Während der Ausbildung bei FRICKE haben die kaufmännischen Azubis in Heeslingen die Möglichkeit, eine Woche lang verschiedene Bereiche der Logistik kennenzulernen. Von der Warenannahme über die Kommissionierbereiche bis hin zur Verpackung erhielt auch ich dadurch einen umfassenden Einblick in die Abläufe. Vorher war das Bild vom Lager eher unklar, jetzt habe ich eine viel bessere Vorstellung davon, wie komplex und ineinander verzahnt die Prozesse im Lager eigentlich sind.
Besonders beeindruckt hat mich das Automatische Kleinteilelager (AKL) – eine Anlage von enormer Größe und mit komplexer technischer Ausstattung.
Einblick ins AKL
Das AKL wurde vor etwa fünf Jahren gebaut und erstreckt sich über 7 Stockwerke mit 40 Ebenen – der sogenannte Puffer. Von dort wird die Ware, aufbewahrt in grauen Kisten, über Rollbänder automatisch an die jeweiligen Arbeitsplätze im AKL geschickt. Hier wird sie von Mitarbeitenden kontrolliert und die benötigte Menge verpackt. Das komplexe System hinter dem AKL speichert auf welchem Platz im Lager sich welche Ware befindet. Sobald ein Kunde den Artikel bestellt, sendet das System die Kiste mit der Ware von diesem Platz direkt zum Arbeitsplatz des Mitarbeiters, wo sofort kommissioniert werden kann.
Das AKL von einer begehbaren Fläche fotografiert
Das AKL verfügt über rund 10 solcher Arbeitsplätze, inklusive einer Bühne, an der die verpackten Kartons dann von der AKL „NIO“ Bühne kontrolliert, mit Deckeln verschlossen und mit Labels versehen werden.
Das Paket bekommt erst seinen Deckel…… und dann das Label!
Meine Aufgaben und Eindrücke im AKL
Meine Hauptaufgabe im AKL war es, die Ware zu den Aufträgen versandbereit zu machen – ein Vorgang, der auch als „Picken und Packen“ bezeichnet wird. Die automatisierte Übergabe der Teile vom Puffer an den Arbeitsplatz funktionierte reibungslos. Die Kisten wurden zu mir transportiert und ich habe die benötigen Artikel aus den Kisten in die Versandkartons gelegt. Das AKL hat dabei überprüft, ob auch tatsächlich die richtige Menge gewählt wurde.
Ein Arbeitsplatz im AKL
Für mich war die Erfahrung besonders spannend, da ich die Größe, die Aufgaben und den hohen Automatisierungsgrad des AKL live erleben konnte. Durch den Lagerdurchlauf konnte ich außerdem den Weg nachvollziehen, den ein Artikel in unserem Lager zurücklegt: Von der Warenannahme und der Einlagerung über das Zusammentragen der Artikel für die Aufträge bis zum Verpacken der Ware und dem Verladen in die richtigen Fahrzeuge.
Die Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Abteilungen bewältigen jeden Tag eine beachtliche Menge an Sortierungs-, Verpackungs- Kontroll- und Verladetätigkeiten – etwas völlig anderes als das, was ich aus dem Büro kenne.
Danke für den Einblick!
Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die uns die ganze Woche über begleitet und uns einen Einblick in ihre Arbeit ermöglicht haben. Es war spannend, das Lager mal aus nächster Nähe zu sehen, dabei jede Menge Neues zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.
Letztes Jahr besuchte Lara unseren GRANIT Standort in Peterborough in Großbritannien und unterstütze dort im Lager. Auch sie machte dort interessante Erfahrungen, die sie in ihrem Blogbeitrag mit uns teilt.
Die FRICKE Gruppe hatte etwas ganz Besonderes zu feiern: Am Montag, den 8. Juli 2024, wurde in einer feierlichen Zeremonie der Grundstein für das neue Logistikzentrum im saarländischen Tholey gelegt. Mit von der Partie lokale Politik und Partner, aber auch Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Saarlands Wirtschaftsminister Jürgen Barke. Das Team brachte für diesen Anlass den norddeutschen FRICKE Spirit direkt mit ins Saarland.
Mehr als nur roter Sand
Auf der Baustellen-Webcam im Industriepark BAB1 im saarländischen Städtchen Theley gab es lange vor allem eines zu sehen: Viel Sand – und Regen. Doch in den letzten Wochen hat sich das Bild von dem brachliegenden Baufeld drastisch verändert. Nach Abschluss der Erdbauarbeiten ging es auf der Baustelle des neuen FRICKE Logistikzentrums richtig los. Betonfundamente wurden gegossen, 25 Meter hohe Stützpfeiler ragen in den Himmel und Beton-Wandelemente fliegen scheinbar wie von Geisterhand im Minutentakt über die Baustelle.
Bei einer Baustellenführung vorab beeindruckte der Fortschritt in Tholey
Höchste Zeit also, um die Grundsteinlegung für das größte Bauprojekt der Firmengeschichte mit einem feierlichen Akt zu begehen. Standortleiter Andreas lud gemeinsam mit FRICKE Logistik-Bereichsvorstand, Dr. Herbert Stommel, zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein. Denn für Andreas war es eines der ersten Male, dass sich die Familie Fricke, Holger Wachholtz und viele Kolleginnen und Kollegen aus Heeslingen, aber auch ganz Deutschland und den umliegenden Ländern von den Fortschritten des Projektes live vor Ort überzeugen konnten.
Natürlich durften neben firmeninternen Gästen aber auch die Partner aus der Region aus der Lokalpolitik, von Wirtschaftsverbänden und benachbarten Firmen nicht fehlen. Eine besondere Ehre war im Vorfeld aber die Zusage der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und des Wirtschaftsministers Jürgen Barke. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Saarland begeisterte nicht nur das Projektteam, sondern auch Hans-Peter Fricke, der in seiner Rede noch einmal Ministerpräsidentin Rehlinger und Gemeindebürgermeister Andreas Maldener explizit für die enorme Unterstützung dankte, die wir in Tholey seit Tag eins erleben.
