Autor: Julian Kaiser

  • Ein Tag im GRANIT Service Center

    Ein Tag im GRANIT Service Center

    Stellt euch vor, der Trecker, der seit mehreren Jahrzehnten gute Dienste leistet und für die Arbeit auf dem Hof unentbehrlich ist, hat auf einmal ein Problem. Doch das größte Problem: Die benötigten Ersatzteile sind kaum, beziehungsweise gar nicht mehr zu kaufen. Und es würde ewig dauern, ein neues Teil zu bestellen. In diesem Fall gibt es eine einfache Lösung: Das GRANIT Service Center. Hier können Teile jeglicher Art von Einspritzpumpe bis Anlasser und von Kühler bis Turbolader zur Instandsetzung eingeschickt werden.

    Vor allem in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus rückt, scheint das Konzept des Reparierens im Vergleich zu Neuteilen zunehmend an Relevanz zu gewinnen. Ein weiterer Vorteil: In vielen Fällen ist das Reparieren sogar deutlich günstiger als ein Neuteil.

    An meinem ersten Tag im Service Center fragte Achim, der Leiter des Service Centers, mich, was ich denn glaube, was im Service Center passiert. Meine Antwort: „Ich weiß eigentlich nur, dass hier Sachen repariert werden.“ Das stimmte zwar, ist aber nur ein sehr kleiner Teil der Leistungen, die hier angeboten werden. Auch das habe ich dann ziemlich schnell mitbekommen.

    Schritt für Schritt: Vom Auftrag zur Reparatur

    Am Anfang steht immer das Bestellformular oder der Abholauftrag, den der Kunde im GRANIT Webshop ausfüllt. So können die defekten Teile der Kunden europaweit abgeholt werden und zu uns nach Heeslingen geliefert werden. In vielen Fällen, vor allem bei Teilen, bei denen Flüssigkeiten austreten können, werden die Teile in extra Service Center Boxen verschickt. Da natürlich nicht jeder bereits so eine Box bei sich hat, wird der Behälter noch am selben Abend per Nachtversand zum Kunden geschickt, damit das Teil schließlich am nächsten Tag von DHL oder UPS abgeholt werden kann.

    In Heeslingen angekommen, werden die ersten Überprüfungen am Teil gemacht und die Kosten für eine Reparatur ermittelt. Oft wird das Teil hier schon komplett zerlegt, um die Schäden festzustellen. Doch nicht alle Teile können in Heeslingen repariert werden. In diesem Fall werden sie an externe Reparaturbetriebe, wie Jetschke für Hydraulikpumpen und -motoren oder Ilgenfritz für alles, was mit Elektronik zu tun hat, weitergeschickt.

    Service Center

    Ein Herzstück des Service Centers sind die verschiedenen Prüfstände für Einspritzpumpen und Hydrauliksteuergeräte. Besonders spannend ist hierbei der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte. Während früher rein mechanisch geregelte Einspritzpumpen, welche nur mit Federn und Fliehkraftreglern arbeiteten, verbreitet waren, werden die neueren Common-Rail-Systeme elektronisch gesteuert. So ist es sogar möglich, 3 Einspritzungen pro Takt durchzuführen. Bei einer Drehzahl von beispielsweise 3000 U/min kann man sich vorstellen, wie präzise diese Bauteile arbeiten müssen. Dieser Entwicklung müssen natürlich auch die Prüfgeräte folgen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch im Hydraulikbereich zu beobachten, wo heutzutage ebenfalls elektronische Steuergeräte zum Einsatz kommen. Genau zu diesem Zweck wurde kürzlich ein neuer Hydraulikprüfstand angeschafft, der eine Ansteuerung per Laptop ermöglicht.

    Sonderanfertigungen nach Maß für optimalen Kundenservice

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Service Centers ist die Sonderanfertigung von Hydraulikschläuchen, Gelenkwellen, Kettenrädern oder Fahrersitzen in der alten Landmaschinenhalle. Auch hier können die Kunden nach Belieben ihr individuelles Produkt zusammenstellen. Nach Eingang der Bestellung wird hier sofort mit der Montage begonnen, damit das Produkt schon am nächsten Morgen beim Kunden vor der Tür steht. Besonders wichtig: eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Lager. Nicht alle benötigten Teile befinden sich immer am Arbeitsplatz in der Schlauch- oder Sitzwerkstatt. Für einen zügigen Ablauf müssen diese also schnellstmöglich zu den Mitarbeitenden in die Werkstatt gelangen, um die teilweise über 350 Sonderanfertigungen pro Tag fertigzustellen.

