Schlagwort: nachhaltigkeit

  • Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Um aktuelle Geschehnisse auf dem Markt verfolgen zu können und am Puls der Zeit zu bleiben, gibt es die Möglichkeit, im Rahmen seines Arbeitsgebiets gewisse Praxistage und Seminare zu besuchen.
    Der Praxistag „Alternative Antriebsenergien für Landmaschinen“ im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem war eine solche Veranstaltung. Productmanager Christoph aus der Division Schleppertechnik besuchte das Seminar am 1. Juli zusammen mit zwei Auszubildenden: Moritz und mir. Wir ließen uns die neuen Möglichkeiten für alternativ betriebene Landmaschinen bei interessanten Vorträgen, aufschlussreichen Gesprächen und mit einer hautnahen Praxisdemonstration näherbringen.

    Spannende Vorträge: Wo stehen wir und was ist möglich?

    Das Programm startete an einem sonnigen Dienstagmorgen um 10 Uhr mit einem Grußwort des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das Vormittagsprogramm fand in einer großen Scheune statt, passend zum Thema des Seminars.
    Den ersten Vortrag lieferte Professor Doktor Ludger Frerichs von der TU Braunschweig. Er führte den Verbrauch von fossilem Diesel in der deutschen Landwirtschaft auf, welcher bei etwa zwei Milliarden Liter im Jahr liegt und wodurch fünf Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Frerichs kam zu dem Schluss, dass fossiler Diesel keine Zukunft habe. Es folgte eine Abhandlung von Lösungsansätzen für alternative Antriebstechniken, die sich besonders auf Maschinen für leichte Arbeiten in der Landwirtschaft bezog. Solche Maschinen machen in Deutschland etwa zehntausend verkaufte Traktoren im Jahr aus. Diese könnten statt mit Diesel mit einem Elektro-Motor betrieben werden, aber auch mit Bio-Methan, Wasserstoff oder Pflanzenöl. Beim Thema Pflanzenöl als Treibstoff käme allerdings die nächste Diskussion auf: Tank oder Teller? Denn schließlich ist die Landwirtschaft auch ein enorm wichtiger Nahrungslieferant.

    Pflanzlicher Kraftstoff – die Landwirtschaft ist bereit

    Es folgte Dr. Johannes Hipp vom deutschen Maschinen- und Anlagenbauverband (VDMA). Er beschäftigte sich in seinem Vortrag vor allem mit erneuerbarem Kraftstoff auf Höfen mit schweren Arbeiten. Hipp wies auf die bereits geschehenen Freigaben von Hydrated Vegetable Oil (HVO) hin – eine flächendeckende Nutzung von HVO sei demnach bereits möglich. Auch die für die Herstellung des pflanzlichen Antriebsstoffs benötigten Flächen seien in ihrer Größe überschaubar: Man benötige nur einen geringen Prozentsatz der aktuell 16 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.
    Als nächstes beschäftigte Hipp sich mit Anbaugeräten. Er spann den Gedanken fort, die Zapfwelle durch eine Hochvoltschnittstelle zu ersetzen, sodass Anbaugeräte rein elektrisch betrieben werden. Nach Hipp sei die Landwirtschaft für eine Umstellung auf alternative Antriebstechniken bereit – es müssten jetzt allerdings die nötigen Anreize gesetzt werden.

    „Es gibt noch viel zu tun“

    Dr. Hartmut Matthes von der LU Lohnunternehmer Service GmbH in Wunstorf zeigte in seinem Vortrag die Notwendigkeit von flüssigen Kraftstoffalternativen auf, da seiner Meinung nach ab 2030 mit Bio-Methan und Pflanzenöl gearbeitet werde. Die Kraftstoffe müssten dabei gewisse Eigenschaften haben, wobei es insbesondere die Zähflüssigkeit, um den Sauerstoffgehalt oder auch die Kälteempfindlichkeit gehe. Wasserstoff als alternativer Antrieb sei zwar schon in allen Köpfen angekommen, doch die Umsetzung sei schwer: Allein die Speicherung bei 350-700 Bar erfordere viel Aufwand.
    Neben der Fragen zum Kraftstoff selbst müssen aber auch Themen, wie Verfügbarkeit, Finanzierbarkeit durch den Käufer, Schlagkraft und viele mehr, behandelt werden. Solange dies nicht geschehen ist, sei eine kundenfreundliche und erfolgreiche Markteinführung alternativer Antriebstechniken kaum denkbar, so Matthes und er fügte hinzu: „Es gibt noch viel zu tun.“

