Schlagwort: Neues Lager

  • Tholey ganz persönlich – Die Gesichter hinter dem Projekt

    Tholey ganz persönlich – Die Gesichter hinter dem Projekt

    Als wir euch in unserem ersten Beitrag „FRICKE goes Tholey“ über den Bau des Logistikzentrums in Tholey informiert haben, steckte das Projekt noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile ragen auf dem Gelände der ehemaligen Matschwüste große Lagerhallen in den Himmel. Im Juli 2024 hat die Grundsteinlegung stattgefunden und erst kürzlich wurden die Gebäude des ersten Bauabschnitts übergeben. Für das Frühjahr 2026 ist die Inbetriebnahme des Logistikzentrums geplant. Dafür muss hinter den Kulissen noch viel passieren. Tagtäglich wird hart daran gearbeitet, um den Zeitplan einhalten zu können. Wir wollen euch in diesem Beitrag ein aktuelles Update zum Stand des Projektes geben und einen Teil des Teams vorstellen.

    Andreas – Als Projektleiter alles im Griff

    Andreas ist der zukünftige Standortleiter des Logistikzentrums in Tholey und seit 3 Jahren ein Teil der FRICKE Gruppe. Er ist gebürtiger Saarländer und genießt es, wieder in der eigenen Heimat tätig zu sein, nachdem er dieser mit 18 Jahren den Rücken zugekehrt hatte. Sein erstes halbes Jahr bei FRICKE bestand vor allem darin, das Unternehmen und die dazugehörigen Prozesse kennenzulernen. Da das am besten vor Ort selbst funktioniert, hat Andreas die ersten sechs Monate in Heeslingen verbracht. Mittlerweile ist er nur noch alle zwei bis drei Wochen dort und verbringt die restliche Zeit in Tholey.

    Befinden sich die Büros dort momentan noch in Baucontainern, wird es in ca. einem Monat soweit sein und das Team kann die fertigen Büroräume beziehen. Momentan beschäftigt sich Andreas in seinem Arbeitsalltag nicht nur damit, die Automatisierung fertigzustellen und Prozesse im Werk selbst zu definieren, sondern auch damit, die gesamte Infrastruktur am Standort aufzubauen. Alles, was am Hauptstandort in Heeslingen bereits vorhanden ist, muss für Tholey erst noch organisiert werden. Angefangen mit der Rekrutierung des Personals über die Beschaffung von Verbrauchsmaterialien bis hin zu der Organisation der Reinigung der Räumlichkeiten und Entsorgung. Damit hat man allerhand zu tun!

    Andreas (links) bei der Führung durch die Logistikhallen mit Hans-Peter Fricke (rechts) in Tholey

    Hendrik – Schnittstelle zwischen Software und Lagertechnik

    Hendrik war bereits bei der Grundstücksauswahl für den neuen Logistik-Standort beteiligt, so dass er als erster Mitarbeiter der FRICKE Gruppe das Grundstück in Tholey Ende 2017 besichtigt hat. Seit Februar 2022 ist er erneut in dem Projekt involviert. Am Standort Tholey wird SAP EWM eingesetzt. Das steht für Extended Warehouse Management und ist das Lagerverwaltungssystem von SAP, welches bereits an allen Lagerstandorten bei unserem Tochterunternehmen Hofmeister & Meincke eingesetzt wird. Wie bereits bei Hofmeister & Meincke ist Hendrik auch am Standort Tholey für die Einführung von SAP EWM sowie die ERP-Integration verantwortlich. Neben der Abbildung der kompletten Prozesskette vom Wareneingangs- bis zum Warenausgang gilt es viele übergreifende Fragen abzustimmen: Wie wird im Webshop und SAP ERP-System gesteuert, welcher Auftrag zukünftig von welchem Standort ausgeliefert wird? Welche Versandoptionen gibt es pro Standort und wie werden diese dem Kunden dargestellt? Wie werden Umlagerungen zwischen den Werken abgebildet?
    Zusätzlich kommt die Abbildung des Materialflussrechners im EWM sowie die Anbindung des automatischen Shuttle-Lagers dazu. Vor allem bezüglich des Shuttle-Lagers, aber auch zu vielen anderen Prozessen steht Hendrik in einem engen Austausch mit Wesley, um die zukünftigen Softwarelösung für den Standort Tholey festzulegen.