    Service Center

    Doch nicht nur direkte Kundenaufträge werden im Service Center bearbeitet. Im Webshop werden auch einige fertige Sitze und Schläuche angeboten. Diese sehr häufig verkauften Produkte werden deshalb auf Vorrat im Service Center produziert. So kann eine noch schnellere Bestellabwicklung gewährleistet werden.

    Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick: Um die zunehmende Auftragslage auch in Zukunft bewerkstelligen zu können, ist ein Umzug der Schlauch- und Sitzwerkstatt geplant. Diese soll bald in eine neue Halle in Heeslingen ziehen, um dort mehr Platz für noch mehr Aufträge zu haben.

  • Felix – Head of Financial Planning and Analysis

    Felix – Head of Financial Planning and Analysis

    „Du musst dich entscheiden, ob du im System, oder am System arbeiten möchtest.“ Felix, unser Head of Financial Planning und Analysis, über seinen Weg zur FRICKE Gruppe sowie die Chancen und Herausforderungen, die seine neue Position mit sich bringt.

    Felix‘ Weg zu FRICKE

    Seit Anfang 2024 gibt es in der FRICKE Gruppe eine neue Position: Head of Financial Planning and Analysis. Felix besetzt damit eine Rolle, die es in dieser Form zuvor nicht gab. Doch wie kam er zur FRICKE Gruppe?

    Felix‘ Karriere begann 2012 mit einem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Schon früh war ihm klar, dass er seine Studienzeit mit einem Auslandssemester bereichern wollte – und war überglücklich, als er eine Zusage für ein Stipendium an der University of British Columbia in Vancouver erhielt.

    Nach seiner Bachelorarbeit, in der er sich mit den gängigen Performance-KPIs im Fondsmanagement auseinandersetzte, wollte Felix zunächst Praxiserfahrung sammeln. Er absolvierte ein sechsmonatiges Praktikum im Einkauf beim Konsumgüterriesen Henkel. Begeistert von der internationalen Arbeitswelt entschied er sich 2015 für ein Masterstudium an der Universität zu Köln – und zwar für das anspruchsvolle CEMS-Programm in International Management.

    Dieser Doppelmaster verlangte nicht nur reguläre Kurse, sondern auch zusätzliche Credit Points durch Skill-Seminare, ein Business-Projekt mit einem Unternehmen, ein internationales Praktikum sowie ein weiteres Auslandssemester. Felix nahm die Herausforderung an und verbrachte ein Semester an der Stockholm School of Economics sowie ein Praktikum im Controlling bei Procter & Gamble in der Schweiz.

    Sein Fokus auf die FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods) war gesetzt. Als seine damalige Freundin und heutige Frau für ein Praktikum bei OTTO nach Hamburg zog, suchte Felix nach Karrieremöglichkeiten vor Ort und stieß auf Beiersdorf. Das Beyond Borders Trainee-Programm, bei dem er seine Stationen frei wählen und ins Ausland gehen konnte, überzeugte ihn. So startete Felix im März 2018 in der blauen NIVEA-Welt.

    Dort lernte er verschiedene Bereiche des Controllings, der Buchhaltung und des Vertriebs kennen – und sammelte weitere Auslandserfahrung während eines halben Jahres in Dubai. Nach dem Trainee-Programm wechselte er ins operative Controlling des deutschen Geschäfts und später ins Corporate Controlling, wo er sich intensiv mit Finanzplanung beschäftigte. Im Juni 2023 wurde Felix schließlich Global Controller für die Marke Eucerin – eine Position, auf die er bewusst hingearbeitet hatte.

    Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann

    „Da ich erst vor wenigen Tagen eine neue Position bei Beiersdorf angetreten habe, ist ein schneller Wechsel des Unternehmens eher unwahrscheinlich…“

    Doch manchmal kommt es anders als geplant. Bereits Ende Juni 2023 wurde Felix von einer Headhunterin auf die FRICKE Gruppe angesprochen.

