Schlagwort: Landwirtschaft

  • Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Um aktuelle Geschehnisse auf dem Markt verfolgen zu können und am Puls der Zeit zu bleiben, gibt es die Möglichkeit, im Rahmen seines Arbeitsgebiets gewisse Praxistage und Seminare zu besuchen.
    Der Praxistag „Alternative Antriebsenergien für Landmaschinen“ im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem war eine solche Veranstaltung. Productmanager Christoph aus der Division Schleppertechnik besuchte das Seminar am 1. Juli zusammen mit zwei Auszubildenden: Moritz und mir. Wir ließen uns die neuen Möglichkeiten für alternativ betriebene Landmaschinen bei interessanten Vorträgen, aufschlussreichen Gesprächen und mit einer hautnahen Praxisdemonstration näherbringen.

    Spannende Vorträge: Wo stehen wir und was ist möglich?

    Das Programm startete an einem sonnigen Dienstagmorgen um 10 Uhr mit einem Grußwort des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das Vormittagsprogramm fand in einer großen Scheune statt, passend zum Thema des Seminars.
    Den ersten Vortrag lieferte Professor Doktor Ludger Frerichs von der TU Braunschweig. Er führte den Verbrauch von fossilem Diesel in der deutschen Landwirtschaft auf, welcher bei etwa zwei Milliarden Liter im Jahr liegt und wodurch fünf Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Frerichs kam zu dem Schluss, dass fossiler Diesel keine Zukunft habe. Es folgte eine Abhandlung von Lösungsansätzen für alternative Antriebstechniken, die sich besonders auf Maschinen für leichte Arbeiten in der Landwirtschaft bezog. Solche Maschinen machen in Deutschland etwa zehntausend verkaufte Traktoren im Jahr aus. Diese könnten statt mit Diesel mit einem Elektro-Motor betrieben werden, aber auch mit Bio-Methan, Wasserstoff oder Pflanzenöl. Beim Thema Pflanzenöl als Treibstoff käme allerdings die nächste Diskussion auf: Tank oder Teller? Denn schließlich ist die Landwirtschaft auch ein enorm wichtiger Nahrungslieferant.

    Pflanzlicher Kraftstoff – die Landwirtschaft ist bereit

    Es folgte Dr. Johannes Hipp vom deutschen Maschinen- und Anlagenbauverband (VDMA). Er beschäftigte sich in seinem Vortrag vor allem mit erneuerbarem Kraftstoff auf Höfen mit schweren Arbeiten. Hipp wies auf die bereits geschehenen Freigaben von Hydrated Vegetable Oil (HVO) hin – eine flächendeckende Nutzung von HVO sei demnach bereits möglich. Auch die für die Herstellung des pflanzlichen Antriebsstoffs benötigten Flächen seien in ihrer Größe überschaubar: Man benötige nur einen geringen Prozentsatz der aktuell 16 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.
    Als nächstes beschäftigte Hipp sich mit Anbaugeräten. Er spann den Gedanken fort, die Zapfwelle durch eine Hochvoltschnittstelle zu ersetzen, sodass Anbaugeräte rein elektrisch betrieben werden. Nach Hipp sei die Landwirtschaft für eine Umstellung auf alternative Antriebstechniken bereit – es müssten jetzt allerdings die nötigen Anreize gesetzt werden.

    „Es gibt noch viel zu tun“

    Dr. Hartmut Matthes von der LU Lohnunternehmer Service GmbH in Wunstorf zeigte in seinem Vortrag die Notwendigkeit von flüssigen Kraftstoffalternativen auf, da seiner Meinung nach ab 2030 mit Bio-Methan und Pflanzenöl gearbeitet werde. Die Kraftstoffe müssten dabei gewisse Eigenschaften haben, wobei es insbesondere die Zähflüssigkeit, um den Sauerstoffgehalt oder auch die Kälteempfindlichkeit gehe. Wasserstoff als alternativer Antrieb sei zwar schon in allen Köpfen angekommen, doch die Umsetzung sei schwer: Allein die Speicherung bei 350-700 Bar erfordere viel Aufwand.
    Neben der Fragen zum Kraftstoff selbst müssen aber auch Themen, wie Verfügbarkeit, Finanzierbarkeit durch den Käufer, Schlagkraft und viele mehr, behandelt werden. Solange dies nicht geschehen ist, sei eine kundenfreundliche und erfolgreiche Markteinführung alternativer Antriebstechniken kaum denkbar, so Matthes und er fügte hinzu: „Es gibt noch viel zu tun.“

    Zeit für Austausch und Gespräche

    Nach den Vorträgen stand eine kurze Mittagpause auf dem Programm. Bei einem gemeinsamen Essen konnte man sich über das Gehörte austauschen. Wenig später wartete die Praxisdemonstration einiger Maschinen auf die Besucher. Weil man sich währenddessen an verschiedenen Orten des Bildungszentrums aufhielt, war es vorgeschrieben „Hauben“ über die Schuhe zu ziehen, um beispielsweise keine Keime zu verteilen, die man an der Schuhsohle mit sich trägt.

    Alternative Antriebsenergien in Bewegung

    Die Demonstration der Maschinen begann mit Hofladern und Teleskopladern, die vor den Zuschauern einige Rundballen von einem Anhänger hoben, abstellten und wieder aufluden. Auffallend war, wie leise sich die Fahrzeuge bewegten: Nur leises Summen und die Reifen auf dem Boden waren zu hören. Die Lader sind in den meisten Fällen in der Lage einen ganzen Arbeitstag auf dem Hof zu unterstützen, vorausgesetzt sie werden in der Mittagspause an die Ladestation angeschlossen.

    Als nächstes wurden elektronische Geräte in einem Kuhstall des Bildungszentrums präsentiert. Die Tiere ließen sich kaum von den leisen Geräten stören, die über ihre Futtertische oder auch im Stall selbst entlangfuhren. Die Geräte unterstützen bei der Futterverteilung oder beim Reinigen des Stalls.

