Schlagwort: Landmaschinen

  • Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Weniger Diesel – mehr Nachhaltigkeit

    Um aktuelle Geschehnisse auf dem Markt verfolgen zu können und am Puls der Zeit zu bleiben, gibt es die Möglichkeit, im Rahmen seines Arbeitsgebiets gewisse Praxistage und Seminare zu besuchen.
    Der Praxistag „Alternative Antriebsenergien für Landmaschinen“ im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem war eine solche Veranstaltung. Productmanager Christoph aus der Division Schleppertechnik besuchte das Seminar am 1. Juli zusammen mit zwei Auszubildenden: Moritz und mir. Wir ließen uns die neuen Möglichkeiten für alternativ betriebene Landmaschinen bei interessanten Vorträgen, aufschlussreichen Gesprächen und mit einer hautnahen Praxisdemonstration näherbringen.

    Spannende Vorträge: Wo stehen wir und was ist möglich?

    Das Programm startete an einem sonnigen Dienstagmorgen um 10 Uhr mit einem Grußwort des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das Vormittagsprogramm fand in einer großen Scheune statt, passend zum Thema des Seminars.
    Den ersten Vortrag lieferte Professor Doktor Ludger Frerichs von der TU Braunschweig. Er führte den Verbrauch von fossilem Diesel in der deutschen Landwirtschaft auf, welcher bei etwa zwei Milliarden Liter im Jahr liegt und wodurch fünf Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Frerichs kam zu dem Schluss, dass fossiler Diesel keine Zukunft habe. Es folgte eine Abhandlung von Lösungsansätzen für alternative Antriebstechniken, die sich besonders auf Maschinen für leichte Arbeiten in der Landwirtschaft bezog. Solche Maschinen machen in Deutschland etwa zehntausend verkaufte Traktoren im Jahr aus. Diese könnten statt mit Diesel mit einem Elektro-Motor betrieben werden, aber auch mit Bio-Methan, Wasserstoff oder Pflanzenöl. Beim Thema Pflanzenöl als Treibstoff käme allerdings die nächste Diskussion auf: Tank oder Teller? Denn schließlich ist die Landwirtschaft auch ein enorm wichtiger Nahrungslieferant.

    Pflanzlicher Kraftstoff – die Landwirtschaft ist bereit

    Es folgte Dr. Johannes Hipp vom deutschen Maschinen- und Anlagenbauverband (VDMA). Er beschäftigte sich in seinem Vortrag vor allem mit erneuerbarem Kraftstoff auf Höfen mit schweren Arbeiten. Hipp wies auf die bereits geschehenen Freigaben von Hydrated Vegetable Oil (HVO) hin – eine flächendeckende Nutzung von HVO sei demnach bereits möglich. Auch die für die Herstellung des pflanzlichen Antriebsstoffs benötigten Flächen seien in ihrer Größe überschaubar: Man benötige nur einen geringen Prozentsatz der aktuell 16 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.
    Als nächstes beschäftigte Hipp sich mit Anbaugeräten. Er spann den Gedanken fort, die Zapfwelle durch eine Hochvoltschnittstelle zu ersetzen, sodass Anbaugeräte rein elektrisch betrieben werden. Nach Hipp sei die Landwirtschaft für eine Umstellung auf alternative Antriebstechniken bereit – es müssten jetzt allerdings die nötigen Anreize gesetzt werden.

    „Es gibt noch viel zu tun“

    Dr. Hartmut Matthes von der LU Lohnunternehmer Service GmbH in Wunstorf zeigte in seinem Vortrag die Notwendigkeit von flüssigen Kraftstoffalternativen auf, da seiner Meinung nach ab 2030 mit Bio-Methan und Pflanzenöl gearbeitet werde. Die Kraftstoffe müssten dabei gewisse Eigenschaften haben, wobei es insbesondere die Zähflüssigkeit, um den Sauerstoffgehalt oder auch die Kälteempfindlichkeit gehe. Wasserstoff als alternativer Antrieb sei zwar schon in allen Köpfen angekommen, doch die Umsetzung sei schwer: Allein die Speicherung bei 350-700 Bar erfordere viel Aufwand.
    Neben der Fragen zum Kraftstoff selbst müssen aber auch Themen, wie Verfügbarkeit, Finanzierbarkeit durch den Käufer, Schlagkraft und viele mehr, behandelt werden. Solange dies nicht geschehen ist, sei eine kundenfreundliche und erfolgreiche Markteinführung alternativer Antriebstechniken kaum denkbar, so Matthes und er fügte hinzu: „Es gibt noch viel zu tun.“

