Kategorie: Ausbildung und Studium

  • Ökologisches Gleichgewicht wiederherstellen: Unser Azubi-Projekt

    Ökologisches Gleichgewicht wiederherstellen: Unser Azubi-Projekt

    Nachhaltigkeit beginnt oft ganz praktisch – manchmal sogar mit Akkuschrauber, Holzplatten und einer guten Idee. Genau so startete auf unserem Betriebsgelände in Heeslingen ein besonderes Azubi-Projekt, das Handwerk, Teamarbeit und Umweltschutz miteinander verbindet.

    Ausgangspunkt war die aktuell erhöhte Taubenpopulation auf unserem Firmengelände. Neben hygienischen Herausforderungen können die Tiere auch technische Anlagen beeinträchtigen, beispielsweise unsere Klimasysteme.

    Statt jedoch nur auf klassische Abwehrmaßnahmen zu setzen, wurde sich bewusst für eine natürliche Lösung entschieden: Falkennistkästen. Falken sind natürliche Gegenspieler der Tauben und können langfristig dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht auf dem Betriebsgelände wiederherzustellen.

    Vom Materialstapel zum fertigen Nistkasten

    Gesagt, getan. Am Dienstagmorgen traf sich unser fünfköpfiges Azubi-Team – Frithjof, Oli, André, Paul und Lina – in der alten Landmaschinenhalle. Unterstützt wurden wir dabei von Kai aus dem Facility Management und Jasmin und Dina aus unserem Nachhaltigkeitsteam. Nach einem kurzen Überblick über Materialien und Werkzeuge ging es direkt los: bohren, schrauben, montieren. Schritt für Schritt entstanden aus den einzelnen Bauteilen drei robuste und wetterfeste Falkennistkästen.

    Nach einer kurzen Stärkung folgte der nächste wichtige Arbeitsschritt. Damit die Kästen optimal vor Regen geschützt sind und möglichst lange halten, verkleideten wir die Dächer sorgfältig mit Teerpappe.

    Der kreative Feinschliff

    Für den letzten Feinschliff sorgte schließlich eine spontane kreative Idee aus dem Team: Die Seiten der Kästen sollten unseren FRICKE-Schriftzug tragen. Also druckten wir das Logo aus, schnitten die Buchstaben präzise mit Cuttermessern aus und fertigten so passgenaue Schablonen an. Nachdem alles fixiert war, kam die Spraydose zum Einsatz – natürlich im klassischen FRICKE Rot.

    Inzwischen sind die Falkennistkästen montiert und bereit für ihre neuen Bewohner. Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass sich schon bald die ersten Falkenpaare ansiedeln – und mit ihrer Anwesenheit dazu beitragen, die Taubenpopulation nachhaltig zu reduzieren.

    Ein Projekt, das zeigt: Mit Teamgeist, handwerklichem Einsatz und einer guten Idee lassen sich praktische Lösungen und Nachhaltigkeit hervorragend verbinden. Wenn ihr mehr über nachhaltige Azubiprojekte lesen wollt, schaut doch mal in diesem Blogbeitrag vorbei!

  • Drei Länder, vielfältige Erfahrungen: Tills Auslandsaufenthalt

    Drei Länder, vielfältige Erfahrungen: Tills Auslandsaufenthalt

    Im Rahmen seines dualen Studiums bei der FRICKE Gruppe erhielt unser dualer Student Till eine besondere Möglichkeit: Statt – wie sonst üblich – nur eine Auslandsgesellschaft zu besuchen, durfte er gleich drei internationale Standorte kennenlernen. Seine Auslandsaufenthalte führten ihn nach Spanien, Italien und Frankreich und boten ihm wertvolle fachliche wie auch persönliche Erfahrungen.

    Brücken bauen in EDI: Austausch, Strategie und Umsetzung

    Vor und nach seinen Auslandsaufenthalten war Till in der EDI-Abteilung tätig. EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet die automatische Verbindung zwischen IT-Systemen (z. B. ERP-Systemen) verschiedener Unternehmen, um standardisierte Geschäftsdokumente wie Bestellungen, Rechnungen oder Lieferscheine elektronisch und ohne manuelle Eingriffe auszutauschen.

    Ziel seiner Einsätze war es, das Thema EDI in den jeweiligen Landesgesellschaften greifbarer und verständlicher zu machen. Der Fokus lag dabei auf dem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, der gemeinsamen Entwicklung von Strategien sowie auf Schulungen rund um EDI-Prozesse. Ergänzend war Till, wie auch in Deutschland, an klassische EDI-Aufgaben, die von der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten bis hin zur Entwicklung und Betreuung von Schnittstellen reichten, beteiligt.

    Spanien – Arbeiten, Kultur und Sonne

    Den Auftakt von Tills Auslandserfahrung bildete ein fünfwöchiger Aufenthalt in Spanien. Nach der Ankunft in Madrid reiste Till weiter zu unserem Standort in Valladolid, wo er vom spanischen Geschäftsführer Álvaro sowie der Innendienstleiterin Emilia herzlich empfangen und zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen wurde, ein gelungener Start für das gegenseitige Kennenlernen.

    Sein zentral gelegenes Apartment erleichterte den Arbeitsweg, da er täglich von Kollegen mitgenommen wurde. Das spanische Wetter mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 35 °C sorgte neben der Arbeit für echtes Sommerfeeling. Auch außerhalb der Arbeitszeit verbrachte Till viel Zeit mit dem Team. Gemeinsam erkundeten sie verschiedene Teile der Stadt, darunter den Parque Campo Grande mit seinen frei laufenden Pfauen sowie kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte. Zu seinen persönlichen Highlights zählten unter anderem ein kurzer Bachata-Kurs, Churros am Morgen im Büro, gemeinsame Bowling- und Padel-Abende sowie ein Wochenendausflug.

    Für die Wochenenden setzte sich Till das Ziel, jeweils eine neue Region zu entdecken. Seine Reisen führten ihn von schneebedeckten Berglandschaften bis hin zu heißen Tälern mit Temperaturen von bis zu 37 °C. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der historischen Stadt Ávila mit ihrer vollständig erhaltenen und größtenteils begehbaren Stadtmauer.