    Der nächste Teil der Praxisdemonstration fand auf einer Siloplatte statt. Hier wurden verschiedene Geräte vorgeführt, die zur Mischung, Auflockerung oder zum Transport des Silos dienten. Die Wendigkeit der verschiedenen Geräte stach dabei besonders hervor.

    Eine große Wiese war der letzte Ort, an dem die Praxisdemonstration stattfand. Hier warteten große Trecker, ein autonomer Schlepper sowie eine Drohne auf die Besucher. Ein Vertreter des Herstellers Claas gab an, dass Traktoren dieser Marke ab Werk bereits mit HVO betankt würden, der Käufer müsse dies nur fortführen – im Zweifelsfall könne er den Schlepper dennoch mit Diesel betanken. Claas führte auf der Veranstaltung einen Axion 830 vor, der ebenfalls mit HVO betrieben wurde. Auf einem kurzen Stück Wiese wurde der Traktor beim Mulchen demonstriert. Verblüffend war darüber hinaus der John Deere 6R 150, der ausschließlich mit Pflanzenöl betrieben wird: Von außen ein völlig normaler Trecker, doch unter der Verkleidung ruht modernste Technologie. Aber es gab noch weitere faszinierende Maschinen zu sehen:

    Ein aufschlussreicher Tag

    Anhand des Seminars konnte man sehen: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz stehen in der Landwirtschaft immer mehr im Fokus. Alternative Antriebstechnik, insbesondere der Elektroantrieb in der Stall- und Hoftechnik, ist bereits in greifbare Nähe gerückt. Besonders als Landwirt:in ist es deshalb wichtig, sich regelmäßig zum aktuellen Stand der Möglichkeiten zu informieren. Von diesem Praxistag nahm man jedoch genauso mit, dass die Entwicklungsprozesse im Bereich Großtraktoren und Erntemaschinen für die Feldarbeit noch weiter fortschreiten müssen, um auch hier alternative Antriebstechniken einsetzen zu können. Es ist in den nächsten Schritten wichtig, über Ladestationen am Feld sowie am Hof nachzudenken und diese Theorien auszuarbeiten. Aber natürlich müssen die oben aufgeführten Möglichkeiten auch näher in das Blickfeld der Gesellschaft rücken.

    Nachhaltigkeit gibt es natürlich auch in der FRICKE Gruppe. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, wie Laura das Thema „Nachhaltigkeit“ mit ihrem dualen Studium bei FRICKE verbinden konnte.

  • Lust auf Neues – Orientierungspraktikum bei Fricke

    Lust auf Neues – Orientierungspraktikum bei Fricke

    Hallo zusammen,

    nachdem ich 2020 mein Abitur gemacht habe, wusste ich nicht genau, wie es beruflich für mich weitergehen soll.

    Unternehmenskommunikation / Marketing fand ich immer schon spannend, sodass ich gerne ein Orientierungspraktikum in diesem Berufsfeld machen wollte – diese Chance habe ich bei FRICKE erhalten. Sechs Wochen lang durfte ich Erfahrungen sammeln und Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche des Marketings gewinnen.

    Auf FRICKE gestoßen bin ich über einen Kontakt in meinem Familienkreis. Angesprochen hat mich besonders, dass es sich um ein familiengeführtes Unternehmen handelt, welches internationales Ansehen genießt. Ich wollte herausfinden, was für ein Arbeitsklima in einem solchen Unternehmen herrscht, wie und mit welchen Mitteln sich das Unternehmen repräsentiert und mein Verständnis für den Begriff Marketing erweitern. Außerdem hatte ich Lust auf Neues!

    Welche Bereiche habe ich gesehen, welche Erkenntnisse gesammelt?

    Ich durfte unterschiedlichen Mitarbeitern des Marketing-Teams über die Schulter schauen.

    In der Unternehmenskommunikation dreht sich alles rund um interne und externe Vernetzung. Hier durfte ich eigene Texte für die Mitarbeiterzeitschrift oder das Intranet verfassen und wurde an das Schreiben einer Pressemitteilung herangeführt.

    In der Abteilung für Fotografie durfte ich beim Schießen von Imagebildern dabei sein. Von der Beleuchtung über die Bildperspektive bis hin zu den Bildressourcen war es spannend zu sehen, welche Faktoren für ein gelungenes Bild eine Rolle spielen.

    Einige Dinge hierbei überschneiden sich mit denen, die für die (Werbe-)Video Produktion von Bedeutung sind. Bei einem Drehtag für die YouTube Reihe GRANIT@Work war ich beim Filmen dabei und durfte das Schrauben am HANOMAG GRANIT 501 live miterleben.

    Meine Hauptaufgabe im Bereich Social Media lag darin, einen Adventskalender für die Instagram Story der FRICKE Gruppe zu planen, zu gestalten und umzusetzen (auch oben im Beitragsbild zu sehen).  Neben diesem Projekt habe ich für die Instagram Seite von GRANIT und FRICKE Korn Adventposts entworfen.

    Ich habe gelernt, dass Marketing vor allem eins ist: vielfältig. – es gibt nicht nur die wirtschaftliche Ebene der Produkt-Vermarktung. Auch soziale Aspekte und Events wie etwa der FRICKE Social Run repräsentieren das Unternehmen und sind von enormer Bedeutung.
    Eventmanagement, Social Media und PR gehen dabei Hand in Hand. Es handelt sich um ein schnelllebiges Feld, welches ständigen Veränderungen und Trends unterliegt.
    Ein gutes Corporate Design macht dabei viel aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. 

    Warum sich ein Praktikum bei FRICKE lohnt?