Man hat sich für uns das Fell aus der Jacke gerissen. […] Wie herzlich wir hier empfangen wurden und wie unkompliziert die Planung war, davon bin ich immer noch begeistert.
Hans-Peter Fricke ist dankbar für die beispiellose Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten bei der Umsetzung des FRICKE Logistikzentrums in Tholey.
Unter Möglichmachern
Anke Rehlinger zeigte sich während der Grundsteinlegung tief beeindruckt von unserem Familienunternehmen. Nicht nur das Bekenntnis zum Standort Deutschland, sondern vor allem zu ihrem Bundesland, dem Saarland, machte sie Stolz. Die große Bedeutung unserer Standortwahl für das Städtchen Theley, die Gemeinde Tholey und das gesamte Bundesland wurde in ihrer Rede mehr als deutlich.
Besser kann die Woche mit so einem Montag gar nicht beginnen.
Anke Rehlinger zu Beginn ihrer Rede.
Die Verbindung von Saarland und Norddeutschland war das bestimmende Thema der Grundsteinlegung. Beginnend mit dem typisch norddeutschen Klinker als Einladung statt normaler Einladungskarte zog es sich über das Catering unter dem Motto „Norddeutschland meets Saarland“ bis hin zum obligatorischen Anstoßen mit einem FRICKE Korn durch den gesamten Vormittag. Dass zu FRICKE als typisch norddeutschem Familienunternehmen aber vor allem eine unvergleichliche Hands-on Mentalität gehört, erkannte auch Rehlinger:
Wir bewegen uns in einem Kreis von Möglichmachern.
Challenge accepted
Auch der Bürgermeister der Gemeinde Tholey gehörte selbstverständlich zu den geladenen Gästen. Andreas Maldener, der durch die Bereitstellung wertvoller Kontakte in der gesamten Gemeinde und auch sonst dem Projektteam mit Rat und Tat zur Seite steht, betonte auf dem Podium noch einmal, wie froh er sei, dass sich FRICKE trotz schwieriger Zeiten für ein solches Bauvorhaben in den letzten Jahren dazu entschieden hatte abzuwarten, statt das gesamte Projekt zu canceln. Denn neben der Schaffung von bis zu 200 Arbeitsplätzen im ersten Bauabschnitt, die im Vollausbau auf bis zu 600 ansteigen werden, ist vor allem der Aufwind, der unser Logistikzentrum der Gemeinde Tholey bringen wird, ein wichtiges Signal für die gesamte Region. Denn laut Maldener wirkt sich die Attraktivität eines Standortes für Unternehmen in gleichem Maße auf die Attraktivität der Region als Wohnraum aus und bedingt hierdurch die Entwicklung der Gemeinden.
Das letzte Wort hatte unser Bereichsvorstand Logistik in der FRICKE Gruppe. Dr. Herbert Stommel zeigte sich schon zu Beginn sehr zuversichtlich. Der Prognose von Hans-Peter Fricke, dass der erste Bauabschnitt bereits im Dezember 2025 in den Betrieb gehen würde, begegnete er mit den Worten „Challenge accepted“. Mit dem Projektteam auf Seiten von FRICKE, aber auch Bauunternehmen Bremer und unserem Partner für Intralogistik, psb, ist das in jedem Fall zu schaffen.
Für die Ewigkeit
Selbstverständlich gehören zu einer Grundsteinlegung aber nicht nur Reden. Um den Akt noch einmal feierlich zu untermauern, ging es vom Zelt mit Glaswand, durch die man das Treiben mit Radlader und Kran während der Redebeiträge live beobachten konnte, an den Rand des Baufeldes. Dort wartete ein riesiger Betonklotz, der mit einer Zeitkapsel versehen, zu unserem Symbol für diesen riesigen Schritt der FRICKE Gruppe und gemeinsam mit unserem Logistikzentrum die Zeit überdauern wird.
Hans-Peter Fricke steuerte eine Collage aus 100 Jahren FRICKE bei. Anke Rehlinger und Jürgen Barke verewigten das Saarland in unserer Zeitkapsel mit einem Wimpel in den Farben des Bundeslandes, Andreas und Herbert brachten die offizielle Baugenehmigung ein, mit der das ganze Projekt erst so richtig starten konnte. Andreas Maldener hielt den Tag der Grundsteinlegung mit dem örtlichen Gemeindeblatt fest und Kirsten Fricke sorgte mit einem FRICKE Korn für das traditionelle Begießen unseres neuen Logistikstandortes.
Ein ganz besonderer Grundstein
Mit der Grundsteinlegung konnten wir in die Gemeinde Tholey schon ein wenig FRICKE Spirit bringen. Wir freuen uns darauf, wenn wir vor Ort neben Andreas noch viele weitere Kolleginnen und Kollegen begrüßen dürfen und wir live miterleben können, wie jahrelange Planung zur Realität wird.
Ihr interessiert Euch für das Projekt Tholey? Dann lest in diesem Beitrag mehr über die Planungen.
Das derzeitige 2. Lehrjahr Groß- und Außenhandelsmanagement hat im Juni für eine Woche in die Logistik von GRANIT geschnuppert. Was wir dort erlebt haben und welchen Hintergrund der Durchlauf hat, erfahrt ihr hier!
Abteilungen des Logistikdurchlaufs
Wir, das 2. Lehrjahr kaufmännischer Azubis, durften innerhalb einer Woche verschiedene Abteilungen in der GRANIT Logistik kennenlernen.
Auf dem Plan standen:
VPO (Verpackung)
AKL (Automatisches Kleinteil Lager)
ZF (Zentrale Fachbodenanlage – TXI „Taxiboxen“)
ZF (Zentrale Fachbodenanlage – Kommissionierung)
Spedition und Transporte
Warenannahme und Rüsten
Was steckt dahinter?
Das Ziel dahinter, die Logistik mit samt ihren komplexen Prozessen kennenzulernen und auch die Zusammenhänge zwischen Logistik und bestimmten Abteilungen wie beispielsweise der Disposition besser zu verstehen.
