Schlagwort: Studenten

  • Drei Länder, vielfältige Erfahrungen: Tills Auslandsaufenthalt

    Drei Länder, vielfältige Erfahrungen: Tills Auslandsaufenthalt

    Im Rahmen seines dualen Studiums bei der FRICKE Gruppe erhielt unser dualer Student Till eine besondere Möglichkeit: Statt – wie sonst üblich – nur eine Auslandsgesellschaft zu besuchen, durfte er gleich drei internationale Standorte kennenlernen. Seine Auslandsaufenthalte führten ihn nach Spanien, Italien und Frankreich und boten ihm wertvolle fachliche wie auch persönliche Erfahrungen.

    Brücken bauen in EDI: Austausch, Strategie und Umsetzung

    Vor und nach seinen Auslandsaufenthalten war Till in der EDI-Abteilung tätig. EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet die automatische Verbindung zwischen IT-Systemen (z. B. ERP-Systemen) verschiedener Unternehmen, um standardisierte Geschäftsdokumente wie Bestellungen, Rechnungen oder Lieferscheine elektronisch und ohne manuelle Eingriffe auszutauschen.

    Ziel seiner Einsätze war es, das Thema EDI in den jeweiligen Landesgesellschaften greifbarer und verständlicher zu machen. Der Fokus lag dabei auf dem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, der gemeinsamen Entwicklung von Strategien sowie auf Schulungen rund um EDI-Prozesse. Ergänzend war Till, wie auch in Deutschland, an klassische EDI-Aufgaben, die von der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten bis hin zur Entwicklung und Betreuung von Schnittstellen reichten, beteiligt.

    Spanien – Arbeiten, Kultur und Sonne

    Den Auftakt von Tills Auslandserfahrung bildete ein fünfwöchiger Aufenthalt in Spanien. Nach der Ankunft in Madrid reiste Till weiter zu unserem Standort in Valladolid, wo er vom spanischen Geschäftsführer Álvaro sowie der Innendienstleiterin Emilia herzlich empfangen und zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen wurde, ein gelungener Start für das gegenseitige Kennenlernen.

    Sein zentral gelegenes Apartment erleichterte den Arbeitsweg, da er täglich von Kollegen mitgenommen wurde. Das spanische Wetter mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 35 °C sorgte neben der Arbeit für echtes Sommerfeeling. Auch außerhalb der Arbeitszeit verbrachte Till viel Zeit mit dem Team. Gemeinsam erkundeten sie verschiedene Teile der Stadt, darunter den Parque Campo Grande mit seinen frei laufenden Pfauen sowie kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte. Zu seinen persönlichen Highlights zählten unter anderem ein kurzer Bachata-Kurs, Churros am Morgen im Büro, gemeinsame Bowling- und Padel-Abende sowie ein Wochenendausflug.

    Für die Wochenenden setzte sich Till das Ziel, jeweils eine neue Region zu entdecken. Seine Reisen führten ihn von schneebedeckten Berglandschaften bis hin zu heißen Tälern mit Temperaturen von bis zu 37 °C. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der historischen Stadt Ávila mit ihrer vollständig erhaltenen und größtenteils begehbaren Stadtmauer.

    Mehr über unser Büro in Valladolid erfahrt ihr in Ab in den Süden – drei Wochen in Valladolid von unserer Auszubildenden Annabell.

    Italien – EDI und Außendienst hautnah

    Im Anschluss ging es für eine Woche nach Italien, wo Till ebenfalls herzlich empfangen wurde – inklusive eines gemeinsamen Essens. Neben dem fachlichen Austausch zu EDI-Themen hatte er hier die besondere Gelegenheit, den Außendienst auf einer Tour zu begleiten und so einen weiteren zentralen Unternehmensbereich kennenzulernen. Auch wenn er dabei beeindruckende Landschaften sehen konnte, bleibt sein persönliches Highlight ganz klar: die italienische Küche.

    Frankreich – Strategie, Austausch und besondere Erlebnisse

    Bevor es zurück nach Deutschland ging, folgte ein zweiwöchiger Aufenthalt in Frankreich. In Reims arbeitete Till gemeinsam mit dem verantwortlichen EDI-Experten vor Ort an der weiteren Aufklärung zu EDI-Themen sowie an der Entwicklung strategischer Ansätze.

    Auch außerhalb der Arbeit sammelte er zahlreiche Eindrücke. Zu den Highlights zählten ein beeindruckendes Lichterspiel an der Kathedrale von Reims, sportliche Aktivitäten mit einem gemeinsamen Lauf durch die Stadt und Squash spielen mit Kollege Fred sowie eine Führung durch die Vranken-Pommery-Champagnerkeller.

    Ein Auslandsaufenthalt, der bleibt

    Tills Auslandsreise zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten ein duales Studium bei der FRICKE Gruppe bieten kann: internationale Zusammenarbeit, fachliche Weiterentwicklung, kultureller Austausch und viele persönliche Erfahrungen. Drei Länder, unterschiedliche Teams und zahlreiche neue Eindrücke – ein Erlebnis, das Till sicher noch lange begleiten wird.

  • Nina auf Entdeckungstour in Shanghai

    Nina auf Entdeckungstour in Shanghai

    Hallo zusammen,

    ich bin Nina, Duale Studentin bei FRICKE, und für mich ging es Ende März auf in ein kleines Abenteuer: Ich durfte neun Wochen meiner Praxisphase in Shanghai verbringen und dort in unserem Einkaufsbüro (IPO) von GRANIT PARTS arbeiten.

    New beginnings: Erste Eindrücke aus Shanghai

    Die ersten paar Tage habe ich in einem Hotel recht zentral gewohnt und konnte von dort aus die Stadt erkunden. Es ging dann aber auch schon schnell in mein Apartment, in dem ich für die gesamte Zeit gewohnt und mich sehr wohl gefühlt habe. Aus dem 23. Stock hatte man wirklich einen super Ausblick! Dort war ich zwar eher am Rand der Stadt, aber nah am Büro und mit der Metro super an die Stadtmitte angebunden. Generell kann ich die öffentlichen Verkehrsmittel in Shanghai sehr loben: das Metronetz ist gut ausgebaut und zuverlässig, per Bikesharing kann man jederzeit ein Fahrrad nehmen und zur Not kann man sich immer ein Didi (vergleichbar mit Uber) rufen. So konnte ich mich sehr eigenständig und frei bewegen und viel von der Stadt sehen. Das Wetter war für die Jahreszeit wohl etwas kühl, für mich aber mit 25-30°C im Schnitt genau richtig, um bei sommerlichem Wetter alles erkunden zu können. Somit habe ich die perfekte Zeit erwischt, im Sommer wird es für Touristen in Shanghai nämlich schnell zu heiß.