    Viele solcher Anfragen seien meist uninteressant, sagt Felix. Diese jedoch stach heraus: Ein Hidden Champion des Mittelstands, der in den letzten Jahren extrem erfolgreich gewachsen war und Unterstützung bei der Finanzplanung brauchte.

    Bis zum Vorstellungsgespräch vergingen einige Wochen. Doch als es Ende September endlich so weit war, ging plötzlich alles ganz schnell. Im Gespräch mit den Geschäftsführern Hans-Peter Fricke, Holger Wachholtz und Personalleiter Carsten Deter stellte sich Felix vor allem eine Frage: „Kann ich mir vorstellen, mit diesen Personen zusammenzuarbeiten?“

    Die Antwort war schnell klar. Die Chemie stimmte – und besonders Herr Frickes Werte und Einstellung gegenüber seinen Mitarbeitenden beeindruckten Felix. Noch im Gespräch erhielt er ein Angebot.

    Ganz nach der damaligen Jobware-Werbung rannte Felix kurz danach im Anzug auf Socken durch die Turnhalle zu seiner Frau und Tochter beim Kinderturnen und rief: „ICH HAB DEN JOB!“

    Was macht ein Head of Financial Planning & Analysis?

    Felix versteht seine Rolle als Business Partner der Geschäftsführung. Sein Ziel: Das Management bei der Entscheidungsfindung unterstützen, wichtige Daten und Entwicklungen sichtbar machen, auf zukünftige Herausforderungen hinweisen und dadurch strategisches Handeln ermöglichen.

    „You cannot manage what you don’t measure.”

    Während das klassische Controlling vor allem auf die Vergangenheit und Gegenwart fokussiert ist (z. B. Jahresabschlüsse), liegt Felix‘ Schwerpunkt klar auf der Zukunft. Dabei gibt es natürlich Überschneidungen – er arbeitet eng mit dem Controlling zusammen, entwickelt KPIs weiter und verbessert wiederkehrende Prozesse.

    Da seine Position neu geschaffen wurde, gibt es keine festen Vorgaben oder ein starres Stellenprofil. Für Felix eine große Chance: Er kann seine eigenen Stärken einbringen und Prozesse aktiv mitgestalten.

    Ein Mentor sagte einmal zu Felix: „Du musst entscheiden, ob du im System oder am System arbeiten möchtest.“

    Felix‘ Antwort ist klar: Wenn er eine Aufgabe übernimmt, denkt er sofort darüber nach, wie man den Prozess effizienter gestalten oder automatisieren kann.

    Von Consumer Goods zur Landwirtschaft

    Der Wechsel aus der FMCG-Welt in den Agrarsektor war für Felix kein Hindernis. Natürlich seien Vorkenntnisse von Vorteil, für ihn ist es aber vor allem eine Chance, seine Lernkurve steil zu halten und neue Branchen kennenzulernen.

    Schon früh fielen ihm Themen auf, an denen er arbeiten wollte. Ein Beispiel: Die Einführung eines monatlichen Reports zur Messung der Verkaufspreisentwicklung.

    Dieses Projekt zeigt auch eine zentrale Eigenschaft seiner Position: Neben der typischen Zusammenarbeit mit dem Controlling spielte hier der Austausch mit dem Pricing-Team eine wichtige Rolle.

    Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit macht für Felix den Reiz seiner Arbeit und das Wesen des Mittelstands aus.

    Felix‘ Pläne für die Zukunft

    Felix hat noch viel vor. In der FRICKE Gruppe gibt es zahlreiche Prozesse mit Optimierungspotenzial, wobei für ihn dabei vor allem eine Frage im Mittelpunkt steht:

    Welche Auswirkungen haben unsere täglichen Entscheidungen auf die Profitabilität des Unternehmens?

    Privat möchte er trotz der Verantwortung in seiner Position möglichst viel Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern verbringen.

    „Das F in FRICKE steht für Family. Das möchte ich auch leben.“

    Fazit: Eine spannende Reise beginnt

    Felix‘ Weg in die FRICKE Gruppe zeigt, dass sich Chancen oft dann bieten, wenn man sie am wenigsten erwartet. Mit seiner Erfahrung, seinem strategischen Blick und seiner Leidenschaft für Finanzplanung wird er das Unternehmen in den kommenden Jahren mitgestalten.