Ablauf
Jeden Morgen wurden wir am Logistikeingang abgeholt und zu unserer Abteilung für den Tag begleitet. Dort angekommen, wurden wir immer nett von unseren Kolleginnen und Kollegen empfangen und allen vorgestellt. Je nach Abteilung gab es zu Beginn eine kurze Einführung/Einweisung und dann ging es los.
Uns wurden die Aufgaben der Abteilungen erklärt und auch in der Praxis gezeigt. Anschließend durften wir die erklärten Aufgaben selbst durchführen. Unsere Kollegen standen uns dabei für Hilfestellungen und weitere Fragen jederzeit zu Verfügung. Der Arbeitstag ging dadurch sehr schnell vorbei und bald hieß es schon „Tschüss, bis zum nächsten Mal.“
Feedback der Azubis
Insgesamt finde ich den Logistikdurchlauf sehr wichtig. Bei FRICKE hängt viel von der Logistik ab, daher sollte man diese auch mal gesehen und dort gearbeitet haben, um die Prozesse und Hintergründe besser zu verstehen.
Ben Eric
Die Mitarbeitenden, die uns vor Ort in den einzelnen Abteilungen betreut haben, haben sich dafür eingesetzt uns alles zu zeigen und einen Crashkurs über die Aufgaben zu geben. Dadurch, dass wir selbst mitarbeiten durften, konnten wir die logistischen Abläufe in den einzelnen Bereichen schnell und einfach verstehen und nachvollziehen.
Trotzdem war die ungewohnte Arbeit teilweise körperlich sehr anstrengend und wir haben auch unsere gewohnten Arbeitsplätze vermisst.
Charlott und Michelle
Der Nutzen des Logistikdurchlaufs
Generell wird mit dem Durchlauf versucht, neue Bindungen zwischen Büro und Logistik zu schaffen. Denn durch das Knüpfen von neuen Kontakten und dem Kennenlernen der Prozesse, wissen wir jetzt, wer wofür zuständig ist und damit auch, wen wir bei welchen Fragen oder Klärungsfällen am besten kontaktieren können. Das hat den weiteren Vorteil der Zeitersparnis, da wir jetzt nicht mehrere Leute zu einem Thema befragen müssen, sondern uns direkt an eine zuständige Person mit dem notwendigen Wissen wenden können.
Außerdem wissen wir durch unsere eigene Erfahrung in der Logistik die tägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen dort jetzt definitiv noch mehr zu schätzen. Es gibt so vieles zu beachten, damit die Prozesse reibungslos ablaufen und die Arbeit ist vor allem körperlich in vielen Bereichen eine ziemliche Herausforderung.
Danke
Vielen Dank an alle, die uns die Zeit in der Logistik ermöglich haben und die Aufgaben sowie Prozesse erklärt haben!
Am 4. Juli besuchte die Klasse WKAA22 des Kivinans die FRICKE GRUPPE für einen Wandertag in Heeslingen. Wie läuft so ein Wandertag ab und was haben die Schülerinnen und Schüler in unserer Logistik erlebt?
Klare Entscheidung
Am Ende eines Schuljahres hat jede Klasse des Kivinans die Möglichkeit, gemeinsam einen „Wandertag“ zu planen und durchzuführen. Der Sinn dieses Wandertages besteht darin, die Klassengemeinschaft zu stärken und gelerntes in der Praxis zu sehen. Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler konnten sich zwischen etwas Aktivem aber Ausbildungsgebundenem und gewohntem Unterricht entscheiden. Da fiel die Wahl natürlich leicht: Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich schnell für einen Besuch des Heeslinger Logistikzentrums der FRICKE Gruppe. Der Tag rückte näher und dementsprechend musste er ausgiebig geplant werden.
Acht Personen aus der Klasse WKAA22 des Groß-& Außenhandelsmanagement sind Teil der FRICKE Gruppe und nahmen sich den Vorbereitungen an. In Absprache mit der Personalabteilung haben sie einen Zeitplan erstellt, aus dem sich die Idee ergab, den Mitschülerinnen und Mitschülern FRICKE von einer neuen Seite zu präsentieren. Nach den eher trockenen und unterrichtsbezogenen Präsentationen, hatte nämlich noch etwas Spannenderes gefehlt. Deshalb wurde ein Logistikrundgang durch unser Lager in Heeslingen organisiert.
Der Spaß darf nicht zu kurz kommen
Gegen 8:00 Uhr haben wir uns an der Zentrale getroffen und wurden von unserem Personalleiter Carsten und unserer HR Managerin Janice begrüßt. Um den anderen Schülerinnen und Schülern der Klasse das Unternehmen etwas näher zu bringen, haben wir sechs außergewöhnliche FRICKE Facts rund um die Logistik und das Personal vorgestellt. Darauf folgten die Projekte, an denen wir Azubis teilnehmen, wie zum Beispiel den FRICKE Social Run und f.inside. Nach einer Fragerunde ging es direkt weiter mit Teambuilding-Maßnahmen, um die Klassengemeinschaft weiter zu stärken.
Dazu wurden wir zuerst in zwei Gruppen aufgeteilt. Danach mussten wir uns in unseren Gruppen auf eine Decke stellen und diese versuchen umzudrehen, ohne dass einer von uns den Boden berührt. Für das zweite Spiel ging es auf das Gelände von FRICKE Nutzfahrzeuge. Dort hat jede Gruppe zwei Becher bekommen, welche mit einem Gummiband am Kopf befestigt wurden. Dazu bekam jede Gruppe einen Beutel Quinoa. Dieser wurde in einen Becher gefüllt und musste nun einmal an jeden in der Gruppe weitergegeben werden. Dabei durften natürlich keine Hände genutzt werden. Die Gruppe, die zum Schluss noch am meisten Quinoa im Becher hatte, wurde das Gewinnerteam.