    Zwischen Büroalltag und Business Trips

    Genauso schnell wie der Umzug kam, war auch schon mein erster Arbeitstag gekommen. Wir haben in Shanghai ein sehr freundliches, engagiertes und motiviertes Team, das mich mit offenen Armen empfangen hat. So habe ich mich auch im Büro sofort wohlgefühlt und konnte mich schnell einleben. Meine Hauptaufgabe waren Projekte im Bereich des Qualitätsmanagements, zusätzlich habe ich die Kollegen aber auch viel bei Lieferantenbesuchen begleitet. So konnte ich verschiedene Regionen entlang der chinesischen Küste besuchen und mir ein Bild von den Standorten der Lieferanten machen. Durch meine Praxisphasen im Produktmanagement kannte ich schon einige Lieferanten, hatte so aber zusätzlich die Chance, unsere Ansprechpartner vor Ort kennenzulernen und die Produktion live zu sehen. So konnte ich unter anderem auch Einblicke in die Produktion unserer ROTARO Gelenkwellen erhalten. Bei einem weiteren Lieferanten konnte ich auch schon eine große Anzahl an Schweißrobotern in der Produktion beobachten, ein großer Schritt in Richtung Automatisierung. Die Business Trips waren für mich eine tolle und wichtige Erfahrung und definitiv ein Highlight meines Aufenthalts.

    Shanghai von oben

    Aber neben dem Arbeitsleben durfte natürlich auch ein bisschen Sightseeing nicht fehlen. Direkt am ersten Wochenende habe ich The Bund besucht, die Uferpromenade gegenüber der berühmten Skyline von Shanghai. Die Aussicht ist es definitiv wert und selbst wenn man dort steht, kann man nicht fassen, wie riesig alles wirklich ist. Weitere unvergessliche Erlebnisse waren für mich der Jing’an Tempel, der Yu Garden, die Wasserstadt Zhujiajiao und ein Tag im Disneyland. Später habe ich den Oriental Pearl Tower, einen der drei bekanntesten Wolkenkratzer, besucht und bin dort bis nach oben gefahren. Neben einer eindrucksvollen 360° Aussichtsplattform gibt es dort auf 259m eine weitere mit Glasboden. Das stand von Anfang an auf meiner To-Do-Liste und war wirklich ein Highlight für mich. An einem Wochenende habe ich sogar einen Kurzurlaub in Xiamen gemacht – eine kleinere Inselstadt („nur“ 4 Mio. Einwohner) circa 1.000 km südlich von Shanghai. Dort konnte ich tropisches Klima und frische Mangos genießen und China noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

    Mein Fazit

    Für mich persönlich war China vorher nie ein Land, das ganz oben auf meiner Liste mit Reisezielen stand. Umso glücklicher bin ich, diese Chance genutzt zu haben. Ich konnte viele Abenteuer erleben und Erfahrungen sammeln, an die ich gerne zurückdenken werde. Die Menschen sind freundlich und offen und beim Essen ist auf jeden Fall für Jeden etwas dabei. Das Land hat mich positiv überrascht und ich kann es definitiv empfehlen, sich selbst einen Eindruck zu machen. Vielen Dank an das IPO Shanghai für den tollen Aufenthalt!

    Eure Nina

  • Feierliche Graduierung der FRICKE Bachelorabsolventen 2025

    Feierliche Graduierung der FRICKE Bachelorabsolventen 2025

    Feierlicher Abschluss an der Nordakademie

    Nach dreieinhalb Jahren mit spannenden Einblicken, herausfordernden Projekten und zahlreichen Praxiserfahrungen war es endlich so weit: Acht Studierende durften am 4. April im Rahmen einer feierlichen Abschlussfeier an der NORDAKADEMIE in Elmshorn ihre Bachelorzeugnisse entgegennehmen. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihres dualen Studiums bei FRICKE tragen sie nun offiziell den Titel Bachelor of Science.

    Im Anschluss an die Graduierung nutzten alle die Gelegenheit, das besondere Ereignis bei strahlendem Sonnenschein festzuhalten. Gemeinsam mit Vertretern aus der Personalabteilung von FRICKE sowie Kollegen, die die Bachelorarbeiten betreuten, entstanden schöne Gruppenfotos als Erinnerung an diesen Meilenstein.

    Der Weg bis zum Abschluss war intensiv. Zwischen Vorlesungssälen und Schreibtischen, Praxisphasen im Unternehmen und Klausuren an der Hochschule sammelten die Absolventen viele wertvolle Erfahrungen. Neben der fachlichen Qualifikation standen auch persönliche Weiterentwicklung, Eigenverantwortung und Teamarbeit im Mittelpunkt. Nun war es an der Zeit, diesen gemeinsamen Erfolg gebührend zu feiern.

    Vorstellung der Bachelorarbeiten vor der Geschäftsleitung

    Ein weiterer besonderer Moment fand in der vergangenen Woche statt: Die Absolventen erhielten die Gelegenheit, ihre Bachelorarbeiten vor der FRICKE Geschäftsleitung zu präsentieren. In einem offenen und wertschätzenden Austausch sprachen sie mit Herrn Fricke und Herrn Wachholtz über die Inhalte, Herausforderungen und Erkenntnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Dabei wurde deutlich, wie praxisnah die Themen gewählt waren und welchen konkreten Beitrag sie zu aktuellen Fragestellungen im Unternehmen leisten konnten.

    Im Anschluss an die Gespräche kam man auf der Dachterrasse noch einmal zu einem kleinen Umtrunk und dem obligatorischen Gruppenfoto zusammen. Ein sichtbares Zeichen für das Erreichte und ein schöner Abschluss eines bedeutenden Kapitels.

    Bei der Frage nach dem absoluten Highlight während des gesamten Studiums mussten die Absolventen nicht lange überlegen. Die Auslandserfahrungen, die alle im Rahmen ihrer Ausbildung bei FRICKE sammeln durften, wurden einstimmig als besonders prägend und bereichernd beschrieben. Aufenthalte in Ländern, wie Polen, der Türkei, Indien, Frankreich oder den USA ermöglichten es den Absolventen, ihren persönlichen Horizont zu erweitern. Der Einblick in neue Kulturen, andere Arbeitsweisen und internationale Perspektiven hat ihre Sichtweise nachhaltig verändert. Ein Erlebnis, das allen in Erinnerung bleiben wird.

    Von den acht erfolgreichen Absolventen setzen sieben ihre berufliche Laufbahn innerhalb der FRICKE Gruppe fort. In verschiedenen Fachbereichen bringen sie nun ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus dem Studium in den Arbeitsalltag ein.

    Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Geschäftsleitung sowie der Personalabteilung. Durch die Unterstützung während der gesamten Studienzeit haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Abschluss von so vielen gefeiert werden kann.

    Wenn du mehr über den Weg der dual Studierenden bei FRICKE erfahren möchtest oder selbst Interesse an einem dualen Studium hast, wirf gerne einen Blick auf unsere F.Inside-Seite. Dort findest du spannende Einblicke in den Start des Studiums sowie in die Auslandserfahrungen, die unsere Studierenden während ihrer Ausbildungszeit gesammelt haben. Ein Besuch lohnt sich.

  • Studieren im Golden State – Auslandssemester in Los Angeles

    Studieren im Golden State – Auslandssemester in Los Angeles

    Als ich im August 2022 mein Studium bei FRICKE angefangen habe, hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals in einem anderen Land studieren würde. Etwa zwei Jahre später saß ich im Flieger in Richtung USA, um dort für knapp drei Monate an der UCLA (University of California, Los Angeles) zu studieren. Was ich in dieser Zeit erlebt habe, lest ihr in diesem Blogbeitrag.

    Vorbereitung – Visum, Wohnungssuche & Kurswahl

    Nachdem ich mich für die UCLA angemeldet und mein Visum für die USA besorgt hatte, begann die Wohnungssuche. Wie auch in deutschen Großstädten war das in Los Angeles gar nicht so einfach und die Mietpreise waren entsprechend hoch. Glücklicherweise konnte ich mich mit zwei Kommilitonen von der Nordakademie zusammentun und gemeinsam fanden wir ein Airbnb in der Nähe der Uni.