    Wir freuen uns darauf, diese Reise gemeinsam mit ihm zu gehen!

    Wenn ihr jetzt noch mehr über spannende Karrierewege erfahren wollt, dann schaut doch mal in unseren Beitrag über Berin und das Traineeprogramm, welches sie bei FRICKE absolviert hat.

  • Ausbildung läuft – FRICKE goes Azubi-Lauf

    Ausbildung läuft – FRICKE goes Azubi-Lauf

    Am 13. September 2024 veranstaltete die IHK Stade den mittlerweile schon 8. Azubilauf. Unter dem Motto #AusbildungLäuft und bei schönstem Laufwetter mit viel Sonnenschein sind die Azubis aus der Region gegeneinander angetreten.  Der alljährliche Lauf soll dazu beitragen, dass die Fachkräfte fit und gesund bleiben und gleichzeitig den Teamgeist innerhalb der Unternehmen stärken.

    Insgesamt traten 90 Azubis aus unterschiedlichsten Ausbildungsbetrieben in einer der vier möglichen Kategorien an. So konnte jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin wählen, ob er/sie 5 km oder 7 km laufen möchte.

    Auch FRICKE war bei dem Event vertreten. Unsere Auszubildende Svea trat im 5 km Lauf an. In einer Zeit von 29:11 konnte sie sich gegen den Großteil ihrer Mitschtreiterinnen durchsetzen und belegte damit den dritten Platz. Neben dem sportlichen Teil der Veranstaltung darf die Verpflegung abseits der Strecke natürlich nicht zu kurz kommen. Alle Teilnehmer wurden mit IHK Laufshirts ausgestattet und mit Traubenzucker und Nüssen versorgt, um die nötige Energie für den Wettkampf zu haben. Nach den Läufen kamen alle nochmal zusammen und ließen den Tag mit Grillbuffet und Siegerehrung bei bester Stimmung ausklingen.

    Das Siegertreppchen des 5 km Laufs (Platz 3: Svea)

    Sport in der FRICKE Gruppe

    Auch abseits der Ausbildung wird sich innerhalb der FRICKE Gruppe sportlich betätigt. Bereits zum fünften Mal fand in diesem Jahr der FRICKE Social Run statt. Gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt konnten wir innerhalb von vier Wochen eine Strecke von 27.448 Kilometern zurücklegen und so 54.900 € für insgesamt zehn gemeinnützige Organisationen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland sammeln. Aber auch in anderen Bereichen ist FRICKE sportlich aktiv. Seit Jahren sponsert und unterstützt FRICKE den ortsansässigen Fußballverein. Beim Heeslinger SC wird so speziell auch die Jugendarbeit gefördert. Aber auch im Reitsport werden regionale Turniere unterstützt.

    Wir gratulieren Svea zu ihrer tollen Leistung beim Azubi-Lauf der IHK und hoffen, auch beim nächsten FRICKE Social Run auf sie und auf das Engagement aller Kolleginnen und Kollegen zählen zu können!

  • Saphir Sonderbau – Von Entsorgungshof bis Skipiste

    Saphir Sonderbau – Von Entsorgungshof bis Skipiste

    Egal ob Landwirtschaft, Entsorgungshof oder sogar Skigebiet, die Aufgaben die in einem Betrieb zu erledigen sind, sind oft sogar innerhalb einer Branche sehr divers.  So benötigt ein Bergbauer, der an den steilen Hängen der Alpen Heu macht ganz andere maschinelle Unterstützung, als ein Landwirt, der in Mecklenburg-Vorpommern über 400 Hektar bewirtschaftet.

    Um auch für die außergewöhnlichsten Probleme eine Lösung zu finden, bietet Saphir nun schon seit fast 15 Jahren die individuelle Entwicklung von Maschinen nach den Wünschen der Kunden an. Doch auf den ersten Blick ist oft gar nicht erkenntlich, wie viel Arbeit hinter so einem Sonderbau steckt.