Unsere Tour durch die Logistik
Um 10:00 Uhr ging endlich der Logistikrundgang los. Dabei wurde uns der gesamte Weg der Waren gezeigt: vom Wareneingang über das automatische Kleinteillager (AKL), zum Fachbodenzentrallager (FZ), zu der Verpackung und letztlich zum Warenausgang. Besonders faszinierend fanden wir die 16 Meter hohen Lagerorte und die Größe des gesamten Lagers inklusive Automatisierung.
Zusätzlich haben wir den Luftsicherheitsbereich sehen dürfen und erklärt bekommen, dass dafür ganz besondere Anforderungen eingehalten werden müssen. Beispielsweise darf keiner den Bereich betreten, der nicht im Bereich Luftsicherheit geschult worden ist.
Während des Rundgangs haben wir das Wort „NIO“ kennengelernt. Das bedeutet, dass ein Paket Nicht In Ordnung ist, da beispielsweise der Barcode nicht lesbar ist. Die Pakete landen dann bei einem Lageristen und dieser nimmt sich dem Problem an. Dabei ist der Spaß entstanden, dass unsere Lehrer ab nun an nicht mehr „falsch“, sondern „NIO“ sagen.
Dich interessiert ein Job in der Logistik? Dann findest du hier weitere Informationen.
In der vergangenen Woche am Donnerstag, den 27. April 2023, fand der deutschlandweite Zukunftstag statt. Hierbei tauschten die Jungen und Mädchen für einen Tag die Schulbank gegen einen Tag in der Berufswelt ein.
53 Schüler und Schülerinnen am Standort in Heeslingen
Insgesamt haben 53 Schüler und Schülerinnen den Weg zu uns nach Heeslingen gefunden, um für einen Tag ihre Eltern, Tanten, Onkel oder Nachbarn mit an den Arbeitsplatz zu begleiten und einen Einblick hinter die Kulissen der FRICKE Gruppe zu erhalten. Doch bevor der Tag richtig starten sollte, stand ein Rundgang durch die Logistikhallen auf dem Programm.
Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe am Zukunftstag
Anschließend ging es für die Schüler und Schülerinnen in verschiedene Bereiche der FRICKE Gruppe.
Ein paar Kinder begleiteten ihre Eltern zurück in die Logistik, um dort den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik näher kennenzulernen. Während einige Kinder mit dem Ablauf in der Warenannahme vertraut gemacht wurden, haben andere bei der Kommissionierung von Kundenaufträgen unterstützt.
Auch der Ausbildungsberuf eines Kaufmannes/einer Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement stand bei einigen Schülern und Schülerinnen auf dem Tagesprogramm. Ein paar Jungs und Mädchen konnten ihre Kreativität in der Marketingabteilung einbringen, während andere im Vertriebsinnendienst den Umgang mit Kunden kennenlernten.
Insgesamt 12 Schüler und Schülerinnen verbrachten den Tag in unserer Landmaschinenwerkstatt. Neben Einblicken in den Berufsalltag eines Landmaschinenmechatronikers durften die Kinder gemeinsam mit zwei Mitarbeitern eine Runde auf dem CLAAS Jaguar 990 und dem CLAAS Arion 420 fahren.
Wir haben uns sehr gefreut, dass sich so viele interessierte Mädchen und Jungen für den diesjährigen Zukunftstag angemeldet haben. Wir hoffen, wir konnten allen einen guten Einblick hinter die Kulissen der FRICKE Gruppe geben und unsere Arbeitsabläufe ein Stückchen näher zu bringen. Und wer weiß, vielleicht sehen wir den Einen oder Anderen ja nochmal wieder.
Im Rahmen meines ersten Ausbildungsjahres dufte ich für sechs Wochen unsere Kolleginnen und Kollegen des Produktmanagements bei TREX.PARTS besuchen, von ihnen lernen und Aufgaben übernehmen.
TREX.PARTS
TREX.PARTS ist Teil der Fricke-Gruppe und vertreibt als Großhändler Ersatzteile im Gabelstapler-Bereich.
An meinem ersten Tag bei TREX.PARTS wurde ich zum Kennenlernen durch die Räumlichkeiten des Unternehmens geführt. Dabei hatte ich die Möglichkeit alle Kolleginnen und Kollegen, sowie deren Abteilungen kennenzulernen. Auch das neue Lager unweit vom Verwaltungsgebäude entfernt, wurde mir gezeigt. Das war sehr spannend, da TREX.PARTS erst Ende letzten Jahres die Lagerkapazität um das Dreifache vergrößert hat. Doch nicht nur das Lager hat an Kapazitäten zugenommen, auch TREX.PARTS selbst ist stetig am Wachsen. Der Großhändler beschäftigt mittlerweile knapp 100 Mitarbeiter in Deutschland, Belgien und Frankreich. Eine weitere Niederlassung ist bereits in Planung und auch im Webshop wird an dem Ausbau der bisher zehn unterschiedlichen Sprachen weitergearbeitet.
Das TREX.PARTS Lager in Sittensen – Westerböhm
Wie ist das Produktmanagement bei TREX.PARTS aufgebaut?
Das Produktmanagement ist in 4 Sparten aufgeteilt. Dem Produktmanagement selbst, der Technischen Redaktion, Dispo sowie Fertigung + Identifizierung.
Das Produktmanagement, kurz PM, beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den Produkten, welche wiederum in 3 Qualitätsstufen eingeteilt werden. Den Originalteilen, der Erstausrüsterqualität und den so genannten Ident Teilen. Ident Teile sind Teile, die genau passend für den Verwendungszweck sind. Dafür wird ein Originalteil vom zuständigen PM erst bemustert und im zweiten Schritt identifiziert. Die Aufgabe des PMs ist es, eine passende Alternative, den Ident Artikel, ausfindig zu machen und die technischen Spezifikationen zu überprüfen. Auch für den Lieferantenkontakt, die Kundenanfragen, Produktschulungen und Lieferbedingungen ist der PM verantwortlich.