    Mehr über unser Büro in Valladolid erfahrt ihr in Ab in den Süden – drei Wochen in Valladolid von unserer Auszubildenden Annabell.

    Italien – EDI und Außendienst hautnah

    Im Anschluss ging es für eine Woche nach Italien, wo Till ebenfalls herzlich empfangen wurde – inklusive eines gemeinsamen Essens. Neben dem fachlichen Austausch zu EDI-Themen hatte er hier die besondere Gelegenheit, den Außendienst auf einer Tour zu begleiten und so einen weiteren zentralen Unternehmensbereich kennenzulernen. Auch wenn er dabei beeindruckende Landschaften sehen konnte, bleibt sein persönliches Highlight ganz klar: die italienische Küche.

    Frankreich – Strategie, Austausch und besondere Erlebnisse

    Bevor es zurück nach Deutschland ging, folgte ein zweiwöchiger Aufenthalt in Frankreich. In Reims arbeitete Till gemeinsam mit dem verantwortlichen EDI-Experten vor Ort an der weiteren Aufklärung zu EDI-Themen sowie an der Entwicklung strategischer Ansätze.

    Auch außerhalb der Arbeit sammelte er zahlreiche Eindrücke. Zu den Highlights zählten ein beeindruckendes Lichterspiel an der Kathedrale von Reims, sportliche Aktivitäten mit einem gemeinsamen Lauf durch die Stadt und Squash spielen mit Kollege Fred sowie eine Führung durch die Vranken-Pommery-Champagnerkeller.

    Ein Auslandsaufenthalt, der bleibt

    Tills Auslandsreise zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten ein duales Studium bei der FRICKE Gruppe bieten kann: internationale Zusammenarbeit, fachliche Weiterentwicklung, kultureller Austausch und viele persönliche Erfahrungen. Drei Länder, unterschiedliche Teams und zahlreiche neue Eindrücke – ein Erlebnis, das Till sicher noch lange begleiten wird.

  • Ab in den Süden – drei Wochen in Valladolid

    Ab in den Süden – drei Wochen in Valladolid

    Dieses Jahr im Oktober war es auch für mich endlich so weit – mein Auslandsaufenthalt stand bevor. Also hieß es am 5. Oktober „Auf nach Spanien!“ Mein Ziel war Valladolid, eine Großstadt nahe Madrid. Für drei Wochen habe ich dort gelebt und im Büro der spanischen Auslandsgesellschaft von GRANIT gearbeitet.

    „Willkommen in Spanien!“ – Die Anreise & mein erster Tag im Büro

    Am Sonntagmorgen um 9 Uhr wurde ich am Flughafen in Hamburg abgesetzt. Nachdem ich etwas nervös vom Check-In zur Sicherheitskontrolle gegangen war und schließlich an meinem Gate ankam, hieß es nur noch warten. Kurze Zeit später saß ich im Flieger und ließ das typisch norddeutsche Herbstwetter hinter mir.
    Angekommen am Flughafen in Madrid, wartete schon meine Arbeitskollegin Nuria auf mich. Gemeinsam fuhren wir mit der Bahn nach Valladolid. Auf dem Weg zu meiner Unterkunft empfahl sie mir schon einige Sehenswürdigkeiten, die sofort auf meine Checkliste für die nächsten Wochen kamen.

    Am nächsten Morgen startete ich in meinen ersten Arbeitstag in Spanien. Um 9 Uhr – die dort übliche Zeit, um mit dem Arbeiten anzufangen – wurde ich sehr freundlich durch das 15 Personen starke Team in Empfang genommen. Nach einer kleinen Vorstellung wurde mir erklärt, was der Plan für die kommenden Wochen sein würde und welche Bereiche ich zu Gesicht bekommen werde. Ich durfte in so ziemlich jede Abteilung der Auslandsgesellschaft für ein paar Tage hineinschnuppern – sogar das Mitfahren bei einem Kollegen im Außendienst war für mich eingeplant. Jetzt konnte es also losgehen!

    Zeit anzupacken – meine Tätigkeiten während der Arbeit

    Die ersten drei Tage durfte ich Lucía unterstützen. Sie ist für das Marketing in Spanien zuständig und hatte sich schon einige Aufgaben für mich zurechtgelegt. So fertigte ich für die spanischen Außendienstler Anleitungen an, die den Umgang mit unserem Intranet sowie mit WhatsApp Business erleichtern sollen. Als nächstes waren es meine Aufgaben interessante Messen in Spanien und Portugal im Internet herauszusuchen und aus einem Katalog eine Auswahl von Werbemitteln zu treffen, die auf der nächsten Messe an Kunden verteilt werden sollen.
    Der nächste Bereich war die Abteilung „Transportmanagement“. Zusammen mit Luis-Enrique schaute ich mir Auswertungen über verschiedene Spediteure an. Darüber hinaus stellte ich eine Übersicht zusammen, mit der nachvollzogen werden kann, welche Spediteure welche Routen nutzen, um zu einer gewissen Postleitzahl auszuliefern.

    Raúl erklärte mir anschließend etwas zum Pricing. Mir wurden Abläufe und Berechnungen unter Einhaltung bestimmter Margen nähergebracht. Daraufhin durfte auch ich einige Berechnungen durchführen.
    Als nächstes durfte ich Fernando, einen der spanischen Außendienstler, begleiten. Für mich waren das besonders spannende Tage, da ich einen Einblick bekommen konnte, wie unsere Kunden in Spanien arbeiten, wo ihre Prioritäten liegen und was für Erwartungen sie an uns als Lieferanten haben.
    Danach unterstützte ich Héctor im Backoffice. Ich bearbeitete Gewährleistungsfälle und Retouren und untersuchte den aktuellen Status von Rückständen – von Artikeln also, auf dessen Lieferung die Kunden aus verschiedenen Gründen schon seit längerem warten müssen.
    Zum größten Teil unterhielten sich die Kollegen mit mir auf Spanisch. Von meinem mündlichen Abitur brachte ich relativ gute Spanischkenntnisse mit, die ich in Valladolid endlich wieder auffrischen konnte. Wenn es ab und zu an besonderen Wörtern hakte und man nicht weiterkam, griff man aber natürlich auch mal auf Englisch zurück.