    Eine der größten Schwierigkeiten ist es, bereits beim ersten Versuch ein perfektes Gerät zu liefern. Entwirft man ein Gerät, welches später in die Serienproduktion gehen soll und von dem man sich erhofft große Stückzahlen zu verkaufen, gibt es viele Stufen in der Entwicklung, die durchlaufen werden müssen, um bei Markteintritt ein perfekt funktionierendes Produkt anbieten zu können. So wird erst ein Prototyp gebaut, bei dem die grundsätzliche Funktionalität geprüft wird. Anschließend wird das Gerät in der Vorserie ausgiebig getestet und alle Kinderkrankheiten, die nun noch vorhanden sind beseitigt. Da von den Sonderanfertigungen allerdings oft nur eine einzige Maschine verkauft wird, ist es aus Kostengründen nicht möglich vorab Prototypen zu fertigen. Das was sich der Konstrukteur am PC überlegt muss also auch auf Anhieb in der Realität funktionieren.

    Einer der wichtigsten Aspekte, um dies zu gewehrleisten ist eine gute Kommunikation mit dem Kunden.  Vor allem bei Aufträgen, zu denen man kaum Vorwissen hat ist dies wichtig. So auch, als es darum ging eine Palettengabel für die Pistenraupen des Jungfraujochs in der Schweiz zu entwerfen, die nun auf dem Gletscher in über 3500 m Höhe ihren Dienst verrichtet.

    Die Saphir Palettengabel am Pistenbully

    Normalerweise ist es von Vorteil auf bereits bekannte Technologien zu setzen, da so ein reibungsloser Ablauf des Projektes gewährleistet werden kann. Zum einen können durch die Verwendung von Gleichteilen die Fertigungskosten niedrig gehalten werden, zum anderen sind so viele Abläufe schon bekannt, wodurch die Fehleranfälligkeit minimiert wird. Eine größere Herausforderung stellte deshalb die besondere Aufnahme der Pistenbullys dar. Diese war bei Saphir noch komplett unbekannt. Da am Anfang des Projekts noch keine Zeichnung der Aufnahme vorlag und sich anhand von Fotos nur relativ schwer konstruieren lässt, war sogar ein Ausflug in die Skihalle in Bispingen geplant. Hier sollte sich eine der Pistenraupen mal aus nächster Nähe angeschaut werden. Mit Hilfe des Kunden konnten aber die wichtigen Abmessungen der Aufnahme ermittelt und die Aufnahme somit passgenau gefertigt werden.

    Ein weiteres Beispiel war der Wunsch eines Kunden, nach einer Palettengabel, welche seitlich kippbar sein sollte, um auch an schrägen Hängen Paletten aufladen zu können. Nach einer ersten groben Skizze und einer Prüfung, ob die Anforderungen an Tragkraft, Zinkenlänge, oder die hydraulische Kippfunktion technisch und wirtschaftlich überhaupt möglich sind, erhielt der Kunde ein erstes Angebot. Auch die voraussichtliche Lieferzeit, in der das Projekt fertig gestellt werden kann wurde ermittelt. Im Falle der kippbaren Palettengabel wurde auf die Basis des Kistendrehgerätes zurückgegriffen, welches sich bereits im Sortiment befindet. Durch die veränderten Anforderungen, wie zum Beispiel der um eine Tonne erhöhten Tragkraft oder die beidseitige Kippfunktion, mussten jedoch einige Veränderungen und ein komplett neuer Kippmechanismus entwickelt werden.

    Ausschnitt der technischen Zeichnung der kippbaren Palettengabel

    Wenn das Gerät dann schließlich auf dem Gelände in Bockel ankommt ist die Arbeit jedoch noch nicht getan. Hier werden letzte Tests gemacht und geprüft, ob die Maschine auch alle Anforderungen erfüllt. Außerdem wird eine Betriebsanleitung erstellt, welche die sichere Handhabung gewährleistet.

    Es muss also einiges beachtet werden, damit der Kunde schon ca. 10 Wochen nach seiner Anfrage ein fertiges und auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Gerät auf dem Hof stehen hat. Doch gerade dieses Know-how und diese Zielstrebigkeit machen das Team bei Saphir aus.

    Ihr wollt noch mehr über aktuelle Projekte bei Saphir erfahren? Dan schaut doch mal in unseren Beitrag über den Grind Star.