    Zwei Monate vor dem Semesterstart hatten wir die Möglichkeit uns für 3-5 Kurse an der Uni anzumelden. Hier musste man schnell sein, da viele Kurse nur eine begrenzte Anzahl an freien Plätzen hatten. Im September ging dann endlich mein Flug in die USA.

    Bevor das Semester begonnen hat, nutzte ich noch die Gelegenheit für einen zweiwöchigen Roadtrip durch Kalifornien und habe schon einen Vorgeschmack auf die Landschaft und das Wetter, das mich die nächsten Monate erwartet, bekommen.

    Studieren an der UCLA – Vorlesungen & Campusleben

    Die Kurse fanden in kleinen Gruppen statt und lebten von Interaktionen und Gruppendiskussionen, was die Vorlesungen besonders interaktiv machte. Die Prüfungen waren etwas anders als an der Nordakademie. Wir hatten in allen Kursen wöchentliche Abgaben, die auch einen Teil der Gesamtnote ausgemacht haben. In einigen Fächern gab es zusätzlich noch Zwischenprüfungen und zum Abschluss noch eine finale Prüfung, die je nach Fach dann nur 30-50 % der Note ausgemacht hat.

    Auch das Unigelände ist ganz anders als das der Nordakademie. Die UCLA ist quasi ein eigener Stadtteil in Los Angeles, der Campus ist riesig und zusätzlich zu den Studentenwohnheimen gibt es in dem Viertel auch einige Supermärkte, Einkaufsläden und Bars, durch die der Campus sehr lebendig wird. Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Studierenden wider. Während es an der Nordakademie nur circa 2.500 sind, hat die UCLA etwa 46.000 Studierende.

    Los Angeles
    Das ist die Gruppe, mit der ich die Vorlesung Supply Chain Management besucht habe. Ich selbst stehe hinten rechts.

    Sport, Strand und Natur – Freizeit in Los Angeles

    Los Angeles ist eine großartige Stadt, um seine Freizeit zu verbringen. Wir konnten uns für Sportkurse von der Uni anmelden, dort war von Fußball über Tennis bis hin zu Boxen oder Klettern alles dabei. Außerdem gab es an der Uni ein kostenloses Fitnessstudio und der Strand in Santa Monica war ein toller Ort, um spazieren zu gehen, zu baden oder laufen zu gehen.

    Los Angeles
    Der Sonnenuntergang am Strand von Malibu

    Da Kalifornien landschaftlich viel zu bieten hat, haben wir die Wochenenden oft für Ausflüge in einige Nationalparks genutzt. An einem Wochenende haben wir uns mit 15 Studenten aus Europa ein Ferienhaus in der Nähe des Yosemite Parks gemietet und haben dort einige Wanderungen gemacht und den Park erkundet. An einem anderen Wochenende haben wir uns einen Pick Up ausgeliehen und sind mit passender Country Musik in den Joshua Tree Park gefahren. An diesem Punkt waren wir also endgültig in den USA angekommen.

    Los Angeles
    Die beeindruckenden Berge im Yosemite Nationalpark

    Hawaii – Ein Traumurlaub zum Abschluss

    Das absolute Highlight meines Auslandsaufenthalts war zum Ende noch ein achttägiger Urlaub auf Hawaii. Nach unserer letzten Prüfung haben wir uns noch am gleichen Tag in den Flieger nach Hawaii gesetzt und sind dann im Dezember auf 25 Grad warmem Hawaii gelandet. Wir haben dort insgesamt drei Inseln erkundet und die unterschiedlichsten Landschaften gesehen. Wir waren auf einem Vulkan, sind durch den Dschungel gewandert und haben an wunderschönen Stränden gebadet.

    Los Angeles

    Fazit – Eine einzigartige Erfahrung

    Wie auch viele meiner Kommilitonen, blicke ich mit sehr positiven Erinnerungen auf meine Zeit im Ausland zurück. Ich konnte in der Zeit so Vieles erleben, habe neue Menschen und ein anderes Land aus einer ganz besonderen Perspektive kennengelernt. Ich hatte die Chance, großartige Landschaften zu sehen und meine Englischkenntnisse zu verbessern. Ich kann allen Studierenden, die in Zukunft vor der Entscheidung stehen, ob sie ein Auslandssemester machen wollen oder nicht, daher nur ans Herz legen, diese Chance unbedingt zu nutzen.

    Wie ihr auch aus den Erfahrungen von Nils, Christian und Jonas in Irland, Linus in Costa Rica oder Jan in England rauslesen könnt, ist das Land so ziemlich egal, aber die Zeit im Ausland ist immer etwas ganz Besonderes.

  • Durch das Agrarmanagement-Studium in die USA: Landwirtschaft aus einer anderen Perspektive erleben

    Durch das Agrarmanagement-Studium in die USA: Landwirtschaft aus einer anderen Perspektive erleben

    Im Oktober 2024 hatten wir, eine Gruppe von 19 Studierenden, die einzigartige Möglichkeit eine zehntägige Studienreise in die USA zu unternehmen. Ziel war es, den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten zu erkunden und dabei spannende Einblicke in die amerikanische Landwirtschaft zu gewinnen. FRICKE unterstützte mich bei der Studienreise und dadurch konnte ich zahlreiche interessante und aufregende Erfahrungen sammeln.

    Von der City Skyline bis zur endlosen Weite

    Begonnen hat unsere Reise in Chicago, das schon mit der eindrucksstarken und großen Skyline beeindruckte. Die Fahrt von Chicago nach Iowa Falls führte uns hinaus in ländliche, agrarintensive Regionen und bot uns einen ersten Eindruck von der Landwirtschaft des Mittleren Westens – geprägt von schier endlosen Feldern mit Mais und Sojabohnen, den dominierenden Kulturen der Region. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Fruchtfolgen stärker diversifiziert sind, setzen viele Farmer in der Region fast ausschließlich auf diese beiden Feldfrüchte.

    Auch die Maschinen beeindruckten: Große Mähdrescher mit Zwillingsbereifung und breite Überladewagen sind in den USA keine Seltenheit, während solche Dimensionen in Deutschland aufgrund strengerer Straßenverkehrsregeln und engerer Infrastruktur undenkbar wären. Die Landtechnikmarken aus den USA, wie John Deere und Case IH dominieren den dortigen Markt stark, während deutsche Hersteller eine kleinere Rolle spielen.

    Körnermaisernte in Iowa
    Körnermaisernte in Iowa

    Bildungseinrichtungen

    Außerdem besuchten wir andere Bildungseinrichtungen. Zum einen natürlich das ‚Ellsworth Community College‘, die Partnereinrichtung im kleinen Iowa Falls, aber auch große Universitäten, wie die ‚University of Wisconsin‘ in Madison und die ‚Iowa State University‘ in Ames. Besonders beeindruckend war der Campus der Iowa State, der nicht nur ein eigenes Stadion und ein Coliseum umfasst, sondern auch die ‚AG 450 Farm‘. Auf dieser universitätseigenen Farm bewirtschaften Studierende in kleinen Teams 182 Hektar Land – von der Viehzucht und Ackerbau bis hin zur Vermarktung. Das hat in den USA aber auch seinen Preis, denn die Studierenden zahlen hohe Studiengebühren und verschulden sich dabei bis ins Sechsstellige hinein – was durchaus keine Seltenheit ist.