    Meine Vorstellungen an das Praktikum wurden übertroffen. Ich habe mich bezüglich des Arbeitsklimas sehr wohl gefühlt und war positiv überrascht, wie sehr ich auf Augenhöhe behandelt wurde.
    Ich durfte wie erhofft in die unterschiedlichen Bereiche des Marketings hineinschnuppern und wurde mit Aufgaben betreut, die mich wirklich in das Geschehen eingebunden haben.
    Es waren sehr spannende sechs Wochen und ich weiß jetzt, dass ich mir auf jeden Fall die Arbeit im Bereich Marketing vorstellen könnte. Einiges fand ich spannender als anderes, weshalb mir jetzt klarer ist, worauf ich meinen Fokus legen möchte.

    An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die super Anleitung und die lehrreiche Zeit! Ich habe für meinen weiteren beruflichen Weg einiges dazu gelernt.

    Liebe Grüße,

    Jana

  • Digitale Berufe in der FRICKE Gruppe – Felix berichtet über Precision Farming

    Digitale Berufe in der FRICKE Gruppe – Felix berichtet über Precision Farming

    Hey Leute,

    heute gibt es eine Fortsetzung unserer Reihe „Digitale Berufe bei der FRICKE Gruppe“. Dafür habe ich mit Felix gesprochen. Er ist einer unserer Produktmanager und betreut den Katalog 13 für Pflanzenschutz und Düngetechnik. Darüber hinaus ist er für ein absolutes Zukunftsthema zuständig: Precision Farming. Felix war schon vor seinem Studium in Agrarwissenschaften/Agrartechnik in der praktischen Landwirtschaft tätig und hatte immer wieder Berührungspunkte mit den Produkten und Technologien. Im Studium hat er sich dann auf digitale Landwirtschaft spezialisiert.

    Was bedeutet Precision Farming?

    Die „Präzise Landwirtschaft“ oder auch „Präzisionsackerbau“ hat zum Ziel, die Arbeit des Landwirts auf dem Feld durch technische Lösungen zu optimieren. Ein gutes Beispiel sind die automatischen Maschinensteuerungen z. B. bei der Lenkung der Maschinen oder der Steuerung von Arbeitsgeräten wie Spritzen oder Düngerstreuern. Die Maschine wird durch Technologien wie die Satellitentechnik wesentlich genauer gesteuert als es von der Hand möglich wäre. Auf diese Weise erhöht sich die Produktivität, der Landwirt wird entlastet, Betriebsmittel werden eingespart und die Umwelt geschont.

    Der Produktbereich Precision Farming beinhaltet keine klassischen Produkte, die per Mausklick im Webshop bestellt werden können, sondern zusätzlich Beratung und Support erfordern. Deshalb bin ich auch viel unterwegs, um vor Ort zu unterstützen.

    Felix über seinen Produktbereich Precision Farming
    Precision Farming
    Felix bei einer Schulung am Tegernsee in Bayern.

    Was sind die aktuellen Trends in der Landwirtschaft?

    Das Smart Farming, also nicht nur die Maschinensteuerung, sondern das Datenmanagement beispielsweise in Farm-Managementsystemen, sind heute immer wichtiger. Darüber habe ich bereits mit unserem Produktspezialisten für digitales Business Leonard gesprochen. Er hat uns berichtet, dass verschiedene Software die Landwirte bei der Arbeitsdokumentation unterstützen. Diese ermöglichen die Verbindung von Dokumentation und Vorschriften zum Beispiel in den Bereichen Pflanzenschutz und Gülletechnik. Auch langfristig geht der Trend hin zur Automatisierung. Viele namenhafte Hersteller setzen sich aufgrund dessen verstärkt mit autonomen Traktoren auseinander.

    Die Genauigkeit wird sich nicht steigern, das ist auch gar nicht notwendig. Vielmehr wird sich die Art der Implementierung langfristig ändern. Immer mehr Maschinen werden beispielsweise mit einer Lenksystem-Vorrüstung ausgeliefert, sodass eine automatische Lenkung mit wenigen Komponenten installiert werden kann. Viele Landwirte und Fachhändler schöpfen das Potential dieser Technologien aber noch nicht komplett aus oder finden sich durch die Vielzahl an möglichen Lösungen und Möglichkeiten nicht zurecht. Hier besteht noch viel Aufklärungspotential.

    Felix über die Zukunft des Precision Farming

    Unternehmensübergreifende Task-Force

    Aufgrund der Aktualität des Themas „Digitale Landwirtschaft“ wurde im April diesen Jahres eine Task-Force bestehend aus Kollegen von GRANIT PARTS, FRICKE Landmaschinen, FRICKE Landtechnik und der Mecklenburger Landtechnik gebildet. Sie beschäftigten sich in regelmäßigen Meetings mit Projekten der einzelnen Unternehmensbereiche und diskutieren die Herangehensweisen an dieses komplexe Thema. Das gewährleistet einen Austausch über die verschiedenen Unternehmensbereiche hinweg. Außerdem gewinnt das Thema auch für die Niederlassungen im Ausland immer mehr an Bedeutung.

    Ich fand den Einblick in das Thema Precision Farming sehr spannend und bin mir sicher, dass in Zukunft noch mehr Landwirte die Möglichkeiten nutzen werden. Falls ihr noch Fragen habt, schreibt uns gerne in den Kommentaren oder an karriere.blog@fricke.de.

    Eure Leona

  • Digitale Berufe bei der FRICKE Gruppe – Leonard ist Produktspezialist für digitales Business

    Digitale Berufe bei der FRICKE Gruppe – Leonard ist Produktspezialist für digitales Business

    Hey Leute,

    heute starte unsere neue Themenreihe, in der wir euch Berufe bei der FRICKE Gruppe vorstellen, die mit Digitalisierung zu tun haben oder dadurch erst entstanden sind. Den Anfang machen wir mit der Vorstellung von Leonard. Treuen Lesern kommt er sicherlich bekannt vor. Er hat bereits als Gastautor einen Blogbeitrag über sein Hobby die Jagd geschrieben und über seinen Werdegang bei FRICKE Landmaschinen haben wir ebenfalls schon berichtet. Nun hat er beruflich eine neue Richtung eingeschlagen.