    Zeit für Austausch und Gespräche

    Nach den Vorträgen stand eine kurze Mittagpause auf dem Programm. Bei einem gemeinsamen Essen konnte man sich über das Gehörte austauschen. Wenig später wartete die Praxisdemonstration einiger Maschinen auf die Besucher. Weil man sich währenddessen an verschiedenen Orten des Bildungszentrums aufhielt, war es vorgeschrieben „Hauben“ über die Schuhe zu ziehen, um beispielsweise keine Keime zu verteilen, die man an der Schuhsohle mit sich trägt.

    Alternative Antriebsenergien in Bewegung

    Die Demonstration der Maschinen begann mit Hofladern und Teleskopladern, die vor den Zuschauern einige Rundballen von einem Anhänger hoben, abstellten und wieder aufluden. Auffallend war, wie leise sich die Fahrzeuge bewegten: Nur leises Summen und die Reifen auf dem Boden waren zu hören. Die Lader sind in den meisten Fällen in der Lage einen ganzen Arbeitstag auf dem Hof zu unterstützen, vorausgesetzt sie werden in der Mittagspause an die Ladestation angeschlossen.

    Als nächstes wurden elektronische Geräte in einem Kuhstall des Bildungszentrums präsentiert. Die Tiere ließen sich kaum von den leisen Geräten stören, die über ihre Futtertische oder auch im Stall selbst entlangfuhren. Die Geräte unterstützen bei der Futterverteilung oder beim Reinigen des Stalls.

    Der nächste Teil der Praxisdemonstration fand auf einer Siloplatte statt. Hier wurden verschiedene Geräte vorgeführt, die zur Mischung, Auflockerung oder zum Transport des Silos dienten. Die Wendigkeit der verschiedenen Geräte stach dabei besonders hervor.

    Eine große Wiese war der letzte Ort, an dem die Praxisdemonstration stattfand. Hier warteten große Trecker, ein autonomer Schlepper sowie eine Drohne auf die Besucher. Ein Vertreter des Herstellers Claas gab an, dass Traktoren dieser Marke ab Werk bereits mit HVO betankt würden, der Käufer müsse dies nur fortführen – im Zweifelsfall könne er den Schlepper dennoch mit Diesel betanken. Claas führte auf der Veranstaltung einen Axion 830 vor, der ebenfalls mit HVO betrieben wurde. Auf einem kurzen Stück Wiese wurde der Traktor beim Mulchen demonstriert. Verblüffend war darüber hinaus der John Deere 6R 150, der ausschließlich mit Pflanzenöl betrieben wird: Von außen ein völlig normaler Trecker, doch unter der Verkleidung ruht modernste Technologie. Aber es gab noch weitere faszinierende Maschinen zu sehen:

    Ein aufschlussreicher Tag

    Anhand des Seminars konnte man sehen: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz stehen in der Landwirtschaft immer mehr im Fokus. Alternative Antriebstechnik, insbesondere der Elektroantrieb in der Stall- und Hoftechnik, ist bereits in greifbare Nähe gerückt. Besonders als Landwirt:in ist es deshalb wichtig, sich regelmäßig zum aktuellen Stand der Möglichkeiten zu informieren. Von diesem Praxistag nahm man jedoch genauso mit, dass die Entwicklungsprozesse im Bereich Großtraktoren und Erntemaschinen für die Feldarbeit noch weiter fortschreiten müssen, um auch hier alternative Antriebstechniken einsetzen zu können. Es ist in den nächsten Schritten wichtig, über Ladestationen am Feld sowie am Hof nachzudenken und diese Theorien auszuarbeiten. Aber natürlich müssen die oben aufgeführten Möglichkeiten auch näher in das Blickfeld der Gesellschaft rücken.

    Nachhaltigkeit gibt es natürlich auch in der FRICKE Gruppe. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, wie Laura das Thema „Nachhaltigkeit“ mit ihrem dualen Studium bei FRICKE verbinden konnte.

