Kategorie: Rund um die Ausbildung

  • Logistikdurchlauf der kaufmännischen Azubis

    Logistikdurchlauf der kaufmännischen Azubis

    Das derzeitige 2. Lehrjahr Groß- und Außenhandelsmanagement hat im Juni für eine Woche in die Logistik von GRANIT geschnuppert. Was wir dort erlebt haben und welchen Hintergrund der Durchlauf hat, erfahrt ihr hier!

    Abteilungen des Logistikdurchlaufs

    Wir, das 2. Lehrjahr kaufmännischer Azubis, durften innerhalb einer Woche verschiedene Abteilungen in der GRANIT Logistik kennenlernen.

    Auf dem Plan standen:

    • VPO (Verpackung)
    • AKL (Automatisches Kleinteil Lager)
    • ZF (Zentrale Fachbodenanlage – TXI „Taxiboxen“)
    • ZF (Zentrale Fachbodenanlage – Kommissionierung)
    • Spedition und Transporte
    • Warenannahme und Rüsten

    Was steckt dahinter?

    Das Ziel dahinter, die Logistik mit samt ihren komplexen Prozessen kennenzulernen und auch die Zusammenhänge zwischen Logistik und bestimmten Abteilungen wie beispielsweise der Disposition besser zu verstehen. 

    Ablauf

    Jeden Morgen wurden wir am Logistikeingang abgeholt und zu unserer Abteilung für den Tag begleitet. Dort angekommen, wurden wir immer nett von unseren Kolleginnen und Kollegen empfangen und allen vorgestellt. Je nach Abteilung gab es zu Beginn eine kurze Einführung/Einweisung und dann ging es los.

    Uns wurden die Aufgaben der Abteilungen erklärt und auch in der Praxis gezeigt. Anschließend durften wir die erklärten Aufgaben selbst durchführen. Unsere Kollegen standen uns dabei für Hilfestellungen und weitere Fragen jederzeit zu Verfügung. Der Arbeitstag ging dadurch sehr schnell vorbei und bald hieß es schon „Tschüss, bis zum nächsten Mal.“

    Feedback der Azubis

    Insgesamt finde ich den Logistikdurchlauf sehr wichtig. Bei FRICKE hängt viel von der Logistik ab, daher sollte man diese auch mal gesehen und dort gearbeitet haben, um die Prozesse und Hintergründe besser zu verstehen.

    Ben Eric

    Die Mitarbeitenden, die uns vor Ort in den einzelnen Abteilungen betreut haben, haben sich dafür eingesetzt uns alles zu zeigen und einen Crashkurs über die Aufgaben zu geben. Dadurch, dass wir selbst mitarbeiten durften, konnten wir die logistischen Abläufe in den einzelnen Bereichen schnell und einfach verstehen und nachvollziehen.

    Trotzdem war die ungewohnte Arbeit teilweise körperlich sehr anstrengend und wir haben auch unsere gewohnten Arbeitsplätze vermisst. 

    Charlott und Michelle

    Der Nutzen des Logistikdurchlaufs

    Generell wird mit dem Durchlauf versucht, neue Bindungen zwischen Büro und Logistik zu schaffen. Denn durch das Knüpfen von neuen Kontakten und dem Kennenlernen der Prozesse, wissen wir jetzt, wer wofür zuständig ist und damit auch, wen wir bei welchen Fragen oder Klärungsfällen am besten kontaktieren können. Das hat den weiteren Vorteil der Zeitersparnis, da wir jetzt nicht mehrere Leute zu einem Thema befragen müssen, sondern uns direkt an eine zuständige Person mit dem notwendigen Wissen wenden können.

    Außerdem wissen wir durch unsere eigene Erfahrung in der Logistik die tägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen dort jetzt definitiv noch mehr zu schätzen. Es gibt so vieles zu beachten, damit die Prozesse reibungslos ablaufen und die Arbeit ist vor allem körperlich in vielen Bereichen eine ziemliche Herausforderung.

    Danke

    Vielen Dank an alle, die uns die Zeit in der Logistik ermöglich haben und die Aufgaben sowie Prozesse erklärt haben!

    Ihr wollt mehr über Azubis in der Logistik lesen, dann lest den Beitrag über Laura und ihre Erfahrungen in unserer GRANIT Logistik in England.

  • Abenteuer Duales BWL Studium

    Abenteuer Duales BWL Studium

    Betriebswirtschaftslehre? Studiert man das nicht, wenn man einfach noch nicht weiß, was man später mal machen möchte? Duales Studium? Machst du dann auch parallel eine Ausbildung? Nur einige der Fragen, die ich mir 2020 vor dem Beginn meines dualen Studiums der Betriebswirtschaftslehre bei FRICKE gestellt habe. Nun bald vier Jahre später möchte ich meine Erfahrungen teilen und versuchen ein paar passende Antworten zu geben.

    Die Anfänge

    Aber einen Schritt zurück. Noch heute erinnere ich mich gerne an den ersten Tag meines dualen Studiums. Gemeinsam mit vielen weiteren jungen Menschen in meinem Alter fand ich mich im Hauptgebäude (bei FRICKE auch Campus genannt) ein und wartete gespannt auf den ersten Tag. Da durch Corona zu der Zeit noch einige Beschränkungen herrschten, fiel unser erster Tag etwas anders aus als normal. Anstelle eines Besuchs von FRICKE Landmaschinen und SAPHIR Maschinenbau, schickten uns Duale Studierende älterer Jahrgänge Videos ein, in denen sie von ihrer Arbeit in den jeweiligen Schwesterunternehmen berichteten. Danach lernten wir unsere Sitznachbarn besser kennen: Zufall oder Schicksal – mein damaliger Sitznachbar Christian ist nicht nur später in meiner „Klasse“ im Studium gewesen, sondern heute auch einer meiner besten Freunde.

    Noch am ersten Tag ging es direkt in unsere erste Abteilung: Zu Beginn sagte mir der Abteilungsname „Disposition“ noch sehr wenig, aber schon kurze Zeit später erklärte mir der damalige Abteilungsleiter die Funktionen des operativen Einkaufs, die sich dahinter verbargen.

    Erste Einblicke

    Was macht man eigentlich so als dualer Student? Diese Frage hatte ich mir im Vorfeld häufig gestellt: nach meinen ersten Tagen in der neuen Abteilung bekam ich schnell erste Themen zugeteilt. Im Einkauf Bestellungen auszulösen oder große Lieferanten anzurufen, fühlte sich für mich wie eine große Verantwortung an: die wurde einem ab Tag 1 zugetraut. Ein wahnsinnig tolles Gefühl – wenn auch zunächst noch etwas abstrakt! Mit den Monaten kamen immer mehr spannende Projekte dazu und mein Abteilungsleiter Christoph brachte mir mit viel Geduld die Grundlagen von Excel und dem ERP-System bei. Rückblickend wohl einige der prägendsten Monate meines dualen Studiums.

    Anders als üblich startete unser erstes Semester auf Grund von Corona nicht mit einem Erstsemesterbegrüßungswochenende, bei dem man gemeinsam mit seinem Jahrgang zum Studienbeginn ein Wochenende verreist und sich besser kennenlernt, sondern durch Online-Einführungen. Insgesamt gestaltet sich das duale Studium bei FRICKE als blockweises Studium, das sich in Theorie und Praxisphasen aufteilt. So wechseln sich meist 2 Monate Theorie mit 2 Monaten Praxis ab. Während die Praxisphasen in Heeslingen stattfinden, übernimmt die NORDAKADEMIE in Elmshorn, nahe Hamburg, als private Wirtschaftshochschule den Theoriepart. Vor Ort sitzt man in kleinen Klassen gemeinsam mit anderen dualen Studenten von anderen großen Unternehmen aus dem norddeutschen Raum, wie Airbus, Phillips oder EDEKA.

    Da ganz Deutschland damals im Corona-Schock steckte, lernten wir unsere Kommilitonen vorerst nur als Kachel in Zoom kennen. Was zunächst noch ungewohnt war, wurde schnell zum Alltag und so verbrachten wir sowohl Semester als auch Prüfungen vor dem heimischen Computer – schade für den Zusammenhalt der Zenturie (Bezeichnung für den ca. 30 Personen großen Klassenverband an der Nordakademie), aber gut für unser Schlafpensum. Nachdem die ersten drei Klausuren hinter uns lagen, ging es dann mit etwas mehr wirtschaftlichem Verständnis zurück ins Unternehmen.