    Produktspezialist für digitales Business

    Leonard ist seit 2016 bei der FRICKE Gruppe beschäftigt. Er absolvierte zunächst sein duales Studium Agrarmanagement, stieg danach als Landmaschinenverkäufer bei FRICKE Landmaschinen ein und ist jetzt als Produktspezialist für digitales Business tätig. In dieser Rolle kümmert er sich um alle Standorte von FRICKE Landmaschinen von Cuxhaven bis Hannover und von der Weser bis hinter Soltau. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung der digitalen Themen im Bereich Landwirtschaft. Hierzu zählen unter anderem die Ackerschlagkarteien, das Referenzspurmanagement sowie das Thema Lenksysteme. Darüber hinaus führt er zu diesen Themen Schulungen und Einweisungen an den Standorten von FRICKE Landmaschinen oder direkt bei den Kunden auf dem Hof durch.

    Wie wird man Produktspezialist für digitales Business?

    Die Stelle gab es vorher so noch nicht. Sie wurde 2020 speziell für Leonard geschaffen. Trotz der anfänglichen Frage, ob sich diese Stelle in Vollzeit rentiert, kann sich Leonard inzwischen vor Arbeit kaum retten. Der tiefere Einstieg in das Thema rund um Precision Farming hat sich gelohnt, da es absolut zukunftsträchtig ist und eine immer größere Rolle spielt. Leonard betont an dieser Stelle den deutlichen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern in der Landtechnikbranche.

    Ich habe mir sehr Vieles selbst beigebracht und das nicht nur auf CLAAS Produkte bezogen, sondern auch auf Fremdfabrikate wie Fendt oder John Deere.

    Sagt Leonard auf die Frage, ob er mit der Zeit in seinen neuen Job „hereingewachsen“ ist.
    Produktspezialist für digitales Business
    Leonard bei seiner Arbeit während der diesjährigen Heeslinger Landmaschinenschau, die coronabedingt über einen Livestream stattgefunden hat.

    Ausblick: Wo geht die Reise hin?

    Ich wollte von Leonard wissen, was momentan die Trends in der Landwirtschaft sind. Denn es wird immer mehr automatisiert – so beispielsweise die Dokumentation. Die Landwirte haben mit der Software 365FarmNet eine Option, die ihnen die Arbeit erleichtert. Jeder Landwirt muss eine sogenannte Ackerschlagkartei führen, in der er seine Arbeiten (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Ernte) dokumentieren muss. Die Software deckt alle Funktionen ab. Zusätzlich kann man mit „ActiveBox“ die Dokumentation automatisiert über eine App auf dem Smartphone durchführen. Die App wird mit dem Account des Landwirts gekoppelt und greift im Hintergrund auf die Stammdaten zu.

    Ein weiterer Bereich, in dem Landwirte enorm durch die entsprechenden Programme unterstützt werden, sind Applikationskarten. Hier werden entweder durch Ertragskarten vom Häcksler, beziehungsweise Mähdrescher, von einem Sensor oder mittels Satellitenbildern sogenannte Ertragszonen im einzelnen Schlag definiert. Anhand dieser Ertragszonen werden Applikationskarten mit verschiedenen Zonen erstellt. Jede Zone ist mit einer anderen Aussaatstärke oder mit einer anderen Aufwandmenge (Dünger oder Wachstumsregler) definiert. Während der Arbeit stellt die Maschine die Menge in den jeweiligen Zonen automatisch um. Auf diese Weise sind die Aussaat oder die Düngung perfekt auf die jeweilige Ertragszone abgestimmt.

    Leonard sieht großes Potenzial in der Digitalisierung der Landwirtschaft.

    Wir werden zukünftig immer präziser und die Dokumentationspflicht wird auch weiterhin ansteigen. Damit geht einher, dass die Genauigkeit der Applikation ebenfalls immer besser werden muss. Ich empfehle, die Dokumentation der Arbeiten weiter zu automatisieren.

    Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist auf jeden Fall ein brandaktuelles Thema, das immer wichtiger wird. Danke Leonard, dass du uns so einen umfangreichen Einblick gegeben hast.

    Eure Leona

  • Landmaschinen hautnah in der 360 Grad Ansicht

    Landmaschinen hautnah in der 360 Grad Ansicht

    Ihr wolltet schon immer mal eine Landmaschine aus dem Inneren sehen – als wärt ihr selbst auf dem Schleppersitz? Die neue 360 Grad Ansicht ermöglicht Euch genau diese Perspektive! Was sich alles hinter dieser neuen Funktion im FRICKE Landmaschinen Shop verbirgt und wie diese zustande gekommen ist, erfahrt ihr heute hier.

    360 Grad Ansicht im Detail

    Was ist überhaupt eine 360 Grad Ansicht? Wie wird die Ansicht aufgenommen? Was ist das Besondere daran? Warum nicht einfach normale Fotos verwenden? Mit diesen Fragen hat sich auch Jonas (dualer Student Agrarmanagement) beschäftigt und mir erklärt, wie der Prozess von der Idee zur Umsetzung gewesen ist.

    Der Ideenursprung von 360 Grad

    Jonas ist in seiner 12-wöchigen Praxisphase bei FRICKE Landmaschinen in Bockel eingesetzt gewesen. Während seines Einsatzes hat er sich viel mit der fricke24-Website beschäftigt und nach Optimierungspotenzial gesucht. Währenddessen hat er sich gefragt, was würde den Kunden zu einem erhöhten Interesse bewegen und was fehlt dem Kunden möglicherweise? Jonas hat sich dementsprechend in die Lage der Kunden versetzt und sich auch in anderen Webshops Anregungen geholt. Dabei ist er auf die 360 Grad Ansicht aufmerksam geworden.