    Zeit für Austausch und Gespräche

    Nach den Vorträgen stand eine kurze Mittagpause auf dem Programm. Bei einem gemeinsamen Essen konnte man sich über das Gehörte austauschen. Wenig später wartete die Praxisdemonstration einiger Maschinen auf die Besucher. Weil man sich währenddessen an verschiedenen Orten des Bildungszentrums aufhielt, war es vorgeschrieben „Hauben“ über die Schuhe zu ziehen, um beispielsweise keine Keime zu verteilen, die man an der Schuhsohle mit sich trägt.

    Alternative Antriebsenergien in Bewegung

    Die Demonstration der Maschinen begann mit Hofladern und Teleskopladern, die vor den Zuschauern einige Rundballen von einem Anhänger hoben, abstellten und wieder aufluden. Auffallend war, wie leise sich die Fahrzeuge bewegten: Nur leises Summen und die Reifen auf dem Boden waren zu hören. Die Lader sind in den meisten Fällen in der Lage einen ganzen Arbeitstag auf dem Hof zu unterstützen, vorausgesetzt sie werden in der Mittagspause an die Ladestation angeschlossen.

    Als nächstes wurden elektronische Geräte in einem Kuhstall des Bildungszentrums präsentiert. Die Tiere ließen sich kaum von den leisen Geräten stören, die über ihre Futtertische oder auch im Stall selbst entlangfuhren. Die Geräte unterstützen bei der Futterverteilung oder beim Reinigen des Stalls.

    Der nächste Teil der Praxisdemonstration fand auf einer Siloplatte statt. Hier wurden verschiedene Geräte vorgeführt, die zur Mischung, Auflockerung oder zum Transport des Silos dienten. Die Wendigkeit der verschiedenen Geräte stach dabei besonders hervor.

    Eine große Wiese war der letzte Ort, an dem die Praxisdemonstration stattfand. Hier warteten große Trecker, ein autonomer Schlepper sowie eine Drohne auf die Besucher. Ein Vertreter des Herstellers Claas gab an, dass Traktoren dieser Marke ab Werk bereits mit HVO betankt würden, der Käufer müsse dies nur fortführen – im Zweifelsfall könne er den Schlepper dennoch mit Diesel betanken. Claas führte auf der Veranstaltung einen Axion 830 vor, der ebenfalls mit HVO betrieben wurde. Auf einem kurzen Stück Wiese wurde der Traktor beim Mulchen demonstriert. Verblüffend war darüber hinaus der John Deere 6R 150, der ausschließlich mit Pflanzenöl betrieben wird: Von außen ein völlig normaler Trecker, doch unter der Verkleidung ruht modernste Technologie. Aber es gab noch weitere faszinierende Maschinen zu sehen:

    Ein aufschlussreicher Tag

    Anhand des Seminars konnte man sehen: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz stehen in der Landwirtschaft immer mehr im Fokus. Alternative Antriebstechnik, insbesondere der Elektroantrieb in der Stall- und Hoftechnik, ist bereits in greifbare Nähe gerückt. Besonders als Landwirt:in ist es deshalb wichtig, sich regelmäßig zum aktuellen Stand der Möglichkeiten zu informieren. Von diesem Praxistag nahm man jedoch genauso mit, dass die Entwicklungsprozesse im Bereich Großtraktoren und Erntemaschinen für die Feldarbeit noch weiter fortschreiten müssen, um auch hier alternative Antriebstechniken einsetzen zu können. Es ist in den nächsten Schritten wichtig, über Ladestationen am Feld sowie am Hof nachzudenken und diese Theorien auszuarbeiten. Aber natürlich müssen die oben aufgeführten Möglichkeiten auch näher in das Blickfeld der Gesellschaft rücken.

    Nachhaltigkeit gibt es natürlich auch in der FRICKE Gruppe. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, wie Laura das Thema „Nachhaltigkeit“ mit ihrem dualen Studium bei FRICKE verbinden konnte.