    Von der Theorie in die Praxis

    Plötzlich konnte man das theoretische Wissen, das zunächst noch im Semester antrainiert wurde, direkt vor Ort im Unternehmen umsetzen. Für mich ging es nach der ersten Theoriephase in die Technische Redaktion, die sich vor allem mit der Ausgestaltung des Webshops beschäftigt. In der Abteilung lernte ich unter Anleitung von Hannes und Stefan unseren Webshop und dessen Basisstruktur besser kennen – Wissen, von dem ich heute noch profitiere. Gleichzeitig schrieb ich eine Hausarbeit (insgesamt schreibt man an der Nordakademie 6 dieser Hausarbeiten im Betrieb) über die Möglichkeiten und Eignung des GRANIT PARTS Webshops im sehr einzigartigen Landmaschinen-Aftermarket.

    Im zweiten Semester stand endlich Präsenzlehre an: Fast schon wie im Film war es, die Kommilitonen nach langer Zeit endlich mal live und in Farbe zu sehen, die man zuvor nur digital kennengelernt hatte. Zusätzlich bot sich für Christian und mich das erste Mal die Chance in das Studentenwohnheim nach Elmshorn zu ziehen. Vor Ort erwarteten uns modern ausgestattete Wohnungen direkt auf dem Campus und das zu erschwinglichen Preisen. Zur Vorlesung musste ich von meiner Wohnung nur knapp 2 Minuten laufen – gleichzeitig konnte ich von meinem Zimmer im vierten Stock direkt in meinen Vorlesungsraum schauen. Während man sich hier die Küche mit einigen weiteren Studenten teilt, ist jedes Zimmer mit einem Badezimmer und Möbeln ausgestattet.

    Mit dem Ende des zweiten Semesters rückten auch die ersten größeren Highlights im Unternehmen näher – so fand zum ersten Mal der FRICKE Social Run statt, der dieses Jahr bereits in die fünfte Runde geht. Nachdem ich bereits Einkauf und Webhopgestaltung/Marketing gesehen hatte, ging es in das Logistikcontrolling, eine Abteilung der Logistik, in der viele Prozesse überwacht werden. Zusätzlich durfte ich in die Projektlogistik schnuppern, in der bereits erste Punkte unseres neuen Logistikzentrums in Tholey schon damals geplant wurden. Die Möglichkeit immer wieder eigene Projekte voranzutreiben und in unternehmensrelevante Prozesse eingebunden zu werden, motivierte dabei ab Tag 1. Was aber auch zu den Chancen des dualen Studiums gehört, ist die Möglichkeit herauszufinden, dass einem bestimmte Bereiche mehr liegen als andere, beziehungsweise man an bestimmten Aufgaben mehr Freude hat als an anderen. Das zu erkennen und später bei der Wahl eines geeigneten Unternehmensbereichs einfließen zu lassen, ist für mich noch heute einer der großen Reize für dieses Studienmodell.

    Am Ende des dritten Semesters begann ich mir erste Gedanken über diese Frage zu machen, weil auch die Anzahl der Praxissemester und damit Einblicke in ganz neue Bereiche weniger wurden. Eine Personalmanagement-Facharbeit im nächsten Semester kam mir sehr gelegen, um eine Praxisphase in der Personalabteilung zu verbringen und hier wiederum erneut in einen ganz anderen Arbeitsalltag zu blicken. Neben normalen Klausuren sind solche Facharbeiten neben Vorträgen eine weitere Prüfungsform an der Nordakademie. Anders als in einem regulären Studium sind die bearbeiteten Fragestellungen dabei nicht abstrakt, sondern meist sehr nah an der eigenen Arbeitsrealität: So schrieb ich beispielsweise meine Facharbeit in der Personalabteilung über die Möglichkeiten des Einsatzes von KI im Personalwesen und insbesondere in der Personalauswahl mit speziellem Fokus aus die Gefahren für Beschäftigtendiversität.

    Von Heeslingen in die Welt

    Im dritten und vierten Semester bekamen wir als duale Studenten Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen: Man kannte die Uni und die Professoren, man kannte viele Gesichter in der Kantine in Heeslingen – manchmal sogar mehr als andere langjährige Kollegen durch die vielen Abteilungswechsel. Und nicht nur stand mit dem ersten Heat Wave, das erste große Sommerfest nach der Corona-Pandemie mit Mainact Scooter an, auch standen Christian und ich vor der Wahl eines passenden Ziels für unser Auslandssemester im 5. Semester, das an der Nordakademie für ein solches vorgesehen ist.

    Die Nordakademie hat weltweit Partneruniversitäten, an denen teils ohne Studiengebühren studiert werden kann. Bei der Bewerbung wird jeder Studierende durch das Auslandsbüro der Nordakademie individuell unterstützt. Neben den Vorlesungen ist im Betriebswirtschaftsstudiengang das Belegen von Fremdsprachen vorgesehen: Englisch und Spanisch/ Französisch. Darüber hinaus können allerdings auch freiwillig noch Sprachen wie Chinesisch und Japanisch belegt werden. Da ich bereits in der Schule Spanisch hatte und Christian und ich an der Nordakademie unsere Kenntnisse vertiefen konnten, wollten wir gerne in ein spanischsprachiges Land möglichst weit entfernt von Deutschland reisen: unsere Wahl fiel schließlich auf Chile und unsere Bewerbung wurde auch durch die Universität in Santiago de Chile angenommen. Vor Ort konnten wir verschiedene Wahlpflichtkurse belegen. FRICKE unterstützte uns dabei durch die Finanzierung der Flugkosten für Hin- und Rückflug sowie die Verlängerung unserer Urlaubszeit um zusätzliche zwei Wochen. Rückblickend war dieses Semester eine der spannendsten Episoden meines bisherigen Lebensweges. Was genau wir vor Ort erleben durften, habe ich in einem anderen Blogbeitrag beschrieben, den ihr hier lesen könnt.

    Gegen Ende unserer Zeit in Chile rückte auch die letzte lange Praxisphase auf uns zu, die im BWL Studium über ein halbes Jahr zwischen 5. und 6. Semester dauert. Für mich war klar, dass ich noch Einblicke im strategischen Einkauf, also im Produktmanagement, sammeln wollte. Daher hatte ich mich schon im Vorfeld mit der Personalabteilung dazu ausgetauscht. Da während des dualen Studiums ein Praxis-Auslandsaufenthalt für die dualen Studenten vorgesehen ist, sprachen wir schon im Sommer vor unserem Semester in Chile mit Abteilungen und unserer Personalreferentin Janice. Während ich mich für unsere internationalen Einkaufsbüros in Indien, der Türkei und China interessierte, wurde Christian beispielsweise im Export im USA-Projekt für unseren neuen Standort dort eingesetzt und hatte entsprechend Interesse vor Ort in Indiana am Aufbau des neuen Standortes zu unterstützen.

    Und so ging es schon kurz nach unserer Rückkehr nach Deutschland schon wieder los. Während es Christian in die USA zog, durfte ich knapp 3 Monate unsere Kollegen im indischen Einkaufsbüro in Neu-Delhi unterstützen. Zu beiden Aufenthalten haben wir Blogbeiträge geschrieben, die ihr hier lesen könnt (Beitrag USA / Beitrag Indien).

    Die Einblicke vor Ort waren sehr prägend. In einer riesigen Produktion in Indien zu stehen und die Fertigung unserer Produkte zu beobachten, mit den Lieferanten vor Ort zu verhandeln und in diese fremde Kultur einzutauchen, war eine ganze besondere Erfahrung. Gleichzeitig lernte ich in Indien nicht nur Kollegen kennen, sondern durfte neue Freunde gewinnen. So waren die Kollegen und ich auch nach dem Dienst fernab der Arbeit noch gemeinsam unterwegs, unter anderem auch für den guten Zweck während des nächsten FRICKE Social Runs. Freundschaften, von denen heute noch alle Seiten durch eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit in meiner heutigen Tätigkeit profitieren.