    Begegnungen und kultureller Austausch

    Neben fachlichen Eindrücken bot die Reise auch zahlreiche Möglichkeiten für den kulturellen Austausch. Mehrere Tage verbrachten wir gemeinsam mit amerikanischen Studierenden, mit denen wir abends unterwegs waren und die uns einen Einblick in ihren Alltag gaben.
    Ein besonderes Highlight war das typische Barbecue auf der Farm von Professor Kevin Butt.

    Iowa - Kevin Butts Farm
    Iowa – Kevin Butts Farm

    Wir konnten uns allgemein sehr viel austauschen, viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unserem Alltag, aber auch in unserer Mentalität feststellen.
    Die Reise hat uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und ein globaler Blickwinkel sind. Es wurde deutlich, dass die USA und Deutschland zwar stark unterschiedliche Ansätze in der Landwirtschaft verfolgen, aber auch gleiche Herausforderungen haben.

    Mein Fazit

    Die Möglichkeit, einen so intensiven Einblick in die Landwirtschaft Iowas zu erhalten, zeigte mir sowohl grundlegende Unterschiede als auch gemeinsame Herausforderungen in der Landwirtschaft. Auch das beeindruckende Land und die offene, zuversichtliche Art der Menschen dort haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Dieses Jahr durfte ich außerdem bereits zwei Monate bei unserem FRICKE Maszyny Rolnicze, unserem Landmaschinenhandel in Polen, verbringen. Davon habe ich in diesem Beitrag berichtet.

  • Von Technik begeistert: Werksbesichtigung im CLAAS Werk Harsewinkel

    Von Technik begeistert: Werksbesichtigung im CLAAS Werk Harsewinkel

    Am 20. und 21. November hatten jeweils rund 50 Auszubildende und duale Studierende der FRICKE Gruppe an zwei Tagen die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines der weltweit modernsten Produktionsstandorte für Mähdrescher und Feldhäcksler zu werfen. Die Werksbesichtigung bei CLAAS in Harsewinkel bot uns spannende Einblicke in betriebliche Abläufe und ein besseres Verständnis für die innovativen Technologien hinter den beeindruckenden Landmaschinen.

    Angekommen vor Ort

    Nach einer etwa dreistündigen Busfahrt wurden wir herzlich im CLAAS Technopark empfangen. Auf rund 2.500 Quadratmetern konnten wir uns zunächst eigenständig mit den beeindruckenden Maschinen und Dimensionen vertraut machen. Besonders freute es uns, an einem Anbaugerät eines Teleskopladers den vertrauten Namen „SAPHIR“ zu erkennen – eine Verbindung, die uns direkt an unser Unternehmen erinnerte.

    Das CLAAS Werk in Harsewinkel, das seit 1936 über 400.000 Mähdrescher produziert hat, gehört heute zu den führenden Produktionsstandorten für landwirtschaftliche Maschinen.

    Ein Rundgang durch modernste Produktionstechnologie

    Die Werksführung begann mit einer Aufteilung in kleinere Gruppen, die von Audioguides begleitet wurden. Dank Kopfhörern konnten wir trotz der Geräuschkulisse in den Werkshallen alle Informationen problemlos verfolgen.

    Während der Tour erhielten wir Einblicke in das beeindruckende 65 Hektar (650.000 Quadratmeter) große Werksgelände, das etwa 3.500 Mitarbeitende beschäftigt. Hier entstehen die renommierten Modelle, wie der Mähdrescher LEXION, der Feldhäcksler JAGUAR und der Traktor XERION.

    Besonders faszinierend war die hochmoderne Technologie des Werks. So konnten wir autonome FTS-Fahrzeuge (fahrerlose Transportsysteme) in Aktion erleben. Diese navigierten eigenständig durch die Hallen und verdeutlichten den technologischen Fortschritt bei CLAAS. Diese FTS-Fahrzeuge konnten wir während unseres Rundgangs immer wieder beobachten, wie sie Materialien und Bauteile autonom zu den verschiedenen Stationen transportierten.

    Der Grund für die hochmoderne Ausstattung und fortgeschrittene Technologie ist vor allem die neue 15.000 Quadratmeter große Halle im inneren des Werkes. Die alten Hallen aus den 1950er Jahren wurden innerhalb von nur 22 Wochen abgerissen und durch eine zukunftsweisende Produktionsstätte, nach neuesten Standards ersetzt. Ein Hauptmontageband mit beidseitig angeordneten Querbändern sorgt nun dafür, dass die Fertigung an den Maschinen wesentlich erleichtert wird.

    Besonders interessant war die Erkenntnis, dass zentrale Komponenten wie Achsen, Fahrantriebe und Laufwerke von CLAAS in dem etwa 60 Kilometer entfernten Paderborn gefertigt werden. Besonders beeindruckend war zudem die Vielfalt der Schweißprozesse, die uns in zahlreichen Produktionsbereichen präsentiert wurde – vom automatisierten Roboterschweißen bis hin zum traditionellen Handschweißen. Diese Einblicke in die Fertigungsprozesse verdeutlichten uns die Unterschiede zwischen einem Produktions- und Handelsunternehmen.

    Stärkung im „Casino“

    Nach den informativen und beeindruckenden Einblicken in die Produktionsprozesse folgte eine wohlverdiente Mittagspause in der betriebseigenen Kantine „Casino“. Hier genossen wir nicht nur das Essen, sondern hatten auch Zeit für einen lockeren Austausch in entspannter Atmosphäre. Eine besonders wichtige Erkenntnis: Der Preis der Currywurst ist vergleichbar zu dem Preis in der FRICKE Kantine. 😉

    Nach einem ereignisreichen Tag machten wir uns wieder auf die Rückfahrt in Richtung Heeslingen. Wir möchten uns herzlich bei CLAAS für die spannende Werksbesichtigung und die Gastfreundschaft bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch der Personalabteilung der FRICKE Gruppe, die diesen Ausflug organisiert und ermöglicht hat.

    In den vergangenen Jahren hatten Land- und Baumaschinenmechatroniker der FRICKE Gruppe die Gelegenheit das CLAAS Traktorenwerk in Le Mans zu besuchen. Über diesen Link gelangt Ihr zu diesem Blogbeitrag!

  • FRICKE GOES FERDIS – Sonne, Glitzer & Musik

    FRICKE GOES FERDIS – Sonne, Glitzer & Musik

    Für FRICKEs Azubis und Studenten ging es am 3. August gemeinsam auf das regionale Ferdinands Festival in Rotenburg (Wümme)! Dort haben sie viel Sonnenschein, Glitzer und gute Laune zusammen mit viel Musik erleben können. Doch wie sieht so ein gemeinsamer Samstag aus und was macht FRICKE auf dem Ferdis? Das lest Ihr hier!

    FERDIS x FRICKE

    2024 war FRICKE mit FRICKE Korn einer der Sponsoren des Ferdinands Feld in Rotenburg auf dem Flugplatz. Dadurch hatte FRICKE nicht nur einen eigenen Stand, sondern FRICKE konnte auch seine Azubis und Studierenden wie im Jahr 2023 zum Ferdinands Feld einladen. Zusätzlich wurden 5x 2 Karten an Mitarbeiter der FRICKE Gruppe verlost.