    Die spanische Mentalität – natürlich auch am Arbeitsplatz

    Die Stimmung im spanischen Büro war sehr familiär. Jeden Tag um 14 Uhr setzte man sich gemeinsam mit seinen Kollegen in den Pausenraum und aß Mittag, quatschte ein bisschen oder machte „Siesta“. Untereinander herrschte eine freundschaftliche, lockere Stimmung, die auch mal zu Scherzen einlud. Als „Neue“ in dem Büro, fühlte ich mich deshalb auch nicht fehl am Platz oder unerwünscht. Im Gegenteil: Es ging sehr herzlich zu! Auch an Nervennahrung wurde jeden Tag gedacht: Ob Churros, Turrón oder spanische Salami – irgendeine Leckerei stand morgens immer auf dem Tisch im Pausenraum. Man konnte sich also nur wohlfühlen!

    Auch im Feierabend bleibt keine Zeit für Pausen

    Auch abseits der Arbeit hatte ich viel Programm. Die ersten Abende nach Feierabend nutzte ich dafür, Valladolid zu erkunden. Meine Unterkunft lag im Zentrum der Stadt, also konnte ich die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Ich schaute mir Kirchen an, ging ins Skulptur-Museum oder in den Park und vertrat mir die Füße am Fluss. Dank Héctor musste auch meine Fitness nicht hintenanstehen. Weil seine Eltern ein Gimnasio (Fitnessstudio) besitzen und er vor kurzer Zeit einen Schein zum Personal-Trainer gemacht hat, schlug er vor, mich mitzunehmen. Das konnte ich natürlich nicht ablehnen!
    Nichtsdestotrotz war ich am Ende des Tages meistens fix und fertig. Die ganzen neuen Eindrücke und das ständige Switchen zwischen den Sprachen – Englisch, Deutsch und natürlich Spanisch – hinterließ dann doch seine Spuren.

    Auf Entdeckungstour in fremden Städten

    An den Wochenenden sah ich mir die Städte Ávila und Burgos an. Ávila ist bekannt für die große Stadtmauer, die sich um das Zentrum der Kleinstadt zieht. Auf der Mauer angekommen, genoss ich die weite Aussicht auf das Umland von Castilla y León, der autonomen Gemeinschaft, in der Ávila liegt. Außerdem erkundete ich die Catedral de Ávila, die ich mir wegen der vielen anstehenden Besucher erst nicht ansehen wollte. Zum Glück habe ich es doch getan! Unten findet ihr ein Bild, auf dem man gut erkennen kann, dass die Kirche zum größten Teil aus „Blutstein“ (Hämatit) gebaut wurde. Es war sehr beeindruckend. Burgos ist eine etwas kleinere Stadt. Umso eindrucksvoller ist jedoch die Catedral de Santa María, die man dort bewundern kann. Sie ist riesig und unglaublich detailliert gebaut. In Burgos durfte ich auch an einem Familienessen von Nurias Familie teilnehmen, zu dem sie mich mitnahm. Auch kulinarisch lernte ich also etwas über den Norden Spaniens. Wenn ich ehrlich bin, wäre ich bei manchen Dingen wahrscheinlich niemals dazu gekommen sie zu probieren, wenn ich nicht zu diesem gemeinsamen Essen eingeladen worden wäre. Ganz oben mit dabei ist zum Beispiel der Krebs, der plötzlich auf meinem Teller landete und der – wenn auch etwas schwierig zu essen – wirklich lecker war.

    Zeit für „Fiesta“!

    Außerdem wurde mir das Nachtleben in Spanien nähergebracht! Nuria nahm mich mit zu der Geburtstagsfeier einer Freundin. Wir aßen gemeinsam Pizza und gingen dann in einen Club, um zu feiern. Tatsächlich liegen Welten zwischen dem deutschen Feiern und dem spanischen „Fiesta“. Während man sich in Deutschland gegen halb zehn auf den Weg zum Feiern macht, denkt man in Spanien gegen 12 Uhr nachts dann langsam mal darüber nach, demnächst loszugehen, wobei in den Clubs natürlich ausschließlich Latino-Songs laufen.

    Wie man unschwer erkennen kann, lebte Nuria ihre Rolle der Fremdenführerin für mich völlig aus. Dafür möchte ich ihr ganz besonders danken! Ohne ihren Einsatz hätte ich wahrscheinlich deutlich weniger in Valladolid erlebt.
    Am 24. Oktober, nach ca. drei Wochen, die sich angefühlt haben, als wären sie nur so an mir vorbeigerast, musste ich dann die Rückreise antreten. Aber eine Sache ist sicher: In Valladolid schaue ich nochmal vorbei!

    Auch dem Rest meiner spanischen Kollegen möchte ich hiermit ein riesiges Dankeschön aussprechen. Ich wurde von Anfang an so herzlich und offen aufgenommen, dass es gar keine andere Möglichkeit für mich gab, als mich wohlzufühlen. Genau das hat meinen Auslandsaufenthalt zu einem großartigen Erlebnis gemacht, mit dem ich einiges über mich selbst lernen und auch meine etwas eingerosteten Spanischfähigkeiten wieder aufpolieren konnte. Danke!

    Auch einige andere unserer Azubis hat es dieses Jahr wieder ins Auslands verschlagen. Lest zum Beispiel über Jordis Aufenthalt in Rumänien oder Hennings und Phillips Erlebnisse in den USA!

  • Einmalige Auslandserfahrung: Vier Wochen in Wabash

    Einmalige Auslandserfahrung: Vier Wochen in Wabash

    Zwei unserer Auszubildenden, Henning und Philipp, hatten die Gelegenheit, für insgesamt vier Wochen in unserer Niederlassung in Wabash, Indiana (USA), zu arbeiten und dort wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Neben der fachlichen Weiterentwicklung war es vor allem die kulturelle Begegnung, die den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.

    Vielfältiger Arbeitsalltag

    Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag in der Unterstützung des Lagers. Dort bestand die Hauptaufgabe darin, sämtliche Artikel zu messen und zu wiegen, um eine präzise Versandberechnung zu ermöglichen. Darüber hinaus übernahmen die beiden Azubis weitere Projekte, wie den Aufbau neuer Regale, die Einrichtung eines separaten Lagerraums für Spezialstoffe, die Durchführung einer Inventur sowie die Sammlung und Pflege von Stammdaten. Auch die Vorbereitung auf anstehende Messen gehörte zum Aufgabengebiet.