    Informationen über die Rundum-Ansicht

    Durch die 360 Grad Ansicht hat der Kunde bzw. der Nutzer der Website die Möglichkeit, sich das Objekt – in diesem Fall die Landmaschine – von innen anzugucken. Dadurch bekommt man das Gefühl, direkt in der Landmaschine in der Fahrerkabine zu sitzen. Dies ermöglicht nochmal einen anderen Blick, als es ein statisches Foto bietet und stellt ein richtiges Erlebnis im Online-Shopping dar. Es ist eine moderne Darstellung und spricht eine jüngere Zielgruppe an, denn diese ist vermehrt virtuell und digital unterwegs. Vor allem in der jetzigen Zeit, in der die Kontakte auf das Mindeste reduziert sind, ist die Ansicht eine tolle Alternative zum Angucken vor Ort.

    Implementierung der neuen Darstellung

    Für die Implementierung ist jedoch mehr als nur ein normaler Fotoapparat und das Hochladen der Dateien notwendig. Eine exklusive Ausstattung wird dafür benötigt, um das Projekt umzusetzen. Die Aufnahme erfolgt über eine 360 Grad Kamera, die auf einem Stativ auf den Schleppersitz gestellt wird. Diese Kamera wird über eine App mit dem Smartphone verbunden und damit kann Jonas die besonderen Fotos machen. Letztendlich werden dann die Fotos in den Webshop eingepflegt.

    Mittlerweile gibt es für viele Landmaschinen, die zum Verkauf stehen, die exklusive Ansicht vom Schleppersitz aus. Schaut gerne mal selbst auf der Website vorbei und genießt die ansprechende Darstellung aus der Kabine der Maschinen. Überzeugt Euch jetzt selbst!

    Falls ihr noch Fragen zu der Funktion habt, könnt ihr uns gerne jederzeit schreiben oder einfach ein Kommentar hinterlassen.

  • Die GRANIT Academy

    Die GRANIT Academy

    Hallo Zusammen,

    GRANIT Academy? Was genau ist das eigentlich? Diese Frage haben sich wahrscheinlich schon viele von Euch einmal gestellt. Auch als ich im August 2018 meine Ausbildung bei FRICKE begonnen habe, konnte ich damit erstmal gar nichts anfangen.

    Von Profis für Profis

    In der GRANIT Academy können, neben zertifizierten Sachkundenachweisen, verschiedene Schulungen, in den Bereichen Landtechnik und Garten- und Forsttechnik, besucht werden.

    Neben Schulungen im technischen Bereich gehören mittlerweile auch Seminare aus den Bereichen Verkauf, Marketing und Betriebsorganisation zum Programm.

    Alle Schulungen werden in Kooperation mit der IHK, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, dem TÜV Rheinland, Herstellern aus der Landtechnik-Branche und anderen Spezialisten durchgeführt.

    GRANIT Academy – Für Jedermann erreichbar

    Der Hauptsitz von GRANIT PARTS ist in Heeslingen, etwa mittig zwischen Hamburg und Bremen. Hier befindet sich auch der Hauptstandort der GRANIT Academy. Durch die direkte Nähe zur Landmaschinenwerkstatt und zum GRANIT Service-Center bringt er optimale Voraussetzungen für praxisnahe Schulungen mit.

    Seminare der GRANIT Academy finden in ganz Deutschland statt. Verteilt auf elf unterschiedliche Standorte.

    Von Rendsburg im Norden bis hin nach Landsberg am Lech im Süden, werden sämtliche Schulungen, in ausgewählten, auf Landtechnik spezialisierte, Einrichtungen durchgeführt.

    GRANIT Academy

    2020 ist alles ein bisschen anders

    Das vor kurzem erschienene Schulungsprogramm für die Saison 2020/2021 umfasst 96 verschiedene Schulungen.

    In diesem Jahr werden erstmalig aufgrund der steigenden Corona-Zahlen digitale Fortbildungen angeboten. Circa 50 % der Schulungen können online durchgeführt werden und finden in einem virtuellen Klassenzimmer statt. Auf diese Weise wird trotz der durch Corona bedingten Einschränkungen die Weiterentwicklung der Kenntnisse unter Gewährleistung der Sicherheit aller Teilnehmer ermöglicht.

    Alle anderen Schulungen müssen leider bis einschließlich Januar 2021 entfallen.

    So wurde das aktuelle Schulungsprogramm bestmöglich an diese außergewöhnliche Situation angepasst. Im Februar wird je nach aktueller Lage die Durchführbarkeit der Fortbildungen neu bewertet.

    Bis zum nächsten Mal!

    Eure Myriel

  • Entwicklung des FRICKE Qualitätsmanagement – Wie alles begann

    Entwicklung des FRICKE Qualitätsmanagement – Wie alles begann

    Hallo Leute,
    ich berichte euch heute über die Entwicklung des Qualitätsmanagements und wie es damals vom Container-Alltag zum heutigen Qualitätsmanagement Gebäude kam sowie über die Aufgaben und Funktionen des Qualitätsmanagements.

    Der Aufbau – Vom Container / Fertigbüro zum heutigen Qualitätsmanagement Gebäude

    Seit über 15 Jahren wird sich bei GRANIT PARTS um die Qualität der Produkte gekümmert. Damals hieß es auch nicht Qualitätsmanagement so wie wir es heute kennen, sondern war nur die Gewährleistung. Es fing mit einer Person an und von Jahr zu Jahr wuchs das Personal der Gewährleistung.

    2009 hat man überlegen müssen, wie es mit der Abteilung weiter geht, da die Bürokapazität nicht ausreichte. Sechs Container / Fertigbüros waren die Lösung. Dieses Projekt wurde 2009 in die Tat umgesetzt und bis 2019 auch so beibehalten. Im Mai 2019 musste die Abteilung umziehen, da der Platz für die Erweiterung des Lagers gebraucht wurde. Das jetzige Gebäude stand damals leer, dann fiel die Entscheidung relativ schnell, dass dies der neue Standort des FRICKE Qualitätsmanagement wird.