  • FRICKEs Bestseller Autor

    FRICKEs Bestseller Autor

    Noch heute ist GRANIT PARTS für seine Kataloge bekannt. Über 15 Kataloge sowie Sonderausgaben, wie „Das Beste Für“ und Broschüren, umfasst heute das Printangebot für Kunden. Wir haben mit dem Autoren des ersten FRICKE Ersatzteilkatalogs Erwin zusammengesessen und auf seine vierzig Jahre als Mitarbeiter der Firma FRICKE zurückgeblickt.

    Anfänge bei FRICKE

    Als Erwin am 16. Januar 1984 bei FRICKE als Landmaschinenmechanikermeister einsteigt, ist noch nicht absehbar, welchen wesentlichen Einfluss er einmal auf das Unternehmen haben würde. Obwohl er eigentlich in einer FRICKE Landmaschinenwerkstatt anfangen möchte, übernimmt er nach seinem Einstellungsgespräch mit Wilhelm Fricke eine Position am Tresen bei FRICKE in Heeslingen. Mit der Personalnummer 42, die er auch heute noch hat, gehört er wohl zum wirklich harten Kern bei FRICKE. Am Tresen kann er auf seine Erfahrung zurückgreifen, die er während seiner vorherigen Berufslaufbahn unter anderem im Außendienst sammeln konnte. Die Arbeitsabläufe sind damals noch ganz anders als heute. Wirklich feste Zuteilungen von Zuständigkeiten gibt es in vielen Bereichen noch nicht. So sammelt er am Telefon teils einige Bestellungen zusammen und macht sich dann auf den Weg in das Lager, um hier die entsprechenden Teile selbst zusammen zu suchen. Daraufhin werden die Lieferscheine im Büro geschrieben und dann die Ware in die Versandboxen gelegt. Nur den Versand zum Kunden übernehmen dann abends einige Kollegen, die mit kleinen Lieferwagen die Ware an die Kunden im Elbe-Weser Raum verteilen. Mit Blick auf die heute hochkomplexe und automatisierte Logistik in Heeslingen kaum vorstellbar.

    Der erste Katalog

    Nachdem Erwin bereits sein 10-jähriges Jubiläum bei FRICKE hat feiern können, kommt 1995 Wilhelm Fricke persönlich mit einer Idee auf ihn zu. Zur besseren Übersicht über das Ersatzteilprogramm für die Kundschaft soll ein Katalog erstellt werden. Erwin scheint hier mit seiner umfangreichen Erfahrung am Tresen und technischem Hintergrund als Landmaschinenmechanikermeister der ideale Kandidat zu sein. Er stimmt zu und arbeitet in den folgenden 16 Monaten einen ersten Katalog für FRICKE aus.

    Aber wie erstellt man einen solchen ersten Katalog? Für die Zusammenstellung eines handlichen, kundenfreundlichen und übersichtlichen Katalogs und Sortiments setzt Erwin auf verschiedene Quellen, wie Hinweise aus dem Außendienst, analysiert aber auch damals schon, welche Maschinen und Artikelgruppen relevant sind für die Kunden, die er in den vergangenen Jahren am Tresen begleitet und teils gut kennengelernt hat. Verfeinert wird der Katalog dann noch mit Bildern, Beschreibungen und teils von Erwin selbst angefertigten Zeichnungen. Damals wie heute ist es ihm ein Anliegen, dass der Kunde gut und schnell das passende Teil finden kann. 1996 ist dann der erste Katalog bereit für den Druck. Anders als heute handelt es sich dabei aber damals noch nicht um „Hardcover“-Kataloge, also gebundene Bücher, sondern um Ringordner, in die die Katalogseiten eingeheftet sind. Insgesamt drei Ringordner bilden den ersten Katalog und den ersten Versuch eine Zusammenfassung des FRICKE Ersatzteilprogramms. Vorteil an den Ringordnern ist vor allem die Möglichkeit „physische Updates“ für das Produktprogramm in Form von neuen Katalogseiten zu versenden. Kunden können so die alten Seiten herausnehmen und die neuen Seiten ihren Ordnern hinzufügen. Lange bleibt dieses Konzept aber nicht bestehen, da mit jedem Austauschen von Seiten auch Probleme im Kontakt mit dem Innendienst in Heeslingen entstehen. Wenn ein Kunde noch veraltete Seiten hat, kann es hier schnell zu Missverständnissen kommen. Man entscheidet sich schließlich für gebundene Kataloge.