Die Technische Redaktion befasst sich hingegen mit Artikelrecherche, pflegt und füttert den Webshop kontinuierlich mit Daten und Bildern. Dabei werden gleichzeitig Artikel miteinander verknüpft, sodass eine leichte Auffindbarkeit für den Kunden gewährleistet wird. Auch die Übersetzung in die einzelnen Sprachen ist Aufgabe der Technischen Redaktion.
Meine Aufgaben bei TREX.PARTS
Zu Beginn bei TREX.PARTS habe ich einen Gabelstapler bemustern dürfen, um ein Gefühl für Gabelstaplerersatzteile zu bekommen. Anschließend habe ich für Artikel, welche noch keine Alternative haben, Jira Tickets erstellt. Ob für einen Artikel bereits Alternativen vorhanden sind, konnte im Webshop festgestellt werden. Die von mir erstellten Jira Tickets wurden von den PMs bearbeitet, indem sie Angebote bei ihren Lieferanten angefragt haben. Sofern ein gutes Angebot vorhanden war, konnte das Ticket geschlossen werden und die Alternative im Webshop eingespielt werden. Um zu überprüfen, ob alles ordentlich eingespielt worden ist, habe ich Listen bekommen, die ich nochmals überprüfen sollte. Die Arbeit direkt am Produkt und mit dem Webshop war sehr abwechslungsreich und interessant zugleich.
Für den Zeitraum von drei Wochen habe ich auch mein ganz eigenes Projekt bekommen. Ich durfte Ersatzteillisten zu einem Gabelstaplermodell erstellen und überprüfen, ob wir dazu bereits Alternativartikel anbieten. In diesem Zuge entschied ich, ob es Sinn machen würde, für alternativlose Artikel Optionen zu suchen, um diese letztlich dem Kunden anzubieten. Dabei wurde mir viel Verantwortung übertragen, wodurch ich mein schon gesammeltes Wissen anwenden und gleichzeitig erweitern konnte. Bei Fragen standen mir alle PMs immer gerne zur Verfügung.
Jette mit einem Gabelstapler im TREX.PARTS Lager
Bei TREX.PARTS wurde mir eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Zeit ermöglicht. Das Team war stets offen für all meine Fragen und hat mich sehr gut in Ihren Ablauf integriert. Vielen Dank für die interessanten sechs Wochen!
Herbert Stommel ist neuer Bereichsvorstand Logistik in der FRICKE Gruppe. Der Fachmann für Supply Chain Management bringt neue Impulse nicht nur in das Logistikzentrum in Heeslingen, sondern in das gesamte Unternehmen. Wir haben mit ihm gesprochen, was jetzt seine Aufgaben sind, auf welche Herausforderungen er sich besonders freut und wieso er die Erlangung eines Doktortitels auch im Bereich Logistik empfehlenswert findet.
Herr Stommel, Sie sind Supply Chain Experte. Wieso haben Sie sich für diesen Berufsweg entschieden?
Ich habe in Berlin Wirtschaftsingenieurwesen studiert und musste mich im Hauptstudium für inhaltliche Schwerpunkte entscheiden. Durch Praktika und Gespräche mit Bekannten habe ich erkannt, dass die Logistik eine Zukunftsbranche ist, die vor allem auch durch Dynamik und stetige Veränderung geprägt ist. Als Kind aus einem Unternehmerhaushalt war ich den Umgang mit Herausforderungen gewohnt und mich haben diese Dinge gereizt. Diese Entscheidung habe ich bisher auch noch nie bereut.
Sie haben sogar in Supply Chain Management promoviert. Aus welchem Grund haben Sie sich dazu entschieden einen Doktortitel auf diesem Feld zu machen?
Schon während des Studiums habe ich mich grundlegend entschieden eine Promotion anzustreben, da mich die Beschäftigung mit innovativen Konzepten interessiert hat und ich meine Expertise ausbauen wollte. Logistik und Supply Chain Management waren eh die Fokusbereiche für mein Berufsziel, somit war das Themenfeld grundlegend gesetzt. Der Logistiklehrstuhl in Berlin ist zudem eine renommierte Adresse in Deutschland und sehr aktiv im Bereich der Forschung.
Wie gestaltet sich die Erlangung eines Doktortitels in diesem Bereich und was war Ihr Forschungsgebiet?
Grundlegend gibt es zwei Wege zur Erlangung eines Doktortitels in der Logistik: Die Erstellung einer Studie zur Ableitung neuer Lösungen, die eher theoretischer Natur sind, oder aber ein Gemeinschaftsprojekt mit Industriepartnern, dessen Ergebnisse einen direkteren Bezug zur Praxis in Unternehmen hat. Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, da es mir wichtig war, Dinge aus der Promotionszeit im späteren Job anwenden zu können.
Ich habe mich dann im Rahmen eines Forschungsprojektes mit den variantenreichen Zulieferketten in der Automobilindustrie beschäftigt. Hierbei lag der Fokus auf deren Steuerung mit Hilfe von IT-gestützten Prozessen, wie SAP.
Gemeinsam mit Automobilherstellern, wie Daimler, BMW und Audi, Zulieferern und Logistikdienstleistern konnten wir neue Konzepte erproben. Das Ziel war hierbei die Erhöhung der Versorgungssicherheit der PKW-Montagen bei gleichzeitig möglichst geringen Lagerbeständen.
Was war für Sie die bisher größte Herausforderung im Bereich Logistik oder Supply Chain Management?
Ich war mit zwei vergleichbar großen Herausforderungen konfrontiert. Die eine lag in der Sanierung eines Geschäfts, das nach Übernahme durch meinen Arbeitgeber hohe Verluste gemacht hat. Es war auch ein Ersatzteilgeschäft, bei dem sogar kurzzeitig keine Auslieferung mehr erfolgen konnte. Ich wurde sechs Monate nach Übernahme beauftragt, das Geschäft zu optimieren und wieder profitabel zu machen. Durch die Vielfalt der Ursachen für die Situation hatten mein Team und ich einige große Herausforderungen zu meistern, haben es aber nach zwei Jahren erfolgreich geschafft.