  • „WE ACT – Wir sind dabei“

    „WE ACT – Wir sind dabei“

    Am Mittwoch, den 6. November 2024, führte das WE ACT Team gemeinsam mit vier Auszubildenden eine erfolgreiche Aktion durch: Sie reduzierten die Bildschirmhelligkeit in den Büroräumen flächendeckend auf 80%.

    Diese Maßnahme bringt gleich drei positive Effekte mit sich: Durch die geringere Helligkeit wird die Augenbelastung reduziert, was den Komfort am Arbeitsplatz steigert. Außerdem trägt die Aktion zum Umweltschutz bei und senkt die Energiekosten.

    Kleiner Schritt – große Wirkung

    Allein durch die 20-prozentige Reduktion der Bildschirmhelligkeit können jährlich etwa 11.000 kWh Strom eingespart werden – das entspricht dem Jahresverbrauch mehrerer Einfamilienhäuser.

    Besonders erfreulich war, dass viele Mitarbeiter/innen die Helligkeit ihrer Bildschirme bereits eigenständig auf 80% oder sogar weniger reduziert hatten. Dies zeigt das bereits gelebte Umweltbewusstsein innerhalb der FRICKE Gruppe.

    Um die nachhaltige Wirkung der Aktion zu sichern, wurden nach der Einstellung kleine Aufkleber mit dem Slogan „WE ACT – Wir sind dabei!“ auf den Computern angebracht. Diese sollen die Mitarbeiter/innen daran erinnern, die Helligkeitseinstellungen beizubehalten und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag zu fördern.

    Auch für die vier Auszubildenden war die Aktion eine wertvolle Erfahrung

    Sie erhielten die Gelegenheit, alle Abteilungen und Kollegen kennenzulernen und aktiv an einem Nachhaltigkeitsprojekt mitzuwirken. Diese praktische Beteiligung wurde als besondere Chance geschätzt.

    Die Aktion war ein voller Erfolg und verdeutlicht, wie bereits durch einfache Maßnahmen sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Mitarbeitenden geschützt werden kann.

    Nachhaltigkeitsworkshop bei FRICKE: Theorie trifft Praxis

    Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsworkshops im September, geleitet von Kirsten und Laura, erhielten die Auszubildenden wertvolle Einblicke und praktische Tipps, wie sie ihren Alltag und das Unternehmen nachhaltiger gestalten können. Ziel des Workshops war es, das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu vertiefen und konkrete Maßnahmen für die Umsetzung im privaten und beruflichen Umfeld zu entwickeln.

    Zu Beginn des Workshops wurden die Auszubildenden in die Thematik „Nachhaltigkeit im Alltag“ eingeführt und mit grundlegenden Prinzipien sowie der Bedeutung nachhaltiger Entscheidungen vertraut gemacht.

    Ein zentraler Bestandteil des Workshops war der Austausch und die Diskussion in Kleingruppen, die die Teilnehmenden dazu anregten, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden gemeinsam Ideen sammeln, wie der Arbeitsalltag bei Fricke und das private Umfeld nachhaltiger gestaltet werden können.

    Ein besonderer Höhepunkt des Workshops war die Präsentation von im Vorfeld entwickelten, selbst erarbeiteten Geschäftsideen mit nachhaltigem Fokus. Sich selber in die Lage eines großen Unternehmens hineinzuversetzen sorgte für spannende Einfälle.

    Tipps für den Alltag

    Zum Abschluss des Workshops erhielten die Teilnehmenden praxisorientierte Tipps, wie jede und jeder Einzelne Nachhaltigkeit stärker in den Alltag integrieren kann. Zu diesen Tipps gehörten unter anderem die Nutzung eines Saisonkalenders für den Einkauf von Obst und Gemüse, die Vermeidung von Plastikverpackungen beim Einkaufen sowie die Bedeutung einer korrekten Mülltrennung.

    Der Workshop bietet eine fundierte Grundlage für die praktische Umsetzung nachhaltigen Handels – sowohl im privaten Bereich als auch am Arbeitsplatz.

    Anhand des Workshops sowie der Bildschirmhelligkeitsaktion wird deutlich: Auch die kleinen Dinge können Großes bewegen.

    Falls Ihr mehr über Nachhaltigkeit in der FRICKE Gruppe erfahren wollt, klickt hier.