    Vom Projekt zum Aushängeschild

    Aber einen Schritt zurück: Nach Vorstellung des ersten Katalogs geht es für Erwin zunächst wieder an seinen alten Arbeitsplatz. Der Katalog wird zum großen Erfolg. Viele kleine Werkstätten bekommen einen guten Überblick über das Sortiment und entdecken teils auch ganz neue Produkte. Mit den Aktualisierungen ist Erwin immer wieder gefragt und kehrt in die Katalogarbeit zurück. Als die Frequenz neuer Kataloge aber mit der Zeit immer höher wird, bleibt Erwin dauerhaft im Kataloggeschäft und ist das Gründungsmitglied des Katalogteams. Die Ausarbeitung eines neuen Katalogs braucht nun rund hundert Tage. Daraufhin stehen dann aber noch die Korrektur, Formatierung, grafische Ausarbeitung und viele weitere Schritte an. Wenn ein Katalog dann schließlich im Druck ist, geht es bereits an den Nächsten. Da die Katalogseiten nicht mehr ausgetauscht werden können, muss in regelmäßigen Abständen ein neuer Katalog herausgegeben werden, um einen möglichst aktuellen Stand abzubilden: ein Kreislaufsystem entsteht. Natürlich kann Erwin das nicht alleine abbilden und so stoßen schon früh weitere Kollegen zum Katalogteam dazu, die mit ihrer Expertise in den verschiedenen Produktbereichen dicht am Bedarf der Kunden sind. Die fertigen Kataloge werden dann rechtzeitig zu Weihnachten von den Katalogredakteuren im Hotel Hollengrund in Heeslingen oder Hotel Paulsen in Zeven dem Außendienst vorgestellt und im Detail erläutert.

    Im Laufe der Jahre arbeitet Erwin an verschiedensten Katalogen, bleibt aber vor allem seinen Spezialgebieten Industrie & Werkstatt und Elektrik in den noch heute bestehenden Katalogen 4 und 5 treu. Auf den zweiten Bereich hatte er sich schon in seiner Meisterprüfung spezialisiert, die heute genau 50 Jahre zurückliegt. Auf beiden Katalogen durfte sich Erwin zudem bereits als Cover-Model verewigen. Symbolisch schenkte ihm das Marketing-Team von FRICKE zu seinem Übergang in den Ruhestand 2014, also vor zehn Jahren einen dieser Kataloge, den er heute noch Zuhause stehen hat.

    Ein kurzer Abschied

    Mit dem Schritt in den Ruhestand ist Erwins Karriere bei FRICKE noch lange nicht zu Ende. Aufgrund seines umfangreichen Wissens über Unternehmen und Produkte kommt Jens, der Leiter des FRICKE-Marketings auf ihn mit einem Angebot zu. Erwin soll dabei helfen, das gerade erst übernommene Unternehmen Hofmeister und Meincke noch weiter in die FRICKE Gruppe zu integrieren. Geehrt von dem Angebot nimmt Erwin an und arbeitet daraufhin in Bremen. Aus einer kurzen Verlängerung sind inzwischen zehn Jahre geworden. Heute arbeitet Erwin wieder in Heeslingen im Team der Technischen Redaktion im Marketing. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Vom reinen Kataloggeschäft ist der Fokus immer weiter auf den umfangreichen Webshop und dessen Funktionen gewandert. Kataloge werden daher dieses Jahr auch nicht mehr jährlich herausgegeben, da immer mehr Kunden nur noch mit dem Webshop arbeiten und dessen Suchfunktionen nutzen. In einem anderen Beitrag hat uns Christian Einblicke in die heutigen Tätigkeiten der Technischen Redaktion gegeben, die auch maßgeblich an der Gestaltung der Inhalte im Webshop beteiligt sind. Zwei Tage die Woche ist Erwin vormittags im Büro und unterstützt heute mit seinem umfassenden technischen Wissen bei der Ausweitung unseres GRANIT Sortiments in den USA. Wenn es nach Erwin geht, kann er das auch noch einen Moment weitermachen.