    Besonders eindrucksvoll war auch die Historie des Lagers selbst: Die Gebäude auf dem Gelände sind von 1-15 durchnummeriert und machen so den Prozess des Wachstums und der Erweiterung über die Jahre hinweg sichtbar.

    Amerikanische Gastfreundschaft

    Die Aufnahme im Team vor Ort war herzlich: Die Kollegen luden die beiden nicht nur zu gemeinsamen Abenden ein, sondern organisierten auch private Treffen, bei denen viele neue Kontakte geknüpft wurden.

    Roadtrips durch die USA

    Am Wochenende blieb genügend Zeit, die Region zu erkunden. Mit einem zur Verfügung gestellten Auto ging es zu den Attraktionen in der Nähe: nach Fort Wayne, nach Indianapolis mit dem berühmten IndyCar-Rennen, nach Chicago sowie zu einem Konzert von The Weekend in Indianapolis.

    Sogar ein Besuch auf dem Schießstand stand auf dem Programm – eine Erfahrung, die auch Maike während ihres Aufenthalts genießen konnte und es in dieser Form in Deutschland kaum gibt. Auch Christian hatte die Möglichkeit innerhalb seines Studiums in Amerika zu unterstützen und die unbegrenzten Möglichkeiten kennenzulernen.

    Herausforderungen und bleibende Eindrücke

    Die Rückreise gestaltete sich etwas schwieriger als geplant, da es zu Komplikationen mit Anschlussflügen kam. Doch auch das konnte die positiven Eindrücke nicht trüben – wenn auch der Jetlag spürbar blieb.

    Eine prägende Erfahrung

    Der Aufenthalt in Wabash war für Henning und Philipp eine einmalige Chance. Sie konnten nicht nur ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen, sondern auch internationale Arbeitsabläufe kennenlernen und wertvolle persönliche Erfahrungen sammeln. Besonders hervorzuheben ist die freundliche Aufnahme durch die amerikanischen Kollegen, die den Aufenthalt zu einer unvergesslichen Zeit machten.

  • Vom Azubi zur Fachkraft – unsere Azubis bleiben

    Vom Azubi zur Fachkraft – unsere Azubis bleiben

    Am 01.08.2022 starteten wir unsere Ausbildung bei der FRICKE Gruppe. Schon damals erhielten wir erste spannende Einblicke in die Welt eines internationalen Unternehmens. Während der Ausbildung haben wir nicht nur viel in der Berufsschule gelernt, sondern vor allem die vielfältigen Einsätze in den unterschiedlichen Abteilungen und Standorten der FRICKE Gruppe haben uns fachlich und persönlich geprägt.

    Wir lernten unternehmensweite Zusammenhänge kennen, entwickelten ein Verständnis für Arbeitsabläufe und wuchsen durch Herausforderungen. Auch bei Veranstaltungen wie der PSW, der Tarmstedter Ausstellung und der Landmaschinenschau durften wir dabei sein und den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen werfen.

    All die Erfahrungen haben in uns den Wunsch geweckt, auch nach unserer Ausbildung ein Teil der FRICKE Gruppe zu bleiben. Heute freuen wir uns, in verschiedenen Bereichen Aufgaben zu übernehmen.

    Azubis, welche auch nach ihrer Ausbildung Teil der FRICKE Gruppe bleiben.

    Mattis – Kaufmann im E-Commerce

    Schon während seiner Ausbildung durfte Mattis eigenständig Projekte in der Technischen Redaktion begleiten. Die Verbindung zwischen E-Commerce-Themen, der Arbeit am GRANIT Webshop und dem Austausch im Team hat ihm besonders gefallen. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben und das eigenverantwortliche Arbeiten war für ihn schnell klar: „Ich möchte Teil der Technischen Redaktion bleiben.“

     Jette – Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement

    Jette konnte während ihrer Ausbildung bereits prozessbasierte Projekte begleiten und durch ihren Auslandsaufenthalt wertvolle Einblicke in zwei internationalen Standorte der FRICKE Gruppe gewinnen. Daraus entstand ihr Wunsch, im Export tätig zu sein – heute ist sie dort an internationalen Projekten beteiligt und erweitert ihr Wissen gezielt durch ein berufsbegleitendes Fernstudium im Bereich Projekt- und Prozessmanagement.

    Charlott – Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement

    Charlott wechselte zu TREX.PARTS ins Marketing. Schon in der Ausbildung konnte sie dort ihre Ideen einbringen und das kollegiale Miteinander erleben – das hat ihr schnell das Gefühl gegeben, genau am richtigen Ort zu sein. Nun freut sie sich auf neue Herausforderungen als Marketing Coordinator – Content & Online-Marketing.

    Sara – Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement

    Schon während Saras Ausbildungszeit bei FORAS sammelte sie vielfältige Erfahrungen – von der Buchung von Rechnungen bis hin zur Erfassung von Aufträgen. Dabei konnte sie sich fachlich sowie persönlich weiterentwickeln und schnell war klar: „Ich möchte gerne bei FORAS bleiben“. Besonders schätzt sie das familiäre Arbeitsumfeld und den starken Teamgeist.

    Eine Weiterbildung ist aktuell zwar nicht geplant, doch Sara kann sich gut vorstellen, in naher Zukunft etwas zu beginnen, was sie auch beruflich weiterbringt.

    Laura – Fachkraft für Lagerlogistik

    Laura verkürzte ihre Ausbildung auf 2,5 Jahre. Schon früh fiel ihr beim Rüsten auf, dass es häufig zu Fehlmengen kommt – Artikel, die nicht in der vereinbarten Menge oder gar nicht geliefert wurden. Ihre Neugier führte sie schließlich in den Leitstand des Wareneingangs, wo solche Fälle bearbeitet werden. Dort wird nicht nur reklamiert, sondern auch aktiv nach Lösungen gesucht – was ihr besonders gefällt. „Hier kann ich mitdenken, den Überblick behalten und wirklich etwas bewirken – hier möchte ich unterstützen.“

    Wir bedanken uns für die schöne und lehrreiche Ausbildungszeit und freuen uns auf alle zukünftigen Herausforderungen!