    Qualitaetsmanagement
    Das neue Gebäude des Qualitätsmanagements

    FRICKE Qualitätsmanagement: Die unterschiedlichen Bereiche und ihre Aufgaben

    Im QM sind 22 Vollzeit – und Teilzeit Mitarbeiter beschäftigt. Das Qualitätsmanagement ist fachliche Beratung für unser Produktmanagement – sowohl in der rechtlichen als auch gesetzlichen Hinsicht.

    Die Abteilung wird in fünf Bereiche unterteilt:

    Das Labor und die Zeichnungsprüfung ist für die Produktqualifizierung zuständig. Hier wird also geschaut, ob unsere Anforderungen von zum Beispiel Materialhärte erfüllt werden.

    Die Wareneingangskontrolle kontrolliert die Ware, die hier täglich ankommt und prüft diese auf ihre Spezifikationen.

    Reklamation /Gewährleistung, ist zuständig für die Überprüfung der Anträge oder schreiben der Ablehnungen, kostenlosen Reparaturen oder kostenpflichtigen Reparaturen.

    Team Lion ist für die alternative Lieferantensuche zuständig. Das Team untersucht, welche Lieferanten für gewisse Artikel in Frage kommen. Wichtige Faktoren sind beispielsweise der Preis und die Qualität.

    Das Produktbenchmarking ist dafür zuständig, die Fragen zu klären, weshalb man Granit Produkte/bei FRICKE kaufen sollte und nicht bei anderen Firmen, Anbietern oder andere Marken.

    Dies sind alles nur Beispiele für die einzelnen Bereiche, natürlich gehört da noch viel mehr zu, aber einfach damit ihr einen Eindruck bekommt.

    FRICKE Qualitaetsmanagement
    Das Labor bei ihrer Arbeit

    FRICKE QM und die Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen

    Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen gibt es schon genau so lange wie die Abteilung selbst. Die Hochschule in Bremen führt für uns spezielle Prüfungen für unterschiedliche Produkte durch. Aufgrund des stetigen Wachstums des Unternehmens werden auch die Prüfungen an der Hochschule Bremen immer mehr.

    Durch die lange Zusammenarbeit ist eine kollegiale Basis zwischen der Hochschule und der FRICKE Gruppe entstanden.

    Neben der Hochschule Bremen gibt es auch noch andere externe Prüflabore mit denen wir zusammenarbeiten.

    Hochschule Bremen
    Der M-Trankt der Hochschule Bremen

    Bis dann,
    eure Jonna

  • Gemeinsam sind wir stark – Solidarität in der Landwirtschaft zu Zeiten von Corona

    Gemeinsam sind wir stark – Solidarität in der Landwirtschaft zu Zeiten von Corona

    Hey Leute,

    die Corona-Krise nimmt wohl Einfluss auf das Leben aller Menschen. Sei es der Azubis, ManagerInnen, Hausfrauen und natürlich auch Hausmänner, auf Schulkinder oder eben auch auf das Leben der landwirtschaftlichen Betriebe. Aber besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Die Landwirtschaft ist, wie auch FRICKE als Zulieferer für landwirtschaftliche Werkstätten, eine systemrelevante Branche und muss die Versorgung der Bevölkerung sichern. Aus der Not heraus sind viele neue Ernteportale entstanden, auf denen Menschen ihre Hilfe anbieten können.

    Corona – Die momentane Situation

    Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben sich die meisten Nachbarstaaten von Deutschland dazu entschlossen, die Grenzen zu schließen. In der Landwirtschaft fehlen somit bis zu 300.000 Saisonarbeiter und Erntehelfer, die beispielsweise aus Rumänien oder Polen kommen. Sie sind wichtige helfende Hände während der Ernte, zum Beispiel beim Spargelstechen.

    Quelle: daslandhilft.de
    Quelle: daslandhilft.de

    Vorstellung der Ernteportale

    daslandhilft.de

    Diese Website möchte Menschen in den Dialog bringen. Die Initiative wurde gemeinsam von den Maschinenringen und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestartet. Sie vermittelt Arbeitgeber, also Landwirte, mit den Arbeitnehmern, die sich freiwillig eintragen. Hier kann jeder helfen!

    Ernteportal das Land hilft
    Ernteportal das Land hilft

    ErnteErfolg

    Dieses Projekt ist aus einem Hackathon der Bundesregierung entstanden. Vom 20. bis 22. März wurden gemeinsam mit der Zivilgesellschaft Lösungen für Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gesucht. ErnteErfolg ist eines der Ergebnisse. Die Plattform ermöglicht eine schnelle und einfache Unterstützung für die Landwirte und bietet gleichzeitig Arbeitssuchenden eine Beschäftigung. Auch hier kommen also beide Seiten zusammen.

    Ernteportal Ernte-Erfolg

    Facebookgruppe „Wir helfen unseren Bauern“

    Auch auf den sozialen Medien tut sich einiges. In der Facebookgruppe „Wir helfen unseren Bauern“ kann man unter den einzelnen Wappen der Bundesländer kommentieren und sich dann zusammenfinden und weiter austauschen. Das ist auf jeden Fall schnell getan und einfach gemacht.

    saisonarbeit-in-deutschland.de

    Auf diesem Portal gibt es verschiedene Suchkriterien wie Hauptproduktionsausrichtung des Betriebs oder Kulturen (Erdbeeren, Kohl, Äpfel,…), sodass man genau das findet, worauf man Lust hat. Die Einstellung eines Betriebsprofils ist bis zum 20. Juni 2020 kostenlos. Unterstützt wurde die Erstellung dieser Internetplattform vom Deutschen Bauernverband.

    Saisonarbeit Deutschland

    land-arbeit.com

    Diese Website ist ganz frisch online gegangen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Landwirte, die momentan nach Arbeitskräften suchen, und diejenigen, die aufgrund der Corona-Krise ohne Arbeit sind, zusammenzubringen. Möchte man gerne bei der Ernte mithelfen, um sie für dieses Jahr zu sichern, kann man auf der Seite seine Verfügbarkeit eintragen und wird mit einem Landwirt aus der Region gematcht. Auch Landwirte, denen aufgrund der aktuellen Lage die Saisonkräfte fehlen, können ihre Bedarfe angeben und werden mit passenden Arbeitskräften gematcht. Der Prozess ist also total einfach.

