Schlagwort: Product Management

  • Jette bei TREX.PARTS

    Jette bei TREX.PARTS

    Im Rahmen meines ersten Ausbildungsjahres dufte ich für sechs Wochen unsere Kolleginnen und Kollegen des Produktmanagements bei TREX.PARTS besuchen, von ihnen lernen und Aufgaben übernehmen.  

    TREX.PARTS

    TREX.PARTS ist Teil der Fricke-Gruppe und vertreibt als Großhändler Ersatzteile im Gabelstapler-Bereich.

    An meinem ersten Tag bei TREX.PARTS wurde ich zum Kennenlernen durch die Räumlichkeiten des Unternehmens geführt. Dabei hatte ich die Möglichkeit alle Kolleginnen und Kollegen, sowie deren Abteilungen kennenzulernen. Auch das neue Lager unweit vom Verwaltungsgebäude entfernt, wurde mir gezeigt. Das war sehr spannend, da TREX.PARTS erst Ende letzten Jahres die Lagerkapazität um das Dreifache vergrößert hat. Doch nicht nur das Lager hat an Kapazitäten zugenommen, auch TREX.PARTS selbst ist stetig am Wachsen. Der Großhändler beschäftigt mittlerweile knapp 100 Mitarbeiter in Deutschland, Belgien und Frankreich. Eine weitere Niederlassung ist bereits in Planung und auch im Webshop wird an dem Ausbau der bisher zehn unterschiedlichen Sprachen weitergearbeitet.

    Das TREX.PARTS Lager in Sittensen – Westerböhm

    Wie ist das Produktmanagement bei TREX.PARTS aufgebaut?

    Das Produktmanagement ist in 4 Sparten aufgeteilt. Dem Produktmanagement selbst, der Technischen Redaktion, Dispo sowie Fertigung + Identifizierung.

    Das Produktmanagement, kurz PM, beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den Produkten, welche wiederum in 3 Qualitätsstufen eingeteilt werden. Den Originalteilen, der Erstausrüsterqualität und den so genannten Ident Teilen. Ident Teile sind Teile, die genau passend für den Verwendungszweck sind. Dafür wird ein Originalteil vom zuständigen PM erst bemustert und im zweiten Schritt identifiziert. Die Aufgabe des PMs ist es, eine passende Alternative, den Ident Artikel, ausfindig zu machen und die technischen Spezifikationen zu überprüfen. Auch für den Lieferantenkontakt, die Kundenanfragen, Produktschulungen und Lieferbedingungen ist der PM verantwortlich.

    Die Technische Redaktion befasst sich hingegen mit Artikelrecherche, pflegt und füttert den Webshop kontinuierlich mit Daten und Bildern. Dabei werden gleichzeitig Artikel miteinander verknüpft, sodass eine leichte Auffindbarkeit für den Kunden gewährleistet wird. Auch die Übersetzung in die einzelnen Sprachen ist Aufgabe der Technischen Redaktion.

    Meine Aufgaben bei TREX.PARTS

    Zu Beginn bei TREX.PARTS habe ich einen Gabelstapler bemustern dürfen, um ein Gefühl für Gabelstaplerersatzteile zu bekommen. Anschließend habe ich für Artikel, welche noch keine Alternative haben, Jira Tickets erstellt. Ob für einen Artikel bereits Alternativen vorhanden sind, konnte im Webshop festgestellt werden. Die von mir erstellten Jira Tickets wurden von den PMs bearbeitet, indem sie Angebote bei ihren Lieferanten angefragt haben. Sofern ein gutes Angebot vorhanden war, konnte das Ticket geschlossen werden und die Alternative im Webshop eingespielt werden. Um zu überprüfen, ob alles ordentlich eingespielt worden ist, habe ich Listen bekommen, die ich nochmals überprüfen sollte. Die Arbeit direkt am Produkt und mit dem Webshop war sehr abwechslungsreich und interessant zugleich.

    Für den Zeitraum von drei Wochen habe ich auch mein ganz eigenes Projekt bekommen. Ich durfte Ersatzteillisten zu einem Gabelstaplermodell erstellen und überprüfen, ob wir dazu bereits Alternativartikel anbieten. In diesem Zuge entschied ich, ob es Sinn machen würde, für alternativlose Artikel Optionen zu suchen, um diese letztlich dem Kunden anzubieten. Dabei wurde mir viel Verantwortung übertragen, wodurch ich mein schon gesammeltes Wissen anwenden und gleichzeitig erweitern konnte. Bei Fragen standen mir alle PMs immer gerne zur Verfügung.