    Rechtzeitig zum Sommerfest ging es zurück nach Heeslingen, wo nun noch einige Monate Arbeit in Heeslingen im Produktmanagement anstanden bis das letzte reguläre Semester starten sollte. Die Zeit im Ausland, insbesondere in Indien, gab mir in meiner täglichen Arbeit ganz neue Perspektiven auf viele Themen, ließ mich auch viele Dinge verstehen, die zuvor vielleicht noch abstrakt waren.

    Auf der Zielgeraden

    Mit Blick in Richtung Sommer und damit in Richtung des letzten Semesters stand dann auch schon die Themenfindung für die Bachelorarbeit an. Immer wieder hatte ich Lieferanten auf das deutsche Lieferkettengesetz angesprochen und ob sie sich damit auseinandersetzen würden, um feststellen zu müssen, dass das Thema bei den wenigsten präsent war. Umso spannender fand ich die Chance die Umsetzung und Kontrolle der Einhaltung dieses recht komplexen Gesetzes in der Realität bei unseren indischen Lieferanten zu betrachten. Ein Thema, das viele meiner Interessen genau traf: eine Mischung aus globaler Beschaffung, Indien und Wirtschaftsrecht. Bei FRICKE bespricht jeder duale Student sein Thema für die Bachelorarbeit mit der Geschäftsführung – ein Usus, den ich so aus keinem anderen Unternehmen dieses Maßstabs kenne. Im Rahmen dieses Gesprächs feilten wir noch etwas an der finalen Fragestellung, bis wir schließlich bei einem finalen Titel landeten, dem daraufhin auch von meiner betreuenden Professorin zugestimmt wurde.

    Im letzten richtigen Semester stand noch das Nachholen einer Prüfung an, die Christian und ich wegen des Auslandssemesters nicht wahrnehmen konnten. Da die Universität aber darauf eingestellt war, bekamen wir perfekt zugeschnittene Wiederholungsvorlesungen, sodass die Prüfungen gut machbar waren. Nun standen zum Ende des 6. Semesters sowie verkürzten 7. Semesters, in dem nur noch Klausuren geschrieben werden, einige verbleibende Prüfungsleistungen an. Und plötzlich war es schon Anfang Dezember und es war so weit: die Bachelorarbeit stand bevor. Natürlich schaut man sich schon vorher links und rechts etwas um, um einschätzen zu können, wie einfach oder schwer sich die Quellenfindung gestaltet. Aber ähnlich wie auch schon beim Schulabschluss ist plötzlich das Ende eines so langen Lebensabschnitts greifbar und nicht mehr nur ein Ziel in weiter Ferne. Mit jedem Tag vertieften wir uns nun weiter in unsere Bachelorthemen, bis wir schließlich nach gut 2 Monaten unsere fertige Arbeit in Elmshorn abgeben mussten. Dann startete das lange Warten! Nach gut einem Monat dann die erlösende Mail, auf die man so lange hin gefiebert hatte: Bestanden! Kapitel erfolgreich beendet! Die vergangenen 3,5 Jahre haben sich gelohnt, die viele Mühe in Klausurvorbereitung und in der Firma haben sich ausgezahlt.

    Ende gut – Alles gut

    Mit dem Abschluss ist dann auch klar, dass Christian und ich auch nach unserem dualen Studium bei FRICKE einsteigen möchten – beide im Produktmanagement. Und damit sind wir auch ein stückweit bei den eingangs gestellten Fragen. Ja – Betriebswirtschaft lehrt ganz verschiedene Bereiche der Unternehmensführung und -gestaltung: umso wichtiger, dass man diese Bereiche nicht nur in der Theorie in der Vorlesung kennenlernt, sondern auch in Praxiseinsätzen. Meine Erfahrung hat immer wieder gezeigt: Die Theorie im Studium – insbesondere in einem reinen BWL Studium – ist häufig weit entfernt von der Unternehmensrealität. Hätte ich mich nach meinem Studium danach gerichtet, welche Vorlesungen mir am meisten Freude bereitet haben, wäre ich wohlmöglich an anderer Stelle gelandet. Nur durch Ausprobieren konnte ich hier die Tätigkeit finden, die mir am meisten Spaß macht und auch am besten zu mir passt.

    In den vergangenen Wochen stand nun noch der offizielle Part der Graduierung an, nachdem wir bereits unsere Verträge unterschrieben hatten. Einerseits durften wir der Geschäftsführung in einem längeren Termin unsere Bachelorarbeiten vorstellen und gemeinsam auf die vergangenen 3,5 Jahre und die Zukunft anstoßen, gleichzeitig aber auch im Rahmen einer kleinen Zeremonie an der Nordakademie unser Bachelorzeugnis entgegennehmen.

    Nun stand Anfang April Christian und mein erster Arbeitstag nach dem Studium an – anders als andere Studenten kennen wir aber schon Unternehmen und Kollegen, die Abläufe in der Abteilung und auch Perspektiven anderer Abteilungen auf viele Themen: Ein Schatz, der sich nun in unserem Arbeitsalltag jeden Tag auszahlt.

    Wir sind jeden Tag glücklich über unsere Entscheidung 2020 ein duales Studium bei FRICKE entschieden zu beginnen und ich kann es nur jedem, der Motivation, Tatendrang und Interesse an immer neuen Einblicken hat empfehlen, die gleiche Chance zu nutzen.

  • London Calling: Auslandssemester in der britischen Metropole

    London Calling: Auslandssemester in der britischen Metropole

    Ähnlich wie für Jonas, Nils, Christian und Linus ging es auch für mich im September des vergangenen Jahres im Rahmen des fünften Theoriesemesters des dualen Studiums ins Ausland. Anders als die Kollegen, bei denen die Wahl auf Irland und Costa Rica fiel, habe ich mich für die Stadt London entschieden, um hier gemeinsam mit zwei Kommilitonen von der Nordakademie an der University of Westminster mitten im Herzen der Stadt für etwa vier Monate zu studieren und zu leben. Was ich hierbei erlebt habe und wie sich die University of Westminster von der Nordakademie unterscheidet, lest ihr in diesem Blogbeitrag.

    Die University of Westminster, Nachfolger der Royal Polytechnic Institution, älteste Universität Londons, zählt mit mehr als 20.000 Studierenden zu einer der größeren staatlichen Universitäten der Stadt. Mit vier Standorten im Zentrum Londons stellte sie für mich von Beginn an die perfekte Möglichkeit dar, in englischer Sprache in einer internationalen Umgebung zu studieren und dabei noch ein neues Land und eine neue Kultur kennenzulernen.  

    Gewohnt habe ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen von der Nordakademie im elften Stock in einem der Wohnheime der Universität in der Baker Street, die auch als das Zuhause des Detektiv Sherlock Holmes bekannt ist. Hier haben wir uns gemeinsam mit drei weiteren Mitbewohnerinnen aus Deutschland, der Schweiz und Schweden einen Flur und eine Küche geteilt. Die Wahl für ein Zimmer im Wohnheim hat sich für uns dabei nicht nur aufgrund des Ausblicks als goldrichtige Entscheidung erwiesen, da besonders hier viele neue Freundschaften mit internationalen Studierenden aus Chile, Japan, Mexiko, Spanien, Brasilien und der USA geschlossen wurden und Sehenswürdigkeiten wie der Big Ben, der Buckingham Palace oder der Piccadilly Circus zu Fuß erreichbar waren.

    Nach einer Kennlernwoche, in der mehrere Events wie ein gemeinsames Grillen und ein Stadtrundgang stattfanden, starteten wir Ende September in unsere erste von insgesamt zwölf Vorlesungswochen. Schnell fielen uns hierbei erste Unterschiede im Vergleich zum für uns in Deutschland normalen Studienalltag auf. Einstempeln vor Beginn der Vorlesung und ein voller Hörsaal mit etwa 300 Studierenden – eine ganz andere Welt als an der Nordakademie, an der zumeist in Gruppen von maximal 30 Studierenden unterrichtet wird. Besucht habe ich die drei Vorlesungen Corporate Finance, Supply Chain & Operations Management & Digital Business und Management Decision Making. Diese fanden am Montag, Donnerstag und Freitag statt. Im Gegensatz zu den in Deutschland üblichen mehrstündigen Vorlesung, bestanden die Module aus einer zweistündigen Vorlesung, einem Seminar und einem Workshop, indem Übungen gemeinsam gelöst wurden und Management-Simulationsspiele wie z.B. die Gründung eines eigenen Unternehmens simuliert wurden. Ebenfalls mussten in den Fächern keine Klausuren, sondern jeweils zwei Hausarbeiten, eine im Semester und eine am Ende des Semesters, geschrieben werden.