    FRICKE Stage

    Unsere Eventmanager Thomas und Moritz sowie ihre Azubis machten sich im Vorfeld Gedanken, um den FRICKE Stand möglichst schön zu gestalten. Am Donnerstag begann dann der Aufbau und ihre Vision erwachte zum Leben. Der FRICKE Stand befand sich direkt vorne am Haupteingang und konnte neben einer eigenen Bühne und Tanzfläche vieles anbieten. Von guter Laune zum Feiern, über Glitzer und interessanten Gesprächen bis hin zu mega guter Musik unter anderem von DJ Juma war einiges auf dem FRICKE Stand los, der schnell zum Treffpunkt an der FRICKE Stage wurde.

    Die FRICKE Stage mit FRICKE Korn Bus

    Die 360 Grad Videos waren ein Hingucker beim Ferdis am FRICKE Stand. Besucher konnten mit ihren Freunden 360 Grad Videos aufnehmen, welche sie direkt im Anschluss zugesendet bekommen haben.

    Unvergessliche Erinnerungen schaffen

    Natürlich durfte auch FRICKE Korn nicht fehlen. Es gab FRICKE Shots und Korntails wie den derzeitigen „Korntail des Monats“, den Maracuja-FriKojito. 

    FRICKE Korn Pur 0,7l

    Bier Pong und 360 Grad Videos

    Um 13 Uhr trafen wir uns auf dem FRICKE Stand mit unserer Personalabteilung. So trudelten die ersten Azubis und Studierenden bereits ab 12 Uhr bei schönstem Sonnenschein auf dem Flugplatz ein und warteten gespannt auf ihre Freunde sowie das ihnen bevorstehende Ferdis. Das zweistündige Programm war abwechslungsreich und hat viel Spaß gemacht. Die Stimmung ist auf jeden Fall immer weiter angestiegen.

    Unsere Personalabteilung hat alle teilnehmenden Azubis und Studierenden mit ausreichend Glitzer für das Gesicht und faltbaren Wasserflaschen ausgestattet, damit jeder bei dem warmen Wetter perfekt für ein Festival ausgestattet war. Neben spannenden Gesprächen, konnte an zwei aufgebauten Bier Pong Tischen am Fricke Stand das spielerische Glück versucht werden. Just for fun natürlich und ab und an ist auch mal ein Tischtennisball in einem Becher gelandet. Die Zeit ging so schnell um, dass viele länger als die geplanten zwei Stunden am Fricke Stand blieben. Doch nicht nur Kollegen besuchten den FRICKE Stand, auch die Besucherinnen und Besucher des Festivals hat die FRICKE Stage angelockt. Besonders die 360 Grad Videos dienten vielen als Erinnerung an den Tag. Als uns Moritz dann auch noch mitteilte, dass das Regenwetter an Rotenburg vorbeiziehen wird, war die Freude groß.

    Jetzt heißt es Bier Pong spielen….
    Der Becher wurde getroffen!!
    Unser Motto: tanzen, lachen, Spaß haben 🙂

    Abends haben sich die Azubis und Studierenen vor den „Terminals“, den verschiedenen Bühnen des Ferdinands Feld auf dem Flugplatz in Rotenburg, verteilt und die verschiedenen Musikacts angeschaut.

    DANKE für den abwechslungsreichen Tag mit viel Spaß und tollen Kollegen!

    Vielen Dank an die FRICKE Gruppe, die seinen Azubis und Studierenden einen etwas anderen Azubi-Tag ermöglicht hat, bei dem alle zusammenkommen konnten und viel Spaß hatten. Bis nächstes Jahr!

  • FRICKE weltweit vernetzt – FRICKE Maszyny Rolnicze ist unser Landmaschinenhandel in Polen

    FRICKE weltweit vernetzt – FRICKE Maszyny Rolnicze ist unser Landmaschinenhandel in Polen

    FRICKE Maszyny Rolnicze, was so viel wie FRICKE Landmaschinen bedeutet, ist seit 1997 im Agrarsektor tätig und seit 2003 Vertragshändler für die Marke John Deere. Insgesamt hat das Unternehmen 11 Standorte, die im nordöstlichen Polen verteilt sind. Die Zentrale liegt in Warschau. Genau dort hat unser dualer Student Mathis zwei Monate verbracht, um direkt vor Ort zu unterstützen.

    Mathis hat im Sommer 2022 sein duales Studium Agrarmanagement bei der FRICKE Gruppe begonnen. Die Verbindung zur Landwirtschaft wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Bereits auf dem Hof seines Cousins hat er das Treckerfahren gelernt, sobald er die Kupplung treten konnte. Bei der Auswahl seines Studiums war ihm der Mix aus betriebswirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Themen besonders wichtig. So hat ihn sein Weg zur FRICKE Gruppe geführt.

    Erste Erfahrungen in Polen durfte er bereits letztes Jahr sammeln, als er zusammen mit Adrian Fricke anlässlich der AGRO Show dort war. Daraus hat sich sein jetziger Aufenthalt ergeben, der insgesamt zwei Monate dauert.

    Mathis‘ größtes Projekt dreht sich rund um den Ausbau und die Erweiterung des Online-Vertriebes für Gebrauchtmaschinen. Dieses umfasst die Integration von MPO, ein Maschinenverwaltungssystem, welches den Prozess der Bewertung, Inserierung und Verkaufsunterstützung abbildet. MPO bietet eine nahtlose Anbindung an unterschiedliche Online-Börsen. Das Projekt bringt Mathis mit vielen der polnischen Kolleginnen und Kollegen in Verbindung, sodass er während der zwei Monate viele Kontakte geknüpft hat.

    Gleich am Anfang habe ich mit einem Kollegen viele der Standorte von FRICKE Maszyny Rolnicze im Nordosten von Polen besichtigt. Dadurch habe ich schon viel vom Land gesehen und eine Menge netter Menschen kennenglernt.

    Mathis über seine bisherigen Erfahrungen

    Während seines Aufenthaltes bei FRICKE Maszyny Rolnicze hat es Mathis sich nicht nehmen lassen, das Land ein bisschen zu erkunden. Ein Besuch der Masuren, lange Fahrradtouren entlang der Weichsel, die durch Warschau fließt, und ein Abstecher nach Danzig durften da nicht fehlen. Aber besonders die internationale Stadt Warschau hat es ihm angetan. Die verschiedenen Facetten von alten Plattenbauten, aber auch der schönen Altstadt auf der einen Seite bis hin zu modernen Wolkenkratzern auf der anderen bilden die Gegensätze der Stadt eindrucksvoll ab.
    Auch die Besuche von verschiedenen Feldtagen standen auf dem Programm. In Pasłęk wurde Grünlandtechnik von SAMASZ vorgestellt und in Kozłowo wurde der neuen John Deere S7 Mähdrescher vorgestellt. Direkt vor Ort konnte Mathis so sein Wissen über die verschiedenen Fabrikate weiter vertiefen.

    Wir danken Mathis für die vielfältigen Einblicke in seine Arbeit in Polen bei FRICKE Maszyny Rolnicze!
    Wenn ihr mehr über die Auslandsaufenthalte von unseren Azubis und dualen Studierenden erfahren wollt, schaut doch mal im Beitrag über Laura vorbei, die unseren Standort in Peterborough kennengelernt hat.