  • Nachhaltigkeit mit Studium vereint – Lauras Weg zur FRICKE Gruppe

    Nachhaltigkeit mit Studium vereint – Lauras Weg zur FRICKE Gruppe

    Abi geschafft – aber was jetzt? So geht es mit Sicherheit einigen Schülern jedes Jahr. Auch Laura, duale Studentin bei FRICKE, erzählte davon: Sie war nach ihrem Abitur im Jahr 2015 ziemlich ratlos. Um Zeit zu gewinnen und sich über ihre Zukunft klar zu werden, fing sie einen Minijob an. Die Antwort auf die Frage „Was jetzt?“ fand sie aber ganz woanders. Auf dem Weg zum Flughafen – es sollte in den Urlaub gehen – kam sie an einigen Autohäusern vorbei, was ihr Interesse an Autos weckte. Es war kaum Zeit vergangen da fing Laura 2016 ihre Ausbildung im Autohaus an.

    Vom Autohaus zur FRICKE Gruppe

    Im Jahr 2018 schloss sie ihre Lehre ab. Bis dahin konnte sie mal in den Service schnuppern sowie im Teiledienst, im Verkauf oder in der Disposition Erfahrungen sammeln. Auch Gewährleistungsanträge durfte sie abrechnen – etwas, das sie am Ende zu FRICKE führte. Nach ihrer Ausbildung stieß Laura beim Googlen auf eine Stellenanzeige der FRICKE Gruppe, in der nach Sachbearbeitern in der Gewährleistungsabteilung gesucht wurde. Für Laura war das natürlich dank ihrer Ausbildung und der weiteren Zeit im Autohaus ein bekanntes Gebiet. Doch auch der bessere Arbeitsweg und die Chancen zur Weiterentwicklung bei FRICKE machten den Arbeitsplatz für sie interessant. Nachdem sie auf die Anzeige gestoßen war, ging alles ganz schnell: Die Bewerbung wurde abgesendet und ein Vorstellungsgespräch mit dem Abteilungsleiter Eike Viebrock fand statt. Auch hier war man sich in wenigen Augenblicken einig: Laura sollte Teil der FRICKE Gruppe werden. Pünktlich zum 01.02.2021 fing sie also in der Gewährleistungsabteilung an und lernte ihre neuen Kolleginnen und Kollegen kennen. In dieser Abteilung verbrachte Laura rund zweieinhalb Jahre und über die scheint sie auch gerne zu sprechen.

    Das war der beste Job, den ich bisher hatte.

    Laura über ihre Zeit in der Gewährleistungsabteilung bei FRICKE

    Die Abteilung sei ein super Team, in dem alle offen seien und es zu keinen Streitigkeiten käme. Doch auch während ihrer Zeit in der Gewährleistungsabteilung konnte Laura nicht still sitzen. In der Abendschule machte sie ihren Abschluss zur Handelsfachwirtin, weil sie sich weiterbilden wollte. Und dennoch merkte sie kurz darauf: Das war nicht genug.

    Lauras Weg zum Studium

    In ihrem Eifer sammelte sie also Informationen über die Weiterbildungsmöglichkeiten, die FRICKE bot und war von den vielen Optionen positiv überrascht.

    Zu Beginn konnte ich noch gar nichts mit den Studiengängen anfangen.

    Laura erzählt über ihre ersten Gedanken zu den Studiengängen

    Doch beim Gedanken an ihren vorherigen Werdegang kristallisierte sich nach und nach ein Studiengang heraus, der für sie auf jeden Fall in Frage kam. Durch das Autohaus und die dortigen Kollegen aus der Werkstatt hatte sie bereits ein wenig technisches Wissen erlangen können. Natürlich hatte auch ihre Zeit in der Gewährleistungsabteilung etwas damit zu tun. Dort konnte sie sich die Garantiefälle hautnah ansehen und Abläufe nachvollziehen. Besonders ausschlaggebend war jedoch ihr Hobby: Motorrad fahren und selber an Motorrädern schrauben.

    Auch beim Studium kommt das Hobby nicht zu kurz: Nach dem ersten Semester machte Laura einen Motorradausflug in die Schweiz.