    Neben den Vorlesungen in der Uni gab es, besonders da es mein erster Aufenthalt in London war, natürlich so einiges zu erkunden. Neben der Besichtigung weltbekannter Sehenswürdigkeiten wie dem Big Ben, der Tower Bridge oder dem London Eye, haben wir unsere Freizeit beispielsweise damit verbracht, Paintball oder Topgolf mit unseren neuen Freunden aus dem Wohnheim zu spielen, Premier League-Fußball bei einem der vielen Vereine in London zu schauen, oder die vielen verschiedenen Eislaufbahnen und Weihnachtsmärkte während der Weihnachtszeit zu testen. Und auch den Ausblick aus dem Shard, mit ungefähr 310 Metern und 72 Stockwerken Londons höchstes Gebäude, haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Wochenenden haben wir dann genutzt, um Ausflüge nach Manchester, Liverpool, Brighton und zum Windsor Castle zu unternehmen, um dadurch auch andere Teile des Landes kennenzulernen. Immer mittwochs standen zudem Fußballspiele mit den Westminster Dragons, der Mannschaft der University of Westminster, an. Hier haben wir in einem Ligasystem gegen andere Universitäten gespielt und ganz nebenbei noch weitere Stadtteile Londons kennengelernt, da unsere Spiele zumeist auswärts stattfanden.

    Besonders war für mich zudem, das erste Mal Weihnachten fernab der Familie aus Deutschland zu feiern. Auf der einen Seite ein komisches Gefühl – auf der anderen Seite aber auch eine spannende Erfahrung zu sehen, wie Weihnachten in anderen Kulturen gefeiert wird. Bevor es am 12. Januar wieder in Richtung Heimat gehen sollte, wartete allerdings noch ein großes Highlight auf uns – den Jahreswechsel beim berühmten Feuerwerk an der Themse mitzuerleben.

    Für mich wird das Auslandssemester als eine unbeschreibliche Zeit in Erinnerung bleiben, da ich nicht nur in der Universität akademisch viel Neues gelernt habe, sondern auch neue Freunde fürs Leben gefunden habe, mit denen ich viele unvergessliche Momente erleben durfte.

  • Studieren auf der grünen Insel – Auslandssemester Irland

    Studieren auf der grünen Insel – Auslandssemester Irland

    Nils, Christian und ich (Jonas) sind duale Studenten im Wirtschaftsingenieurwesen bei der FRICKE Gruppe und hatten im Rahmen unseres Studiums an der NORDAKADEMIE die Möglichkeit, das fünfte Semester im Ausland zu verbringen. Mir war schnell klar, dass ich gerne in ein englischsprachiges Land reisen wollte. Da die Universität in Irland passende Kurse angeboten hat, fiel meine Entscheidung schnell auf die Dublin Business School (DBS), welche im Herzen der Hauptstadt Irlands liegt. Rückblickend erwies sich diese Entscheidung als goldrichtig – es war in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung!

    Dublin

    Anfang September startete das Abenteuer, nachdem nach zweistündiger Flugzeit die „grüne Insel“ im Westen von England erreicht worden war. In Dublin angekommen, bezogen wir schnell unsere Zimmer in der Studentenunterkunft, die unser neues Zuhause für die nächsten 3,5 Monate werden würde. Wir wohnten in Apartments und teilten uns gemeinsam mit sechs internationalen Studenten eine Küche. Dublin ist eine freundliche und fortschrittliche Stadt, welche bekannt für die gregorianische Architektur und die Bierbrauerei Guinness ist. Viele Banken und Technologieunternehmen wie z.B. JP Morgan, Apple und Google haben sich zudem aufgrund von steuerlichen Vorteilen im Laufe der letzten Jahre in Dublin angesiedelt. Eine Besonderheit in Dublin ist sicherlich die einzigartige Pub-Kultur, da bereits mittags Live-Musik in den Pubs gespielt wird.

    Universität

    Kurz nachdem die Vorlesungen an der Dublin Business School begonnen hatten, wurden schnell die Unterschiede zur NORDAKADEMIE in Deutschland erkennbar. So wurde zum Beispiel die Anwesenheit am Anfang der Vorlesungen durch Einstempeln unserer Studierendenkarte erfasst. Anders als in Deutschland mussten wir als Abschlussprüfungen unserer Kurse keine Klausuren, sondern Präsentationen vortragen, Diskussionen führen und Hausarbeiten abgeben. Insgesamt hatten wir vor Ort sechs Kurse belegt, welche wir uns nun in Deutschland anrechnen lassen können. Die Vorlesungen wurden meist von rund 30 Studierenden aus aller Welt besucht, die häufig sogar länger als nur ein Semester in Dublin studieren.

    Uni-organisierte-Aktivitäten

    Auch die Freizeitgestaltung durfte bei unserer Uni nicht zu kurz kommen. Sie bot verschiedene Aktivitäten und besondere Events, wie zum Beispiel Fußball oder einen gemeinsamen Surfausflug an die Westküste Irlands, am Wochenende an. Dort konnten einzigartige Eindrücke gesammelt werden! Die Aktivitäten ermöglichten es schnell, mit Studierenden anderer Länder in Kontakt zu kommen und sogar neue Freundschaften zu schließen.

    Unbeschreiblich schöne Landschaften

    In der vorlesungsfreien Zeit haben wir selbst einige Aktivitäten organisiert, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Wir besuchten beispielsweise verschiedene Parks, nationale Museen, darunter ein Archaeology- und History Museum und machten Tagesausflüge zu tollen Ecken Irlands, wie beispielsweise Howth.
    Ein Highlight war außerdem unser fünftägiger Roadtrip, durch den wir einen Großteil der Insel erkunden konnten. Insgesamt haben wir hierbei etwa 1.600 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt… Allerdings im Linksverkehr. Auch wenn dieser anfangs noch etwas ungewohnt war, hatten wir uns schnell an die andere Fahrweise gewöhnt.
    Außerhalb Dublins wurde es sehr schnell grün und landschaftlich sehr sehr schön. Wir kamen an entlegene Orte, die nur durch lange Straßen ohne richtige Fahrbahnmarkierung zu erreichen waren. Dazu kam, dass immer wieder freilaufende Schafe die Straßen versperrten. Teilweise war also viel Geduld gefragt, was bei dem Ausblick aber nicht gerade schlimm war.
    Am Ende kann man aber durchaus sagen, dass sich das Bild vieler Menschen über Irland bestätigt hat: gastfreundliche Menschen verbunden mit einer wunderschönen Landschaft.

    Während unseres gesamten Aufenthalts hatten wir, entgegen vieler Meinungen über Dublin, gutes Wetter. Unsere regenfeste Kleidung brauchten wir nur selten anzuziehen. Den Namen der „grünen Insel“ hat Irland übrigens, weil das durch den Atlantik und den Golfstrom geprägte Klima ideal für Grünflächen ist. Die Natur ist wirklich besonders und atemberaubend schön!

    FRICKE immer dabei

    Ob unterwegs auf dem Land oder beim Laufen, FRICKE durfte natürlich nicht fehlen. 🙂

    To put it in a nutshell

    Abschließend möchte ich noch sagen, dass mein Auslandssemester in Dublin/Irland meine Erwartungen mehr als übertroffen hat. Neben dem Studium und der Verbesserung meiner englischen Sprachfähigkeiten, konnte ich Menschen und ihre andere Kultur intensiv kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Rückblickend war Dublin eine Zeit voller schöner Eindrücke und eine absolute Horizonterweiterung, an die man sich gerne zurückerinnern wird.
    Ich empfehle daher jedem Studierenden, der gerade über ein Auslandssemester nachdenkt, dies unbedingt wahrzunehmen. Unabhängig davon, wo es einen letztendlich hinführt, sind neue Sprachen, andere Kulturen und internationale Kontakte ein einmaliges Erlebnis und eine Bereicherung!