  • Erfahrungsbericht aus Fuchsstadt: Zwei Monate bei Ilgenfritz Mechatronics

    Erfahrungsbericht aus Fuchsstadt: Zwei Monate bei Ilgenfritz Mechatronics

    Von April bis Juni hatte ich die Möglichkeit, ein Partnerunternehmen von Fricke, die Ilgenfritz Mechatronics, vor Ort zu unterstützen. Das Unternehmen in Fuchsstadt nahe bei Würzburg spezialisiert sich auf die Reparatur elektronischer Steuereinheiten und die Produktion eigener Komfortelektronik für Landmaschinen. In dieser Zeit konnte ich einige wertvolle Erfahrungen sammeln und die effektive Zusammenarbeit zwischen Fricke und Ilgenfritz hautnah miterleben.

    Ilgenfritz Mechatronics

    Das Büro im ersten Stock einer ehemaligen Scheune besticht durch seine gemütliche Holzoptik, während im Erdgeschoss eine moderne Werkstatt und ein gut organisiertes Teilelager Platz finden. Hier arbeiten die Techniker an Tests, Fehlerdiagnosen und an der anschließenden Reparatur von defekten Steuereinheiten. Besonders faszinierend fand ich die eigene Produktion von Leiterplatten über eine Lötstraße, wodurch bestimmte Komfortelektroniken wie Zapfwellenfernbedienungen, Geschwindigkeitsmodule und Allradsteuerungen von Eigenmarke Ilgenfritz das Reparaturangebot erweitern.

    Ein wichtiger Aspekt im Tagesgeschäft ist die enge Kooperation zwischen Verwaltung und Werkstatt, um die Reparaturaufträge der Kunden möglichst effizient zu bearbeiten. Mein Arbeitsplatz war im Büro und ich durfte durch die Beschaffung von Reparaturkomponenten im Einkauf unterstützen. Zusätzlich nahm ich gemeinsam mit dem Support-Team Kundenanrufe entgegen und beantwortete Anfragen zu laufenden Reparaturaufträgen. Ein besonders spannendes Projekt, an dem ich mitwirken durfte, war die Verbesserung der Altteilrücksendequote beim Kauf von wiederaufbereiteten REMAN-Artikeln durch eine Optimierung des Verkaufs- und Lieferungsprozesses. Somit wird es dem Kunden erleichtert, nach der Lieferung seiner Bestellung die defekte Steuerelektronik zurückzusenden.

    FRICKE & Ilgenfritz

    Die Kooperation zwischen Fricke und IM bietet für beide Seiten nützliche Vorteile. IM bezieht bestimmte Einkaufsartikel für die Reparatur direkt aus dem Granit Shop. Das erleichtert die Beschaffung und sichert eine hohe Verfügbarkeit der benötigten Teile. Ein weiterer Vorteil für IM ist die Anbindung an das Versandnetz der Fricke Gruppe, wodurch sie von besseren Gruppenkonditionen bei den Versanddienstleistern profitieren. Das spart Kosten und beschleunigt die Lieferung. Außerdem erreicht IM durch das Außendienstnetz von Fricke mehr Kunden in der Branche, was zu einer höheren Bekanntheit und einem gesteigerten Auftragsvolumen führt. Kunden von Fricke können über das Granit Service Center den Reparaturservice nutzen und wiederaufbereitete Tauschteile sowie Komfortelektronik zu attraktiven Konditionen erwerben.

    Abseits der Arbeit

    Während meiner Zeit in Fuchsstadt konnte ich auch das nahegelegene Würzburg als lebhafte Stadt mit vielen schönen Sehenswürdigkeiten kennenlernen. Der Ausblick von der Festung Marienberg auf die alte Mainbrücke war für mich ein Highlight.

    AT-Tausch von Steuerelektroniken

    Defekte Steuerelektroniken müssen nicht voreilig weggeworfen werden, denn für viele Modelle sind die gängigsten Fehler umfangreich dokumentiert und können behoben werden. Auf der Website oder durch einen kurzen Anruf beim Support-Team kann man schnell herausfinden, ob eine Reparatur oder ein Tausch für das jeweilige Teil infrage kommt. Die Reparatur und der AT-Tausch lohnen sich nicht nur finanziell gegenüber einem Neukauf, sondern tragen auch dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

    Danke!

    Ein großes Dankeschön geht an die Kollegen aus Fuchsstadt! Eure Hilfsbereitschaft und die starke Kommunikation im Team haben den Aufenthalt unvergesslich gemacht.

    Wenn ihr noch mehr über die Ausbildungsstationen außerhalb des Standortes Heeslingen erfahren wollt, schaut euch gern die anderen Beiträge an. Darunter auch der Beitrag über Jan , seiner abenteuerlichen, sowie lehrreichen Zeit in Indien.

  • Abenteuer Duales BWL Studium

    Abenteuer Duales BWL Studium

    Betriebswirtschaftslehre? Studiert man das nicht, wenn man einfach noch nicht weiß, was man später mal machen möchte? Duales Studium? Machst du dann auch parallel eine Ausbildung? Nur einige der Fragen, die ich mir 2020 vor dem Beginn meines dualen Studiums der Betriebswirtschaftslehre bei FRICKE gestellt habe. Nun bald vier Jahre später möchte ich meine Erfahrungen teilen und versuchen ein paar passende Antworten zu geben.

    Die Anfänge

    Aber einen Schritt zurück. Noch heute erinnere ich mich gerne an den ersten Tag meines dualen Studiums. Gemeinsam mit vielen weiteren jungen Menschen in meinem Alter fand ich mich im Hauptgebäude (bei FRICKE auch Campus genannt) ein und wartete gespannt auf den ersten Tag. Da durch Corona zu der Zeit noch einige Beschränkungen herrschten, fiel unser erster Tag etwas anders aus als normal. Anstelle eines Besuchs von FRICKE Landmaschinen und SAPHIR Maschinenbau, schickten uns Duale Studierende älterer Jahrgänge Videos ein, in denen sie von ihrer Arbeit in den jeweiligen Schwesterunternehmen berichteten. Danach lernten wir unsere Sitznachbarn besser kennen: Zufall oder Schicksal – mein damaliger Sitznachbar Christian ist nicht nur später in meiner „Klasse“ im Studium gewesen, sondern heute auch einer meiner besten Freunde.

    Noch am ersten Tag ging es direkt in unsere erste Abteilung: Zu Beginn sagte mir der Abteilungsname „Disposition“ noch sehr wenig, aber schon kurze Zeit später erklärte mir der damalige Abteilungsleiter die Funktionen des operativen Einkaufs, die sich dahinter verbargen.

    Erste Einblicke

    Was macht man eigentlich so als dualer Student? Diese Frage hatte ich mir im Vorfeld häufig gestellt: nach meinen ersten Tagen in der neuen Abteilung bekam ich schnell erste Themen zugeteilt. Im Einkauf Bestellungen auszulösen oder große Lieferanten anzurufen, fühlte sich für mich wie eine große Verantwortung an: die wurde einem ab Tag 1 zugetraut. Ein wahnsinnig tolles Gefühl – wenn auch zunächst noch etwas abstrakt! Mit den Monaten kamen immer mehr spannende Projekte dazu und mein Abteilungsleiter Christoph brachte mir mit viel Geduld die Grundlagen von Excel und dem ERP-System bei. Rückblickend wohl einige der prägendsten Monate meines dualen Studiums.