    Ernteportal - das Land hilft

    Jetzt seid ihr dran!

    Jetzt sind wir dran!

    Wie ihr seht, gibt es viele Möglichkeiten, sich entweder als Landwirt Hilfe zu suchen oder sich als helfende Hand zu melden. Wir finden es super, dass alle Portale für den Benutzer einfach aufgebaut sind und nach dem gleichen Muster funktionieren. Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr Lust, Euch in eurer Freizeit als Erntehelfer zu engagieren?

    Helft uns bei der Verbreitung der Nachricht und teilt unseren Bericht (oder auch die Erntehelferportale) auf den Social Media Netzwerken und erzählt auch Freunden und Bekannten, die aufgrund von Corona aktuell vielleicht ihren Job verloren haben, davon.

    Wir sagen Danke an alle Landwirte, die jeden Tag für das Essen auf unseren Tellern sorgen. Ihr seid großartig! Wir müssen jetzt zusammenhalten, denn gemeinsam schaffen wir das!

    Schaut auch gerne nochmal bei Deichdeern vorbei. Sie hat über die Corona-Ernteportale nämlich ebenfalls einen Artikel verfasst.

    Eure Leona

  • Agrar Blogger Camp 4.0 – #agchat20 in Bonn

    Agrar Blogger Camp 4.0 – #agchat20 in Bonn

    Hey Leute,

    ich durfte beim Agrar Blogger Camp 4.0 vom 4. bis 6. März in Bonn in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung teilnehmen. Auf Social Media ist die Veranstaltung überall unter dem Hashtag #agchat20 zu finden. Für mehr Einblicke und Bilder könnt ihr auch gerne auf unserem Instagram Kanal frickekarriere.blog vorbeischauen. In dem Highlight „Azubis on Tour“ habe ich Fotos und Videos hinterlegt.

    Auf dem Event haben sich Personen getroffen, die sich im Internet mit dem Thema Landwirtschaft auseinandersetzen. Das kann auf Blogs, mithilfe von Erklärvideos oder durch Freizeitangebote sein.

    Agrar Blogger Camp 4.0 – Netzwerken an Tag 1

    Am ersten Tag startete abends ein Programm für alle, die schon angereist waren. Bei einem gemeinsamen Abendessen hatten wir die Möglichkeit, uns gegenseitig kennenzulernen. Viele Teilnehmer aus der Agrar Blogger Szene kannten sich bereits und haben das Camp immer wieder als kleines Familientreffen bezeichnet. Wie eine kleine Familie hat es sich auch angefühlt. Alle waren sehr offen und immer für einen Austausch bereit.

    Nach dem Abendessen hat Peter Jantsch einen Vortrag zum Thema Konfliktlösung gehalten. Es ging vor allem um das Modell „Vier-Seiten einer Nachricht“ und darum, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und entscheiden kann, welche Nachrichten er nah an sich heranlässt und dass man auch mal ganz bewusst „Nein“ sagen kann. Dies ist vor allem wichtig, um sich selbst zu schützen.

    Lebendiger Austausch an Tag 2

    Zu Beginn des zweiten Tages hat sich jeder Teilnehmer mit seinen drei Hashtags vorgestellt. Im Vorfeld wurde jeder dazu aufgefordert, sich drei Hashtags auszudenken, die einen besonders gut beschreiben. Ich habe mich für #frickeschockt, den Hashtag des Fricke-Karriere Blogs, #dualeStudentin, da ich bei der FRICKE Gruppe ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen absolviere, und #sprachenakrobatin, weil ich Deutsch, Englisch und Französisch sprechen und Plattdeutsch immerhin lesen und verstehen kann, entschieden.

    Danach fanden die Session des Barcamps statt. Im Laufe des Tages wurden in vier Zeitslots jeweils vier verschiedene Sessions à 45 Minuten zu ganz unterschiedlichen Themen von den Teilnehmern selbst angeboten. Ich habe zwar keine Session gehalten, aber natürlich vier verschiedene besucht.

    Agrar Blogger Camp 4.0 – Die Sessions

    Gestartet bin ich mit einem Barcamp zum Thema „Analog streiten“. Auch wenn wir alle viel online unterwegs sind, ist es wichtig, sich persönlich, also von Angesicht zu Angesicht, richtig streiten zu können. Dabei wurde das Thema des Vorabends nochmal aufgegriffen und weiter ausgeführt.

    In der zweiten Session hat Ingmar von Hofhuhn uns Einblicke in seine Arbeit gewährt. Er hat uns erzählt, wie viel Zeit er in seine Beiträge steckt, wie er sie gestaltet und bearbeitet. Außerdem hat er immer wieder betont, dass wir in der heutigen Zeit, in der der Verbraucher einer Vielfalt von Produkten in jeder Preisklasse gegenübersteht, den Mehrwert des Produktes erklären müssen, das wir verkaufen möchten.

    Nach dem Mittagessen ging es in die dritte Session des Tages. Ich habe von Matthias Süßen gelernt, was eine gute App zum Bearbeiten von Fotos können sollte und mir seine Empfehlung Snapseed, die sogar kostenlos ist, heruntergeladen. Matthias hat uns geraten, beim Fotografieren nicht den Zoom und Blitz zu verwenden und das Raster einzuschalten, damit sich der Fokus des Bildes in der Mitte befindet.

    In der letzten Runde hat Lutz Staacke, Head of Social Media beim Deutschen Landwirtschaftsverlag und verantwortlich für die Social Media Strategie des gesamten Verlages, uns berichtet, wie die verschiedenen Kanäle des Magazins agrarheute bespielt werden können, damit die richtige Zielgruppe erreicht wird.