    Hendrik ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um die IT-Themen geht, die die logistischen Prozesse betreffen

    Wesley – Verantwortung für Automatisierung und Logistikplanung

    Wesley ist seit dem ersten Kick-off-Termin im Frühjahr 2021 in das Projekt rund um Tholey eingebunden. Angefangen als Werkstudent hat er nach seinem Masterabschluss im Frühjahr 2022 die Stelle als Teilprojektleiter für die Automatisierung angetreten. Auch wenn sein Herz vor allem für die Produktionstechnik schlug, konnte ihn die Logistikplanung, mit der er sich im Rahmen der Projektplanung rund ein Jahr lang eindringlich beschäftigt hat, dennoch überzeugen.

    Wesley hat das Projekt bereits vom ersten Ideenaustausch mit den externen Logistikberatern über die Ausschreibung der Automatisierungstechnik bis hin zum heutigen Stand begleitet. Momentan schreitet der Aufbau der automatisierten Intralogistik im Inneren der Hallen mit großen Schritten voran. Trotzdem ist die die Planungsarbeit noch nicht abgeschlossen. Die Planung findet vom Groben ins Feine statt und aktuell befindet sich das Team in den letzten Zügen der Feinplanung. Hierzu gehört beispielweise die Detaillierung der Arbeitsplätze, an denen die Mitarbeiter später hocheffizient arbeiten werden. Daneben finden derzeit unter anderem die finalen Anlagen-Simulationen sowie die Vorbereitungen für die Tests und den Ramp-Up der Anlagentechnik statt. Durch den Standort in Tholey ergibt sich auch ein neues GRANIT Logistiknetzwerk. Deswegen beschäftigt sich Wesley mit dem Thema der Logistiknetzwerkplanung, bei dem es um die Beantwortung von Fragestellungen wie „Welche Kunden beliefern wir zukünftig aus welchem Logistikzentrum?“ geht.

    Wesley kennt die Fördertechnik bis ins kleinste Detail

    Während Wesley die Fördertechnik aus dem FF kennt, gehört es auch zu seinen Aufgaben, dieses über die Jahre angesammelte Know-how an das Technik-Team weiterzugeben. An dieser Stelle kommen Randolf und sein Team ins Spiel.

    Randolf – Die Technik im Blick

    Randolf war nach Andreas der zweite feste Mitarbeiter vor Ort in Tholey. Er ist Teamleiter Anlagen- und Gebäudetechnik und seit dem 01.04. bei der FRICKE Gruppe beschäftigt. Wie Andreas kommt auch er aus der Region und hat die Entstehung des Logistikzentrums hautnah miterlebt. Das Gelände liegt auf seinem ehemaligen Arbeitsweg, sodass Randolf tagtäglich den Fortschritt auf der Baustelle verfolgen konnte. Das Projekt ist seit Baubeginn in der Region bekannt und hat daher seine Neugier geweckt.

    Zukünftig wird sein Team aus 11 Elektrikern, Elektrotechnikern und Mechatronikern bestehen. Gemeinsam werden sie dafür zuständig sein, die Anlagen und Maschinen am Laufen zu halten und gegebenenfalls zu reparieren. Dafür finden in nächster Zeit umfangreiche Schulungen und Einweisungen statt, um die Anlagenteile kennenzulernen und die Instandhaltung dieser zu gewährleisten. Im Bereich der Gebäudetechnik kümmert sich das Team zum Beispiel um die Sprinkleranlagen für den Brandschutz, Lüftungs- und Heizsysteme zur Regulierung des Raumklimas oder um die Notstromaggregate, die bei Stromausfällen eine unterbrechungsfreie Versorgung sicherstellen. Die gesamte Intralogistik wird somit von Randolfs Team verantwortet. Sie sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf aller innerbetrieblichen Materialflüsse.