    Anders als üblich startete unser erstes Semester auf Grund von Corona nicht mit einem Erstsemesterbegrüßungswochenende, bei dem man gemeinsam mit seinem Jahrgang zum Studienbeginn ein Wochenende verreist und sich besser kennenlernt, sondern durch Online-Einführungen. Insgesamt gestaltet sich das duale Studium bei FRICKE als blockweises Studium, das sich in Theorie und Praxisphasen aufteilt. So wechseln sich meist 2 Monate Theorie mit 2 Monaten Praxis ab. Während die Praxisphasen in Heeslingen stattfinden, übernimmt die NORDAKADEMIE in Elmshorn, nahe Hamburg, als private Wirtschaftshochschule den Theoriepart. Vor Ort sitzt man in kleinen Klassen gemeinsam mit anderen dualen Studenten von anderen großen Unternehmen aus dem norddeutschen Raum, wie Airbus, Phillips oder EDEKA.

    Da ganz Deutschland damals im Corona-Schock steckte, lernten wir unsere Kommilitonen vorerst nur als Kachel in Zoom kennen. Was zunächst noch ungewohnt war, wurde schnell zum Alltag und so verbrachten wir sowohl Semester als auch Prüfungen vor dem heimischen Computer – schade für den Zusammenhalt der Zenturie (Bezeichnung für den ca. 30 Personen großen Klassenverband an der Nordakademie), aber gut für unser Schlafpensum. Nachdem die ersten drei Klausuren hinter uns lagen, ging es dann mit etwas mehr wirtschaftlichem Verständnis zurück ins Unternehmen.

    Von der Theorie in die Praxis

    Plötzlich konnte man das theoretische Wissen, das zunächst noch im Semester antrainiert wurde, direkt vor Ort im Unternehmen umsetzen. Für mich ging es nach der ersten Theoriephase in die Technische Redaktion, die sich vor allem mit der Ausgestaltung des Webshops beschäftigt. In der Abteilung lernte ich unter Anleitung von Hannes und Stefan unseren Webshop und dessen Basisstruktur besser kennen – Wissen, von dem ich heute noch profitiere. Gleichzeitig schrieb ich eine Hausarbeit (insgesamt schreibt man an der Nordakademie 6 dieser Hausarbeiten im Betrieb) über die Möglichkeiten und Eignung des GRANIT PARTS Webshops im sehr einzigartigen Landmaschinen-Aftermarket.

    Im zweiten Semester stand endlich Präsenzlehre an: Fast schon wie im Film war es, die Kommilitonen nach langer Zeit endlich mal live und in Farbe zu sehen, die man zuvor nur digital kennengelernt hatte. Zusätzlich bot sich für Christian und mich das erste Mal die Chance in das Studentenwohnheim nach Elmshorn zu ziehen. Vor Ort erwarteten uns modern ausgestattete Wohnungen direkt auf dem Campus und das zu erschwinglichen Preisen. Zur Vorlesung musste ich von meiner Wohnung nur knapp 2 Minuten laufen – gleichzeitig konnte ich von meinem Zimmer im vierten Stock direkt in meinen Vorlesungsraum schauen. Während man sich hier die Küche mit einigen weiteren Studenten teilt, ist jedes Zimmer mit einem Badezimmer und Möbeln ausgestattet.

    Mit dem Ende des zweiten Semesters rückten auch die ersten größeren Highlights im Unternehmen näher – so fand zum ersten Mal der FRICKE Social Run statt, der dieses Jahr bereits in die fünfte Runde geht. Nachdem ich bereits Einkauf und Webhopgestaltung/Marketing gesehen hatte, ging es in das Logistikcontrolling, eine Abteilung der Logistik, in der viele Prozesse überwacht werden. Zusätzlich durfte ich in die Projektlogistik schnuppern, in der bereits erste Punkte unseres neuen Logistikzentrums in Tholey schon damals geplant wurden. Die Möglichkeit immer wieder eigene Projekte voranzutreiben und in unternehmensrelevante Prozesse eingebunden zu werden, motivierte dabei ab Tag 1. Was aber auch zu den Chancen des dualen Studiums gehört, ist die Möglichkeit herauszufinden, dass einem bestimmte Bereiche mehr liegen als andere, beziehungsweise man an bestimmten Aufgaben mehr Freude hat als an anderen. Das zu erkennen und später bei der Wahl eines geeigneten Unternehmensbereichs einfließen zu lassen, ist für mich noch heute einer der großen Reize für dieses Studienmodell.

    Am Ende des dritten Semesters begann ich mir erste Gedanken über diese Frage zu machen, weil auch die Anzahl der Praxissemester und damit Einblicke in ganz neue Bereiche weniger wurden. Eine Personalmanagement-Facharbeit im nächsten Semester kam mir sehr gelegen, um eine Praxisphase in der Personalabteilung zu verbringen und hier wiederum erneut in einen ganz anderen Arbeitsalltag zu blicken. Neben normalen Klausuren sind solche Facharbeiten neben Vorträgen eine weitere Prüfungsform an der Nordakademie. Anders als in einem regulären Studium sind die bearbeiteten Fragestellungen dabei nicht abstrakt, sondern meist sehr nah an der eigenen Arbeitsrealität: So schrieb ich beispielsweise meine Facharbeit in der Personalabteilung über die Möglichkeiten des Einsatzes von KI im Personalwesen und insbesondere in der Personalauswahl mit speziellem Fokus aus die Gefahren für Beschäftigtendiversität.

    Von Heeslingen in die Welt

    Im dritten und vierten Semester bekamen wir als duale Studenten Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen: Man kannte die Uni und die Professoren, man kannte viele Gesichter in der Kantine in Heeslingen – manchmal sogar mehr als andere langjährige Kollegen durch die vielen Abteilungswechsel. Und nicht nur stand mit dem ersten Heat Wave, das erste große Sommerfest nach der Corona-Pandemie mit Mainact Scooter an, auch standen Christian und ich vor der Wahl eines passenden Ziels für unser Auslandssemester im 5. Semester, das an der Nordakademie für ein solches vorgesehen ist.

    Die Nordakademie hat weltweit Partneruniversitäten, an denen teils ohne Studiengebühren studiert werden kann. Bei der Bewerbung wird jeder Studierende durch das Auslandsbüro der Nordakademie individuell unterstützt. Neben den Vorlesungen ist im Betriebswirtschaftsstudiengang das Belegen von Fremdsprachen vorgesehen: Englisch und Spanisch/ Französisch. Darüber hinaus können allerdings auch freiwillig noch Sprachen wie Chinesisch und Japanisch belegt werden. Da ich bereits in der Schule Spanisch hatte und Christian und ich an der Nordakademie unsere Kenntnisse vertiefen konnten, wollten wir gerne in ein spanischsprachiges Land möglichst weit entfernt von Deutschland reisen: unsere Wahl fiel schließlich auf Chile und unsere Bewerbung wurde auch durch die Universität in Santiago de Chile angenommen. Vor Ort konnten wir verschiedene Wahlpflichtkurse belegen. FRICKE unterstützte uns dabei durch die Finanzierung der Flugkosten für Hin- und Rückflug sowie die Verlängerung unserer Urlaubszeit um zusätzliche zwei Wochen. Rückblickend war dieses Semester eine der spannendsten Episoden meines bisherigen Lebensweges. Was genau wir vor Ort erleben durften, habe ich in einem anderen Blogbeitrag beschrieben, den ihr hier lesen könnt.