    Wir möchten uns bei Erwin für die spannenden Einblicke bedanken und die vielen spannenden Geschichten aus den vergangenen 40 Jahren Unternehmensgeschichte. Es ist klasse zu sehen, wie er auch nach 40 Jahren im Unternehmen nach wie vor viel Freude bei der Arbeit hat und ein elementares Teil des Teams in Heeslingen ist.

  • Azubi-Ausflug nach Harsewinkel: Endlich wieder on Tour

    Azubi-Ausflug nach Harsewinkel: Endlich wieder on Tour

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin es wieder – Lisa aus der Personalabteilung. Heute möchte ich Euch über unseren Azubi-Ausflug nach Harsewinkel berichten. Denn endlich dürfen wir nach langer Pause wieder mit unseren Azubis spannende Kurztrips unternehmen.

    Ausbildung mit einzigartigen Erlebnissen

    Wer in der Fricke Gruppe eine Ausbildung beginnt, kann sich auf einige tolle Events freuen. Denn neben dem normalen Ausbildungsalltag möchten wir unseren Auszubildenden Abwechslung bieten und überlegen uns immer wieder tolle Veranstaltungen und Ausflüge. Aufgrund von Corona mussten diese Events jedoch in den letzten zwei Jahren leider ausfallen.

    Azubi-Ausflug für alle technischen Ausbildungsberufe

    Dieses Jahr ging es aber endlich wieder los. Mit unseren technischen Azubis durften wir CLAAS in Harsewinkel besuchen. Da für einige Lehrjahre die mittlerweile obligatorische Tour nach Harsewinkel in den vergangenen zwei Jahren nicht stattfinden konnte, haben wir es in diesem Jahr allen Lehrjahren ermöglicht, mitzufahren. Aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen bei CLAAS mussten wir die Azubi-Tour in diesem Jahr in drei Gruppen aufteilen, da wir mit maximal 30 Personen pro Gruppe das Werk besichtigen durften.

    Die erste Tour haben wir am Mittwoch, den 27. April 2022, gemacht. An diesem Tag bin ich zusammen mit einer Azubi-Gruppe mit einem Reisebus nach Harsewinkel gefahren. Da die Azubis verstreut von allen Standorten der FRICKE Gruppe kommen, gab es unterschiedliche Treffpunkte. Gestartet ist unsere Tour in den frühen Morgenstunden am Standort in Heeslingen. Dann ging es über Bockel und Hemelingen nach Harsewinkel.

    Werksbesichtigung bei CLAAS

    In Harsewinkel angekommen wurden wir auch direkt in Empfang genommen und in einen Kinosaal geführt. Dort haben wir anhand einer Präsentation und kurzer Videos mehr über die Geschichte des Familienunternehmens CLAAS erfahren. Anschließend wurden wir vor Ort in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Nachdem alle mit einem Headset ausgestattet waren, ging es in die Produktion. Hier konnten wir beispielsweise den Weg eines Mähdreschers von der Entstehung bis zur Fertigstellung mitverfolgen. Nach dem circa eineinhalbstündigen Rundgang durch das Werk gab es anschließend ein gemeinsames Mittagessen in der CLAAS Kantine.

    Ein weiterer Azubi-Ausflug nach Harsewinkel war bereits am 28. April 2022. Die dritte Tour ist für den 25. Mai 2022 geplant.

    Wir sind froh, dass wir endlich wieder solche Touren mit unseren Azubis gemeinsam erleben können und freuen uns bereits jetzt auf alle weiteren Azubi-Events.

    Eure Lisa

  • Digitale Berufe bei der FRICKE Gruppe – Leonard ist Produktspezialist für digitales Business

    Digitale Berufe bei der FRICKE Gruppe – Leonard ist Produktspezialist für digitales Business

    Hey Leute,

    heute starte unsere neue Themenreihe, in der wir euch Berufe bei der FRICKE Gruppe vorstellen, die mit Digitalisierung zu tun haben oder dadurch erst entstanden sind. Den Anfang machen wir mit der Vorstellung von Leonard. Treuen Lesern kommt er sicherlich bekannt vor. Er hat bereits als Gastautor einen Blogbeitrag über sein Hobby die Jagd geschrieben und über seinen Werdegang bei FRICKE Landmaschinen haben wir ebenfalls schon berichtet. Nun hat er beruflich eine neue Richtung eingeschlagen.