    Jette mit einem Gabelstapler im TREX.PARTS Lager

    Bei TREX.PARTS wurde mir eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Zeit ermöglicht. Das Team war stets offen für all meine Fragen und hat mich sehr gut in Ihren Ablauf integriert. Vielen Dank für die interessanten sechs Wochen!

    Für einen weiteren Erfahrungsbericht über TREX.PARTS könnt ihr Felix sechs Monate bei TREX lesen.

  • Quarantänehotel und Hühnerfüße

    Quarantänehotel und Hühnerfüße

    Hallo zusammen, unser Junior Product Manager Pascal ist bereits seit einigen Monaten in Taiwan. Vor Ort betreut er die Entwicklung neuer Produkte und unterstützt die Kollegen im taiwanesischen Büro beim Ausbau der Sortimente und der Kommunikation mit den deutschen Kollegen. Jetzt hat er uns von seinen Erfahrungen und der Arbeit im Ausland berichtet.

    Die Anreise

    Angefangen hat alles schon viel früher. Bereits Ende 2019 entstand der Plan für einen Auslandseinsatz, nur kreuzte das Coronavirus die Ausreise. Erst beim dritten Anlauf für ein Visum Ende 2020 bekam er eines ausgestellt, allerdings vorerst nur für drei Monate und mit allerlei Einschränkungen. Trotzdem steigt er voller Vorfreude im Frühjahr 2021 dann in den Flieger in Richtung Taiwan, genauer gesagt Taipeh. Bereits mit dem Wissen, dass er für 14 Nächte in einem sogenannten „Quarantänehotel“ untergebracht sein würde. Angekommen in Taiwan erwartet Pascal nach mehreren Checks am Flughafen dann zwei Wochen Isolation in einem Hotelzimmer. Dort verbringt er seine Zeit mit Arbeit am Laptop, Sport und der einen oder anderen Serie.

    Ankunft in Taiwan

    Erst nach Abschluss der Isolation kommt er richtig in Taiwan an. Er bezieht seine eigene Wohnung, ein möbliertes Apartment, welches Benson, ein taiwanesischer Kollege, im Vorfeld organisiert hat. Bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch lernt er einen Teil der Belegschaft des IPOs das erste Mal persönlich kennen. Denn während der Einreisebeschränkungen durch das Coronavirus, hatten bereits zwei neue Kollegen in unserem IPO die Arbeit aufgenommen, die er noch nicht kannte. Die Einarbeitung fiel ihm leicht, weil er vorerst gewohnte Aufgaben aus Deutschland machte und Schritt für Schritt in die taiwanesische Art der Arbeit eingeweiht wurde.

    Alltag in Taiwan

    Schnell stellt sich für ihn eine Art Alltag ein. Gegen 8:00 Uhr startet er seinen Tag und verbringt den Vormittag mit der Vorbereitung und Planung von Projekten. Hier steht er vor allem im Austausch mit den Kollegen, um wichtige Informationen einzuholen und diese aufzuarbeiten. Da Taipeh zeitlich sechs Stunden vor Heeslingen liegt, hat er aber meist erst nach der Mittagspause Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen in Deutschland.

    Für gewöhnlich geht er mit allen Kollegen gemeinsam in der Mittagspause essen. Manchmal holen sie sich aber auch nur etwas „auf die Hand“ in einer der nahegelegenen „Food-Streets“ (Straßen mit allerlei Imbissangeboten). Anders als in Deutschland ist es eher die Ausnahme, wenn sich ein Kollege etwas zu essen mitbringt, allein schon wegen der sehr niedrigen Kosten für das spontane „Essengehen“.

    Am Nachmittag bespricht Pascal dann mit den deutschen Kollegen Fortschritte in Projekten, Preise und vieles mehr, was er am Vormittag vorbereitet hat. Gegen Abend verabschiedet er sich in den Feierabend, während die deutschen Kollegen noch arbeiten müssen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage ist leider in der Freizeit wenig möglich. Mit Sport oder vereinzeltem Kontakt mit Menschen vor Ort, versucht er aber so gut es geht seine Zeit zu füllen.

    Corona-Pandemie in Taiwan

    Zuletzt stiegen die Corona Zahlen in Taiwan wieder an. Anders als im Nachbarland China setzt man weniger auf eine Impfkampagne. Vielmehr beschränkt man sich auf besondere Vorsicht bei der Einreise, in der Hoffnung, dass sich die Pandemie hierdurch im Sande verläuft. Um die Lage wieder in den Griff zu bekommen, gelten jetzt aber harte Ausgangsbeschränkungen/-Empfehlungen im öffentlichen Leben. Pascal erlebt aber einen ganz anderen Umgang der Bevölkerung mit der Pandemie, als er ihn aus Deutschland gewohnt ist. So sind vom einen auf den anderen Tag alle U-Bahnen wie leer gefegt. Nachdem die Regierung eine Empfehlung ausgesprochen hat, möglichst Zuhause zu bleiben, beziehungsweise auf die Nutzung des ÖPNV zu verzichten, hält sich die Bevölkerung auch daran. In Deutschland ohne Verbot wahrscheinlich schwer vorstellbar.