Die andere Herausforderung lag im Anlauf einer neuen Logistikstruktur in Deutschland für ein niederländisches Handelsunternehmen. Hier musste innerhalb von 18 Monaten ein komplett neues Unternehmen aufgebaut werden mit 600 Mitarbeitenden und einer LKW-Flotte mit 120 Fahrzeugen. Ich war quasi der erste Mitarbeiter und hatte ein tolles Team an meiner Seite, mit dem wir das innerhalb des gesteckten Zeit- und Kostenrahmens hinbekommen haben.
Beide Themen haben gezeigt, was Teams gemeinsam bewegen können, wenn sie mit Begeisterung bei der Sache sind und dieselben Ziele verfolgen.
Wie sind Sie auf die FRICKE Gruppe als Arbeitgeber aufmerksam geworden?
Ehrlich gesagt ist die Fricke Gruppe auf mich aufmerksam geworden und hat Kontakt aufgenommen. Da ich mich ohnehin mit der Idee beschäftigt habe, eine andere Aufgabe zu übernehmen, passte alles zeitlich gut zusammen. Nach interessanten Gesprächen mit der Geschäftsleitung habe ich mich dann für den Wechsel entschieden und freue mich, nun endlich hier zu sein.
Das GRANIT Logistikzentrum in Heeslingen
Was reizt Sie besonders an Ihrer neuen Tätigkeit?
Die FRICKE Gruppe ist ein dynamisches Familienunternehmen mit starkem Wachstum. Da gibt es immer spannende Aufgaben zu übernehmen. Zum Beispiel führt Wachstum auch immer dazu, dass Prozesse nicht genauso schnell hierauf angepasst werden können, was wir jetzt nachholen wollen. Großprojekte wie ein Neubau in Tholey, bei denen alles vom Bau über Automatisierung und Personalaufbau geplant und umgesetzt werden muss, stellen das Team außerdem vor große Herausforderungen. Solche Projekte habe ich in der Vergangenheit bereits begleitet und freue mich heute schon auf den Tag des Betriebsanlaufs.
Visualisierung des Neubaus in Tholey
Sie sind jetzt knapp zwei Monate bei der FRICKE Gruppe. Wie sahen Ihre ersten Wochen im Unternehmen aus?
Die ersten Wochen waren geprägt davon, ganz viele Kolleginnen und Kollegen in meinem Team aber auch dem Rest des Unternehmens kennenzulernen. Neben der reinen Vorstellung ist es mir auch sehr wichtig, so schnell wie möglich unsere Abläufe und Strukturen zu verstehen. Nur so kann ich mit dem Team Fahrt aufnehmen und gemeinsam Impulse für unsere Supply Chain setzen.
Hierbei haben wir bereits erste Themen identifiziert, die wir kurzfristig angehen werden, um erste Verbesserungen zu erreichen.
Sie sind gebürtiger Rheinländer und leben mit Ihrer Familie im Münsterland. Wie gefällt Ihnen da Heeslingen bisher?
Ich habe bisher sowohl in ländlicheren Gegenden als auch Großstädten gelebt. Während des Abiturs habe ich einige Jahre in einem Ort mit 25.000 Einwohnern, danach habe ich mit Unterbrechung circa 17 Jahre in Berlin gelebt. Mittlerweile bin ich mit meiner Familie wieder in einer Stadt mit 35.000 Einwohnern heimisch geworden. Von daher kann ich mich gut mit der Region um Heeslingen anfreunden. Aktuell versuche ich noch die Gegend kennenzulernen, was sich momentan abends und bei Dunkelheit etwas schwieriger gestaltet. Trotzdem nimmt meine Suche nach einer langfristigen Bleibe langsam Gestalt an.
Wenn Sie nicht gerade Logistikprozesse optimieren, wie gestalten Sie dann Ihre Freizeit?
Ich versuche trotz meiner vielen Abwesenheit von zu Hause während der Woche, zumindest an den Wochenenden viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das gelingt uns vor allem im Sommer sehr gut, da unsere ganze Familie mit dem Golfsport ein gemeinsames Hobby hat, das man auch zusammen ausüben kann.
Um Abwechslung vom Büroalltag zu bekommen, bin ich in meiner Freizeit auch handwerklich aktiv und mache die meisten Dinge selber, die an einem Altbau, in dem wir leben, so anfallen.
Vielen Dank Herr Stommel für das interessante Gespräch.
Wenn ihr noch mehr über die Logistik in der FRICKE Gruppe erfahren wollt, dann schaut Euch unbedingt den Beitrag über das AKL in Heeslingen an. Was das genau ist und wie es funktioniert, erzählt Euch Niklas hier.
mein Name ist Monique, ich bin 19 Jahre alt und seit September 2020 ein Teil der FRICKE Gruppe. Ich mache bei GRANIT PARTS eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Aber stimmt das Klischee vom Männerberuf Logistik?
Meine Erfahrungen bei FRICKE
Kennt ihr auch diese Klischees, wenn es um die richtigen Voraussetzungen für einen Beruf geht? Ich werde zum Beispiel oft gefragt, warum ich in einem typischen Männerberuf arbeite. Vor Beginn meiner Ausbildung habe ich mir deswegen oft Gedanken und Sorgen gemacht. Bin ich als Frau überhaupt für den Beruf geeignet? Werde ich für die Mitarbeiter nur eine Last sein?
An meinem ersten Tag bei FRICKE wurde ich sehr herzlich empfangen und mir wurde alles gezeigt. Nach allen organisatorischen Punkten ging es endlich ins Lager. Ihr kennt sicherlich auch alle diese Anspannung und Nervosität, wenn es an einen neuen Arbeitsplatz geht. Dann wisst ihr genau, wie ich mich gefühlt habe!
Als ich zum ersten Mal durch das Lager von GRANIT gelaufen bin, ist mir sofort aufgefallen, dass hier viele Frauen arbeiten. In dem Moment war ich sehr erleichtert und froh zu sehen, dass das Klischee von der Logistik als Männerdomäne auf FRICKE überhaupt nicht zutrifft.