    2022 waren unsere Kollegen Aaron und Christian im Auslandssemester in Chile. Mehr darüber erfahrt ihr in deren Bericht über das Auslandssemester.

  • Das Duale Studium an der IU Internationale Hochschule

    Das Duale Studium an der IU Internationale Hochschule

    Hallo zusammen,

    nach meiner Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau habe ich mich nicht für ein Duales Studium an der Nordakademie entschieden, sondern für ein Duales Studium in BWL mit Schwerpunkt Accounting & Controlling an der IU in Bremen.

    Vor Beginn meines Studiums an der IU Internationale Hochschule Bremen habe ich bereits schon einen Blogbeitrag über die Erwartungen an mein Studium dort veröffentlicht. Nun werde ich hier noch einmal näher auf den Studiengang BWL mit Schwerpunkt Accounting & Controlling eingehen und nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Semestern über meine Erfahrungen berichten.

    Wie läuft das Studium ab?

    Der größte Unterschied zur Nordakademie ist unter anderem, dass ich eine geteilte Woche habe und nicht in Blockphasen an der Uni bin. Montags bis mittwochs bin ich in Heeslingen und unterstütze hier zur Zeit das SAP-Team der Finanzbuchhaltung. Donnerstags und freitags habe ich meine Vorlesungen an der IU in Bremen.

    Diese war bis vor kurzem noch in der Nähe der Universität Bremen. Nun sind wir aber zum Wintersemester 2023/2024 aufgrund von Platzmangel in das Tabakquartier in Bremen umgezogen. Somit hieß es für mich in den ersten Semestern, einige Vorlesungen von zu Hause aus online wahrzunehmen. Das ist zwar manchmal praktisch wegen des Fahrtweges, aber trotzdem auch nicht immer so schön, da man seine Dozierenden und Kommilitonen nicht so viel zu sehen bekommt. Trotz des Umzugs habe ich das erste Quartal in diesem Semester ebenfalls größtenteils Online-Vorlesungen. Das liegt aber daran, dass die Dozierenden von anderen Standorten der IU in Deutschland kommen und somit nicht immer nach Bremen reisen können.

    Module und Vorlesungen

    In den ersten beiden Semestern wurden bereits die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre sowie der Volkswirtschaftslehre unterrichtet. Hinzu kommen Buchführung und Jahresabschluss wie auch Business English I und Einkommensteuer. In dem Modul Computer Training haben wir im ersten Semester unter anderem behandelt, wie man mit Excel, Word et cetera arbeitet und Präsentationen in PowerPoint erstellt. Hier gab es auch einige Sachen, die mir persönlich noch nicht bekannt waren, wie zum Beispiel das Arbeiten mit einem Folienmaster in Präsentationen.

    Ein weiteres Modul im ersten Semester war Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Hier lernten wir den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit, die Formalien und Tipps für diese sowie das Erkennen geeigneter Quellen. Bisher das anspruchsvollste Modul war Wirtschaftsmathematik. Dieses Modul war aufgeteilt in je eine Vorlesung und ein dazugehöriges Fachcoaching. In den Vorlesungen waren Studierende von allen IU Standorten in Deutschland. Hier wurde also die Theorie in circa zwei Stunden je Themenblock gelehrt. In dem Fachcoaching haben wir dann mit einem Dozenten von unserem Standort wieder in unserer gewohnten Kohorte von circa 21 Studierenden die Praxis, also auch Aufgaben, zusammen erarbeitet.

    Die meisten Module sind je in eine Vorlesung und in ein Fachcoaching pro Themenblock aufgeteilt. Diese umfassen pro Modul circa sechs Themenblöcke. Meistens sind wir innerhalb unserer Kohorte von unserem Standort. Bislang war die gemeinsame Vorlesung mit fast 400 Studierenden von allen Standorten in dem Modul Wirtschaftsmathematik nur eine Ausnahme. Die Vorlesungen und Fachcoachings werden dann von zwei verschiedenen Dozierenden durchgeführt.

    Dieses Semester ist nun im ersten Quartal mit Statistik und Projektmanagement gestartet. Im zweiten Quartal wird das Semester dann anschließend mit den Modulen Kosten- und Leistungsrechnung sowie Grundlagen des Controllings abgeschlossen.

    Studienjahresablaufplan und Prüfungsleistungen

    Das Semester ist immer in zwei Quartale eingeteilt. In einem Quartal werden zwei Module gelehrt, zu denen nach dem Quartal eine Klausurenphase von jeweils einer Woche folgt.

    Anfang Dezember muss ich in diesem Semester meine Prüfungsleistungen in Statistik und Projektmanagement ablegen. Dies kann eine 90-minütige Klausur sein, aber auch eine Präsentation oder ein sogenanntes Workbook, in dem zahlreiche Aufgaben zu den gelehrten Themen bearbeitet werden müssen. Präsentationen mussten wir beispielsweise bereits in den Modulen Betriebswirtschaftslehre und Business English I halten. Hier sollten Business Pläne zu einem neu ausgedachten Produkt oder einer neuen Dienstleistung erstellt und vorgestellt werden. Im ersten Semester auf Deutsch und im zweiten auf Englisch.

    In jedem Semester muss darüber hinaus ein sogenanntes Praxisprojekt abgegeben werden. Dies umfasste in den letzten zwei Semestern je eine Hausarbeit von 15 Seiten zu vorgegebenen Themen. Im ersten Semester war das Thema ein Unternehmensüberblick. Auf Grund der Größe der FRICKE Gruppe fiel das zum Glück schon mal nicht so schwer. Im letzten Semester habe ich dann über das Thema Bindung und Zufriedenheit der Auszubildenden und Dual Studierenden bei uns im Unternehmen geschrieben. Dazu habe ich unter anderem einen Fragebogen entworfen und anschließend ausgewertet.

    Das Duale Studium an der IU ist also, besonders in den Prüfungsleistungen, sehr abwechslungsreich und man muss nicht zu jedem Modul eine Klausur schreiben. Mir gefällt auch sehr, dass ich keine Blockphasen, sondern eine geteilte Woche habe. Der Vorteil hier ist vor allem, dass man nicht für längere Zeit aus dem Unternehmen und somit aus den derzeitig zu planenden Projekten oder ähnlichem herausgerissen wird, sondern nach den zwei Tagen immer wieder schnell drin ist und an seinen Projekten weiterarbeiten kann.

    Solltet ihr noch weitere Fragen zu dem Studium an der IU Internationalen Hochschule in Bremen haben, stehen wir euch jederzeit bereit.

    Eure Ann-Sophie

  • Kein gewöhnlicher Schultag – Wandertag bei FRICKE

    Kein gewöhnlicher Schultag – Wandertag bei FRICKE

    Am 4. Juli besuchte die Klasse WKAA22 des Kivinans die FRICKE GRUPPE für einen Wandertag in Heeslingen. Wie läuft so ein Wandertag ab und was haben die Schülerinnen und Schüler in unserer Logistik erlebt?

    Klare Entscheidung

    Am Ende eines Schuljahres hat jede Klasse des Kivinans die Möglichkeit, gemeinsam einen „Wandertag“ zu planen und durchzuführen. Der Sinn dieses Wandertages besteht darin, die Klassengemeinschaft zu stärken und gelerntes in der Praxis zu sehen. Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler konnten sich zwischen etwas Aktivem aber Ausbildungsgebundenem und gewohntem Unterricht entscheiden. Da fiel die Wahl natürlich leicht: Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich schnell für einen Besuch des Heeslinger Logistikzentrums der FRICKE Gruppe. Der Tag rückte näher und dementsprechend musste er ausgiebig geplant werden.

    Acht Personen aus der Klasse WKAA22 des Groß-& Außenhandelsmanagement sind Teil der FRICKE Gruppe und nahmen sich den Vorbereitungen an. In Absprache mit der Personalabteilung haben sie einen Zeitplan erstellt, aus dem sich die Idee ergab, den Mitschülerinnen und Mitschülern FRICKE von einer neuen Seite zu präsentieren. Nach den eher trockenen und unterrichtsbezogenen Präsentationen, hatte nämlich noch etwas Spannenderes gefehlt. Deshalb wurde ein Logistikrundgang durch unser Lager in Heeslingen organisiert.