    Randolf bei seinem ersten Besuch im Lager in Heeslingen

    Tholey als Gemeinschaftsprojekt

    Das Projekt liegt hervorragend im Zeitplan und das Team rechnet damit, ab März die ersten Pakete ausliefern zu können. Die Bruttogeschossfläche von 28.000 Quadratmetern aus dem ersten Bauabschnitt entspricht circa einem Drittel der Fläche des Lagers in Heeslingen. Mit dieser Größe wird das Logistikzentrum in Tholey das Lager in Heeslingen zukünftig entlasten und bei der Auslieferung der Ware vor allem an Kunden aus dem Süden tatkräftig unterstützen. Wenn der Standort in Tholey voll ausgebaut ist, wird die Fläche die Größe des Lagers in Heeslingen sogar übersteigen.

    Das Projekt rund um das neue Logistikzentrum in Tholey ist eine wahre Mammutaufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Neben den Projektteams vor Ort gehören auch weitere Teilprojekte mit dazu, ohne die die Realisierung gar nicht möglich wäre. Neben der IT-Infrastruktur muss auch eine umfangreiche Netzwerkplanung aufgebaut werden, damit der Warenfluss für die Läger in Heeslingen und Tholey effizient gestaltet wird. Außerdem muss das nötige Personal angeworben werden, das einen reibungslosen Ablauf der Prozesse gewährleistet. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit während des gesamten Projektes hat dazu geführt, dass der Zeitplan eingehalten werden kann und alle dem großen Go-Live optimistisch entgegenblicken.

  • Ab in den Süden – FRICKE goes Tholey

    Ab in den Süden – FRICKE goes Tholey

    Wesley steht inmitten einer riesigen Matschwüste im Saarland. Nach seinem Masterabschluss 2022 ist er als Projektmanager in der Logistik der FRICKE Gruppe eingestiegen. Nun arbeitet er hier im saarländischen Tholey an einem der größten Projekte, das die FRICKE Gruppe je umgesetzt hat: Der Bau eines zweiten Lagers, eines „Südlagers“ für die FRICKE Gruppe. Gemeinsam mit ihm möchten wir in diesem Beitrag auf die bisherigen Entwicklungen in Tholey blicken.

    Die Nadel im Heuhaufen

    Aber einen Schritt zurück: ein zweites Lager für GRANIT PARTS? Die Idee für ein weiteres Lager steht schon lange Zeit im Raum. Bereits 2017 kommen erste Ideen auf, weg von der Strategie eines Zentrallagers in Heeslingen mit einem weiteren Lager näher an die Kunden in Südeuropa heranzurücken. Besonders das Versprechen einer schnellstmöglichen Lieferung, also Lieferung gelagerter Artikel an jede Adresse in Europa innerhalb kürzester Zeit, soll damit auch langfristig umsetzbar bleiben. 2018 wird es dann ganz konkret: Die Geschäftsführung nimmt Kontakt zu Planern auf, und erste Überlegungen werden angestellt.

    Über die folgenden Monate werden die Pläne immer konkreter. Ziel ist es einerseits sich dicht an der deutsch-französischen Grenzen zu positionieren und andererseits auch genügend Fläche für langfristiges Wachstum zu haben. Nach langer Suche findet sich dann endlich der scheinbar perfekte Ort im saarländischen Tholey: Ein Grundstück mit über 120.000 Quadratmeter Fläche und nur eine halbe Stunde Fahrtweg bis zur französischen Grenze über die direkt angrenzende Autobahn. Genau der richtige Ort zur richtigen Zeit!

