von Fort Wayne nach Wabash nicht schlecht: Einerseits wegen der Weitläufigkeit von unendlich anmutenden Straßen und andererseits wegen den riesigen Autos, die hier auf den Straßen unterwegs sind.
Angekommen in Wabash bezieht er dann seine Unterbringung für die kommenden Monate. Er wohnt in einer Doppelhaushälfte am Stadtrand von Wabash mit eigener Küche, sodass er sich gut selbst versorgen kann. Und auch ein Auto bekommt er für seine Zeit vor Ort zur Verfügung gestellt – wie sollte es anders sein im „Mittleren-Westen“: ein Pick-up.
SUV und Sessel mit Cupholder – Christian lebt den American Lifestyle
Am nächsten Tag stellt ihm Eike dann das Team von CFC vor und nimmt ihn mit auf einen Rundgang über das Gelände. Insgesamt arbeiten hier 30 Mitarbeitenden, acht im Büro und der Rest im Außendienst und den verschiedenen Lagerhäusern, die über das Grundstück verteilt sind. Lange hat Christian aber nicht, um sich vor Ort einzuleben. Am zweiten Tag steht bereits die Fort Wayne Farm Show an, eine große regionale Messe, bei der direkt auch die Möglichkeit besteht, einige der Außendienstler kennenzulernen. Bei der Messe und dem folgenden Farmers Buffet bekommt er ein erstes Gefühl für Geschäft und Kundschaft.
Leben und Arbeiten in den USA
Wieder in Wabash setzt Christian seine Arbeit, die er bereits in Heeslingen angefangen hat, fort. Ihm fallen schnell die großen Unterschiede zwischen der Arbeit für GRANIT in Heeslingen und der Arbeit für CFC vor Ort auf. Die Wege sind deutlich kürzer und die Abläufe nicht so komplex. Auf der einen Seite ungewohnt, auf der anderen auch spannend, da er das Gefühl hat, den Einfluss seiner Arbeit viel unmittelbarer zu spüren. So arbeitet er an der Erstellung des neuen Webshops, unterstützt die Buchhaltung in der Kommunikation mit Heeslingen oder erstellt auch selbst ein Messe-Spezial, also eine Broschüre mit speziellen Messeangeboten. Ein bis zwei Mal darf er auch spontan den Außendienst begleiten und so eine Handvoll Kunden im direkten Austausch kennenlernen.
Zwischen Messe, Büro und Außendienst: Christians Berufsalltag hat viele Facetten
In seiner Freizeit möchte Christian wie auch in Deutschland Sport treiben und meldet sich deswegen im YMCA Sportclub, dem örtlichen Treffpunkt für alle Sportbegeisterten, an. Hier gibt es einen Kraftraum, aber beispielsweise auch die Möglichkeit zu schwimmen oder Basketball zu spielen. Aufgrund der weiten Strecken in die nächstgrößeren Städte fährt er an den Wochenenden nur selten weiter weg. Einmal besucht er aber die Hauptstadt des Staates Indiana, Indianapolis.
Schnell findet er sich in seinem neuen Alltag ein zwischen Office, Wohnung, Sport und Walmart. Zwar ist Wabash mit seinen knapp 10.000 Einwohnern nicht gerade groß, doch zeichnet der örtliche Walmart ein ganz anderes Bild. An den riesigen Parkplatz davor kommt nach seiner Einschätzung nicht einmal Dodenhof, das größte Einkaufhaus in der Region rund um Heeslingen, heran. Der Walmart unterscheidet sich aber auch in seinem Sortiment von deutschen Supermärkten. So machen Nahrungsmittel und weitere Produkte des täglichen Bedarfs nur ein Drittel der Ladenfläche aus. Im übrigen Teil können so beispielsweise Autoreifen oder Waffen erworben werden. Auch wenn Christian sonst mit seinem Pick-up auf dem Parkplatz wenig aus der Masse hervorsticht, so tut er es teilweise an der Walmart Kasse. Hier schauen ihn die Mitarbeitenden und übrigen Kunden etwas schräg an, als er aus seinem Rucksack Mehrwegtaschen zieht, um die Waren zu verstauen.
Viel Arbeit, viel Fortschritt
Die Zeit vergeht wie im Flug für Christian, vielleicht auch wegen der vielen Aufgaben, die er während seiner Zeit vor Ort bearbeiten kann und daraus resultierenden Fortschritte. So ist er beteiligt am Aufbau des neuen Webshops und sieht beim Go Live die ersten Bestellungen reinkommen, darf am ersten großen Sales Meeting teilnehmen, zu dem sich alle Außendienstler für drei Tage in Wabash treffen, und sich in die vielen Funktionen des neuen Webshops einarbeiten. Dieser Webshop ist auch bei der NFMS, der größten Agrarmesse der Staaten in Louisville Hauptthema am CFC Stand. Neben den vielen Funktionen werden hier beispielsweise auch unsere PROBOSS Sitze den interessierten Besuchern präsentiert.