Monique und einige ihrer Kolleginnen in der GRANIT Logistik
Von der Kommissionierung zum Teamcoach – Denise‘ Werdegang bei GRANIT
Eine der tollen Frauen in der GRANIT Logistik ist Denise. Sie hat im Dezember 2015 als Kommissioniererin in der zentralen Fachbodenanlage angefangen. Hier werden Kleinteile aus Bestellungen für den Versand fertig gemacht. Sie hat bereits im ersten Jahr viele verschiedene Bereiche und Tätigkeiten in der GRANIT Logistik kennengelernt.
„Ich habe ziemlich schnell die Aufgaben rund um die NIO-Bearbeitung in der Verpackung übernommen. NIO steht für ‚Nicht in Ordnung‘. Schon ein halbes Jahr später konnte ich mich mit der Arbeit der Teamcoaches vertraut machen.“
Erzählt Denise von ihrem schnellen Aufstieg bei GRANIT.
Denise hat sich bewährt und wurde selbst zum Teamcoach. Heute ist sie als Führungskraft für die Kommissionierung von Kleinteilen und die Einlagerung von Paletten in der Zentralen Fachbodenanlage verantwortlich.
Keine Chance für Klischees
Mittlerweile stehe ich kurz vor meiner Abschlussprüfung. Ich habe mit vielen netten Kolleginnen und Kollegen zusammengearbeitet und egal in welcher Abteilung ich war oder wie schwierig etwas war, mir wurde immer unvoreingenommen geholfen. Bei GRANIT habe ich auch meinen Gabelstapler-Führerschein gemacht. Das kann nicht einmal jeder Mann von sich behaupten. Meiner Meinung nach ist das Klischee vom Männerberuf Logistik Schnee von gestern.
Es ist wieder Zeit für einen neuen Beitrag in der Reihe digitale Berufe in der FRICKE Gruppe. Heute werde ich euch einen Einblick in die Logistik-IT geben. Genauer gesagt in die Tätigkeiten von Annabelle, die Projektmanagerin in dieser Abteilung ist.
Annabelles Weg zu FRICKE
Ihren Bachelor hat Annabelle an der Uni Bremen in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik gemacht. Eingestiegen in die Berufswelt ist sie mit einem Trainee Programm bei einem Logistik Unternehmen in Stuttgart. Mit dem Unternehmen ist Annabelle dann nach Erfurt gezogen. Dort ist sie Gruppenleiterin und Key Userin für das Lagerverwaltungssystem gewesen. Im Anschluss folgten dann weitere 2,5 Jahre in Osnabrück einem weiteren Logistik-Unternehmen als Projektmanagerin. Dies hat sie gemacht, um mehr über klassisches und agiles Projektmanagement zu lernen. Um wieder näher bei der Familie zu sein, wollte Annabelle schließlich wieder in den Norden ziehen. Ein Freund hatte ihr FRICKE als Arbeitgeber vorgeschlagen. Eine passende Stelle war sogar ausgeschrieben. Im Mai 2019 hat Annabelle dann bei der FRICKE Gruppe als Projektmanagerin in der Logistik-IT angefangen.
Der digitale Beruf in der Logistik IT
Die Logistik-IT ist verantwortlich für die logistikspezifischen IT-Systeme und Anlagen. Dazu zählen verschiedene Tätigkeiten, wie das Einspielen und Betreuen von Updates, Anpassungen durch Veränderungen in der Logistik oder für Verbesserung, das Testen und in Betrieb nehmen von neuen Systemen oder Software. Außerdem werden die gesamte Fördertechnik und weitere Maschinen in der Logistik von der Logistik-IT und dem dazugehörigen Wartungsteam betreut. Wie ihr seht ist man in diesem Beruf fast ausschließlich in digitalen Systemen unterwegs. Aber man kommt auch weg vom Schreibtisch, wenn man in die Lagerhallen muss, um dort Live-Tests zu begleiten und um selbst die Systeme zu testen, indem man kommissioniert oder an einem neuen oder umgestellten System verpackt.
Wird sich voraussichtlich in Zukunft etwas an dem Beruf ändern?
Durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung gibt es für uns immer neue Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Der stetige Personalmangel an Fachkräften und die zeitgleiche Expansion unseres Unternehmens kann so unterstützt werden, indem wir die internen und externen Prozesse verschlanken und verbessern. Ich bin zudem sehr gespannt darauf, wie sich der Einsatz von künstlicher Intelligenz in unserem Geschäftsbereich noch weiter entwickeln wird.
Antwort von Annabelle
Hier seht ihr Annabelle bei der Kommissionierung im automatischen Kleinteilelager für einen Test der Systeme
Großer Aufgabenbereich
In ihrem Team ist Annabelle zuständig für Weiterentwicklung, Projekte, tägliche Herausforderungen und allgemeine Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem Lagerverwaltungssystem oder dem Versandsystem (Software für die Erstellung von Versandlabeln und die elektronische Übermittlung der Packstückinformationen an die Frachtführer) stehen.
Ein großes Projekt von Annabelle war im letzten Jahr die Inbetriebnahme des automatischen Kleinteilelagers (AKL), über das wir in diesem Beitrag schon berichtet haben. Hierfür wurde schon 1,5 Jahre vorher mit der Pflichtenhefterstellung (in dem Pflichtenheft wird die Umsetzung der Anforderungen von FRICKE an den Auftragnehmer beschrieben) begonnen und Gespräche zu den Prozessen und Schnittstellen zwischen dem Lagerverwaltungssystem und dem Materialflussrechner der Fördertechnik wurden geführt. Die neuen Dialoge für Kommissionierung und Verpackung wurden designt, alle Prozesse vorher getestet und dann kam der Go-Live im Februar 2021. Seitdem ist auch das automatische Kleinteilelager in Annabelles Betreuung. Neben dem AKL betreut sie noch weitere Bereiche. Wenn hier Prozesse umgestellt werden, müssen diese vorab systemseitig geprüft sein. Fehlende Funktionen müssen mit den Logistik-Fachbereichen besprochen und rechtzeitig als Anforderung an einen Dienstleister gegeben werden. Des Weiteren bildet Annabelle sogenannte Key User aus, um fachspezifisches Wissen weiterzugeben.