  • Das AKL aus nächster Nähe

    Das AKL aus nächster Nähe

    Während der Ausbildung bei FRICKE haben die kaufmännischen Azubis in Heeslingen die Möglichkeit, eine Woche lang verschiedene Bereiche der Logistik kennenzulernen. Von der Warenannahme über die Kommissionierbereiche bis hin zur Verpackung erhielt auch ich dadurch einen umfassenden Einblick in die Abläufe. Vorher war das Bild vom Lager eher unklar, jetzt habe ich eine viel bessere Vorstellung davon, wie komplex und ineinander verzahnt die Prozesse im Lager eigentlich sind.

    Besonders beeindruckt hat mich das Automatische Kleinteilelager (AKL) – eine Anlage von enormer Größe und mit komplexer technischer Ausstattung.

    Einblick ins AKL

    Das AKL wurde vor etwa fünf Jahren gebaut und erstreckt sich über 7 Stockwerke mit 40 Ebenen – der sogenannte Puffer. Von dort wird die Ware, aufbewahrt in grauen Kisten, über Rollbänder automatisch an die jeweiligen Arbeitsplätze im AKL geschickt. Hier wird sie von Mitarbeitenden kontrolliert und die benötigte Menge verpackt. Das komplexe System hinter dem AKL speichert auf welchem Platz im Lager sich welche Ware befindet. Sobald ein Kunde den Artikel bestellt, sendet das System die Kiste mit der Ware von diesem Platz direkt zum Arbeitsplatz des Mitarbeiters, wo sofort kommissioniert werden kann.

    Das AKL verfügt über rund 10 solcher Arbeitsplätze, inklusive einer Bühne, an der die verpackten Kartons dann von der AKL „NIO“ Bühne kontrolliert, mit Deckeln verschlossen und mit Labels versehen werden.

    Meine Aufgaben und Eindrücke im AKL

    Meine Hauptaufgabe im AKL war es, die Ware zu den Aufträgen versandbereit zu machen – ein Vorgang, der auch als „Picken und Packen“ bezeichnet wird. Die automatisierte Übergabe der Teile vom Puffer an den Arbeitsplatz funktionierte reibungslos. Die Kisten wurden zu mir transportiert und ich habe die benötigen Artikel aus den Kisten in die Versandkartons gelegt. Das AKL hat dabei überprüft, ob auch tatsächlich die richtige Menge gewählt wurde.

    Für mich war die Erfahrung besonders spannend, da ich die Größe, die Aufgaben und den hohen Automatisierungsgrad des AKL live erleben konnte. Durch den Lagerdurchlauf konnte ich außerdem den Weg nachvollziehen, den ein Artikel in unserem Lager zurücklegt: Von der Warenannahme und der Einlagerung über das Zusammentragen der Artikel für die Aufträge bis zum Verpacken der Ware und dem Verladen in die richtigen Fahrzeuge.

    Die Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Abteilungen bewältigen jeden Tag eine beachtliche Menge an Sortierungs-, Verpackungs- Kontroll- und Verladetätigkeiten – etwas völlig anderes als das, was ich aus dem Büro kenne.

    Danke für den Einblick!

    Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die uns die ganze Woche über begleitet und uns einen Einblick in ihre Arbeit ermöglicht haben. Es war spannend, das Lager mal aus nächster Nähe zu sehen, dabei jede Menge Neues zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.

    Letztes Jahr besuchte Lara unseren GRANIT Standort in Peterborough in Großbritannien und unterstütze dort im Lager. Auch sie machte dort interessante Erfahrungen, die sie in ihrem Blogbeitrag mit uns teilt.

  • Fit für den internationalen Markt -Zusatzqualifikation Europakauffrau / Europakaufmann

    Fit für den internationalen Markt -Zusatzqualifikation Europakauffrau / Europakaufmann

    Katharina hat 2023 ihre Ausbildung im Groß- und Außenhandelsmanagement bei der FRICKE Gruppe begonnen und sich dazu entschieden, parallel eine Zusatzqualifikation zur Europakauffrau zu absolvieren. Einen näheren Einblick wollen wir mit diesem Blogbeitrag geben.

    Wie gestaltet sich der Ablauf?

    Es handelt sich um eine Zusatzqualifikation, die über zwei Jahre parallel zur Ausbildung läuft. Sie beginnt im 2. Halbjahr des 1. Lehrjahres und geht bis zum Ende des 1.Halbjahres des 3. Lehrjahres. Der Unterricht findet jede Woche in der 9. und 10. Stunde nach dem regulären Berufsschulunterricht statt. Dabei findet allerdings nur circa alle zwei bis drei Wochen Präsenzunterricht statt. An den anderen Tagen müssen zuvor definierte Aufgaben selbstständig zu Hause bearbeitet werden. Die Aufgaben werden über die Lernplattform ILIAS hochgeladen.

    Vertiefte Kompetenzen im Außenhandel werden auf dem heutigen Arbeitsmarkt immer wichtiger. Vor allem bei einem so international ausgerichteten Arbeitgeber wie der FRICKE Gruppe war es mir wichtig, in meiner Ausbildung darauf einen Fokus zu setzen.

    Was sind die Inhalte?

    Es gibt zwei Lernfelder, die bearbeitet werden. In Lernfeld 1 „Ein Produkt auf einem ausländischen Markt positionieren“ erlernt man die Grundlagen des Außenhandels, behandelt die Entwicklung und Bedeutung des internationalen Marketings und diskutiert Ziele und Strategien von diesem.
    Lernfeld 2 „Auslandsaufträge anbahnen, abwickeln und bewerten“ behandelt unter anderem internationales Kaufvertragsrecht und verschiedene Liefer- sowie Zahlungsbedingungen. Darüber hinaus werden auch Außenwirtschaftsrecht und Zollwesen besprochen. In beiden Lernfeldern müssen schriftliche Prüfungen abgelegt werden. Diese finden im 2. Halbjahr des 3. Ausbildungsjahres statt und dauern jeweils 120 Minuten.

    Die Inhalte überschneiden sich größtenteils mit dem, was wir im normalen Berufsschulunterricht lernen, sodass nicht alles komplett neu ist. In beiden Lernfeldern werden jeweils zwei Klausuren geschrieben.