    Agrar Blogger Camp Gruppenfoto

    Ausklang des zweiten Tages

    Nach der Feedbackrunde, die durchweg positiv ausgefallen ist, haben wir gemeinsam zu Abend gegessen. Begleitet wurden wir durch den Abend von der Initiative Tierwohl, die Dr. Christian Dürnberger, Ethiker am Messerli Forschungsinstitut in Wien, zu einem Implusvortrag eingeladen hatte. Er hat in seinem Vortrag geschildert, dass sich die Position der Landwirtschaft in der Gesellschaft über die Zeit geändert hat.

    Heutzutage muss man Landwirtschaft erklären, denn wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der Nahrung als selbstverständlich angesehen wird. Landwirte müssen sich bewusst sein, dass sie einen Berufsstand ausüben, der in der Gesellschaft umstritten ist. Darauf sollten sie bestenfalls bereits in ihrer Ausbildung vorbereitet werden. Ich möchte euch ein Interview zu diesem Thema ans Herz legen, in dem Dürnberger über Hate Speech, mit der Landwirte täglich konfrontiert werden, spricht.

    Abschluss an Tag 3

    Am letzten Tag hat sich alles um die Frage gedreht, wie man raus aus der Blase kommt. Wie erreicht man auch Zielgruppen außerhalb der Landwirtschaft? Dazu hat beispielsweise Sanna Karolszyk von der Firma Corteva Agriscience den Farming Simulator vorgestellt. Das ist ein Spiel, in dem die Arbeit in der Landwirtschaft sehr realistisch dargestellt wird. Das Spiel ist auch für Gamer außerhalb der Landwirtschaftsbranche sehr interessant. Darüber hinaus wurden einige bereits existierende Projekte vorgestellt, die versuchen, Landwirtschaft zu erklären und dem Verbraucher näherzubringen. Dazu gehören beispielsweise MyKuhTube, Tour de Buur, die App von Julia Nissen alias Deichdeern oder die Initiative „Echt Grün – Eure Landwirte“. Dies sind alles Beispiele aus der Praxis, die mich sehr beeindruckt haben und es sich zum Ziel gesetzt haben, mit der Gesellschaft in den Dialog zu treten.

    Agrar Blogger Camp 4.0 – Mein Fazit

    Das Agrar Blogger Camp ist definitiv ein Treffpunkt zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Ich habe sehr viele offene Personen mit tollen Projekten getroffen. Ein großer Dank geht auch an das Orga-Team – es hat wirklich alles reibungslos geklappt!

    Kleiner Tipp am Ende: Bernhard Barkmann, einer der Organisatoren des Agrar Blogger Camps und Schweinebauer, hat sich mit einer Bio-Bäuerin in eine Diskussion der Gegensätze gewagt. Ein sehr sehenswertes Video und hier zu finden.

    Eure Leona

  • Leonard Bausch – Vom Landwirt zum Verkaufsberater

    Leonard Bausch – Vom Landwirt zum Verkaufsberater

    Hey Leute,

    vielleicht könnt ihr euch noch an Leonard Bausch erinnern, denn er hat schon mal einen Beitrag über sein Hobby „Das grüne Abitur – Hege und Pflege von Wald und Wild“ auf dem FRICKE Karriere-Blog veröffentlicht. Ich habe ihn für ein Interview zu seinem bisherigen Werdegang getroffen.

    Verbindung zur Landwirtschaft

    Leonards Eltern kommen gar nicht aus der Landwirtschaft. Aber sein Großonkel aus Schleswig-Holstein hat einen 1000 Hektar großen Betrieb und der Nachbar hat Kühe. So kam es, dass er schnell einen Zugang zur Landwirtschaft und Tieren gefunden und sowohl in seiner Kindheit als auch seiner Jugend viel Zeit damit verbracht hat. Er hat die Schule mit dem erweiterten Realschulabschluss beendet und danach eine dreijährige Ausbildung zum Landwirt abgeschlossen. Während der Ausbildung war er zwei Jahre auf einem Milchviehbetrieb und ein Jahr lang auf einem Betrieb mit Ackerbau tätig. Anschließend hat sich Leonard zusätzlich mit dem staatlich geprüften Wirtschaftler im Bereich Agrarwirtschaft weitergebildet und sein Fachabitur im Agrarbereich erfolgreich absolviert.

    Landwirt Leonard

    Weiter ging es mit dem Studium bei der FRICKE Gruppe

    Nach dem Fachabitur hat Leonard sich für ein duales Studium Agrarmanagement bei der FRICKE Gruppe entschieden. Dieses hat er im August 2016 begonnen und erfolgreich im September 2019 mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Während seinen Praxisphasen im Unternehmen hat er verschiedene Bereiche kennengelernt. Neben dem Einkauf für GRANIT PARTS und dem Landmaschinenverkauf bei FRICKE Landmaschinen standen auch Abteilungen wie das Material Master Data Management und der Export sowie der Unternehmensbereich Saphir auf seinem Plan. Auch ein achtwöchiger Auslandsaufenthalt bei unseren Kollegen in Peterborough in England war Bestandteil seines duales Studiums. Er war vor Ort für die Artikelbepreisung im Ersatzteilgeschäft bei GRANIT PARTS zuständig. Während seines Studiums, welches in Kooperation mit der Berufsakademie in Dresden stattfand, hat er sehr von seiner vorherigen Ausbildung zum Landwirt profitiert, weil ihm viele Inhalte bereits bekannt waren.

    Was macht Leonard jetzt?

    Seit dem 1. Oktober des letzten Jahres ist Leonard als Verkaufsberater bei FRICKE Landmaschinen in Soltau und Winsen Luhe tätig. Zu seinen Gebieten gehören Neuenkirchen, Schneverdingen, der Raum Dannenberg sowie der Raum Uelzen. Seitdem stehen regelmäßig Kundenbesuche an, die ihm viel Spaß machen.

    Ihr habt noch mehr Fragen an Leonard? Dann schreibt gerne an Karriere.Blog@fricke.de.

    Eure Leona