    So kam es also dazu, dass Laura im August 2023 den Studiengang „Wirtschaftsingenieurswesen“ anfing. Ein paar Monate später, Laura stand gerade im Studentenwohnheim am Herd und kochte, rief Eike Viebrock bei ihr an. Am Telefon erzählte er ihr, dass die Nachhaltigkeitsmanagerin Kirsten Huff momentan dringend Unterstützung benötigte. Als er davon hörte, habe er sofort an sie gedacht und so schlug er Laura vor, dass sie innerhalb ihres Studiums für drei Monate im Nachhaltigkeitsmanagement eingesetzt werden könnte. Laura war sofort begeistert von der Idee und willigte ein.

    Aushilfe im Nachhaltigkeitsmanagement

    Seit Juli unterstützt sie nun also schon in diesem neuen Bereich und hilft Kirsten wo sie nur kann – und dabei hat sie alle Hände voll zu tun. Zum einen unterstützt Sie Kirsten ganz praktisch bei ihrer Arbeit im WE ACT-Team, indem sie die Projekte begleitet und dokumentiert. Zum anderen ist sie auch in die planerische, strategische und damit in Teilen auch sehr theoretische Arbeit eingebunden: Sie hat eigene Projekte übernommen, die dazu beitragen, die neue Richtlinie der EU zur Nachhaltigkeitsberichterstattung umzusetzen  u.a. die Vorbereitung einer Kundenumfrage zur Nachhaltigkeit. Besonders der letzte Punkt nahm sie in den vergangenen Wochen sehr in Anspruch, erklärte Laura.

    Eine neue Richtlinie der EU verpflichtet bestimmte Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht aufzustellen. Welche Themen dabei in den Bericht kommen, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich – je nachdem, welche Nachhaltigkeitsthemen in dem jeweiligen Bereich relevant sind. Dazu können bspw. die Rohstoffnutzung, die Herkunft des Stroms, den das Unternehmen nutzt oder die herrschenden Arbeitsverhältnisse zählen. Aber das sind nur einige wenige Beispiele der Aspekte, die behandelt werden können. Da sich die Erstellung eines solchen Berichts besonders für Unternehmen in der Größe der FRICKE Gruppe ziemlich kompliziert und umfangreich darstellt, wird nun ein Tool gesucht, welches diese Arbeit erleichtern kann. Laura war bis vor kurzem an dieser Suche beteiligt.

    Man hat nach einer gewissen Zeit des Suchens den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

    Laura über die Suche eines passenden Tools für die Umsetzung der neuen EU-Richtlinie

    Die Menge an Tools, die für die neue Richtlinie programmiert wurden, sei erschlagend. Mittlerweile wurden sich jedoch einige Tools angeschaut, um auf dieser Basis eine Entscheidung zu treffen.

    Laura über ihr Studium

    Doch neben ihrer Arbeit im Nachhaltigkeitsmanagement kommt natürlich auch ihr Studium nicht zu kurz. Laura beschreibt den Studiengang „Wirtschaftsingenieurswesen“ als eine Kombination aus BWL und Maschinenbau. In den Semestern begegnen einem Themen rund um Mechanik und Technik. Auch wirtschaftliches und allgemeines Wissen, welches auf verschiedene Bereiche des Berufs- oder auch des Privatlebens übertragen werden können, kämen dabei nicht zu kurz. Die meisten Parallelen zum Studium, so Laura, fänden sich vermutlich im Product Management: Hier könne man das Know-How und das technische Hintergrundwissen zu verschiedenen Produkten auf ganz verschiedene Arten und Weisen einsetzen.

    Ein Ausflug ins Elektrotechnik-Labor. Hier wurden gerade Versuche zur Ergänzung der Vorlesung durchgeführt.

    Es geht aber auch andersherum: Das Nachhaltigkeitsmanagement, mit dem sie aktuell zu tun hat, lässt sich nämlich auch mit dem Studium verbinden, sei es beispielsweise beim Konstruieren von nachhaltigen Maschinen. Das Studium dauert insgesamt dreieinhalb Jahre und findet für Laura an der Nordakademie in Elmshorn statt. Hier wohnt sie über die Semester in einem gemeinschaftlich geführten Wohnheim.

    Samstag noch gefeiert, Sonntag schon eingezogen

    Natürlich muss man sich an das Teilen der Küche und der Duschen mit anderen Studierenden gewöhnen, doch warum Laura genau das am ersten Tag besonders schwer fiel, begründet sie mit einer unterhaltsamen Anekdote: Sie zog an einem Sonntag in das Wohnheim ein und hatte gerade eine durchzechte Nacht hinter sich. Nicht ganz fit wurde also der Schlüssel abgeholt und der erste Schritt in die neuen vier Wände gemacht.