    Außerdem gibt es weitere Inhalte, die spezifisch auf die Zusatzqualifikation Europakauffrau / Europakaufmann zugeschnitten sind.
    Beim Computerführerschein „ICDL-Start“ (International Certification of Digital Literacy) müssen insgesamt vier Prüfungen zu Outlook, Excel, Word und PowerPoint abgelegt werden. Innerhalb von 30 Minuten muss man 30 Multiple Choice Fragen zu dem jeweiligen Programm beantworten. Das Lernen für die Prüfung erfolgt selbstständig durch das Selbstlernprogramm von ICDL.
    Man benötigt außerdem in Englisch die Niveaustufe B1 und in einer weiteren Fremdsprache die Niveaustufe A1. Die Sprachkurse für die entsprechenden Nachweise kann man, falls nötig, während der Weiterbildung machen.
    Ein Teil der Zusatzqualifikation ist zudem ein dreiwöchiger Auslandsaufenthalt bei einem selbstgewählten oder von Erasmus herausgesuchten Unternehmen. Im Anschluss daran muss ein Praktikumsbericht erstellt werden.

    Ich freue mich ganz besonders auf meinen bevorstehenden Auslandaufenthalt. Im Juli werde ich für drei Wochen bei GRANIT PARTS in den Niederlanden sein.

    Während der Ausbildung bei der FRICKE Gruppe hat man viele verschiedene Möglichkeiten. Lene Henrieke war zum Beispiel in bei GRANIT PARTS Polen und hat in diesem Blogbeitrag davon berichtet.

    Neben Katharina absolvieren noch 13 weitere Azubis der FRICKE Gruppe die Zusatzqualifikation zur Europakauffrau oder zum Europakaufmann. Wir wünschen allen viel Erfolg!

  • Feierliche Graduierung der FRICKE Bachelorabsolventen 2025

    Feierliche Graduierung der FRICKE Bachelorabsolventen 2025

    Feierlicher Abschluss an der Nordakademie

    Nach dreieinhalb Jahren mit spannenden Einblicken, herausfordernden Projekten und zahlreichen Praxiserfahrungen war es endlich so weit: Acht Studierende durften am 4. April im Rahmen einer feierlichen Abschlussfeier an der NORDAKADEMIE in Elmshorn ihre Bachelorzeugnisse entgegennehmen. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihres dualen Studiums bei FRICKE tragen sie nun offiziell den Titel Bachelor of Science.

    Im Anschluss an die Graduierung nutzten alle die Gelegenheit, das besondere Ereignis bei strahlendem Sonnenschein festzuhalten. Gemeinsam mit Vertretern aus der Personalabteilung von FRICKE sowie Kollegen, die die Bachelorarbeiten betreuten, entstanden schöne Gruppenfotos als Erinnerung an diesen Meilenstein.

    Der Weg bis zum Abschluss war intensiv. Zwischen Vorlesungssälen und Schreibtischen, Praxisphasen im Unternehmen und Klausuren an der Hochschule sammelten die Absolventen viele wertvolle Erfahrungen. Neben der fachlichen Qualifikation standen auch persönliche Weiterentwicklung, Eigenverantwortung und Teamarbeit im Mittelpunkt. Nun war es an der Zeit, diesen gemeinsamen Erfolg gebührend zu feiern.

    Vorstellung der Bachelorarbeiten vor der Geschäftsleitung

    Ein weiterer besonderer Moment fand in der vergangenen Woche statt: Die Absolventen erhielten die Gelegenheit, ihre Bachelorarbeiten vor der FRICKE Geschäftsleitung zu präsentieren. In einem offenen und wertschätzenden Austausch sprachen sie mit Herrn Fricke und Herrn Wachholtz über die Inhalte, Herausforderungen und Erkenntnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Dabei wurde deutlich, wie praxisnah die Themen gewählt waren und welchen konkreten Beitrag sie zu aktuellen Fragestellungen im Unternehmen leisten konnten.

    Im Anschluss an die Gespräche kam man auf der Dachterrasse noch einmal zu einem kleinen Umtrunk und dem obligatorischen Gruppenfoto zusammen. Ein sichtbares Zeichen für das Erreichte und ein schöner Abschluss eines bedeutenden Kapitels.

    Bei der Frage nach dem absoluten Highlight während des gesamten Studiums mussten die Absolventen nicht lange überlegen. Die Auslandserfahrungen, die alle im Rahmen ihrer Ausbildung bei FRICKE sammeln durften, wurden einstimmig als besonders prägend und bereichernd beschrieben. Aufenthalte in Ländern, wie Polen, der Türkei, Indien, Frankreich oder den USA ermöglichten es den Absolventen, ihren persönlichen Horizont zu erweitern. Der Einblick in neue Kulturen, andere Arbeitsweisen und internationale Perspektiven hat ihre Sichtweise nachhaltig verändert. Ein Erlebnis, das allen in Erinnerung bleiben wird.

    Von den acht erfolgreichen Absolventen setzen sieben ihre berufliche Laufbahn innerhalb der FRICKE Gruppe fort. In verschiedenen Fachbereichen bringen sie nun ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus dem Studium in den Arbeitsalltag ein.

    Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Geschäftsleitung sowie der Personalabteilung. Durch die Unterstützung während der gesamten Studienzeit haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Abschluss von so vielen gefeiert werden kann.

    Wenn du mehr über den Weg der dual Studierenden bei FRICKE erfahren möchtest oder selbst Interesse an einem dualen Studium hast, wirf gerne einen Blick auf unsere F.Inside-Seite. Dort findest du spannende Einblicke in den Start des Studiums sowie in die Auslandserfahrungen, die unsere Studierenden während ihrer Ausbildungszeit gesammelt haben. Ein Besuch lohnt sich.

  • Mechatroniker-Ausbildung bei FRICKE – Das musst du wissen!

    Mechatroniker-Ausbildung bei FRICKE – Das musst du wissen!

    Mit dem Abitur in der Tasche muss man nicht unbedingt studieren. Man kann auch einen anderen Weg einschlagen und eine Ausbildung beginnen. Am Standort Heeslingen bildet FRICKE Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Anlagentechnik aus. Ich habe mich zu dem Ausbildungsberuf mit Steffen ausgetauscht, der seit November 2023 bei FRICKE als Ausbilder tätig ist.