    Der Spaß darf nicht zu kurz kommen

    Gegen 8:00 Uhr haben wir uns an der Zentrale getroffen und wurden von unserem Personalleiter Carsten und unserer HR Managerin Janice begrüßt. Um den anderen Schülerinnen und Schülern der Klasse das Unternehmen etwas näher zu bringen, haben wir sechs außergewöhnliche FRICKE Facts rund um die Logistik und das Personal vorgestellt. Darauf folgten die Projekte, an denen wir Azubis teilnehmen, wie zum Beispiel den FRICKE Social Run und f.inside. Nach einer Fragerunde ging es direkt weiter mit Teambuilding-Maßnahmen, um die Klassengemeinschaft weiter zu stärken.

    Dazu wurden wir zuerst in zwei Gruppen aufgeteilt. Danach mussten wir uns in unseren Gruppen auf eine Decke stellen und diese versuchen umzudrehen, ohne dass einer von uns den Boden berührt. Für das zweite Spiel ging es auf das Gelände von FRICKE Nutzfahrzeuge. Dort hat jede Gruppe zwei Becher bekommen, welche mit einem Gummiband am Kopf befestigt wurden. Dazu bekam jede Gruppe einen Beutel Quinoa. Dieser wurde in einen Becher gefüllt und musste nun einmal an jeden in der Gruppe weitergegeben werden. Dabei durften natürlich keine Hände genutzt werden. Die Gruppe, die zum Schluss noch am meisten Quinoa im Becher hatte, wurde das Gewinnerteam.

    Unsere Tour durch die Logistik

    Um 10:00 Uhr ging endlich der Logistikrundgang los. Dabei wurde uns der gesamte Weg der Waren gezeigt: vom Wareneingang über das automatische Kleinteillager (AKL), zum Fachbodenzentrallager (FZ), zu der Verpackung und letztlich zum Warenausgang. Besonders faszinierend fanden wir die 16 Meter hohen Lagerorte und die Größe des gesamten Lagers inklusive Automatisierung.

    Zusätzlich haben wir den Luftsicherheitsbereich sehen dürfen und erklärt bekommen, dass dafür ganz besondere Anforderungen eingehalten werden müssen. Beispielsweise darf keiner den Bereich betreten, der nicht im Bereich Luftsicherheit geschult worden ist.

    Während des Rundgangs haben wir das Wort „NIO“ kennengelernt. Das bedeutet, dass ein Paket Nicht In Ordnung ist, da beispielsweise der Barcode nicht lesbar ist. Die Pakete landen dann bei einem Lageristen und dieser nimmt sich dem Problem an. Dabei ist der Spaß entstanden, dass unsere Lehrer ab nun an nicht mehr „falsch“, sondern „NIO“ sagen.  

    Dich interessiert ein Job in der Logistik? Dann findest du hier weitere Informationen.



  • Zwischen TukTuks und heiligen Kühen

    Zwischen TukTuks und heiligen Kühen

    Fremde Gewürze, heilige Kühe und Taj Mahal. Wohl die wichtigsten Assoziationen, die ich bis vor einigen Monaten noch mit Indien verbunden habe. In den vergangenen drei Monaten durfte ich nun ganz neue Eindrücke von diesem Land sammeln. Im Rahmen meines dualen Studiums habe ich unsere Kolleginnen und Kollegen im indischen Einkaufsbüro in Neu-Delhi unterstützt und konnte in eine für mich ganz neue Kultur eintauchen.

    Auf nach Indien

    Nach meinem Abitur war ich bereits im Rahmen eines Freiwilligendienstes für knapp ein Jahr in China und habe vor Ort eine für mich bis dahin gänzlich fremde Kultur, Sprache und viele neue Menschen kennen lernen dürfen. Schon auf dem Rückflug nach Deutschland war mir damals klar, dass ich unbedingt noch einmal wieder nach Asien zurückkehren möchte.

    Nach dem Aufenthalt in China begann ich im August 2020 ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre bei FRICKE und der Gedanke rückte vorerst in den Hintergrund. Als sich dann im Vorfeld meiner Praxisphase im Produktmanagement Ende 2022 aber die Möglichkeit abzeichnete, für einige Zeit nach Indien zu gehen, brauchte ich nicht lange, um dem Angebot zuzustimmen. Nach einigen Monaten im Produktmanagement stand der finale Plan und die Flugtickets in das neue Abenteuer waren gebucht.  In Indien habe ich aber nicht nur viel im Rahmen der Arbeit dazulernen können, sondern auch abseits der Arbeit viel erleben dürfen. Besonders von den vielen Erlebnissen abseits der Arbeit möchte ich in diesem Beitrag berichten.

    Erste Eindrücke

    Am Montagmorgen fahre ich früh morgens nach Hamburg und fliege von dort aus über Frankfurt nach Neu-Delhi. Vor Ort erwartet mich unser Kollege Karan, den ich bereits einige Wochen zuvor in Heeslingen kennenlernen konnte. Neben der Wärme erstaunt mich insbesondere der Verkehr im Flughafen-Parkhaus. Während ich darauf warte, dass unser Kollege Karan mit dem Auto vorfährt, beobachte ich ein erstes Mal den indischen Verkehr, den ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Hunderte Autos versuchen hupend schnellstmöglich aus dem Parkhaus herauszufahren und scheinen dafür bereit zu sein, mit knappen Fahrmanövern Lack und Felgen aufs Spiel zu setzen. Ähnlich geht es dann auch auf der Fahrt zum Hotel weiter: Klar gekennzeichnete Fahrspuren, Rechtsfahrgebot und Kuh-freie Straßen – vor zwölf Stunden noch Normalität, ist nun das genaue Gegenteil hier ein erster Stoß ins kalte Wasser, lösen in mir aber komischerweise ein Gefühl der Vorfreude auf die kommenden Wochen und vielen neuen Erfahrungen aus.

    Am nächsten Morgen fahre ich dann zum ersten Mal in unser Büro in Neu-Delhi. Das Büro ist in einem großen Geschäftsgebäude, in dem auch viele weitere internationale Unternehmen sitzen. Wie auch in unserem Beitrag zum IPO Neu-Delhi beschrieben, liegt das Büro in einem Vorort von Neu-Delhi, in dem insbesondere viele ausländische Techkonzerne in riesigen, gläsernen Gebäuden ansässig sind.

    Unser Büro (rechts) ist in einem modernen Geschäftsgebäude im Techzentrum Neu-Delhis

    Cricket, Taj-Mahal und Mumbai

    Lange habe ich aber nicht, um mich im Büroalltag einzuleben. Bereits am nächsten Tag geht es mit einem Kollegen zu Lieferantenbesuchen nach Nordindien. In Deutschland hatte ich zwar schon erste Erfahrungen im Kontakt mit Lieferanten sammeln können, dort aber noch in anderer Funktion. Als Mitarbeiter von FRICKE werde ich hier als Vertreter des Unternehmens und Ansprechpartner für die Lieferanten wahrgenommen und muss mich schnell in diese neue Rolle einfinden. Dank guter und enger Zusammenarbeit mit dem Team in Heeslingen funktioniert das aber sehr gut.

    Von alten hinduistischen Tempeln bis zum modernen Cricket-Stadion

    Wie im Flug vergeht Woche um Woche und der Stapel an gesammelten Visitenkarten wächst mit jedem weiteren Lieferantenbesuch. Bei den Besuchen diskutieren wir beispielsweise über neue Entwicklungen und schauen uns die Produktionen an. Parallel zu den Besuchen und Auditierungen versuchen mir unsere indischen Kolleginnen und Kollegen bei jeder Gelegenheit, Land und Kultur näher zu bringen. So werde ich jeden Tag ein größerer Cricket-Fan, dem indischen Nationalsport und darf sogar einmal unseren Kollegen Nishant zu einem Spiel begleiten. Auf anderen Reisen beispielsweise in den Süden von Indien besuchen wir riesige Tempelanlagen und ich darf in den Hinduismus eintauchen.