    Es dauerte eine Weile, bis sich Laura eingelebt hatte, vor allem weil ihre meisten Kommilitonen ein paar Jahre jünger waren als sie. Als sich jedoch gemeinsames Kochen und Frühstücken in der Prüfungsphase immer mehr zur Tradition entwickelten, war sie vollkommen angekommen. Mittlerweile vermisst Laura ihre Kommilitonen schon zum Ende des Semesters und freut sich schon lange vor dem Start einer neuen Theoriephase auf das Wiedersehen. Auf sie wartet nun als nächstes ein recht ruhiges Semester, denn die Prüfungen in BWL fallen durch die Weiterbildung zur Handelsfachwirtin für sie weg. So zahlt sich ihr Fleiß also schon jetzt aus.

    Gemeinsam Kaffee trinken macht das Lernen etwas leichter.

    Der schwere, aber wichtige Weg zur Nachhaltigkeit

    Aber nicht nur die Wissbegierde, sondern auch das Interesse an Nachhaltigkeit war bei Laura schon immer präsent. Dies ist unter anderem familiär verschuldet. Ein Familienmitglied ist bei einem Getränkehersteller für die Nachhaltigkeit zuständig und sorgt beispielsweise dafür, dass das Unternehmen Energie einspart – und das färbt natürlich ab. Zuhause kommt die Wärme aus einer Wasserstoffheizung und man fährt mit dem E-Auto.

    Dennoch ist es natürlich für den Privathaushalt noch immer schwierig bis ins kleinste Detail nachhaltig zu sein. Besonders die Kostenfrage stellt hier noch eine große Hürde dar. Doch auch für Unternehmen wünscht sich Laura, dass es einfacher wird, nachhaltig zu handeln. Noch sei es sehr schwer den Großhandel mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Natürlich spielen hier Kosten auch eine Rolle, doch auch die Bürokratie legt einem Steine in den Weg. Ein wichtiger Schritt wäre es also, schlägt Laura vor, die bürokratischen Hürden abzubauen und die Kosten für die Nachhaltigkeit zu senken, sodass nachhaltig handeln attraktiver erscheint. Dadurch könnten sich auch kleinere Unternehmen immer öfter für die nachhaltige Alternative entscheiden.

    Einen wichtigen Schritt in dieser facettenreichen und schwierigen Aufgabe hat die FRICKE Gruppe aber schon mal getan: Aus dem Nachhaltigkeitsprogramm WE ACT ist ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement entstanden. Von kleineren Projekten, wie der Umstellung auf LED-Lampen oder 100 % Recyclingpapier in Sachen Verpackungen oder die Einführung einer Mehrweglösung in der Kantine, geht es jetzt darum, eine Nachhaltigkeitsstrategie für das ganze Unternehmen zu entwickeln.

    Laura hofft für die Zukunft, dass nach und nach alle Menschen und auch kleinere Unternehmen diesen Weg einschlagen und sich für nachhaltiges Handeln entscheiden können. Ihre Zeit beim Nachhaltigkeitsmanagement neigt sich nun langsam dem Ende zu, doch sie behält diese neue Erfahrung in guter Erinnerung. Über ihren weiteren Weg bei FRICKE hat sich Laura noch keine Gedanken gemacht. Eins steht jedoch fest: Sie fühlt sich hier wohl und möchte auch über ihr Studium hinaus Teil der FRICKE Gruppe bleiben. Wir wünschen Laura noch viel Spaß und Erfolg bei ihrem Studium!

    Du möchtest wissen, welche kleinen Tricks im Alltag schon zur Nachhaltigkeit beitragen? Dann lies direkt hier weiter!


  • Nachhaltigkeit bei FRICKE

    Nachhaltigkeit bei FRICKE

    Hallo Leute,

    heute möchten wir mit euch über das Thema Nachhaltigkeit sprechen. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit? Was ist WE ACT? Und was trägt FRICKE zur nachhaltigen Entwicklung bei? Hier erfahrt ihr mehr darüber, wie das Thema Nachhaltigkeit in der Fricke Gruppe eingebunden wird.