Das CFC-Team auf der NFMS in Louisville
Im Nachhinein war diese Messe wohl auch eines der Highlights für Christian. Auf der Messe kam er in den direkten Austausch mit potentiellen Kunden und konnte sich beispielsweise lange mit einem Popcorn-Farmer aus South Dakota unterhalten und den Mehrwert von GRANIT vorstellen. Christians Einschätzung nach ist genau das auch aktuell eine der größten Aufgaben in den USA. Als neuer „Player“ auf dem US-Markt geht es aktuell darum, sich im Markt schrittweise zu etablieren und nah am Kunden zu arbeiten, um die Sorgen und Wünsche kennenzulernen. Dafür sind Messen genau der richtige Ort. Diese Entwicklung durfte Christian in seinen zwei Monaten vor Ort mitbetreuen und somit auch zum fortlaufenden Erfolg beitragen.
Time to say Goodbye
Die Zeit vergeht für Christian wie im Flug uns sein letzter Arbeitstag kommt schneller als gedacht. Mit dem ganzen Team von CFC gibt es zu diesem Anlass Pizza im großen Break-Room und er kann sich von seinen vielen Kolleginnen und Kollegen verabschieden. Außendienstler Aaron, zu dem er in der Zwischenzeit ein gutes Verhältnis aufgebaut hat, bringt ihn bis zum Flughafen in Chicago, wo Christian wiederum seine Freundin in Empfang nehmen darf. Die nächsten zwei Wochen nutzt er, um noch etwas von den USA zu sehen. Ihr Urlaubstrip führt die beiden von Chicago über New York bis nach Miami. Nach zwei Wochen geht es dann Ende März vorerst endgültig zurück nach Deutschland.
Urlaub zwischen New York, Chicago und Miami
Insgesamt hat Christian für sich persönlich sehr viel aus der Zeit in den USA mitnehmen können. Nicht nur konnte er seine Englischkenntnisse noch einmal festigen, sondern auch viele Erfahrungen im internationalen Geschäft von GRANIT sammeln. Die vielen Kontakte und Gespräche, die er in dieser intensiven Zeit führen durfte, wird er so schnell nicht vergessen und möchte auf diesem Wege auch noch einmal allen danken, die diesen Aufenthalt ermöglicht und so schön gestaltet haben. Wenn auch wieder aus der Ferne, verfolgt er die neuen Entwicklungen auf der anderen Seite des Atlantiks weiter und blickt gespannt in die Ferne.
Christian mit dem CFC-Team in Wabash
Wir finden es echt erstaunlich, was Christian in dieser kurzen Zeit erlebt hat und an Erfahrungen hat sammeln dürfen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute – wer weiß, wann es ihn das nächste Mal über den großen Teich verschlägt.
In der vergangenen Woche am Donnerstag, den 27. April 2023, fand der deutschlandweite Zukunftstag statt. Hierbei tauschten die Jungen und Mädchen für einen Tag die Schulbank gegen einen Tag in der Berufswelt ein.
53 Schüler und Schülerinnen am Standort in Heeslingen
Insgesamt haben 53 Schüler und Schülerinnen den Weg zu uns nach Heeslingen gefunden, um für einen Tag ihre Eltern, Tanten, Onkel oder Nachbarn mit an den Arbeitsplatz zu begleiten und einen Einblick hinter die Kulissen der FRICKE Gruppe zu erhalten. Doch bevor der Tag richtig starten sollte, stand ein Rundgang durch die Logistikhallen auf dem Programm.
Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe am Zukunftstag
Anschließend ging es für die Schüler und Schülerinnen in verschiedene Bereiche der FRICKE Gruppe.
Ein paar Kinder begleiteten ihre Eltern zurück in die Logistik, um dort den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik näher kennenzulernen. Während einige Kinder mit dem Ablauf in der Warenannahme vertraut gemacht wurden, haben andere bei der Kommissionierung von Kundenaufträgen unterstützt.
Auch der Ausbildungsberuf eines Kaufmannes/einer Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement stand bei einigen Schülern und Schülerinnen auf dem Tagesprogramm. Ein paar Jungs und Mädchen konnten ihre Kreativität in der Marketingabteilung einbringen, während andere im Vertriebsinnendienst den Umgang mit Kunden kennenlernten.
Insgesamt 12 Schüler und Schülerinnen verbrachten den Tag in unserer Landmaschinenwerkstatt. Neben Einblicken in den Berufsalltag eines Landmaschinenmechatronikers durften die Kinder gemeinsam mit zwei Mitarbeitern eine Runde auf dem CLAAS Jaguar 990 und dem CLAAS Arion 420 fahren.
Wir haben uns sehr gefreut, dass sich so viele interessierte Mädchen und Jungen für den diesjährigen Zukunftstag angemeldet haben. Wir hoffen, wir konnten allen einen guten Einblick hinter die Kulissen der FRICKE Gruppe geben und unsere Arbeitsabläufe ein Stückchen näher zu bringen. Und wer weiß, vielleicht sehen wir den Einen oder Anderen ja nochmal wieder.