    Gegen Ende unserer Zeit in Chile rückte auch die letzte lange Praxisphase auf uns zu, die im BWL Studium über ein halbes Jahr zwischen 5. und 6. Semester dauert. Für mich war klar, dass ich noch Einblicke im strategischen Einkauf, also im Produktmanagement, sammeln wollte. Daher hatte ich mich schon im Vorfeld mit der Personalabteilung dazu ausgetauscht. Da während des dualen Studiums ein Praxis-Auslandsaufenthalt für die dualen Studenten vorgesehen ist, sprachen wir schon im Sommer vor unserem Semester in Chile mit Abteilungen und unserer Personalreferentin Janice. Während ich mich für unsere internationalen Einkaufsbüros in Indien, der Türkei und China interessierte, wurde Christian beispielsweise im Export im USA-Projekt für unseren neuen Standort dort eingesetzt und hatte entsprechend Interesse vor Ort in Indiana am Aufbau des neuen Standortes zu unterstützen.

    Und so ging es schon kurz nach unserer Rückkehr nach Deutschland schon wieder los. Während es Christian in die USA zog, durfte ich knapp 3 Monate unsere Kollegen im indischen Einkaufsbüro in Neu-Delhi unterstützen. Zu beiden Aufenthalten haben wir Blogbeiträge geschrieben, die ihr hier lesen könnt (Beitrag USA / Beitrag Indien).

    Die Einblicke vor Ort waren sehr prägend. In einer riesigen Produktion in Indien zu stehen und die Fertigung unserer Produkte zu beobachten, mit den Lieferanten vor Ort zu verhandeln und in diese fremde Kultur einzutauchen, war eine ganze besondere Erfahrung. Gleichzeitig lernte ich in Indien nicht nur Kollegen kennen, sondern durfte neue Freunde gewinnen. So waren die Kollegen und ich auch nach dem Dienst fernab der Arbeit noch gemeinsam unterwegs, unter anderem auch für den guten Zweck während des nächsten FRICKE Social Runs. Freundschaften, von denen heute noch alle Seiten durch eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit in meiner heutigen Tätigkeit profitieren.

    Rechtzeitig zum Sommerfest ging es zurück nach Heeslingen, wo nun noch einige Monate Arbeit in Heeslingen im Produktmanagement anstanden bis das letzte reguläre Semester starten sollte. Die Zeit im Ausland, insbesondere in Indien, gab mir in meiner täglichen Arbeit ganz neue Perspektiven auf viele Themen, ließ mich auch viele Dinge verstehen, die zuvor vielleicht noch abstrakt waren.

    Auf der Zielgeraden

    Mit Blick in Richtung Sommer und damit in Richtung des letzten Semesters stand dann auch schon die Themenfindung für die Bachelorarbeit an. Immer wieder hatte ich Lieferanten auf das deutsche Lieferkettengesetz angesprochen und ob sie sich damit auseinandersetzen würden, um feststellen zu müssen, dass das Thema bei den wenigsten präsent war. Umso spannender fand ich die Chance die Umsetzung und Kontrolle der Einhaltung dieses recht komplexen Gesetzes in der Realität bei unseren indischen Lieferanten zu betrachten. Ein Thema, das viele meiner Interessen genau traf: eine Mischung aus globaler Beschaffung, Indien und Wirtschaftsrecht. Bei FRICKE bespricht jeder duale Student sein Thema für die Bachelorarbeit mit der Geschäftsführung – ein Usus, den ich so aus keinem anderen Unternehmen dieses Maßstabs kenne. Im Rahmen dieses Gesprächs feilten wir noch etwas an der finalen Fragestellung, bis wir schließlich bei einem finalen Titel landeten, dem daraufhin auch von meiner betreuenden Professorin zugestimmt wurde.

    Im letzten richtigen Semester stand noch das Nachholen einer Prüfung an, die Christian und ich wegen des Auslandssemesters nicht wahrnehmen konnten. Da die Universität aber darauf eingestellt war, bekamen wir perfekt zugeschnittene Wiederholungsvorlesungen, sodass die Prüfungen gut machbar waren. Nun standen zum Ende des 6. Semesters sowie verkürzten 7. Semesters, in dem nur noch Klausuren geschrieben werden, einige verbleibende Prüfungsleistungen an. Und plötzlich war es schon Anfang Dezember und es war so weit: die Bachelorarbeit stand bevor. Natürlich schaut man sich schon vorher links und rechts etwas um, um einschätzen zu können, wie einfach oder schwer sich die Quellenfindung gestaltet. Aber ähnlich wie auch schon beim Schulabschluss ist plötzlich das Ende eines so langen Lebensabschnitts greifbar und nicht mehr nur ein Ziel in weiter Ferne. Mit jedem Tag vertieften wir uns nun weiter in unsere Bachelorthemen, bis wir schließlich nach gut 2 Monaten unsere fertige Arbeit in Elmshorn abgeben mussten. Dann startete das lange Warten! Nach gut einem Monat dann die erlösende Mail, auf die man so lange hin gefiebert hatte: Bestanden! Kapitel erfolgreich beendet! Die vergangenen 3,5 Jahre haben sich gelohnt, die viele Mühe in Klausurvorbereitung und in der Firma haben sich ausgezahlt.

    Ende gut – Alles gut

    Mit dem Abschluss ist dann auch klar, dass Christian und ich auch nach unserem dualen Studium bei FRICKE einsteigen möchten – beide im Produktmanagement. Und damit sind wir auch ein stückweit bei den eingangs gestellten Fragen. Ja – Betriebswirtschaft lehrt ganz verschiedene Bereiche der Unternehmensführung und -gestaltung: umso wichtiger, dass man diese Bereiche nicht nur in der Theorie in der Vorlesung kennenlernt, sondern auch in Praxiseinsätzen. Meine Erfahrung hat immer wieder gezeigt: Die Theorie im Studium – insbesondere in einem reinen BWL Studium – ist häufig weit entfernt von der Unternehmensrealität. Hätte ich mich nach meinem Studium danach gerichtet, welche Vorlesungen mir am meisten Freude bereitet haben, wäre ich wohlmöglich an anderer Stelle gelandet. Nur durch Ausprobieren konnte ich hier die Tätigkeit finden, die mir am meisten Spaß macht und auch am besten zu mir passt.

    In den vergangenen Wochen stand nun noch der offizielle Part der Graduierung an, nachdem wir bereits unsere Verträge unterschrieben hatten. Einerseits durften wir der Geschäftsführung in einem längeren Termin unsere Bachelorarbeiten vorstellen und gemeinsam auf die vergangenen 3,5 Jahre und die Zukunft anstoßen, gleichzeitig aber auch im Rahmen einer kleinen Zeremonie an der Nordakademie unser Bachelorzeugnis entgegennehmen.

    Nun stand Anfang April Christian und mein erster Arbeitstag nach dem Studium an – anders als andere Studenten kennen wir aber schon Unternehmen und Kollegen, die Abläufe in der Abteilung und auch Perspektiven anderer Abteilungen auf viele Themen: Ein Schatz, der sich nun in unserem Arbeitsalltag jeden Tag auszahlt.

    Wir sind jeden Tag glücklich über unsere Entscheidung 2020 ein duales Studium bei FRICKE entschieden zu beginnen und ich kann es nur jedem, der Motivation, Tatendrang und Interesse an immer neuen Einblicken hat empfehlen, die gleiche Chance zu nutzen.