    Was ist Nachhaltigkeit?

    Nachhaltigkeit umfasst das Befriedigen deiner gegenwärtigen Bedürfnisse, ohne dadurch zukünftige Generationen in ihren Möglichkeiten einzuschränken. Nachhaltiges Handeln bedeutet also nicht nur klimaschonend und damit ökologisch zu handeln, sondern bezieht sich auch auf die Bereiche Ökonomie und Soziales. Die Europäische Union hat im Zusammenhang mit diesen 3 Säulen der Nachhaltigkeit bestimmte Ziele aus dem Amerikanischen übernommen.  Global wurden 17 Nachhaltigkeitsziele für 2030 zusammengetragen, an denen sich jeder Privathaushalt sowie jedes Unternehmen orientieren kann. Auch Fricke versucht seinen Teil zu diesen Zielen beizutragen. So arbeiten wir beispielsweise mit Viva con Agua zusammen, die sich für den Zugang zu sauberem Wasser einsetzen. So haben wir das Team von VcA auch dieses Jahr auf dem Deichbrand Festival unterstützt.

    17 globale Ziele zur nachhaltigen Entwicklung

    We Act und ihre Projekte

    Um das Thema Nachhaltigkeit auch intern bei FRICKE aufzunehmen und bestmöglich im Sinne der Nachhaltigkeit zu handeln, wurde 2020 schließlich „WE ACT“ gegründet. Das Team besteht zurzeit aus Philipp und Adrian Fricke, unseren Nachhaltigkeitsmanagerinnen Vanessa und Kirsten, sowie weiteren Kollegen verschiedener Abteilungen. Aber auch weitere Kollegen bringen sich regelmäßig im Rahmen der Projekte von WE ACT ein.

    Das Team entscheidet sich für Maßnahmen, welche effektiv, wirtschaftlich und zugleich umsetzbar sind. Ist eine mögliche Maßnahme gefunden, so geht es schnell in die Planung bis hin zur tatsächlichen Umsetzung des Projektes. Einige dieser Projekte sind euch sicherlich schon mal zu Ohren gekommen… Zu den FRICKE Fördert Projekten gehören nämlich unter Anderem:

    • unsere geliebte Kantine, die von FRICKE subventioniert wird
    • der FRICKE Sozial Run, an dem viele von euch selber teilgenommen haben
    • die Möglichkeit des Job Rads über die FRICKE Gruppe

    Aber auch etwas umfangreichere Projekte konnten bereits umgesetzt werden. So umfasst eines der neuen Projekte beispielsweise den Bereich E-Mobilität. Der ein oder Andere von euch ist mit Sicherheit schon mal an den E-Ladestationen vorbeigelaufen, welche von PKWs einiger Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten genutzt werden können.

    Damit nicht genug: mittlerweile kein Geheimnis mehr, ist der Bau ein weiteres Logistikzentrums der FRICKE Gruppe in Tholey. Aber was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Der Bau des Logistikzentrums hat neben der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen noch einen weiteren ziemlich entscheidenden Zweck: Tholey liegt nah an Spanien und Frankreich, was eine schnellere Belieferung unserer Kunden möglich macht und durch die kürzeren Transportwege eine Menge CO2 einspart.

    Als Ausbildungsunternehmen legt FRICKE des Weiteren sehr viel Wert auf Bildung. Dabei steht jedoch nicht nur die Entwicklung der Azubis und Studenten im Vordergrund, sondern auch die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter. In diesem Sinne bietet FRICKE allen Mitarbeitern kostenlose Englisch- und Deutschkurse, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern und im Sinne des internationalen Handels innerhalb und außerhalb des Unternehmen kommunizieren zu können.

    Das ist zwar bei Weitem nicht alles, was das WeAct Team im Bereich der Nachhaltigkeit erreichen konnte, einen neuen Einblick hinter die Kulissen konntet ihr dadurch aber mit Sicherheit bekommen…

    Neue Maßnahmen sind bereits in Planung. Wir bleiben gespannt und wünschen dem WeAct Team viel Erfolg!

    Falls ihr eigene Vorschläge habt, könnt ihr diese an  gutervorschlag@fricke.de  senden. Das We Act Team freut sich immer über sinnvolle und umsetzbare Maßnahmen zu FRICKEs nachhaltigen Entwicklung.