    Nachtrag zur aktuellen Situation

    Die Zahlen sind aktuell auf niedrigem und weiterhin sinkendem Niveau. Die Neuinfektionen in ganz Taiwan liegen seit den vergangenen drei Wochen unter 20 Neuinfektionen bei einer Bevölkerungszahl von knapp 24 Millionen Menschen. Seit dem 9. August ist auch die Nutzung der Strände wieder möglich, was seit den Restriktionen im Mai verboten war. Auch die Nutzung öffentlicher Sportstätten wie beispielsweise Basketballfeldern ist wieder möglich. Ein Mindestabstand soll jedoch bewahrt werden und ein Mundschutz ist ebenfalls zu tragen. Dieser muss, anders als in Deutschland, ab dem Verlassen der eigenen Wohnung getragen werden. In der Öffentlichkeit ist es kaum möglich den Mund-Nasen-Schutz einmal abzulegen. Allenfalls bei einem kleinen Schluck aus der Trinkflasche werden beide Augen zugedrückt. Bei Temperaturen, die jenseits der 35°C liegen, ist das jedoch verständlich!

    Impfungen liegen mittlerweile auch in Taiwan stark im Fokus. Da die Impfstrategie jedoch erst nach der letzten Corona-Welle in Taiwan begonnen hat, wird es noch eine Weile dauern, bis man ansatzweise das deutsche Niveau erreicht. Auch wegen der zuletzt schwierigen Situation kann Pascal nicht allzu viele Lieferanten besuchen. Diese sind über das Land verstreut und somit wären lange Anreisen nötig, die aktuell vermieden werden sollen. Jedoch gibt es Situationen, bei denen ein Lieferant besucht werden muss. Gerade bei Erstverschiffungen erfahren alle Artikel besondere Aufmerksamkeit. So wird sichergestellt, dass alle verschickten Produkte auch den hohen Qualitätsansprüchen von GRANIT gerecht werden. Diese Reisen sind jedes Mal ein Highlight für Pascal, der sich für die Zukunft wünscht, noch deutlich mehr Lieferanten persönlich besuchen zu können.

    Freizeit in Taiwan

    Auf der einen oder anderen Geschäftsreise hatte er bereits die Gelegenheit kleine Abstecher zu Sehenswürdigkeiten zu machen. Und auch an den Wochenenden versucht er, die Hauptstadt Taipeh zu erkunden. Wie er selbst es bezeichnet: „Touri-Kram“. Highlights sind dann das Surfengehen mit einem Kollegen oder das Kosten der kulinarischen Highlights Taiwans. Die taiwanesische Küche hatte auch schon allerlei Überraschungen, wie Schweineohren oder auch ein 1.000-jähriges Ei für ihn auf Lager. Neben der Arbeit versucht er außerdem seine Sprachkenntnisse zu vertiefen, um noch besser mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

    Viel Spaß bereitet ihm auch das Schlendern über die in Taiwan weit verbreiteten „Night Markets“, auf denen man neben allerlei kulinarischen Delikatessen auch viele einfache und günstige Artikel finden kann, die für uns fast unvorstellbar sind.

    Ausblick

    Insgesamt möchte Pascal ein Jahr in Taiwan bleiben, wobei er sich auch ein weiteres Jahr in Taiwan gut vorstellen kann. Da Pascal neben seiner Arbeitserlaubnis jetzt auch eine Aufenthaltsgenehmigung hat, steht dem Leben in Taiwan bis Ende März nächsten Jahres nichts weiter im Wege. Durch die damit verbundene Wiedereinreise-Erlaubnis nutzte Pascal seinen Sommerurlaub zum Teil auch für einen Besuch in Deutschland. Natürlich durfte bei diesem Aufenthalt der Besuch von Kollegen, Freunden und der Familie nicht fehlen.

    Wir finden es toll, wie sich Pascal neben seiner Arbeit auf Land und Leute einlässt. Für seine restliche Zeit wünschen wir ihm alles Gute!

    Dich interessieren unsere Einkaufsbüros im Ausland? Hier findest du einen Bericht über die Büros in Istanbul und Shanghai!