    Was macht die Ausbildung bei FRICKE so besonders?

    Die Ausbildung bei FRICKE zeichnet sich durch vielfältige Möglichkeiten aus, die den Auszubildenden einen besonderen Mehrwert bieten. Dazu gehört beispielsweise die eigenverantwortliche Durchführung von Projekten. Außerdem findet die Ausbildung bereichsübergreifend statt und die Abteilungen werden regelmäßig gewechselt. Als eines der Highlights der Ausbildung bietet FRICKE die Möglichkeit, internationale Erfahrungen im Rahmen eines Austausches mit Partnern im Ausland zu sammeln. Kristofer hat zum Beispiel für vier Wochen bei Hytres in den Niederlanden mit angepackt.

    Eine weitere Besonderheit der Mechatroniker-Ausbildung stellt das Lernen mithilfe von Blended Learning-Modellen dar, um die Auszubildenden optimal auf die zunehmenden digitalisierten Arbeitsprozesse vorzubereiten. Blended Learning ist eine Lernmethode, die Präsenzunterricht mit digitalen Lernformaten kombiniert. Dabei werden klassische Schulungen und Präsenzunterricht durch Online-Kurse, E-Learning-Module oder interaktive Lernplattformen ergänzt. Steffen handhabt es so, dass er mithilfe einer E-Learning Plattform Module vorbereitet, die selbstständig von den Auszubildenden bearbeitet werden. Das Erlernte wird anschließend im Präsenzunterricht angewandt und vertieft. Man kann sogar Abschlussprüfungen simulieren, um beispielsweise das Zeitmanagement während der Prüfungssituation zu verbessern oder Fehler zu korrigieren. Auf diese Weise werden die Auszubildenden intensiv bei ihren Prüfungsvorbereitung unterstützt.

    Welche Leidenschaften oder Interessen sollte man für den Ausbildungsberuf Mechatroniker mitbringen?

    Für eine erfolgreiche Ausbildung zum Mechatroniker sind technisches Verständnis und Freude am Umgang mit Maschinen sowie Spaß am praktischen Arbeiten und handwerkliches Geschick besonders wertvoll. Darüber hinaus sollte man logisches Denkvermögen und Problemlösungskompetenz mitbringen und gerne im Team arbeiten. Da man häufig anspruchsvolle Aufgaben erledigen muss, sind weiterhin präzises und sorgfältiges Arbeiten unverzichtbar.

    Was sind mögliche Tätigkeitsbereiche eines Mechatronikers?

    Mechatroniker können in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise die Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen, aber auch Fehlerdiagnose und Störungsbeseitigung. Auch bei der Montage, Installation und Inbetriebnahme komplexer mechatronischer Systeme sind die Fähigkeiten des Mechatronikers gefragt. Wer besonders viel Spaß am Programmieren hat, kommt bei der Programmierung von Steuerungen und Automatisierungstechnik voll auf seine Kosten. Gleichermaßen kann man ebenfalls im Kundenservice und technischen Support eingesetzt werden oder bei der Entwicklung und Konstruktion mechatronischer Komponenten unterstützen. Die Liste an Tätigkeitsbereichen ist somit sehr lang und vielfältig. Es sollte für jede Person etwas dabei sein! FRICKE bildet mit der Logistik von GRANIT PARTS nicht nur alle diese Spezialisierungsbereiche ab, sondern bietet zusätzliche eine sehr hohe Übernahmechance im Anschluss der Ausbildung.

    Wie sah Steffens Werdegang aus?

    Steffen selbst hat vor 24 Jahren seine Ausbildung zum Mechatroniker bei einem international tätigen Industrieunternehmen mit Schwerpunkt Sonder- und Schwermaschinenbau im Bereich Schmiede und Handlings-Technologie absolviert. Dort sammelte er zunächst internationale Erfahrung durch Einsätze als Supervisor und Projektkoordinator bei internationalen Großprojekten vor Ort beim Kunden. Die Ausbilderprüfung hat er vor 14 Jahren gemacht. Als Prüfer im Prüfungsausschuss der Mechatroniker war Steffen sechs Jahre bei der IHK in Siegen tätig und ist seit eineinhalb Jahren bei der IHK in Stade.

    Ich habe mich für die Tätigkeit als Ausbilder entschieden, weil ich dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken und junge Menschen bei ihrem beruflichen Werdegang unterstützen möchte. Es erfüllt mich, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben und die nächste Generation von Fachkräften auszubilden.

    Vielen Dank an Steffen für die ausführlichen und persönlichen Informationen!

    Wir haben dein Interesse geweckt? Dann schau gerne bei der Stellenbeschreibung für den Ausbildungsberuf Ausbildung Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Anlagentechnik vorbei!

  • Maßgeschneiderte Nutzfahrzeuge – Die Produktion der Hofmeister & Meincke SE

    Maßgeschneiderte Nutzfahrzeuge – Die Produktion der Hofmeister & Meincke SE

    Im Industriegebiet Weyhe ragen riesige Hallen und Gebäude in den Himmel. Eine dieser imposanten Anlagen gehört zur FRICKE Gruppe und beherbergt die Produktion der Hofmeister & Meincke SE – dem Spezialisten für maßgeschneiderte Lösungen im Nutzfahrzeugbau.

    Die Produktpalette von Hofmeister & Meincke ist breit. Von Dreiseitenkippern und diversen Pritschenaufbausystemen über Bordwände bis hin zu Multifunktionsboxen ist alles dabei. Jedes Produkt ist einzigartig, denn Kunden können hier ihre Wünsche millimetergenau anfertigen lassen.
    Tatsächlich ähneln sich die meisten Kundenwünsche. Etwas mehr als die Hälfte aller Aufträge betreffen die sogenannten Bordwände. Das sind die Wände einer Pritsche, die sich zu den Seiten herunterklappen lassen. Auch im „Sonderbau“ sind Produkte, wie Multifunktionsboxen, Kipper, oder Pritschen gefragt. Multifunktionsboxen befinden sich meist vor der Pritsche und sind z. B. als Variante mit kippbaren Schubladen für Werkzeuge ausgestattet. Den Kundenwünschen sind bei Hofmeister & Meincke aber keine Grenzen gesetzt. Bei der Umsetzung unterstützen ein spezielles Tool für den Vertrieb und drei Konstrukteure. Der Kunde gibt lediglich das Fahrzeug, die Maße und eventuelle Extrawünsche an und schon beginnt die Arbeit in Weyhe.