Wie würdest du deinen Beruf kurz beschreiben?
Mein Beruf ist super abwechslungsreich, verantwortungsvoll und zeitweise auch stressig. Man muss immer über den Tellerrand hinwegschauen, damit bei einer Änderung keine Probleme in anderen Prozessen oder Bereichen entstehen. Auf die Weiterentwicklungen in der Logistik kann ich deutlich Einfluss nehmen und arbeite dabei mit vielen Kollegen und Dienstleistern zusammen.
Antwort von Annabelle
Ich hoffe ihr konntet einen kleinen Einblick in die Logistik IT bekommen. Solltet ihr noch weitere Fragen an Annabelle haben, kommentiert gerne unter diesem Beitrag oder schreibt uns eine E-Mail an karriere.blog@fricke.de.
Das gesamte Team des Karriere-Blog wünscht allen Lesern ein frohes neues Jahr.
die FRICKE Gruppe wächst kontinuierlich weiter, speziell die Wilhelm Fricke SE mit dem Ersatzteilhandel mit der Eigenmarke GRANIT PARTS. Wo Wachstum ist, wird meistens auch mehr Platz benötigt. GRANIT PARTS als Versandhandel benötigt mehr Lagerplatz und somit eine größere Logistikfläche. Also hat man sich entschlossen, die Logistik am Standort Heeslingen erneut zu erweitern.
Der Weg zur Logistikerweiterung
Das Sortiment und die Verkaufsmengen wachsen stetig. Dadurch kommt auch das Lager irgendwann an seine Grenzen. Also hat man sich im Jahr 2017 dafür entschieden, eine neue Lagerfläche zu bauen. Die Planung bis zum Baubeginn Mitte des Jahres 2019 hat ca. zwei Jahre gedauert. Zunächst wurde die Anforderungen an die Logistikerweiterung gesammelt und daraus verschiedene Möglichkeiten der Erweiterung aufgestellt sowie analysiert. Am Ende stand der Plan zur Umsetzung.
Der Plan
Nachdem das beste Szenario zur Umsetzung ausgewählt wurde, ging es in die Detailplanung. Dort wurden die zwei neue Hallen und eine Vorzone geplant. Die neuen Hallen sind Halle 16 und 17 mit Vorzone. Die Halle 16 besteht aus zwei Teilen, 16.1 und 16.2. In Halle 16.1 wurde ein Breitganglager mit ca. 9.000 Palettenstellplätzen eingerichtet. Dort werden große und schwere Artikel, die nicht für die Fördertechnik geeignet sind, gelagert und kommissioniert. In der Halle 16.2 wurde die Fachbodenanlage aus der daran angrenzenden Halle 5 erweitert. Die Fachbodenanlage erstreckt sich über vier Etagen inklusive Erdgeschoss. In ihr sind kleine und schnelldrehende Artikel, die fördertechnikfähig sind, gelagert. Die bereits vorhandene Fachbodenanlage hat 330.000 Lagerorte. Die Logistikerweiterung hat diese Kapazität auf insgesamt 660.000 Lagerorte verdoppelt. Die Halle 16 hat eine Grundfläche von ca. 8.300 qm. Mit den Etagen der Fachbodenanlage ergibt sich eine Nutzfläche von ca. 20.000 qm. Die zweite neugebaute Halle 17 mit Vorzone ist für ein Automatisches Kleinteilelager vorgesehen. Diese hat eine Grundfläche von ca. 5.000 qm.
Hier der Hallenplan des gesamten Standorts mit der grün eingefärbten Erweiterung.
Das Automatische Kleinteilelager
In der Halle 17 wurde ein Automatisches Kleinteilelager eingebaut. Dies ist ein Shuttlelager für die Ware zum Mann/Frau Kommissionierung. Das heißt, dass der Kommissionierende nicht zum Lagerplatz geht, sondern die Ware im Behälter auf der Fördertechnik zu ihm fährt. In dem Shuttlelager sind ca. 100.000 Stellplätze für Behälter. Es gibt zwei verschiedene Behältertypen. Der große Behälter ist 80 cm lang, 60 cm breit und 32 cm hoch. Von diesem Typ gibt es ca. 80.000 im Lager. Der kleine Behälter ist 60 cm lang, 40 cm breit und 32 cm hoch. Von ihm gibt es ca. 20.000. Neben dem automatischen Transport aus dem Lager zum Kommissionierplatz, ist auch das Kartonhandling vollautomatisch. Die Kartons werden automatisch aufgestellt, zum Kommissionierplatz gefahren und dort mit Ware gefüllt. Die vollen Kartons fahren dann weiter zu einem Packplatz. Dort wird weiteres Verpackungsmaterial zum Schutz der Ware hinzugefügt. Danach fahren die Kartons zum automatischen Kartonverschließer. Dieser misst, wie weit der Karton gefüllt ist, schneidet den Karton soweit runter wie möglich und klebt einen Deckel darauf.
Hier seht ihr eines der Shuttles, das die Behälter aus den Lager holt.
Inbetriebnahme der Logistikerweiterung
Die Bauphase beider Hallen und der Einbau der Logistiktechnik wurde Ende 2020 abgeschlossen. Dort war die Halle 16, sowohl Fachboden als auch Breitganglager, schon in der Befüllung mit Ware und teilweise auch im regulären Betrieb. Das Automatische Kleinteilelager hat durch den Einbau der aufwendigen Technik länger gedauert. Mit Fertigstellung des Einbaus der Technik musste diese noch ausgiebig getestet werden. Jedes mögliche Szenario, das in der Kommissionierung oder auch Einlagerung auftreten kann, wurde getestet, um einen reibungslosen Betrieb der Anlage zu gewährleisten. Die Testphase hat weitere drei Monate in Anspruch genommen. Heute sind alle Bereiche des Neubaus im regulären Normalbetrieb.
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