    Ein Besuch des Taj-Mahals in Agra darf nicht fehlen. Selbst am Dienstag Morgen um neun sind hier bereits tausende Touristen

    Neben einem Besuch des weltberühmten Taj-Mahals in Agra, einer Stadt in der Nähe von Delhi, steht auch ein Kurztrip nach Mumbai auf dem Programm. Die Stadt verbindet Strand und Skyline mit englischen Kolonialbauten und indischer Kultur: eine wirklich einzigartige Kombination, die sich nur schwer in Worten fassen lässt. Gemeinsam mit unserem Kollegen Karan verbinde ich hier Lieferantenbesuche mit dem Besuch einiger Sehenswürdigkeiten. Da es auch für ihn das erste Mal in der Metropole an der Westküste ist, erkunden wir die Stadt gemeinsam, wenn auch der dichte Verkehr uns ein Durchkommen nicht gerade einfach macht.

    Mumbai – eine facettenreiche Stadt

    Zwischen TukTuks und heiligen Kühen

    Jener Verkehr, den ich bereits eingangs erwähnt habe, ist wohl auch einer der Eindrücke, der mir wohl am meisten im Gedächtnis bleiben wird. Bei Fahrten mit den weltbekannten „Tuk-Tuks“, dreirädrigen Taxis, bekommt man immer wieder den Eindruck, dass die Fahrer hier eine Art sechsten Sinn für den Verkehr haben müssen. Knappe Fahrmanöver und Zentimeterabstände in der Rushhour sind hier keine Seltenheit und lassen mich zumindest in den ersten Wochen auch im Auto als Beifahrer noch immer wieder nervös werden.

    Ob TukTuks, Kühe oder riesige Gottesstatuen: Auf Delhis Straßen gibt es immer etwas zu entdecken

    Und dann sind da noch die Kühe. Während ich zuvor noch dachte, Kühe in Indien wären ein überholtes Vorurteil, so belehren mich schon wenige Tage in Indien eines Besseren. Kühe sind im Stadtbild nicht nur in Delhi, sondern im ganzen Land omnipräsent. Sie sitzen an der oder auf der Straße, beobachten gespannt den Verkehr oder suchen in den Müllbergen am Straßenrand nach etwas Essbarem. Kühe sind heilig: Keiner käme auf die Idee, sie zu verscheuchen. Viele von ihnen haben zudem auch keinen Besitzer. In vielen Stadtvierteln gibt es sogenannte „Cow-Shelter“ – durch Spenden finanzierte Unterkünfte für die wilden Kühe, in denen sie versorgt und gefüttert werden. Früh morgens sind in der ganzen Stadt Freiwillige unterwegs, die „Chapati“, traditionelles indisches Brot, und Spenden sammeln, um die Kühe zu versorgen. Einen dieser „Cow-Shelter“ darf ich gemeinsam mit unserem Kollegen Hitesh und seinen Kindern an einem Wochenende besuchen, bevor ich Zuhause bei seiner Familie zum Mittagessen eingeladen bin. Es sind diese Wochenenden und Erlebnisse, die mir am meisten Freude bereiten, weil sie einen direkten Blick auf Kultur, Land und Leute gewähren, der einem aus der Ferne verwehrt bleibt.

    Kühe sind in Indien Teil des Stadtbildes. Viele Stadtviertel haben extra Unterbringungen für die Kühe (rechts)

    Zurück nach Heeslingen

    Mit diesen und vielen weiteren Erfahrungen im Gepäck geht es dann Mitte Juni zum Flughafen nach Delhi. Nach der Verabschiedung der Kollegen steige ich in das Flugzeug und bin schon wenige Stunden später am nächsten Morgen zurück im deutschen Alltag in Heeslingen, aber deutlich reicher an Erfahrungen und Eindrücken.

    Für diese unglaubliche Zeit und die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen möchte ich mich insbesondere bei unserem Team in Indien bedanken. Ob Mittagspause, Wochenendausflug oder lange gemeinsame Autofahrten: Ihr habt diese Wochen erst zu dem gemacht, was sie am Ende für mich waren: eine einzigartige Erfahrung.

    Fast parallel zu meinem Aufenthalt war mein Kommilitone und Kollege Christian für drei Monate an unserem neuen Standort in den USA. Was er dort erleben durfte lest ihr hier.

    PS: In dem Beitrag habe ich aus Platzgründen auf das Thema Essen verzichtet. Hätte ich angefangen über die indische Küche und das unglaublich gute Curry zu berichten, das ich jeden Tag essen durfte, wäre Text womöglich doppelt so lang geworden.

  • Schule mal anders!

    Schule mal anders!

    Hallo Leute!

    Am Freitag, den 5. Mai hatten wir acht SchülerInnen von der IGS aus Zeven, die jährlich an dem Pilotprojekt „Praxistag“ teilnimmt, zu Besuch. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben sich dem Pilotprojekt angeschlossen, darunter auch FRICKE. Ziel des Pilotprojekts ist es, den SchülerInnen einen etwas anderen sowie genaueren Einblick in das Berufsleben zu ermöglichen und sie mit dem Praxistag bei ihrer persönlichen Berufsorientierung zu unterstützen.

    Entstehung

    In unserem Nachbarort Zeven gibt es einen Verein, die Zevener Wirtschaftinitative (ZIW). In diesem sind der Samtgemeinde Bürgermeister und Schulleiter sowie Lehrer der IGS Zeven und des Kivinans, wie auch Personen unterschiedlicher Unternehmen der Umgebung vertreten. Gemeinsam versuchen sie, eine Schnittstelle zwischen Schulen und Unternehmen zu bilden, um den SchülerInnen die Wirtschaft ein Stück näher zu bringen und ihnen damit die Berufsorientierung zu erleichtern.

    Die IGS in Zeven ist Teil des in Niedersachsen einmaligen Modellversuchs. Dabei haben die Jahrgänge neun und zehn zweimal wöchentlich das Unterrichtsfach Berufsorientierung (BO).

    Dem Schulleiter war dies allerdings noch nicht genug. In diesem Sinne hat Markus Feldmann gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern eine Lösung gesucht und schließlich gefunden. Das Ergebnis: einmal im Schuljahr gibt es für die SchülerInnen zusätzlich zum BO Unterricht einen Praxistag. Da auch Mitarbeiter von FRICKE Mitglieder des Vereins sind, darf unser Unternehmen auch Teil dieser Praxistage sein. Zudem ist es aus unserer Sicht ein wichtiges und unterstützenswertes Projekt. Denn die SchülerInnen sind auch für die FRICKE Gruppe die nächste Generation.

    Ablauf

    Zuerst haben die SchülerInnen und ihre zwei Lehrer eine berufsorientierte Unternehmenspräsentation von Clara, Kathrin und Jette bekommen. Zusätzlich enthielt sie auch den aktuellen FRICKE Unternehmensfilm.

    Danach haben sie eine 45-minütige Logistikführung von Pascal bekommen. Bei dem Logistikrundgang konnten die SchülerInnen die Größe und Modernität der GRANIT Logistik kennenlernen, welche sie zum Staunen gebracht hat.

    Anschließend wurden die SchülerInnen in Zweiergruppen aufgeteilt, um in vier unterschiedliche Abteilungen geschickt zu werden. In den Abteilungen mussten sie ein bis zwei Aufgaben lösen, welche sie am Ende der gesamten Gruppe vorstellten, um ihren MitschülerInnen Einblicke aus ihrer besuchten Abteilung geben zu können.

    Abteilungen

    Die SchülerInnen wurden ihren Interessen entsprechend auf vier Abteilungen aufgeteilt. Die vier Gruppen teilten sich auf die Rechnungsabteilung, E-Commerce, das Qualitätsmanagement und die Werkstatt von FRICKE Landmaschinen auf.

    In den jeweiligen Abteilungen haben sie die dortigen Aufgaben und deren Bedeutung für das Unternehmen kennengelernt. Zusätzlich durften die SchülerInnen auch eigene kleine Aufgaben bearbeiten, um der Berufswelt noch ein Stück näher zu kommen.

    Feedback

    Die SchülerInnen waren sehr interessiert und konnten viele neue Eindrücke sammeln, welche ihnen bei ihrer späteren Berufswahl weiterhelfen werden. Für einige SchülerInnen war dieser Praxistag bereits eine tolle Hilfe, die eigene Berufswahl weiter zu festigen. Andere haben neue Möglichkeiten für sich entdecken können.