    Die Arbeit an individuellen Kundenwünschen

    Der Vorteil der Kollegen in Weyhe ist die Möglichkeit, maschinengestützt sehr präzise und zügig arbeiten zu können. Beispielsweise benötigen das Fräsen oder das Sägen auf Gehrung – mit dem man einen genauen Winkel zwischen mehreren Werkstücken erzeugen kann – viel Erfahrung und die richtige Ausstattung. Aus diesem Grund übernimmt Hofmeister & Meincke die Feinarbeit und je nach Kundenwunsch auch die Montage der Bauteile zur fertigen Baugruppe. Ausgeliefert wird beispielsweise ein Allframe (Aluminium-Leichtbaupritsche), den der Kunde nur noch auf das Fahrzeugchassis montieren muss. Alternativ können die Kunden die Teile als Bausatz bestellen und selbst montieren.

    Ein gutes Beispiel ist die Multiframe III-Stahlbodengruppe für verschiedene Aufbausysteme. Kernstück der Multiframe III-Bodengruppen sind die bereits vorgefertigten Traversen mit integriertem Querträger und Überhangsverstärkungen.

    Der Produktionsprozess

    Sobald ein Kundenauftrag eintrifft, geht es – im Fall der Bordwand – an die Konstruktion des gewünschten Stücks im eigenen Konfigurator und die Erstellung der Stücklisten. Parallel wird die Auslastung der Arbeitsplätze geplant. Ein Auftrag kann nicht gefertigt werden, wenn kein Schweißtisch oder keine Werkbank frei ist. Die Planung der Produktionsbereiche erfolgt über ein eigens programmiertes Tool, das Überblick über die Ressourcenauslastung gibt.

    Der Prozess vom Auftragseingang bis zur Bereitstellung im Versandbereich kann bei einer einfachen Bordwand ohne Oberflächenbeschichtung nur 45 Minuten dauern. Die Kosten variieren stark, da sich die Wände oft unterscheiden und die Auftragsmengen in der Regel niedrig sind. Oft beträgt die Stückzahl ein bis vier pro Auftrag. Kleinere Serien können auch mehr als 200 Stück umfassen. Bei einem Dreiseitenkipper – einer Pritsche, deren Ladefläche nach links, rechts und hinten gekippt werden kann – spricht man von einer Bearbeitungszeit von zwei bis drei Tagen. Die Fertigung ist aufwändiger, da sie passgenau sein muss und anschließend getestet wird.

    Der Dreiseitenkipper mit seiner flexibel einsetzbaren Ladefläche

    Herausforderungen und Flexibilität

    Die Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, macht Hofmeister & Meincke zu einem Vorreiter in der Branche. Kein Kundenwunsch ist zu komplex und jeder Auftrag wird mit höchster Präzision umgesetzt. Neben den regulären Produkten nimmt Hofmeister & Meincke auch Herausforderungen an. Auf Messen oder im direkten Kundenkontakt entstehen immer wieder neue Projekte. Hier zahlt sich die Flexibilität des Unternehmens aus, das sich auf maßgeschneiderte Produkte spezialisiert hat. Welche Produkte in Weyhe produziert werden schwankt von Jahr zu Jahr. Die 85 Mitarbeitenden, davon etwa 50 in der Produktion, sind gut ausgelastet. Dennoch gibt es Entwicklungspotenzial. Die Produkte werden meist innerhalb Deutschlands, teilweise aber auch ins EU-Ausland geliefert.

    Vom Aluprofil zum fertigen Produkt

    Die Hallen für Lagerung, Logistik und Produktion bei Hofmeister & Meincke sind groß, aber langsam wird es eng. Daher wird eine neue Halle gebaut, die dem Außenlager von Hofmeister & Meincke in Arsten Luft verschaffen soll. Die Profile werden in zwei Langgutlagern und per Blocklagerung aufbewahrt. In den Langgutlagern nutzen zwei Regalförderzeuge die Fächer effizient. Nach der Kommissionierung gehen die Profile entweder in die Bearbeitung oder direkt in die Verpackung.

    In der Bearbeitung wartet eine „Tourensäge“ auf die Profile, um sie passgenau zuzuschneiden. Danach gehen die Profile „auf Tour“ und werden zum Kunden geliefert. Alternativ können sie zur Weiterverarbeitung in die nächste Halle gebracht werden, wo sie zu Bordwänden oder anderen Produkten zusammengesetzt werden.

    Nachwuchsförderung bei Hofmeister & Meincke

    Auch die Azubis in Weyhe tragen Verantwortung. Der eigens von den Azubis gestaltete Werkstattbereich zeigt, wie bei Hofmeister & Meincke Nachwuchsförderung gelebt wird. Hier tüfteln die Fachkräfte von morgen an kreativen Lösungen und verbessern ihre Fähigkeiten in der Konstruktion und Fertigung.

    Ein neuer Standort in Lindern

    In Lindern, nahe Cloppenburg, entsteht ein neuer Standort von Hofmeister & Meincke. Die Firma JW-Tec GmbH, jetzt Teil der FRICKE Gruppe, stellt mit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Fahrzeugkomponenten und Ladungssicherung für Holztransporter her. Diese Komponenten werden zur Eigenmontage an die Kunden geliefert.

    Die Zusammenführung zweier Unternehmen mit unterschiedlichen Arbeitsweisen ist eine spannende Aufgabe. Durch die Kombination von JW-Tecs Expertise in der Ladungssicherung und Hofmeister & Meinckes Know-how im Fahrzeugbau entstehen neue Synergien, die beiden Standorten zugutekommen. Für Hofmeister & Meincke ist dies nur eine weitere Herausforderung, die das Unternehmen mit seiner gewohnten Präzision und Flexibilität meistern wird. Wir freuen uns auf die Entwicklungen und wünschen viel Erfolg!

    Ihr wollt noch mehr über die Schwestergesellschaften der FRICKE Gruppe erfahren? Dann schaut doch mal bei Julians Beitrag über den SAPHIR Sonderbau vorbei!