    Produktspezialist für digitales Business

    Leonard ist seit 2016 bei der FRICKE Gruppe beschäftigt. Er absolvierte zunächst sein duales Studium Agrarmanagement, stieg danach als Landmaschinenverkäufer bei FRICKE Landmaschinen ein und ist jetzt als Produktspezialist für digitales Business tätig. In dieser Rolle kümmert er sich um alle Standorte von FRICKE Landmaschinen von Cuxhaven bis Hannover und von der Weser bis hinter Soltau. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung der digitalen Themen im Bereich Landwirtschaft. Hierzu zählen unter anderem die Ackerschlagkarteien, das Referenzspurmanagement sowie das Thema Lenksysteme. Darüber hinaus führt er zu diesen Themen Schulungen und Einweisungen an den Standorten von FRICKE Landmaschinen oder direkt bei den Kunden auf dem Hof durch.

    Wie wird man Produktspezialist für digitales Business?

    Die Stelle gab es vorher so noch nicht. Sie wurde 2020 speziell für Leonard geschaffen. Trotz der anfänglichen Frage, ob sich diese Stelle in Vollzeit rentiert, kann sich Leonard inzwischen vor Arbeit kaum retten. Der tiefere Einstieg in das Thema rund um Precision Farming hat sich gelohnt, da es absolut zukunftsträchtig ist und eine immer größere Rolle spielt. Leonard betont an dieser Stelle den deutlichen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern in der Landtechnikbranche.

    Ich habe mir sehr Vieles selbst beigebracht und das nicht nur auf CLAAS Produkte bezogen, sondern auch auf Fremdfabrikate wie Fendt oder John Deere.

    Sagt Leonard auf die Frage, ob er mit der Zeit in seinen neuen Job „hereingewachsen“ ist.
    Produktspezialist für digitales Business
    Leonard bei seiner Arbeit während der diesjährigen Heeslinger Landmaschinenschau, die coronabedingt über einen Livestream stattgefunden hat.

    Ausblick: Wo geht die Reise hin?

    Ich wollte von Leonard wissen, was momentan die Trends in der Landwirtschaft sind. Denn es wird immer mehr automatisiert – so beispielsweise die Dokumentation. Die Landwirte haben mit der Software 365FarmNet eine Option, die ihnen die Arbeit erleichtert. Jeder Landwirt muss eine sogenannte Ackerschlagkartei führen, in der er seine Arbeiten (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Ernte) dokumentieren muss. Die Software deckt alle Funktionen ab. Zusätzlich kann man mit „ActiveBox“ die Dokumentation automatisiert über eine App auf dem Smartphone durchführen. Die App wird mit dem Account des Landwirts gekoppelt und greift im Hintergrund auf die Stammdaten zu.

    Ein weiterer Bereich, in dem Landwirte enorm durch die entsprechenden Programme unterstützt werden, sind Applikationskarten. Hier werden entweder durch Ertragskarten vom Häcksler, beziehungsweise Mähdrescher, von einem Sensor oder mittels Satellitenbildern sogenannte Ertragszonen im einzelnen Schlag definiert. Anhand dieser Ertragszonen werden Applikationskarten mit verschiedenen Zonen erstellt. Jede Zone ist mit einer anderen Aussaatstärke oder mit einer anderen Aufwandmenge (Dünger oder Wachstumsregler) definiert. Während der Arbeit stellt die Maschine die Menge in den jeweiligen Zonen automatisch um. Auf diese Weise sind die Aussaat oder die Düngung perfekt auf die jeweilige Ertragszone abgestimmt.

    Leonard sieht großes Potenzial in der Digitalisierung der Landwirtschaft.

    Wir werden zukünftig immer präziser und die Dokumentationspflicht wird auch weiterhin ansteigen. Damit geht einher, dass die Genauigkeit der Applikation ebenfalls immer besser werden muss. Ich empfehle, die Dokumentation der Arbeiten weiter zu automatisieren.

    Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist auf jeden Fall ein brandaktuelles Thema, das immer wichtiger wird. Danke Leonard, dass du uns so einen umfangreichen Einblick gegeben hast.

    Eure Leona