    So war für jeden etwas Positives an diesem etwas anderen Schultag, dem Praxistag, dabei. Er war ein voller Erfolg für alle Beteiligten und wir freuen uns, wenn er auch in Zukunft bestand hat. Für andere Schulen in der Region aber auch in ganz Deutschland ist dieser Schnuppertag aus unserer Sicht ein toller Ansatz, um die Berufswahl zu vereinfachen.

    Wir freuen uns auf den nächsten Praxistag und hoffen weitere SchülerInnen bei der Berufsorientierung unterstützen zu können.

  • Jette bei TREX.PARTS

    Jette bei TREX.PARTS

    Im Rahmen meines ersten Ausbildungsjahres dufte ich für sechs Wochen unsere Kolleginnen und Kollegen des Produktmanagements bei TREX.PARTS besuchen, von ihnen lernen und Aufgaben übernehmen.  

    TREX.PARTS

    TREX.PARTS ist Teil der Fricke-Gruppe und vertreibt als Großhändler Ersatzteile im Gabelstapler-Bereich.

    An meinem ersten Tag bei TREX.PARTS wurde ich zum Kennenlernen durch die Räumlichkeiten des Unternehmens geführt. Dabei hatte ich die Möglichkeit alle Kolleginnen und Kollegen, sowie deren Abteilungen kennenzulernen. Auch das neue Lager unweit vom Verwaltungsgebäude entfernt, wurde mir gezeigt. Das war sehr spannend, da TREX.PARTS erst Ende letzten Jahres die Lagerkapazität um das Dreifache vergrößert hat. Doch nicht nur das Lager hat an Kapazitäten zugenommen, auch TREX.PARTS selbst ist stetig am Wachsen. Der Großhändler beschäftigt mittlerweile knapp 100 Mitarbeiter in Deutschland, Belgien und Frankreich. Eine weitere Niederlassung ist bereits in Planung und auch im Webshop wird an dem Ausbau der bisher zehn unterschiedlichen Sprachen weitergearbeitet.

    Das TREX.PARTS Lager in Sittensen – Westerböhm

    Wie ist das Produktmanagement bei TREX.PARTS aufgebaut?

    Das Produktmanagement ist in 4 Sparten aufgeteilt. Dem Produktmanagement selbst, der Technischen Redaktion, Dispo sowie Fertigung + Identifizierung.

    Das Produktmanagement, kurz PM, beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den Produkten, welche wiederum in 3 Qualitätsstufen eingeteilt werden. Den Originalteilen, der Erstausrüsterqualität und den so genannten Ident Teilen. Ident Teile sind Teile, die genau passend für den Verwendungszweck sind. Dafür wird ein Originalteil vom zuständigen PM erst bemustert und im zweiten Schritt identifiziert. Die Aufgabe des PMs ist es, eine passende Alternative, den Ident Artikel, ausfindig zu machen und die technischen Spezifikationen zu überprüfen. Auch für den Lieferantenkontakt, die Kundenanfragen, Produktschulungen und Lieferbedingungen ist der PM verantwortlich.

    Die Technische Redaktion befasst sich hingegen mit Artikelrecherche, pflegt und füttert den Webshop kontinuierlich mit Daten und Bildern. Dabei werden gleichzeitig Artikel miteinander verknüpft, sodass eine leichte Auffindbarkeit für den Kunden gewährleistet wird. Auch die Übersetzung in die einzelnen Sprachen ist Aufgabe der Technischen Redaktion.

    Meine Aufgaben bei TREX.PARTS

    Zu Beginn bei TREX.PARTS habe ich einen Gabelstapler bemustern dürfen, um ein Gefühl für Gabelstaplerersatzteile zu bekommen. Anschließend habe ich für Artikel, welche noch keine Alternative haben, Jira Tickets erstellt. Ob für einen Artikel bereits Alternativen vorhanden sind, konnte im Webshop festgestellt werden. Die von mir erstellten Jira Tickets wurden von den PMs bearbeitet, indem sie Angebote bei ihren Lieferanten angefragt haben. Sofern ein gutes Angebot vorhanden war, konnte das Ticket geschlossen werden und die Alternative im Webshop eingespielt werden. Um zu überprüfen, ob alles ordentlich eingespielt worden ist, habe ich Listen bekommen, die ich nochmals überprüfen sollte. Die Arbeit direkt am Produkt und mit dem Webshop war sehr abwechslungsreich und interessant zugleich.

    Für den Zeitraum von drei Wochen habe ich auch mein ganz eigenes Projekt bekommen. Ich durfte Ersatzteillisten zu einem Gabelstaplermodell erstellen und überprüfen, ob wir dazu bereits Alternativartikel anbieten. In diesem Zuge entschied ich, ob es Sinn machen würde, für alternativlose Artikel Optionen zu suchen, um diese letztlich dem Kunden anzubieten. Dabei wurde mir viel Verantwortung übertragen, wodurch ich mein schon gesammeltes Wissen anwenden und gleichzeitig erweitern konnte. Bei Fragen standen mir alle PMs immer gerne zur Verfügung.

    Jette mit einem Gabelstapler im TREX.PARTS Lager

    Bei TREX.PARTS wurde mir eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Zeit ermöglicht. Das Team war stets offen für all meine Fragen und hat mich sehr gut in Ihren Ablauf integriert. Vielen Dank für die interessanten sechs Wochen!

    Für einen weiteren Erfahrungsbericht über TREX.PARTS könnt ihr Felix sechs Monate bei TREX lesen.

  • Nach der Ausbildung ist noch nicht Schluss – Maike beginnt ein duales Studium BWL

    Nach der Ausbildung ist noch nicht Schluss – Maike beginnt ein duales Studium BWL

    Hey Leute,

    Maike kennt ihr bereits aus unserem Beitrag über ihren Auslandsaufenthalt in Frankreich und Belgien. Jetzt befindet sie sich schon inmitten ihrer nächsten großen Herausforderung: seit dem 9. Januar studiert sie dual an der Nordakademie (NAK) in Elmshorn Betriebswirtschaftslehre (BWL).

    Eigentlich wollte Maike bereits 2020 studieren, doch dann kam Corona und sie hat sich für eine Ausbildung im Groß- und Außenhandelsmanagement bei der FRICKE Gruppe entschieden. Für sie bis heute genau die richtige Entscheidung. Maike gehörte zum ersten Jahrgang nach der Umbenennung des Ausbildungsberufes.

    So habe ich zunächst praktische Erfahrungen sammeln können, konnte Prozesse kennenlernen und die Zusammenhänge in so einem großen Unternehmen verstehen.

    Maike über ihre Entscheidung, eine Ausbildung zu absolvieren

    Duales Studium BWL

    Diese Beweggründe haben sie auch dazu ermutigt, im Anschluss an die Ausbildung ein duales Studium zu wählen. Eigentlich sollte es der Studiengang International Business werden, bei dem die Vorlesungen komplett auf Englisch stattfinden. Dieser wurde jedoch von der NAK eingestellt, sodass sich Maike für BWL entschieden hat. Die Themen sind sehr ähnlich und die Vorlesungen auf Deutsch. Im Verlauf ihres Studiums möchte sie sich dann auf International Management spezialisieren.

    Von der Lust, neue Länder zu bereisen

    Fremdsprachen und andere Kulturen haben Maike schon immer gereizt.

    In der Schule habe ich jede Möglichkeit genutzt, an einem Austausch teilzunehmen. Ich war in Frankreich, Polen und Finnland. Mit allen meinen Austauschpartnern habe ich bis heute Kontakt und Finnland ist wie eine zweite Familie für mich geworden. Dort habe ich auch den Winter meines Lebens erlebt. Ich habe noch nie so viel Schnee auf einmal gesehen!

    Maike liebt es, in das Ausland zu reisen
    duales Studium BWL
    Eindrücke von Maikes Auslandsreisen: Der See war in der Nähe von Kannus in Finnland, die Kathedrale in Südfrankreich und das letzte Bild ist während Maikes Praktikum im Kindergarten in Finnland entstanden.

    Auch das duale Studium BWL wird ihr im fünften Semester nochmal die Chance bieten, ein Auslandssemester zu absolvieren. Wo es dann hingeht, will sich Maike aber noch offen lassen. Zunächst freut sie sich auf die neue Herausforderung und ist neugierig, was auf sie zukommt.

    Wir wünschen Maike für ihr duales Studium BWL alles Gute und viel Erfolg!

    Eure Leona