    In nur sechs Stunden geht es über die A1 von Tholey nach Heeslingen

    Zusätzlich können Mitarbeitende auf der gleichen Straße in nur sechs Stunden bis zum FRICKE Gelände an der A1 in Bockel fahren, die Anbindung nach Heeslingen ist also auch sehr gut. Auch die Gemeinde Tholey ist schon Feuer und Flamme für den Einzug des norddeutschen Familienunternehmens. Im Rahmen verschiedener Termine hatten die Bürgerinnen und Bürger und Entscheidungsträger vor Ort die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. „Für den Wirtschaftsstandort Tholey ist das ein hervorragendes Signal“, sagt auch Tholeys Bürgermeister Andreas Maldener über die Ansiedelung von FRICKE in Tholey. Um sich vor Ort ein Bild vom Unternehmen zu verschaffen besuchte dieser auch Ende Oktober den Hauptsitz in Heeslingen.

    Hans-Peter Fricke bei der Pressekonferenz in Tholey im Herbst 2018

    Neue Ansätze

    In dem neuen Lager soll vieles ganz neu gedacht werden. Erfahrungen, die in den über 25 Jahren in der Logistik von GRANIT PARTS gemacht wurden, sollen genutzt und eine Logistik nach neuestem Stand der Technik errichtet werden. Dazu gehört vor allem auch die Automatisierung von Prozessen und damit schrittweise Entlastung operativer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was in Heeslingen bereits im AKL in kleinerem Ausmaß gelebte Praxis ist, denkt Wesley für Tholey groß. Schon früh ist er in das Projekt involviert. Wie bereits in unserem Beitrag über seinen Werdegang bei FRICKE beschrieben, arbeitet er seit Anfang 2022 als „Projektmanager für technische Logistik“ an Automatisierungsprozessen in der Logistik der FRICKE Gruppe, ist aber auch schon vorher an der Planung des neuen Lagers beteiligt. 

    Mit einem vielfältigen Sortiment von 14 Millionen verschiedenen Ersatzteilen, vom Traktorreifen bis zur kleinen Schraube, von Kabinenscheiben bis zum Wagenheber, bedeutet die Automatisierung der Logistik bei GRANIT PARTS eine große Herausforderung. Eine Herausforderung, der sich Wesley und der Tholey-Standortleiter Andreas Meinert aber mit viel Tatendrang stellen. Um auf dem neuesten Stand zu sein, hat das Projektteam in den vergangenen Monaten viele verschiedene Logistikzentren und -Messen in ganz Deutschland besucht, um Inspirationen zu sammeln. Von automatischen Kleinteilelagern, über Pick by Light bis zu fahrerlosen Transportsystemen – die Logistikindustrie ist im Umbruch und daher fundierte, zukunftsgerichtete Entscheidungen elementar.

    Gegenwart und Zukunft

    Seit Projektstart ist viel geschehen. Noch wenig Sichtbares auf dem Gelände in Tholey, dafür aber umso mehr im Hintergrund. Von der Planung der Gebäude bis zur Intralogistik, von der Logistiksoftware im Lager bis zur besten Ausrichtung des Komplexes auf dem Gelände: Jeden Tag müssen Entscheidungen vorbereitet und gefällt werden. Um diese Entscheidungen auf einer soliden Grundlage fällen zu können, braucht es viel Zeit, Geduld und Daten. Mit jedem Tag wächst aber auch die Vorfreude des Projektteams auf den tatsächlichen ersten Spatenstich vor Ort und damit die Umsetzung ihrer harten Arbeit. Dafür stehen mit der Entscheidung für einen Intralogistik-Anbieter und einem Bau-Generalunternehmer nur noch zwei größere Meilensteine aus.

    So soll das Südlager in Tholey einmal aussehen
    So sieht es gerade noch in Tholey aus

    Aktuell ist das Logistikzentrum noch eine 3D-Modellierung auf dem Computerbildschirm. Auf dem Gelände in Tholey stehen nur einige Baumaschinen und ein Bauwagen inmitten einer großen Sandwüste. Außer Bodenarbeiten, bei denen das Gelände in einem ersten Schritt glattgeschoben wurde, ist noch wenig zu erkennen.  Umso gespannter sind wir, was im kommenden Jahr in Tholey geschieht, bedanken uns bei Wesley für die spannenden Einblicke und wünschen dem Projektteam bei der anstehenden Arbeit viel Erfolg.